Am Schluss zahlt der Sparer, so oder so

“….Sicher bleibt bei all dem nur, dass in Staaten mit nicht nachhaltigem Finanzgebaren oder mit instabilem Bankensystem am Schluss auch der Sparer die Zeche zahlt – entweder über eine durch Monetarisierung von Schulden und Inflation verursachte Entwertung seiner Guthaben oder durch ein «bail-in» in Schuldenrestrukturierung oder jetzt eben mit einer unfreiwilligen Zwangsabgabe. Etwas Gutes hätte das Ganze immerhin, wenn Anleger die Einigung mit Zypern als Weckruf verstünden…” (Vortreffliche Analyse der NZZ)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Am Schluss zahlt der Sparer, so oder so, WEIL DIE POLITIK ES SO WILL!

    Dieses Fakt sollte nicht verschwiegen werden; auch wenn von der Politik alle Anderen dafür wider besseres Wissens öffentlich verantwortlicht gemacht werden.

  2. FDominicus

    Weil es eben niemand anderes gibt der noch etwas hat. Thomas Holzer hat derzeit noch recht, weil es die Politiker so beschliessen wird enteignet. Das ist das Fakt, nur wird das den Zusammenbruch nicht aufhalten. Und danach sind eben die dran die noch etwas haben. Das war so und wird immer so bleiben. Was allerdings ziemlich erbärmlich ist, daß es die Bürokraten und Politiker immer “überleben”. Vielleicht dezimiert aber, es gibt Sie immer und überall. Sie verhalten sich etwas stiller nach großen Katastrophen um sich danach wie die Karnikel zu vermehren und sich immer größere Teile gegen alles Recht anzueignen. Am Schlimmsten ist es immer kurz vor und kurz nach dem Zusammenbruch….

  3. Roms

    Warum brauchen wir den Euro?
    Abgesehen davon, dass eine gemeinsame Währung das Reisen erleichtert, ist sie wirtschaftlich und politisch äußerst sinnvoll. Der Rahmen, in dem der Euro verwaltet wird, gewährleistet die Stabilität dieser Währung mit geringer Inflation und geringen Zinssätzen und fördert solide öffentliche Finanzen. Eine gemeinsame Währung ist ferner eine logische Ergänzung des Binnenmarkts, dessen Effizienz dadurch steigt. Durch die Verwendung einer gemeinsamen Währung erhöht sich die Preistransparenz, entfallen Währungswechselkosten, wird die europäische Wirtschaft angetrieben, vereinfacht sich der internationale Handel und wird der EU eine gewichtigere Stimme in der Welt verliehen. Dank ihrer Größe und Stärke ist die Euro-Zone auch besser vor externen Konjunkturschocks, wie beispielsweise unerwarteten Ölpreisanstiegen oder Turbulenzen auf den Währungsmärkten, geschützt.
    Und nicht zuletzt ist der Euro für die EU-Bürger ein greifbares Symbol ihrer europäischen Identität, auf die sie in steigendem Maße stolz sein können, da die damit verbundenen Vorteile dank der Euro-Zone für die jetzigen und zukünftigen Mitglieder erweitert und vervielfacht werden.

    Stammt nicht von mir 🙂 , nachzulesen auf der HP der Europäischen Kommission!
    http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/index_de.htm

  4. Thomas Holzer

    @Roms
    “….fördert solide öffentliche Finanzen”

    hahaha, da haben wir aber laut gelacht 🙂

  5. FDominicus

    @Christian Peter
    Das wäre angebracht und auch gerecht. Aber erst nachdem die alten EK Geber Ihren Teil getragen haben. Wer Bankanteile hält muß eben auch damit rechnen, daß diese verfallen. Und wer einer Bank direkt Kredit gibt muß auch damit rechnen, diesen Kredit nicht wiederzusehen. Aber jemanden Geld abzunehmen der gerade das Pech hat ein Bankkonto zu haben ist jenseits von asozial

  6. Kassandra

    @FDominicus
    ich bin überzeugt, dass die Inhaber der zypriotischen Bankkonten wesentlich höhere Zinsen kassiert haben als in Europa üblich. Das gehört auch erwähnt. Damit relativiert sich das Asoziale. Daher wäre der angedachte Beitrag der Sparer sehr wohl angemessen gewesen.

  7. Feldheld

    Richtig so, denn wer heute noch spart, ist ein Träumer, dessen böses Erwachen dringend ansteht.

  8. FDominicus

    @Kassandra
    Diese Logik ist unterirdisch. Der “angedachte” Beitrag ist schlicht und einfach Diebstahl und es trifft schlicht und einfach diejenigen die eigentlich kein Risiko tragen. Natürlich muß sich jeder bewußt sein hohe Zinsen bedeutet auch Risiko, aber auch die Sichteinlagen werden wohl sehr “moderate” Zinsen abwerfen.

    Was man aber lernen sollte. Habe Dein Geld nicht nur bei einer Bank und in einem Land. Noch können wir in D unser Geld ins Ausland überweisen, das könnte aber bald zu Ende sein.

    Mit Sicherheit kommen in Zypern demnächst Kapitalverkehrskontrollen…

  9. Kassandra

    @FDominicus
    Sie haben ja die Antwort selbst gegeben: Wer etwas höhere Zinsen erhält auch wenn sie noch so “moderat” sind, sollte auch das Risiko sehen. Es muss ja den Zyprioten schon längst klar sein, woher die Zinserträge kommen. Und jetzt müssen wir zahlen oder es kommt zu einem Bankkrach samt Staatsbankrott. Die Zyprioten haben sicher nichts dagegen, wenn Sie zahlen. Ist Ihnen das lieber?

  10. Reinhard

    @Kassandra
    Kurz zusammengefasst Ihre Logik:
    Wenn ein Autohändler bankrott zu gehen droht, weil z.B. Sie selbst ihren fahrbaren Untersatz besonders günstig bei ihm erworben haben und er sich mit den Kulanzen verspekuliert hat, dann müssen Sie als Kundin, die ja einen offensichtlichen Vorteil hatte, dafür geradestehen, dass Eigner und Gläubiger schadlos gehalten werden.
    Ich hoffe nur, Sie kaufen nicht beim Hofer oder Penny, denn die aus dem geringeren Preis für Lebensmittel resultierenden Vorteile Ihrerseits würden den Staat berechtigen, Ihnen im Falle einer drohenden Zahlungsunfähigkeit von Aldi oder Rewe eine Strafsteuer aufzubraten. Immerhin hatten Sie jahrelang einen Wohlstandsvorteil gegenüber anderen.
    Auch wenn Vergleiche in der Regel hinken: Diese brauchen keine Krücken!

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