Am Weg ins sozialistische Paradies

Von | 19. Februar 2022

(JOSEF STARGL) Eine am kollektivistischen Stammesdenken orientierte Planung von „klimagerechten“ und von „sozial gerechten“/“sozialverträglichen“ Investitionen ist mit zahlreichen (supranationalen und nationalen) Interventionen, Regeln, Verboten sowie mit Einschränkungen der Verfügungsgewalt über Privateigentum und der unternehmerischen Freiheiten verbunden.

Die Sehnsucht von Politikern (in mehreren Parteien) nach einer „Renaissance des Sozialismus“ höhlt zunehmend die (Reste der) Unternehmerwirtschaft/Marktwirtschaft aus und verringert den „Wohlstand für alle“.

Ludwig von Mises (1881-1973) hat schon vor 100 Jahren erkannt, dass der Sozialismus zum Scheitern verurteilt ist. Sozialismus führt in die Armut!

Die sonderinteressenorientierte geldpolitische Zwangsumverteilung von Einkommen und von Vermögen (durch Inflationspolitik, negative Realverzinsung und Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB), die Klima- und Energiepolitik der „öko-sozialistischen Hysteriker und Planeten-Retter“ sowie der „Migrations-Sozialismus“ der Propagandisten der irregulären Einwanderung/die Einwanderungs- und Einbürgerungspolitik in den überschuldeten paternalistischen Versorgungsstaat mit offenen Grenzen bewirken eine gigantische Fehlleitung und Verschwendung von Ressourcen, einen Kapitalabbau, Fehlinvestitionen, Wohlstandsverluste und eine Kapitalaufzehrung.

Die „Feinde der Aufklärung“, die „zwangsumverteilungsgerechten Sozialisten in allen Parteien und oligarchisch strukturierten Kartellen“ sowie die Avantgarde der neojakobinischen Moralisierer und Tugendwächter propagieren immer mehr (öko-) sozialistische Irrlehren. Ihr Ziel ist der Erhalt und der Ausbau ihrer politischen Macht. Sie ersehnen daher „mehr Staat“.

Die unsoziale (die Macht des Staates fördernde) Geldpolitik hilft, die ungelösten strukturellen Probleme zu verschleiern und schafft die Voraussetzungen für eine „Wählerbestechung“, für ein „Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer)“, für Paternalismus, für Bevormundung und für Fürsorge im „unsozialen Versorgungsstaat“.

Die Vermögensgüter- und Konsumgüterpreisspirale ist vor allem eine Folge der geldpolitischen Interventionskaskaden sowie der Politik der (zentralistischen) Interventions-Union und des Interventionsstaates.

Die EZB-Enteignungspolitik bewirkt „Zombie-Staaten“, „Zombie-Unternehmen“ und einen Abbau des Kapitalstocks.

Die „Techniker der Macht“ wollen weder das Privateigentum noch den Wettbewerb (als Entdeckungsverfahren und als Entmachtungsinstrument) fördern. Ihr Ziel ist (noch) mehr Abhängigkeit des „Bürgers“ vom Staat und von der Europäischen Union.

Die Zwangsumverteilungsexperten bewirtschaften die Teuerung, die Enteignung und den Neid.

Kapitalaufzehrungspolitiker, Neo-Feudalisten und inflationspolitische Etatisten erkennen nicht die Folgen des „Vorrangs der Politik“. Aber die Günstlingswirtschaftsordnung, die Filzokratie, die Freunderlwirtschaft und die Vetternwirtschaft werden deutlich sichtbar.

Schleichender Freiheitsverlust und eine sinkende Produktivität sind die Folgen des Interventionismus.

Eine Verpolitisierung von immer mehr Lebensbereichen soll den Systemwechsel, den Abschied von der Marktwirtschaft, unterstützen.

Die „antimarktwirtschaftlichen Neidpolitiker in allen Parteien“ fordern eine (noch höhere) Besteuerung von Vermögen und die Europäische Union plant ein Vermögensregister.

Eine „bürgerliche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung“ ist das Feindbild der „Inflationsspiralen-Politiker“.

Die Bewußtseinsbildungsindustrie desinformiert, verschweigt, verschleiert, manipuliert und indoktriniert.

Die Zahl der vom Staat Abhängigen und der Infantilisierten steigt. Sie rufen ihrerseits nach (noch) mehr Bevormundung und Betreuung. Ihr freiwilliger Verzicht auf die Freiheit und auf ein selbstbestimmtes Leben ist auch ein Verzicht auf die Last der Eigenverantwortung und der Eigenleistung.

Die politischen Versprechungen von „Klimagerechtigkeit“, von „sozialer Gerechtigkeit“ und von „sozialer Sicherheit“ ebnen den Weg in das „sozialistische Paradies der Verantwortungslosen“.

Die „Interventionskaskaden-Sozialisten in allen Parteien“ wollen nicht das Erwirtschaften von Wohlstand fördern, sondern den (noch nicht erwirtschafteten) Wohlstand zwangsumverteilen.

