Amerikas gefährliche Angst vor dem Krieg

“….The U.S. increasingly yearns to escape the harsh realities of war, but as recent events make clear, raw force remains a key element in international politics…” (Guter Essay, hier)

2 comments

  1. gms

    Walter Höller,

    > Ein exzellenter Text, den viele lesen sollten.

    Sigmund Freud: “Ich kann die SS jedermann nur empfehlen.”

    Und damit es nicht wie bei Ihnen bei einem Einzeiler bleibt, nachfolgend ein paar Tatsachen (das sind jene abstrakten Dinger, die im Propagandakrieg zuerst unter die Räder kommen):

    1. Die jährlichen Militärausgaben der USA betragen das 9-Fache der russischen Aufwände diesbezüglich (SIPRI und IISS gleichlautend, Zahlen von 2013).
    2. Die aktuelle Stationierung US-amerikanischer Truppen in Polen und im Baltikum
    3. Die Congress Bill S.2277 – Russian Aggression Prevention Act of 2014
    4. Wiederholte NATO-Manöver mit Teilnahme der Ukraine
    5. Obama: ” [I believe] that America is the exceptional nation on whose leadership the world depends”

    Angesichts der Sachverhalte ist die Überschrift des WSJ-Artikels “America’s Dangerous Aversion to Conflict” jenseitiger Bullshit. Überdeutlich wird dies, wenn der Autor schreibt: — Recently added to these nostrums has been the mantra of futility. “There is no military solution” is the constant refrain of Western statesmen regarding conflicts from Syria to Ukraine —

    Absolut nichts deutet darauf hin, die USA würden diesem Mantra folgen. Im Gegenteil.

    Das flankierend repetitive Strapazieren einer absurden Analogie zwischen Deutschland der 30er und dem heutigen Russland, die von Zbigniew Brzezinski in der Huffington-Post bereits im August 2008 in die Welt gebracht wurde, folgt einer Strategie, die jeder in “The Grand Chessboard” vom selben Autor im Original als Taschenbuch um wohlfeile $10 nachlesen kann.
    Laut der 1995 erstellten Timeline soll die Ukraine bis 2015 unter westlicher Kontrolle und dem Einfluß Russlands entzogen sein, ist doch speziell dieser Staat für die USA ein entscheidendes Puzzleteil zur Kontrolle Erasiens und damit wiederum zur Wahrung weltweiter Hegemonie.
    Wer das als militärische Konfliktscheue verkaufen will, wird auch beklagen, wonach Obama nicht jedes Jahr aufs Neue den Friedensnobelpreis erhält, jener Obama übrigens, der schon als Senator auf Brzezinski zählte und dies heute immer noch tut.

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