Alles reaktionäre, rechte Chauvinisten!

Von | 4. Februar 2017

“Man mache sich nichts vor: Fast jeder bedeutende Autor der vergangenen zweieinhalb Jahrtausende, von Platon bis Nietzsche, ja von Plotin bis Platen, von Homer bis Goethe, von Shakespeare bis Kleist, von Dante bis Dostojewski, auch Egon Friedell, Karl Kraus oder sogar Thomas Mann gälten, schrieben sie heute, als elitär, chauvinistisch, sexistisch und rassistisch sowieso, kurzum: als “rechts”; kaum ein Verlag würde es wagen, ihre Werke zu drucken; sie könnten nicht vor studentischem oder akademischem Publikum auftreten, ohne mit lautstarken Protesten wegen rechtzeitig ermittelter und verbreiteter schlimmer “Stellen” rechnen zu müssen, und würden bei Preisverleihungen schnöde übergangen. Und beiden Seiten geschähe sogar recht. (Lieschen vom Asta, sozialwissenschaftlich und gruppendynamisch vom Entelechie-Vollzug befreit, wendet ein: “Aber sie würden doch heute ganz anders schreiben!” Nein, würden sie nicht. Wahrscheinlich nicht einmal Thomas Mann.) – weiterlesen hier

11 Gedanken zu „Alles reaktionäre, rechte Chauvinisten!

  1. Fragolin

    Links ist die politische Seite der Dummheit, die sich in Kollektiven zusammenrottet, um die Intelligenz auszurotten.

  2. waldsee

    zitat:wer mit 20 nicht links ist ,hat kein herz.wer mit 30 -noch- links ist,hat kein hirn.

  3. Thomas Holzer

    “Weil wir das bessere, demokratischere, zivilere Land sind, also weniger persönliche Freiheiten, weniger Selbstschutz und strengere Regeln für Nichtkriminelle benötigen.”

    “Herrlich” 😉 So weit sind wir leider schon gekommen, daß dies anscheinend Mehrheitsmeinung darstellt………

  4. sokrates9

    Bewundernswert wie man es in einer Generation geschafft hat, den logischen Verstand aus den Hirnen der linken Massen zu entfernen!

  5. stiller Mitleser

    Lieschen vom Asta hat hier wohl eher recht als Herr Klonovsky, denn überhistorische und durch Kontextualisierung in keiner Weise reduzierbare Wahrheiten sind selten und der Entelechie sind wir alle dank – der hierorts doch geschätzten? – Aufklärung ein kleines Stück entzogen. Selbstironisch ist Herr Klonovsky, bevorzugt adoriert von Leuten, die sich auf Traditionen berufen die sie nicht kennen, leider selten, dann aber besser.

  6. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    das sind eben Traditionen, Herr Holzer, oder Gewohnheiten; überdies bin ich ein klein wenig enttäuscht, daß Sie im Falle Fillons so unzynisch dem Lager “ist er auch ein Schuft, er ist der Unsere” anzugehören scheinen.
    Zynisch und rational wäre: er muß gewinnen, Schufte sind sie schließlich alle, es zählt das Programm auf das er sich verpflichtet – oder nicht? Die UMP hat eine lange Skandalgeschichte, Juppé hat eine Verurteilung hinter sich (auf die Fillon sich in der Vorauswahl diskret, aber eben doch, bezog) – die Bezahlung der Ehefrau für vermutlich nicht geleistete Arbeit könnte man so verteidigen: der christliche Hausvater hat gearbeitet für zwei (nämlich ohne unterstützende Assistenz) und dafür eben auch zwei Gehälter lukriert, auf irgendwen mußte er das zweite eben verrechnen. Ein Teil seiner Wähler, obwohl provinziell, konservativ und katholisch und von der ganzen Sarkozy-Entourage angeekelt, würde das auch akzeptieren, weil jeder weiß daß 5 Kinder und ein Anwesen auf dem Land mit einem einzigen Gehalt schwer zu unterhalten sind. Aber nur zu sagen “die böse Linke” ist doch ein wenig larmoyant , Fillon plus Frau und die zwei älteren Kinder sind alle 4 als Anwälte zugelassen, also keine juristischen Tschapperln.

  7. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Diesem “Lager” gehöre ich definitiv nicht an 😉
    Mittlerweile scheint en “Video-Interview” seiner Frau aufgetaucht zu sein, in welchem sie freimütig eingesteht, nie für das ausbezahlte Gehalt gearbeitet zu haben.
    Anscheinend scheint sich wieder einmal eine konservative, liberale Hoffnung selbst in die Luft geschossen zu haben (dieses eigenartige Verhalten “billigt” man eigentlich nur sog. Islamisten zu;) )

  8. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    dann sind Sie rehabilitiert (-_-) – schön!
    (Fillon hat Jahrzehnte in zweiter, dritter Reihe gestanden, kennt den politischen Betrieb, kennt auch seine lokale Wählerschaft und hat gerade aus dieser Kenntnis und jener der UMP-Defizite ein interessantes Programm gemacht – die UMP überlegt ob sie ihn zum Rückzug bewegen sollen oder nicht, er will nicht, sie haben allerdings auch keine Alternative zu ihm, Juppé will nicht mehr)

  9. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Danke 😀
    Mich verwundert es ja, daß, in diesem Falle Fillon, anscheinend geglaubt hat, mit seiner “Geschichte” durchzukommen, respektive die Hoffnung gehabt hatte, daß diese nicht -allzu- bekannt wird.
    Ich befürchte, dieser politische Selbstmord auf Raten ist einem “Glauben” geschuldet, daß die Absolventen der ENA einander kein Auge auskratzen…………
    Schade, aber wieder einmal wurde der Beweis erbracht, daß eine Reform dieses unseres Systems aus sich heraus eigentlich unmöglich ist.

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