8 Gedanken zu „“Amazon ist immer für mich da”

  1. Thomas Holzer

    In spätestens 10 Jahren ist diese Diskussion sowieso obsolet; da werden dann alle “picker” und “packer” von Robotern ersetzt sein.

  2. Manuel Leitgeb

    Ich versteh die Beschwerden sowieso nicht wirklich. Ich habe auch in Fabriken am Fließband gearbeitet (arbeiten müssen) um meine Ausbildung zu bezahlen. Und denen die das auf Dauer machen müssen und sich darüber aufregen, sage ich mal ganz provokant: Hättest was g’scheits g’lernt!
    Wir leben nicht mehr in den 50ern oder dem 19. Jahrhundert, praktisch jeder hatte in den letzten 30 Jahren die Chance durch zusätzliche Bildung/Ausbildung einen besseren Job zu bekommen.

  3. Thomas Holzer

    @Manuel Leitgeb
    Verzeihung, daß ich Ihnen widerspreche!
    Aber diese von den vereinigten Gutmenschen und Sozialisten in die Welt gesetzte Mär, daß jeder(sic!) die Chance “durch zusätzliche Bildung/Ausbildung einen besseren Job zu bekommen” hat, ist und bleibt eine Mär.
    Nicht jeder ist zum Arzt, Architekten, Philosophen etc. geeignet, auch wenn es uns die o.a. Gruppe noch so sehr einreden möchte..

  4. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Man muss nicht studieren, um einen besseren Job zu bekommen.
    Aber vielen ist ja schon eine Hilfsarbeiter-Weiterbildung zu viel. Nicht, weil sie nicht können, sondern schlicht, weil sie keinen Bock haben. Am Stammtisch über den Scheißjob zu jammern ist eben einfacher als abends zu lernen.
    Schauen Sie sich die dauerhaft durch die Schulungsräume diverser bfi-Ausbildungszentren fluktuierenden Gestalten an, denen mangelt es oft nicht an Potenzial sondern ausschließlich an Motivation. Warum auch, lässt sich in der westlichen Wohlfahrtswelt mit Jammern doch besser leben als mit hakeln.
    Warum auch die A*backen zusammenkneifen und auf eine harte Schulbank drücken, wenn es reicht, sich in den weichen Sessel vor dem Betriebsrat/AMS-Berater/Sozialarbeiter zu setzen und die Ungerechtigkeit zu bejammern?

    Packer bei amazon ist wie jeder Lageristenjob mies bezahlt und stupide. Das weiß jeder, der den Job annimmt. Keiner von den Jammerern ist gewaltsam und unter Androhung körperlicher Repressalien in dieses Lager gezwungen worden; in einer letztens gesehenen empörten TV-Reportage wurde sich aufgeregt, dass die Bezahlung so mies ist, während eine freie Unterkunft und freie Fahrt zur Arbeit mit Shuttlebussen bereitsgestellt werden. Wenn ich sehe, wieviel die meisten normalen Arbeiter für Wohnen und Fahren ausgeben, sollten die amazon-Hackler froh sein, mehr als ein Taschengeld zu bekommen! Eine Spanierin erregte sich kulleräugig, sie hätte das Ticket von Spanien nach Leipzig selbst bezahlen müssen – scheint ja dort nicht Usus zu sein, dass man seine Fahrten zur Arbeit selbst bezahlen muss, bei uns ist das allerdings Alltag.

    Die Gewerkschaft hat mal wieder ein Schlachtfeld im immerwährenden Kampf um “Gerechtigkeit” und ähnliche Schwurbelbegriffe eröffnet. Amazon sollte wohl die Gehälter um 20 Prozent steigern, die Unterkünfte räumen und den Shuttledienst einstellen. Jeder soll sehen wo er bleibt und wie er pünktlich zum Dienst kommt. Dann wäre doch alles “gerecht” und “fair”. Leider wäre dann das Lager nicht mehr lieferfähig, aber um genau das geht es der Gewerkschaft ja auch, denn die Sozen hatten noch niemals zum Ziel, den Arbeitern zu helfen (die nehmen ganze Heerscharen von Arbeitslosen und Bettlern in Kauf), sondern immer nur, den Unternehmern zu schaden. Deshalb ist ein “linker Unternehmer” ein Unding in sich, denn links befindet sich der (immerhin sich selbst so titulierende) KlassenFEIND. Und wer sein eigener Feind ist, dem ist nicht zu helfen…

  5. Nettozahler

    Der Versandhandel ist keine Erfindung dieses Jahrtausends. Und ob die Bestellung aus einem Katalog oder aus aus ein Sammlung von Dateien kommt, ist eine Detail- und keine Glaubensfrage. Auch der angewendete Kollektivvertrag rührt nicht am Grundsätzlichen unserer Handelswelt.
    Es ist aufmerksamen, ängslichen und kritischen Bürgern und Kuturbewahrern doch bekannt, dass auch schon große Versandhäuser gekommen und gegangen sind. Ein Problem verstärkt das Modell Amazon jedenfalls. Das des unüberlegten Einkaufens überflüssiger Dinge und des folgenden Anwachsens weiterer Müllberge. Es wäre also nicht ein neues Einkaufsmodell zu hinterfragen, sondern die zunehmend reduzierte Zurechnungsfähigkeit des Konsumenten.

  6. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Zu meinen Ferialpraktikantenzeiten habe ich genügend einfache Menschen kennengelernt, welche nicht an Stammtischen über ihren monotonen Job lamentierten, sondern schlicht und einfach mit dem, was sie taten, zufrieden waren!
    Diese Spezies Mensch gibt es sehr wohl!

  7. Christian Peter

    Bei der Kritik an Amazon geht es nicht um Arbeitsbedingungen, sondern um die Gefahren für den Einzelhandel, die sich aufgrund der marktbeherrschenden Stellung dieses Unternehmens ergeben.

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