5 Gedanken zu „“Amerikas Rassismus ist vor allem ein Gefühl”

  1. Josef Roth

    `Gut gemeint` ist meistens das Gegenteil von`gut gemacht`.
    Hansens Artikel ist zumindest gut gemeint. Es ist nicht ohne Ironie, in einem Absatz die `Kultur des Rassismus` anzuführen und gleich danach zum Prozess Zimmermann einen Standpunkt einzunehmen, der so auch von schwarzen Rassisten vertreten wurde. `Wir können glauben, was wir wollen. Doch weder wir, noch die Jury waren dort, und es gab keine direkten Zeugen des Vorfalls, und im Zweifel ist der Angeklagte unschuldig`. Das ist nicht der Wissensstand, der zum Freispruch Martins führte und der Unterschied zu den angeführten schwarzen Rassisten liegt darin, daß diese auch noch nach dem Freispruch Zimmermanns Kopf fordern.
    Hansen beklagt, das Schwarze im Gefängnis über- und bei Bildungserfolgen unterrepräsentiert wären und stellt die Frage, ob dies an der Justiz oder den Bildungseinrichtungen läge. Wäre die Frage, ob es nicht an einem bildungsfeindlichen Gruppenverhalten der angeblich Benachteiligten liegen könnte, so rassistisch? Ein Indiz, das dem so sein könnte, wäre doch gerade das Anwachsen einer schwarzen Mittelschicht, eine Entwicklung, die, läge es nur an den öffentlichen Einrichtungen, so nicht stattfinden könnte.
    Hansen tröstet uns immerhin mit der Mitteilung, daß der Rassismus in Amerika nicht weiter verbreitet wäre, als in anderen Ländern. Das finde ich gut! Ich bin nur etwas unschlüssig, wo ich den vorhandenen Rassismus verorten soll.
    20 bis 30 Prozent sind ja kleine Kleinigkeit, und wenn diese kompletten 30 Prozent auf das Konto der Black Muslims und deren Antisemitismus gehen sollten, wäre das Bild, das uns unsere Linken von Amerika als Hort der Sklavenhalter und deren menschenverachtenden Rassismus zeichnen, doch etwas unscharf.
    Das Problem ist, daß uns der Artikel ratlos zurücklässt, weil er vermeidet die richtigen Fragen zu stellen.
    Jedes Jahr werden zehntausende Schwarze Opfer von Gewaltverbrechen, ohne daß die Medien, die Politik oder `Bürgerrechtsorganisationen` davon Notiz nehmen.
    Der Grund: schwarze Täter. Seit Jahren ist der Rassismus in den USA im Abnehmen. Antirassistische Erziehung, politische Korrektheit bis zum Erbrechen und drastische juristische Folgen bei `Hate-Crimes` haben diese Krankheit zwar nicht zum Verschwinden gebracht, aber ihre Folgen drastisch gemildert. Warum versuchen also sogenannte `Bürgerechtler`, linke Organisationen und schwarze Politiker – allen voran Obama – die Fassade des Rassismus aufzurichten?
    Könnte es sein, daß hinter der Empörung über diesen Freispruch nicht der Wunsch nach Gleichheit steht, sondern das Verlangen gleicher zu sein? Ein Wunsch, der auch bei Homosexuellen und Feministinnen festzustellen ist.
    Der Wunsch, den alle verspüren, die sich unterdrückt und diskriminiert fühlen. Nein, nicht gleiche Rechte und das Ende der Diskriminierung soll es sein, sondern mehr Rechte und `Positive Diskriminierung`.
    Das würde zwar auch nicht das Ende des Rassismus bedeuten, aber es wäre endlich der Rassismus, den diese Gruppen selbst so gerne ausüben würden!

  2. Astuga

    Was ja orf und co auch unterschlagen, zimmermann ist ein hispanic. Den (weissen) namen hat er von seinem adoptivvater.

  3. Mona Rieboldt

    @Josef Roth
    Es gibt einen Zeugen, der es direkt beobachtet hat, der auch als Zeuge ausgesagt hat.

  4. Josef Roth

    @Mona Rieboldt
    Und diese Zeugenaussage bestätigte die Angaben Zimmermanns. Daher ist dieses “Wir wissen ja nichts und waren ja nicht dabei” unsinnig.

  5. Christian Weiss

    @Josef Roth Bill Cosby hatte einst schon der schwarzen Gemeinschaft vorgeworfen, sie sei an ihrer Lage weitgehend selber schuld: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/der-us-entertainer-kritisiert-die-ghetto-identitaet-bill-cosby-provoziert-seine-schwarzen-brueder,10810590,10193076.html

    @Astuga
    Die hiesige Berichterstattung erinnert mich ein bisschen an den “Rumble in the jungle”, dem Jahrhundert-Boxkampf zwischen Foreman und Ali in Kinshasa. Muhammad Ali hatte den Boxkampf mit seiner PR und seinem Trash-Talk so zum Kampf des schwarzen Underdogs gegen das etablierte Amerika hochstilisiert, dass die Zairer völlig verblüfft waren, als George Forman in Kinshasa aus dem Flugzeug stieg und sie feststellten, dass er genau so schwarz war wie sie selber.

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