Alpine: Eine Pleite und viele Fragen

“….Die Fragen, die sich jetzt aufdrängen, sind beispielsweise: Warum wurden, trotz eklatanter wirtschaftlicher Probleme, immer noch Alpine-Anleihen begeben? Und in diesem Zusammenhang: Was haben Ex-Politiker in Aufsichtsräten verloren? Am Beispiel Alpine: Zuerst saß Ex-Kanzler Gusenbauer im Kontrollgremium, dann wurde er durch Ex-Außenministerin Ferrero-Waldner ersetzt. Ganz ehrlich: Weil sie so viel vom Geschäft verstehen?…” (Hanna Kordik, “Presse”)

17 comments

  1. FDominicus

    Da haben wohl Spurenelement von Markt zugeschlagen. Und dort ist nun mal eine Regel. Ohne Gewinn ist alles nichts… Sehr einfach und da braucht es auch nicht viele Fragen…

  2. menschmaschine

    off topic:
    lieber hr. ortner,
    mittels firefox kann ich ihren blog immer noch nicht lesen. wird das repariert?
    vielen dank.

    mfg

  3. Beobachter

    Die Alpine hat in den letzten 20 Jahren die Herren Aluta und Mierl sehr reich und die Familie Pappas noch reicher gemacht, als sie es schon war. Mit seiner guten Menschenkenntnis hatte Pappas sen. bald erkannt, dass Aluta nicht der Unternehmertyp war, der auf Nachhaltigkeit setzt. Pappas sen. ist dafür zu würdigen, dass er diese Erkenntnis in die Tat umgesetzt hat. Aluta nicht feuern könnend, hat er seine Firmenanteile verkauft. Die Spanier sind zu bemitleiden, dass sie einem cleveren Österreicher auf den Leim gegangen sind. Der Schläue und Redegewandtheit von Aluta waren sie nicht gewachsen.

    Aluta hatte gewissermaßen einen Größenwahn, der bei Menschen geringer Körpergröße nicht überraschend ist. Er ist dafür zu würdigen, dass er mit seiner Chuzpe lange genug durchkam, um sich reich zu machen. Eine Würdigung im positiven Sinn ist das nicht.

    Wer bezahlt jetzt den Vermögenszuwachs der Herren Aluta und Mierl und der Familie Pappas? In erster Linie die Spanier, die auf österreichische Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit vertrauten. Gleich danach kommen alle jene, die im Zuge der Insolvenz sehr viel Geld verlieren werden.

    Alpine ein Ruhmesblatt der österreichischen Wirtschaftsgeschichte, weil sie mit Schmiergeld den Auftrag für die Allianz Arena bekommen hat? Eher nicht! Eher ein Beispiel dafür, dass österreichische Bauernschläue und Augenzwinkerei sehr großen Schaden anrichten können. Leider ein Schandfleck in der österreichischen Wirtschaftsgeschichte!

  4. Der Grenzwolf

    Warum noch Anleihen begeben?
    Vielleicht weil sich die Anleger der “ersten Linie” schadlos halten wollten?
    Ist ja relativ leicht zu überprüfen …

  5. Rennziege

    @Mercutio
    Nehmen S’ einfach den guten alten Internet Explorer von MS, Version 9 oder 10, der funzt besser als alle Feuerfüchse und Godzillas Mozillas!
    Und er spioniert weit weniger als die; noch dazu kann man ihn mit etwas Know-how, externen Applets und MS-Utilities so gut wie wasserdicht gestalten. Was viele nicht wissen, besonders die, die Microsoft dumpf und reflexhaft als Gottseibeiuns verteufeln: MS ist (nicht per Zufall, notabene) Weltmarktführer in Betriebssystemen und Office-Anwendungen und hat es nicht nötig, User-Daten zu verscherbeln.
    Bei den anderen Browsern, incl. Google Chrome und Safari, schaut’s diametral anders aus, bei den meisten Smartphone- und Tablet-Anbietern noch schlimmer. Und alles, was mit einem “i” beginnt, ist der wahre Spion, der vor nichts zurückschreckt.

  6. Schnabeltierfresser

    Man muss sich ehrlich sein: seit Gusenbauer nicht mehr Aufsichtsrat ist, konnte es mit der Alpine nur bergab gehen…

  7. Prinz Eugen von Savoyen

    @Schnabeltierfresser

    Hier wird die Wahrheit gelassen ausgesprochen. Es rächt sich eben, wenn man ausgewiesene Fachleute verliert. Vielleicht kann Faymann etwas retten, wenn er nach der Wahl verfügbar ist.

  8. Graf Berge von Grips

    Die Porr kauft…
    die STRABAG nicht?
    …. Grummel grummel, denk, denk…

  9. Liberalex

    @Beobachter

    Bis zu welcher Körpergröße ist denn ihrer Meinung nach die Wahrscheinlichkeit signifikant, dass ein Mensch Größenwahn entwickelt?

  10. Wolf

    Gusenbauer sitzt ja jetzt im Aufsichtsrat des Konkurrenzunternehmens Strabag – offenbar hat er bei der Alpine so viel vom Geschäft gelernt, dass er jetzt Haselsteiners Erfolgsunternehmen gute Tipps geben kann.

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