#allesdichtmachen: Billiger Klamauk ist noch keine Satire

Von | 26. April 2021

“… Wie dürftig die Debatte über die Corona-Politik in Deutschland oft ist, zeigt die missglückte Promi-Aktion #allesdichtmachen. Fast noch schlimmer sind die Reaktionen darauf. NZZ, hier

15 Gedanken zu „#allesdichtmachen: Billiger Klamauk ist noch keine Satire

  1. CE___

    Wenn der Hoffnarr damals voll die Wahrheit ausgedrückt hatte, wurde er mit einem Tobsuchtsanfall mit Schimpf und Schande aus dem Saale gejagt.

    Mit diesem Artikel hat die NZZ, wahrscheinlich unfreiwillig, alles validiert was diese Künstler satirisch ausgedrückt hatten an der heute vorherrschenden Idiotie und Lüge an und mit dem Virus.

    PS: Ein weiser Potentat hat den Hoffnarr dann aber wieder, nachdem der Ärger über die “Majestätsbeleidigung” verflogen war, immer wieder zurückgeholt.

  2. Rado

    Diese Aktion war eine der seltenen frischen Luftzüge unter der dumpfen Käseglocke der sich staatstragend gebenden Angstpropaganda. Finde diese Aktion außerordentlich mutig. Die vor Wut rasenden Politiker, Medienbosse und ihre Lohnschreiberlinge zeigen, wie notwendig diese Aktion war! Hätte gerade von der NZZ anderes erwartet.

  3. dna1

    Doch, ich fand es gute Satire, vor allem Düringer z.B.
    Jeder vernünftig denkende Menschen weiß, was Sache ist, das bestimmte Maßnahmen notwendig sind, aber auch, wie verrückt die Gesellschaft geworden ist. Man achte nur einmal auf die Reaktion von Menschen, wenn man einmal irgendwo eine Minute keine Maske aufhat. Irgendwer möge mir erklären, warum ich meine Eltern besuchen darf, aber nicht gemeinsam mit der seit 25 Jahren mit mir verheirateten Frau. Alles Schwachsinn.

    Toll zu sehen, in welcher Diktatur wir bereits leben, von freier Gesellschaft keine Spur mehr. Der große Skandal ist die Reaktionen auf “allesdichtmachen”, nicht die Aktion selber.

  4. sokrates9

    Was sich derzeit abspielt ist unvorstellbar wie schnell wir in einer totalen Diktatur sind:Jetzt drohen in Deutschland mit dem neuen Ermächtigungsgesetz fünf Jahre Gefängnis drohen, wenn man nachts auf der Straße angetroffen wird. Im ersten Moment dachte ich, das sei ein Witz. Paragraf 73 und 74 des neuen Infektionsschutzgesetzes.

    …Ich habe mir die Paragrafen genauer angesehen. Auch wer infektionsschutzwidrig ein Ladengeschäft öffnet, wandert ins Gefängnis, wenn es dumm läuft. Selbst ein Getränk oder eine öffentlich verzehrte Speise können einen hinter Gitter bringen. Ich weiß nicht, ob allen Abgeordneten klar war, was in dem Gesetz steht, das sie am Mittwoch im Bundestag beschlossen haben…
    Die Nordkoreaner sind baff! Das haben sie noch nicht geschafft…..“

  5. Johannes

    Die Aufregung um diese Sache ist vollkommen daneben.
    Jetzt weiß ich nicht wie viele dieser Künstler in den letzten Jahren das Lied der Linken mitgesungen haben und in jeder, ebenfalls freien Meinungsäußerung bezüglich Terrorgefahr, Islamisierung, Völkerwanderung den Inquisitor spielten.

    Soweit ich die Aktion verstanden habe war sie fokussiert auf die Unbeweglichkeit von Politik und Behörden die vor allem in Deutschland zu Maßnahmen führte welche tatsächlich seltsame Blüten zeitigte.

    Ich bin in diesem Fall interessierter Beobachter eines bis jetzt noch nie dagewesenen Vorfalls, der Mainstream beginnt über eigene “Abweichler” herzufallen. Die Revolution beginnt ihre eigenen Kinder zu fressen. Die mediale Fallbeil saust auf treue Weggefährten nieder.

    Man wird sehen ob diese Aktion die Kraft hat die dicken Verkrustungen der Meinungsdiktate des Mainstream aufzubrechen oder ob die in eigener Sache tapferen Künstler wieder brav und geläutert sich einreihen und den Platz, der ihnen zugewiesen wurde, einnehmen.

    Man kann den Künstlern heftig widersprechen und in der Sache
    mit Argumenten entgegenhalten.
    Das tut man aber meist nicht und als einziges Argument bleibt oft man darf das allein darum nicht so sagen weil auch die “falschen” Leute so reden und denken würden.
    Hier zeigt sich wie totalitär der Mainstram geworden ist.

  6. Nightbird

    Wie ich haben sicher mehrere kein Interesse an den Social Networks. Es gibt besseres, als seine Zeit damit zu verplempern. Bücher, Musik, Wandern etc.

    Habe daher erst durch den Wegscheider ein paar dieser Videos gesehen und ich Finde, die Ironie dahinter geht ziemlich unter. Sarkasmus und Ironie schauen für mich anders aus. Diese sogenannten Künstler nutzen zum Teil die Anonymität dieser Networks aber den Schneid, ihre Meinung im real life kundzutun, haben sie scheinbar nicht.

    Ironie muß man auch rüberbringen können. Diese Videos können es zum Großteil nicht, wenn man bedenkt, welches Publikum in den Networks angesprochen wird. Publikum, das intellektuelle Ironie oft nicht versteht sondern eher nur den derben Humor verstehen kann. Man siehts ja an den Reaktionen.

