Alpine-Pleite: Die Mitschuld der Regierung

(A. UNTERBERGER) Jahrelang hat man sich über Warnungen lustig gemacht, dass die maßlose Regulierungswut, die unerträglichen Steuerhöhen, die utopischen Umweltgesetze und die ständig steigenden Löhne Österreich in den Abgrund treiben. Ständig wurde geantwortet: Österreich wäre doch das dritt- oder gar zweitreichste Land und könne sich das leisten – das alles und noch viel mehr (siehe den ÖGB-Kongress und seine wahnwitzigen, aber von der SPÖ bejubelten Forderungen). In diese Illusionswelt passt es natürlich überhaupt nicht, dass ausgerechnet während des ÖGB-Kongresses durch den Konkurs der zweitgrößten Baugesellschaft des Landes über Nacht fast 5000 Arbeitskräfte ihren Job los sind. Und über Dominoeffekte bei den Zulieferern werden es am Ende noch viel mehr sein. Einige Dummköpfe werden jetzt dennoch wieder nur irgendein Detail als Fehler herausholen und an den Pranger stellen. Die wahre Schuld ist aber die völlig wahnsinnige und wirtschafts- und damit arbeitsplatzfeindliche Politik dieser Regierung. Aber manche wollen den Wald nicht sehen, weil sie sich auf einzelne Bäume konzentrieren. Und die Koalition wird mitten im Wahlkampf schon gar nicht ihr totales Scheitern zugeben wollen. Aber nichts anderes ist zu bilanzieren. Wobei gleichzeitig auch zahllose Arbeitsplätze in einer Billigkette mit Imbissständen verloren gehen, weil Gewerkschaft und Wirtschaftskammer ihr das Aufsperren am Sonntag verbieten. Um Arbeitsplätze zu vernichten beschließt man ja in Österreich notfalls sogar Sondergesetze.

PS ad Gewerkschaft: Die Alpine ist der größte Konkurs der österreichischen Geschichte. Aber auch der zweitgrößte – der Konsum – passt ganz in dieses Bild.

5 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Noch ein Detail: vergangene Woche wurde im Wirtschaftsteil der KRONE berichtet, dass der Inhaber der Fa. “Resch und Frisch” mit dem Arbeitsinspektorat fightet.
    Grund, die Pausenzeit einiger Mitarbeiter betrug 28 (in Worten achtundzwanzig) statt der vorgeschrieben 30 Minuten.
    Daraus errechnete der Herr Arbeitsinspektor eine Strafe von ca. 1 Million €. Pro Minute etwas über 200 €.
    Resch und Frisch gibt zu, bei der Einführung einer neuen Produktionslinie Anlaufschwierigkeiten gehabt zu haben. Derzeit streitet man um eine Strafe zwischen 400.000; und 300.000; Euro.
    Auch das ist Österreich!

  2. Thomas Holzer

    “Um Arbeitsplätze zu vernichten beschließt man ja in Österreich notfalls sogar Sondergesetze.”

    Da schreibt Herr A.U. seit längerer zeit wieder mal die Wahrheit 😉

  3. Rennziege

    @Ehrenmitglied der ÖBB
    Man fasst es nicht, dass es so etwas gibt, Ehrenmitglied!

    Ich schlage vor, diesen Herrn Arbeitsinspektor eine Woche lang vor einem großen Arbeitsamt (euphemistisch: AMS) an eine Laterne zu binden, natürlich nur während der Öffnungszeiten. Da können ihm die Arbeitslosen im Vorbeigehen ihre Meinung über sein segensreiches Wirken kundtun. Und der unkündbare, wohlbestallte Herr Inspektor wird endlich feststellen, dass das Wort “Arbeitsmarktservice” auch etliche Faustwatschen zu bieten hat.

  4. C.Sar

    wetten dass: fuer 2 jahresgagen pro mitarbeiter stellt die porr den grossteil d ex-alpinisten an.

    ….wir haben schöiesslich wahljahr (und die SPÖ gute beziehungen zur porr)

  5. Wolf

    Zu den größten Arbeitsplatzvernichtern gehört ja auch der sogenannte “Wirtschaftsminister” Mitterlehner (und damit indirekt auch die Wirtschftskammer – Mitterlehner kommt ja bekanntlich aus der WKÖ, war dort stellvertretender Generalsekretär). Gerade kürzlich hat er ja – noch schneller als es die Gewerkschaft überhaupt verlangt hat – eine “Lex Dayli” eingebracht, um den Sonntagsverkauf (einschließlich hunderter dafür notwendigen Teilzeitarbeitsplätze) der Lebensmittelkette zu verbieten.

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