6 Gedanken zu „Am Weg ins sozialistische Paradies

  1. Rudolf Schwarz

    “… hat schon vor 100 Jahren erkannt, dass der Sozialismus zum Scheitern verurteilt ist. Sozialismus führt in die Armut!”
    Die Sozialdemokratie hat lange Tradition in Österreich, die Politik und Wirtschaft in Österreich wurden von ihr wesentlich und sozial-partnerschaftlich mitgeprägt. Österreich zählt heute zu den reichsten Ländern der Erde.
    Für mich ist das Weiterentwickeln einer gesunden Wirtschaft und eines menschenwürdigen Lebens für alle (!) in ihr Arbeitenden das höchste Ziel. Warum immer dieses konstruierte Gegeneinander? Man könnte doch wirklich sehen, dass es nur gemeinsam gut vor- und aufwärts geht.

  2. Kluftinger

    @ R. Schwarz
    Leider haben sie die Entwicklung der letzten Jahrzehnte nicht verfolgt. Was sie beschreiben ist der Geist der “Paritätischen Kommission” der Nachkriegsjahre. Damals hatte es noch funktioniert. Aber heute?
    Gerade in Österreich und da besonders in Wien hat sich eine marktwirtschaftlich feindliche Haltung eingeschlichen, die noch von einigen Medien (z.B. Standard) unterstützt wird. “Hol dir was dir zusteht”, diese Parole der SPÖ gepaart mit der Neidformel “soziale Gerechtigkeit” ist das Merkmal. Man muss nur verfolgen wie schnell der Vorwurf der “sozialen Kälte” ins Spiel gebracht wird, wenn die monetären Wünsche und andere geforderten Privilegien nicht erfüllt werden!
    (und nicht vergessen: das mit den “reichsten Ländern der Erde” ist auch eine verbale Bauernfängerei die schon lange überholt ist!)

  3. Gernot

    Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt und liegt an 16. Stelle noch vor Deutschland. Großbritannien rangiert an 27. Stelle. Da lebe ich doch lieber in Österreich oder Deutschland, in Ländern wo es der BREITEN Bevölkerung gut geht. Von wegen Freiheit: Die muss man sich leisten können. Natürlich ist das Wort “Soziale Kälte” den Anhängern des Neoliberalismus ein Dorn im Auge. Ich will in keiner Ellenbogengesellschaft wo die Rücksichtslosigkeit und Egoismus vorherrscht.

  4. Alban

    “Österreich gehört zu den reichsten Ländern der Welt”. Dieser Humbug mit den beliebigen Statistiken sollte ein Ende haben! Häufig fehlen so “unwichtige” Dinge wie z.B. Staatsverschuldung, Verpflichtungen des Staates aus dem Pensionsrecht, Quersubventionierungen (ÖBB, ASFINAG etc). Auch die auf Österreich fallenden Haftungen gegenüber der EZB und den diversen EUZ-Finanzierungstöpfen werden immer bedeutender. Werden diese Nebenschauplätze berücksichtigt, schmilzt der angebliche Reichtum der Österreicher wie Schnee in der Sommersonne!

  5. seerose

    @Rudolf Schwarz
    Das was Sie sagen, stimmt für vergangene Zeiten.
    Ja, die Sozialdemokratie hat viel bewirkt, das wir jetzt schön langsamt wieder verlieren.
    Wer kümmert sich um die Arbeiter und Angestellten? Die SPÖ kann es ja nicht sein. Denn noch immer haben die ASVG-ler die niedrigsten Pensionen und die kümmerlichste Krankenversicherung, im Vergleich zu Bundesbeamten, Eisenbahnern und von Landesbeamten (ausser Vorarlberg) wollen wir garnicht reden.
    Nicht ohne Grund gehen im roten Wien 50 % der Arbeitsfähigen keiner regelmässigen Beschäftigung (ausser Zuverdienst zur Mindestsicherung oder Arbeitslosen) nach. Sie kriegen ja sowieso zusätzliche Wohnzuschuss von der ORF-Gebühren-Befreiung will ich gar nicht reden. Denn- ich glaube – welcher denkende Mensch schaut sich das an?
    Ja, die Sozialdemokratie – der ich 40 Jahre meines Lebens angehört habe – hatte grosse Erfolge.
    Hat sie aber nicht mehr, weil sie sich nicht mehr um ihr Kernklientel -Arbeiter und Angestellte – kümmert. Weil sie sich selbst dem Nichtstun verpflichtet hat.

  6. Erich H Ulrich

    Als 80-jähriger bin ich mittlerweile – dank der “sozialen” Entwicklung – froh, die Ergebnisse der gewaltsamen Sozialisierung unseres Staates nicht mehr erleben zu müssen. Erinnerungen an die Dynamik der 60-Jahre etc. sind bei mir noch keineswegs verblasst, als Leistung noch geschätzt und nicht vermieselt wurde, leider ist diese Epoche aber für ewig vergangen und wird auch bewusst totgeschwiegen. Wo liegt eigentlich noch der Unterschied zwischen grün/rot und “l’etat ce moi?”

    Diese perverse, schleichende Zwangsbeglückung ursprünglich freier Bürger hat uns den Raub von 50% unserer meist hart erwirtschaftender Einnahmen gebracht. Und eine Ende ist nicht in Sicht. Jeder einigermaßen gebildete abseits des Sumpfs stehende weiß das und ist trotzdem machtlos.

    Wie eingangs erwähnt: als 80-jähriger bleibt einem die zwangsläufige, “klimafreundliche” Katastrophe erspart.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.