Als Europa sich aufzulösen begann

Wofür wird das Jahr 2017 einst in den Geschichtsbüchern stehen? Brexit, Katalonien, aber auch Trump in den USA, Russland und China – vieles spricht dafür, dass Europa hier begann sich aufzulösen” (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Nicht Europa löst sich auf, sondern maximal die EU!
    Und nicht immer “fressen” die Großen die Kleinen, sondern meistens die Schnellen die Langsamen.
    Vielfalt anstatt Einheitsbrei, eine EFTA würde vollkommen reichen

  2. Kluftinger

    @ Thomas Holzer
    Sie sagen es! Aber ich erlaube mir, ihre Ausführungen zu ergänzen: …die Schnellen die Langsamen oder auch die Klugen die Dummen? 🙂
    (oder korreliert beides?)
    Allein wer die Wissenschaftsgeschichte, die Geistesgeschichte aber auch die politische Entwicklung verfolgt merkt, dass der Fortschritt Europas durch den “Wettbewerb” und nicht durch einen Einheitsbrei a la EU erzielt wurde….

  3. sokrates9

    Es liegt in der menschlichen Natur die eigene Familie, den eigenen Stamm auch die eigene Nation zu bevorzugen! Demgegenüber der Sozialismus/ Kommunismusgedanke der nirgends funktioniert! Europa ist durch seine Vielfalt groß geworden und nicht durch EU -Förderungen!

  4. G.

    Ungleichheit und der Drang danach schafft Evolution, Gleichheit schafft Stillstand und Aussterben.

  5. astuga

    Allerdings ist der Nationalstaat weitaus mehr als die im Artikel angesprochene “Flagge und Fußballmannschaft”.

    Er bedeutet auch Rechtssicherheit (in Abkehr vom früheren feudalen Polizeistaat), er ist Sozialsystem für die eigenen (!) Bürger.
    Parlament, Justiz und Polizei besitzen eine Legitimität die sich auf die eigene Bevölkerung gründet.
    Und last but not least, begründet der Nationalstaat Souveränität – man ist Herr im eigenen Haus und den eigenen Grenzen.
    Und selbst wenn das jetzt idealisierend ist, so ist es doch im Nationalstaat um vieles wahrhaftiger als in der EU.

  6. Rennziege

    “Cicero”-Chefredakteur Christoph Schwennicke ist klug, um nicht zu sagen: weise. Die beginnende Auflösung der EU (nicht Europas, wie er versehentlich titelt) ist mittlerweile nicht mehr wegzulügen, sosehr die üblichen Verdächtigen sich auch mühen, verbales Valium zu verteilen. Womit sie weniger die unheilbar marode EU sedieren oder gar sanieren wollen, als vielmehr ihren vielen zehntausend privilegierten, hochbezahlten, aber schlicht parasitären Bonzen, Sesselfurzern und Karteileichen die lebenslangen Pfründen zu sichern.

    Als unbeirrbare Optimistin sag’ ich nur: Der Niedergang der EU, ihrer Diktatur und ihrer Nomenklatura ist längst überfällig; letztere verwest ja schon bei Lebzeiten, nicht erst im Sarg.
    So gesehen, auch wenn’s no’ a bissl dauern wird: The end is nigh, wie auch ein angesagtes Computerspiel heißt, das seinen Titel der klassischen Literatur entlehnt hat.

    Sobald der Würgegriff der EU Geschichte ist, wird Europa zu sich selbst finden. Siehe Schwennickes historischen Rückblick am Anfang seines Artikels.

  7. CE___

    Jössas, hat sich die Iberische Halbinsel über die Feiertage in Säure aufgelöst, und ich hätte es nicht mitbekommen, dachte ich beim lesen von “Europa löst sich auf”.

    Gottseidank meinte der Autor nur die EU.

    Spass beseite, denn die Angst vor “Kleinheit” in Europa ist ja wirklich schon pathologisch und ernst.

    Brauchen die alle einen Phallus “EU”, “Euro”, “Brüssel”, um sich wichtig zu fühlen und ein Rückgrat zu haben?

    Wichte, alle miteinander!

    Alle europäischen Staaten haben sich ihre Kolonialreiche als “Underdogs” und “Leichtgewichte” geschaffen, gegen auf der Landkarte und Menschenzahl enorm viel grössere Kaliber wie Indien und China.

    Das Zittern, man würde von China, Indien, USA und der Emmi-Tant’ mit Haut und Haaren gefressen werden ohne dem Papiertiger EhUh in Rücken, ist doch eine unbewiesene Legende fernab jeder europäischen geschichtlichen Erfahrung.

    Klar, man muss sein eigenes “National”-Haus in Ordnung halten, “tight ship” sozusagen.

    Und auf ein “wir” pfeifen, welches sich aus staatserhaltenden zahlenden Einheimischen und fremden Eindringlingen aus aller Welt zusammen setzt welche sich durchfüttern lassen.

    Denn nichts sprengt eine Basis für ein gedeihliches Zusammenleben eher, als das der eine bis auf Blut rigoros für jede Verwaltungsübertretung gestraft wird, während ein anderer, gerade aufgeschlagen als illegaler Fremder, einen Händedruck, Anwalt und Kostenersatz erhält, alles auf Kosten des Ersteren.

  8. Franz Meier

    Es ist schade – die Grundidee der EU war in Ordnung und hätte eine gute Sache werden können. Eine ganze Generation von meist linken, stümperhaften Politikern hat dieses Projekt kaputtgemacht. In den vergangenen 10 Jahren ist so ziemlich alles falsch gemacht worden und in die falsche Richtung gelaufen.

    Rettung der EU: Die alte, verknöcherte EU Garde sofort komplett rauswerfen und durch junge, frische, kompetente Leute ersetzen, die EU-Grenzen sofort hermetisch abriegeln (auch auf dem Meer), Griechenland aus dem Euro entlassen und die griechischen Schulden abschreiben, den Streit mit den Russen über die Krim beenden, die Ukraine den Russen übergeben, die Sanktionen gegen Russland aufheben, die Hetze gegen die Amerikaner und gegen Trump beenden, rasche Abschiebung aller radikalen Muslime und Salafistenprediger, Rückführung aller Migranten in ihre Heimat, Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Medien, Frühpensionierung der linken Richterschaft, Beendigung der Hetze gegen Ungarn und gegen Polen. Auflösung der NO-GO Zonen in der EU wenn nötig mit Gewalt.

  9. Johannes

    Ich glaube der Hauptgrund für die Krise in der EU ist die fehlende Redlichkeit.
    Meiner Meinung nach vertraut man nicht auf die Stärke der Argumente sondern auf das Geschick der Täuschung.
    Dazu kommt eine Prise Überheblichkeit gepaart mit dem Totschlagargument, da Förderung dort Gehorsam und wenn nicht Gehorsam dann ist es mangelnde Solidarität. Die Visegrader sollen alles tun was Brüssel verlangt, tun sie es nicht droht man mit Verfahren bei deren Ankündigung man sich nicht entblödetet von einer atombombenartigen Wirkung dieser Verfahren zu sprechen.
    Europa wird von eitlen Gockeln die sich der Tragweite ihres Tuns gar nicht bewußt sind geführt, so mein Eindruck.
    Entschleunigung der Dummheit ist angesagt die alten Herren sollen das Feld räumen und einer neuen Generation Platz machen.

  10. sokrates9

    Wir stellen etwas in den Ram, wenn es keinen widerstand gibt machen wir so lange weiter bis widerstand zu spät ist! Mit so einer Philosophie – von Junker stolz erklärt – kann man langfristig nicht gewinnen!

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