An der Hypo-Pleite ist nicht nur Haider schuld

Die NZZ nennt die Schuldigen des Hypo-Debakels schonungslos beim Namen, lesenswert: “Die Hypo Alpe Adria ist die teure Hinterlassenschaft des ehemaligen Kärntner Sonnenkönigs Jörg Haider. Dass das Desaster solche Dimensionen annehmen konnte, ist eine Folge des Politsystems, in dem Gewaltentrennung eher hinderlich ist….” (weiter hier)

6 comments

  1. Christian Peter

    Die Hypo Alpe Adria – Pleite als Ergebnis des österreichischen Parteienstaats – besser kann man es nicht beschreiben.

  2. Franz J Heidinger

    Wann werden endlich Politiker zur – auch strafrechtlichen – Verantwortung gezogen? Wenn irgendwelche “Manager”-Marionetten ins Gefängnis gehen, so wären auch die Anstifter, Bestimmungstäter und Beitragstäter zu bestrafen. Das hätte sozial-hygienische Wirkung ….

  3. Christian Peter

    @franz j heidinger

    ‘strafrechtliche Verantwortung’

    gibt es im totalen Parteienstaat ohne Gewaltenteilung nicht. Möglich machen das die Wähler durch Abgabe einer gültigen Stimme bei Wahlen.

  4. Klaus Kastner

    Eine Troika für Kärnten; aber rasch, bitte!

    Die Ähnlichkeiten zwischen Griechenland und Kärnten sind verblüffend: dort eine Zahlungsunfähigkeit ohne Einspringen von Dritten; detto in Kärnten (ohne Bundesunterstützung würde Kärnten an den Haftungen kaputt gehen). Dort 2-3 Jahrzehnte mit verantwortungslosen Politikern; detto in Kärnten. Dort eine Euro-Party; in Kärnten eine Haider-Party.

    Die EU hat bei Griechenland ein Exempel gesetzt, wie man in der EU mit solchen Problemen umgeht — man schickt eine Troika! Die Republik Österreich hat sich, bitteschön, daran zu orientieren. Und die Aufgaben dieser Troika könnte man glatt von den Aufgaben der griechischen Troika abschreiben. Beispiele:

    * sofortige, harte Sparmaßnahmen im Landesbudget und eingespartes Geld auf eine Sonderkonto für die Kosten der HAA;
    * Sofortiger Verkauf von Landesbeteiligungen; falls Privatisierung nicht möglich, Verkauf an den Bund. Verkaufserlöse auf obiges Sonderkonto;
    * Übertragung des Zukunftfonds an den Bund als Beitrag für die Kosten der HAA;
    * Solidaritätssteuer in From von 8% Aufschlag auf Steuern (analog zum deutschen Soli), zu verteilen an die anderen Bundesländer als Steuerrückvergütung;

    Das wär’s für’s erste. Mir könnten sicherlich noch einige Punkte einfallen.

  5. Christian Peter

    @klaus kastner

    Sie haben den Artikel der NZZ wohl nicht gelesen. Dann wäre ihr Kommentar möglicherweise weniger kindisch ausgefallen. Man sollte die Ursachen des Übels in unserem Land bekämpfen, anstatt an den Symptomen herumzudoktern.

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