    Sich einfach auf die Bühne zu stellen und die Coronapolitik vor Publikum zu verurteilen, wäre IMO der bessere Weg. Aber da haben sie Bammel, daß dann etwa keiner kommt oder gar die Polizei vor der Tür steht.

    sokrates9
    Zumindest sind wir in der Meinungsdiktatur angelangt. Was die Wahrheit ist, bestimmt die Regierung.

    Geschäfte öffnen trotz Strafandrohung?
    Ja. Aber kategorisch ALLE! Ich will mal sehen, wie die Regierung samt Exekutive dann reagiert wenn zumindest 90% der Kleinunternehmer alles aufmachen. Und damit ihre Meinung zu den Maßnahmen kundtut.

    Auch unsere Politiker scheren sich nicht darum, was sie selbst ins COVID_19-Maßnahmengesetz und ins Epidemiegesetz geschrieben haben. Sie wissen sehr wohk, was drin steht. Sie wissen sehr wohl, daß sie mit den Anordnugen dagegen verstossen. Nur: Es schert sie nicht. Sie halten die Bürger ohnehin für Idioten!
    “Wir sind die Regierung, wir machen, was wir wollen!”

    Und ob daß in DE oder AT statfindet, ist längst wurscht.

  7. Erich H. Ulrich

    Gestern hat sich im Servus TV die Chefredaktrice des “Standard” entrüstet ereifert, dass Henryk Broder meinte, von Holocaust-Leugnern, Corona-Leugnern und Klima-Leugnern sei das erste noch das beste. Dies im Zuge der diskreditierenden Debatte um die #allesdichtmachen Spots.

    Selbst von einer deklarierten Links-Presse-Chefin hätte ich erwartet, genügen Hirnschmalz mit sich herumzutragen um die Doppeldeutung als solche zumindest zu erahnen.

    Vielleicht hat sie auch dir Ironie der Spots nicht als solche erkannt. Wer weiß?

  8. CE___

    Habe mir da einige Videos angesehen, nachdem diese Aktion etwas an mir vorübergegangen ist.

    Düringer ist perfekt.

    Wir benötigen ein Bundesministerium für Ewige Gesundheit und Ewiges Leben.

    Angesiedelt in den Firmenzentralen von Roche & Konsorten

    Gez. Stückmein

  9. sokrates9

    Erich Ulrich@ Hat sie nicht; Broda hat ihr dann in Gro´ßbuchstaben erklärt wie diese Satire zu verstehen ist.Für mich hat da ein Stutenbissigkeitsreflex zugeschlagen! 🙂

  10. Falke

    Es genügt, den einen Satz der NZZ etwas umzuschreiben, nämlich “Schlimm sind die Reaktionen darauf”. Damit ist wohl alles gesagt. Oder fast alles: Man könnte noch hinzufügen, dass diese Reaktionen leider unter den derzeitigen Umständen zu erwarten waren. Man muss sich daher nur wundern, dass einige der Schauspieler ihre Aussagen erschreckt zurückgezogen haben, so als lebten sie auf dem Mond.

  11. dna1

    @Falke
    Die Schauspieler haben unter massivem Druck, i.e. sie bekommen kein Engagement mehr, zurückgezogen. Landläufig nennt man das Erpressung. Siehe z.B. der Tweet von Garrelt Duin, Rundfunkrat beim WDR, wo er mit Bezug auf Jan Josef Liefers schreibt, Zitat: “Die zuständigen Gremien müssen die Zusammenarbeit – auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden – schnellstens beenden.”
    Alles klar?

  12. Rado

    @GeBa
    Treffender Artikel von Vera Lengsfeld, der eigentlich erschüttert. Und sie hat dabei auch etliche Opfer weggelassen, man vergisst schnell, aber es sind Viele! Zuletzt erst traf es ZB. den bayrischen Musikexperten Stefan Mickisch, der den Angriffen der neuen deutschen Autokratie nicht gewachsen war.

  13. Allahut

    Was wurde uns nicht schon alles als Satire verkauft, dagegen ist diese Aktion Nobelpreisverdächtig. Und dass einige jetzt wegen dem kritisierten Applaus aus der rechten Ecke den Schwanz einziehen, entlarvt sie als typische Weicheier.

  14. Cora

    Zum Beispiel Roland Düringer.
    „Ich lebe eigentlich mein durchaus eigenverantwortliches Leben. Aber gerade bei einem so privaten Thema wie meiner Gesundheit, da möchte ich mich eigentlich nicht auf mich selbst verlassen. Und ich bin froh dass der Staat meine Gesundheit zu einer öffentlichen Angelegenheit gemacht hat. [und dabei grinst er auch noch so schelmisch] Zugegeben: früher da dachte ich, wenn ich auf Körper, Geist und Seele achte und meinem Immunsystem durch Bewegung an der frischen Luft, maßvolle Ernährung und ausreichend Schlaf stärke, dass ich so Verantwortung für meine Gesundheit übernehmen könnte. Aber heute, gut informiert, weiß ich’s besser: mein Schicksla, das liegt in ihrer Hand. Krankheit muss nicht sein. Und selbst der Tod ist lediglich ein Fehler der Schöpfung. Wenn wir uns gemeinsam brav anstrengen, dann können wir gemeinsam mit der modernen Wissenschaft diesen Fehler korrigieren. Wer in Zukunft schon mit 85 Jahren in die Kiste hüpft, der hat eigentlich nur auf ein Software-Update vergessen. Also: bleiben Sie mir bitte gesund! Befolgen Sie brav die Maßnahmen der Bundesregierung! Und bescheren Sie so mir und auch Ihnen ein ewiges Leben.“

    Wer meint, das wäre Klamauk versteht nicht Ironie. Beißender kann man es nicht ausdrücken.

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