AMS de luxe: Wenn Abgeordnete ihren Job verlieren

(LUKE LAMETTA) Angenommen du warst Biochemiker bei Shire Österreich, hast 8.600 Euro brutto pro Monat dort verdient und bist im Sommer 2017 zusammen mit 650 anderen gekündigt worden – Sozialleistungen des Staats für die ersten drei Monate: 1.575,60 Euro/Monat.

Angenommen du warst Abgeordneter_sie_Innen bei den Grünen, hast 8.600 Euro brutto pro Monat dort verdient und bist vor drei Wochen zusammen mit deinen 23 Genossen aus dem Parlament geflogen (schaade) – Sozialleistungen des Staats für die ersten drei Monate: 6.500 Euro/Monat.

Ein dreifach Hoch auf den Sozialstaat – Hilfe, die ankommt.

11 comments

  1. wbeier

    Grundsätzlich und entgegen dem was so in den Köpfen implementiert wurde, ist das nackte Arbeitslosengeld nichts weiter als eine Leistung aus einer Risikoversicherung. Die Bezeichnung >Sozialleistung< verdient es sich nur in Zusammenhang mit sogenannten Spezial- und Sonderregelungen und eines ist ganz sicher: Die als Beispiel genannten Grünpolitiker*innen lukrieren ihre Privilegien nicht aus dem Prämientopf der Versichertengemeinschaft sondern fallen dem schnöden Steuerzahler zur Last oder zahlt vielleicht das Parlament doch so exorbitante Arbeitgeberanteile? Äpfel und Birnen – eh schon wissen

  2. Christian Peter

    Politik in Österreich ist ein Selbstbedienungsladen, schuld sind die doofen Wähler, die seit 70 Jahren stets dieselben Parteien wählen. Die Uraltparteien ÖVP / SPÖ und FPÖ erhielten bei den letzten Nationalratswahlen knapp 90 % der Stimmen. Noch Fragen ?

  3. Gerald Steinbach

    Christian Peter
    Die Urneuparteien Pilz/Neos lassen aber auch keine Hoffnung aufkommen für eine Wende zum besseren

  4. Christian Peter

    @Gerald

    Auch die Grünen würden in einigen Bereichen Verbesserungen bringen, waren auf Bundesebene in Österreich aber noch niemals an einer Regierung beteiligt.

  5. Gerald Steinbach

    Christian

    Auf Gemeindeebene, sprich Wien,konnte ich die Verbesserungen noch nicht genießen oder vielleicht habe ich sie noch nicht erkannt, erkannt habe ich aber die Gegenteile von Verbesserungen in Wien

  6. Gerald Steinbach

    fxs
    “”Seit drei Monaten wurde der Ton beim AMS rauer“, sagt der 49-Jährige, der zuletzt in einem politischen Büro einen Job hatte,””

    Solche Menschen sind natürlich die geschützten Werkstätten gewohnt, dort laufen zwar auch viele “Gurkerln” herum, die sprechen aber einen wenigstens mit den Titel an, auch wenn dieser wertlos ist

    Privatwirtschaft ist nicht die Sache der Grünen, abgesehen natürlich von der Frau die jetzt Glücksspielerin geworden ist, aber die is ja jetzt keine gute mehr

  7. Luke Lametta

    @wbeier

    In der Tat eine besonders österreichische Pointe. Um als Arbeitsloser 5000 Euro/Monat extra für original genau nix zu erhalten, ist es quasi zwingend notwendig, nie auch nur überhaupt in die sogenannte “Arbeitslosenversicherung” eingezahlt zu haben (wie herkömmliche Angestellte das nolens volens machen). Auch Charly Blecha mit seiner Doppelpension in Höhe von insgesamt schlanken 15.000 Euro/Monat dürfte sich jeden Tag über die ASVG-Sklaven und deren Realität kaputtlachen.

  8. Mourawetz

    2-Klassengesellschaft. Parlament = Privilegienstadel. Grüneninnen = Privilegien Ritterninnen

  9. Christian Peter

    @Gerald

    Die Grünen sind in diesem Zusammenhang nicht das Thema, noch niemals traten mehr Parteien an als bei den Nationalratswahlen 2017. Es gibt keine vernünftigen Gründe, warum die Wähler seit 75 Jahren unentwegt die Uraltparteien ÖVP, SPÖ und FPÖ wählen.

  10. Luke Lametta

    ein vernünftiger Grund läge etwa in den absurd hohen Mindestprozenthürden, welche den drei etabliertesten Parteien das Allergröbste an Konkurrenz recht effektiv vom Hals halten – während sie selbst kaum Anstoß daran nehmen, nicht mal ihren eigenen, angeblich ach so “demokratischen” Ansprüchen gerecht zu werden. Repräsentative Demokratie? One man one vote? A joke. Morgen dann wieder über Demokratie-, und Politikverdrossenheit flennen.

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