Amerikas Dekadenz

Von | 13. Januar 2021

“….Die USA weisen heute Merkmale der Dekadenz auf, welche von Historikern für den Untergang oder den Machtverlust früherer Imperien als maßgeblich betrachtet wurden. Das Urteil der Geschichte steht noch aus, doch die Zeichen zu beachten kann heilsam sein – auch für die USA selbst, deren Heilung eigentlich im Interesse aller, zuvorderst Europas liegt. weiter hier

4 Gedanken zu „Amerikas Dekadenz

  1. GeBa

    *Der Schluss ist der Gleiche wie im Arbeitsmarkt: die amerikanische Gesellschaft integriert nicht mehr, sie desintegriert. *
    Wenn, dann ganz sicher nicht die vielleicht bisher benachteiligte Gesellschaftsschicht, denn heute z.B. gibt es keine Werbung ohne Farbige mehr. Sogar in Europa, in Österreich. Und ganz ehrlich gesagt, ich versuche so weit als möglich derlei Produkte und Filialen zu boykottieren, denn ich will nicht in einem Geschäft einkaufen, das mit einem N…. in Lederhose wirbt!

  2. Falke

    Der Autor zeichnet ein recht trauriges, aber realistisches Bild der heutigen USA. Immerhin gibt er – ausnahmsweise – nicht Trump die Schuld dafür, sondern eher den Demokraten. So gesehen muss man sich ja von de nächsten 4 Jahren direkt fürchten. Einen Vorgeschmack haben wir ja bereits bekommen: “Wer im Warenhaus stiehlt und den Polizisten wegschubst, kann Jahre an Haft bekommen” – so war das wohl bisher. Neuerdings dürfen straflos Geschäfte geplündert, zerstört und angezündet werden – und die gesamte Linke (einschließlich Demokraten) applaudiert; vorausgesetzt natürlich, dass es es Schwarze sind, die damit gegen ihre “Diskriminierung” protestieren.

  3. Selbstdenker

    Dem Befund vom Austrian Institute kann ich auch auf Basis eigener Beobachtungen und Erlebnisse voll und ganz zustimmen.

    Die für ein marktwirtschaftliches System besonders wichtige Mittelschicht wird sowohl von “oben” als auch von “unten” angegriffen.

    Um dauerhaft an der Macht zu bleiben, hat die Elite das meritokratische Prinzip, das bislang über individuellen Aufstieg und Abstieg für soziale Durchlässigkeit in beide Richtungen und Selbstdisziplin gesorgt hat, abgeschafft. Sie haben die allgemein zugänglichen Leitern abgesägt und ziehen nur jene Personen in ihrem Club rauf, die ihnen zu Gesicht stehen und von denen sie sich Loyalität erhoffen.

    Mittels Quoten, die sich nach ethnischer Herkunft, Geschlecht und sexueller Orientierung richten, werden Personalentscheidungen getroffen, die man auf Basis individueller Leistungen nie rechtfertigen könnte und die im Endeffekt (fast) allen schaden.

    So kann man sicherstellen, dass der Sohn eines Rap-Stars einen Platz in einer Ivy League Uni bekommt und nicht die Tochter eines arbeitslosen opioidabhängigen Bergarbeiters aus West Virginia.

    Über die Klagewirtschaft werden Wettbewerbsbedingungen massiv zugunsten einzelner Großakteure verzerrt, die wiederum eng mit der Politik verbandelt sind. Großfusionen werden durchgewunken, kleinere Mitbewerber systematisch bei Auftragsvergaben benachteiligt und mit in sich widersprüchlichen Klagen bzw. Regulierungen aus dem Markt geekelt.

    Während über das Bildungssystem und die Medien traditionelle Werte und logisches Denken angegriffen werden, verhindert das Fehlen eines dualen Ausbildungssystems die Aneignung von praktischen Fähigkeiten und der notwendigen Arbeitsmoral.

    Die ideologische Aufladung des öffentlichen Lebens samt Segmentierung der Bevölkerung in sich feindselig gegenüberstehende Teile ist ein bevorzugtes Machtinstrument. Viele Großunternehmen werden wie eine Sekte geführt.

    Identity Politics und zunehmend auch Helikopter Geld / UBI / Brot & Spiele verstärken den Effekt, dass sich sozial Schwache entlang ethnischer Linien dauerhaft in ihr Unterschichts-Segment der Vote-Farm einrichten und dafür alle paar Jahre der Politik zur Verfügung stehen.

    In Sachen Monopolbildung argumentieren die meisten Austrians leider zu sehr auf Basis der reinen ökonomischen Lehre. Ab einen bestimmten Marktanteil wird der Monopolist / das Oligopol selbst zum politischen Akteur, der danach trachtet den Wettbewerb zu schädigen in dem Alternativen verunmöglicht werden.

  4. CE___

    @ Selbstdenker

    Stimme zu, sehe jedoch den letzten Block ein wenig anders, vor allem bei dem was sich seit einer Woche in der Causa “De-Platforming” in den USA abspielt.

    Weder von der Gesetzeslage noch den Umständen der Branche, Natur und Technik her (im Gegensatz zu natürlichen Monopole wie zB. Rohstoffminen) sind Amazon, Twatter, Fratzenbuch (pardon, konnte ich mir nicht verkneifen) Monopole oder könnten Monopole bilden, wenn man sie denn nicht liesse!

    Die Crux liegt doch daran wie man damit umgeht das die Konsumenten und sogar auch noch wirtschaftliche Konkurrenten (!!!) ein bestimmtes Unternehmen freiwillig zum, man fast schon sagen muss unfreiwilligen, Monopolisten machen.

    Dass natürlich solche Unternehmen dann solche ihnen zugestandenen (Monopol)mächte ausnutzen liegt auf der Hand, Macht korrumpiert eben, und absolute Macht korrumpiert absolut.

    Was soll man als Gesetzgeber tun, wenn sogar ein Konkurrent wie Parler seine komplette Infrastruktur die ganze Zeit auf derjeniger seiner eigentlichen Gegner wie AWS, Online-Zahlungsdieste, etc. laufen gelassen hat weil man sich “zu cheap” war eine eigene zu finanzieren, und nichts von der Erfahrung zB. eines Peter Thiel mit einem linksradikal-marxistischem Silicon Valley gelernt hat?

    Was soll man als Gesetzgeber tun wenn jeder meint Twatter den Vorzug zu Alternativen zu geben? Zur Objektivität sei hinzugefügt dass Twatter et al sehr klug schachzugartig alle Alternativen agitpropmäßig verminen (angeblich “rechtsradikal”, und weiteren Schmus). Es ändert aber nichts daran dass wirtschaftliche Alternativen da sind.

    Was soll man als Gesetzgeber tun wenn Krähti und Pläthi bei Amazon kaufen weil einerseits dort ein 150-Euro-Artikel unter Umständen um ein Euro fuffzig billiger ist als in einem kleineren Ö-Online-Geschäft, oder anderseits weil zu faul eine Internetsuchmaschine (am besten eine Alternative zu Google-Kraken) überhaupt zu betätigen um eine Ö-Online-Shop-Alternative überhaupt zu finden?

    Komplexes Thema.

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