Anachronismus Staatsfernsehen

“…..Die Zwangsfinanzierung des öffentlichen Medienangebots entwickelt sich
damit zu einem Selbstzweck, der sich immer weiter von dem vorgeblichen Ziel, «Vielfalt» und «Qualität» zu sichern, entfernt. Denn inhaltlich unterscheidet sich die SRG immer weniger von privaten Anbietern. Wenn sie nicht gleich erfolgreiche Serien einkauft, produziert sie unter grossem Aufwand blasse Kopien publikumsträchtiger Unterhaltungsformate. Es bleibt unklar, weshalb derartige Angebote nicht auch freiwillig finanziert werden könnten….” (hier)

8 comments

  1. Herbert Manninger

    Der ÖsterreichischeRotgrünFunk tut sich ja leicht: Völlig ungeniert kann er einseitig agieren, eine willen- und kraftlose, feige ÖVP lässt sich untertänigst niedermachen, es genügen ihr ein paar Auftrittssekunden diverser Landeskaiser täglich um 7:00 abends.

  2. sokrates

    Propaganda ist das Beste Machtinstrument der herrschenden! Und da sie clever sind, lassen sie sich alles von ihren Untertanen bezahlen!

  3. Marcel Elsener

    In der Schweiz wird am 14.6.2015 im Rahmen eines Referendums über das revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) abgestimmt. Neu sollen auch alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab CHF 500’000.– der Gebührenpflicht unterworfen werden. Eine Umsatzgrenze, die auch von Kleinunternehmen ziemlich schnell überschritten wird. Unnötig zu sagen, dass jeder diese Gebühr entrichten soll, unabhängig davon, ob er ein TV- oder Radiogerät besitzt und benutzt oder nicht – eine klassische zweckgebundene Steuer also, die aus taktischen Gründen einfach anders benannt wird. Als Zückerchen wird dem Bürger in Aussicht gestellt, die derzeitigen Gebührenhöhe von CHF 462.– pro Jahr auf CHF 400.– zu reduzieren; die Zustimmung des Stimmbürgers zum RTVG (bzw. die Ablehnung des Referendums) soll also mit einer Gebührenreduktion gekauft werden. Anderswo nennt man so etwas Bestechung und ist strafbar, aber der Staat und dessen Funktionäre stehen halt über den Gesetzen. Für den Gebührenzahler ist das ein windiges Geschenk, denn die Kompetenz zur Festlegung der Gebührenhöhe liegt beim Bundesrat; also nicht etwa beim Parlament oder gar beim Stimmvolk sondern bei der Schweizer Landesregierung. Der Bundesrat kann hinterher jederzeit die Gebühren nach Belieben wieder erhöhen. Auch in der Schweiz jammert eine inzwischen (nicht nur in finanzieller sondern auch in journalistischer Hinsicht) notleidende Medienclique herum, ihr breche das Geschäft weg, und man solle sie doch bitte mit Subventionen gespiesen aus den staatlich erhobenen Zwangsgebühren alimentieren; das hätte selbstverständlich umgehend eine kräftige Gebührenerhöhung zur Folge.

    Ein aufrechter Schweizer Bürger lässt sich jedoch von den Staatsbürokraten nicht kaufen und stimmt dem Referendum im Sommer zu und lehnt damit das RTVG ab. Habe ich schon erwähnt, dass die SRG fest in roter Hand ist? In der Schweiz ist es mit der SRG nicht anders als in Österreich mit dem ORF. Bürgerlich denkende Radio- und Fernsehleute muss man hier wie dort mit der Lupe suchen.

    Es werden desweiteren Unterschriften für eine Verfassungsinitiative gesammelt, mit der die TV-Zwangsgebühren in der Schweiz abgeschafft werden sollen. Meine Unterschrift haben die Initianten auf sicher. Ich rechne dieser Initiative gute Chancen aus, von Volk und Ständen angenommen zu werden. Darauf nimmt der von Herrn Ortner verlinkte Text Bezug – wenn auch eher indirekt. Der Link zur NoBillag-Initiative ist allerdings im Text eingebettet. Jeder stimmberechtigte Schweizer Bürger kann das PDF-Dokument ausdrucken, unterschreiben und den Initanten zuschicken, womit man wieder eine Unterschrift näher an den notwendigen 100’000 wäre.

    Traumhaft wäre natürlich, wenn per Initiative die Rundfunk-Zwangsgebühren per Verfassungsinitiative ganz abgeschafft würden. Wir Schweizer haben die Möglichkeit das in einer Volksabstimmung zu beschliessen, auch wenn die in ihren öffentlichen Ämtern sitzende politische Klasse das wohl grossmehrheitlich nicht haben will. Die Österreicher und Deutschen haben diese Möglichkeit leider nicht; sie sind ihren sogenannten Volksvertretern völlig ausgeliefert.

  4. Christian Peter

    Der Deutsche Demokratische Rundfunk als Stimme der ehemaligen DDR lässt grüßen !!

  5. Thomas Holzer

    Staatsfernsehen war und ist kein Anachronismus, sondern schlicht und einfach ein Medium, welches von den Politikerdarstellern zu deren eigenem Machterhalt eingesetzt wird. Genauso wie alle anderen mit Zwangsgebühren finanzierte “Institutionen”.
    Warum niemand deren ersatzlose, sofortige Abschaffung fordert, ist ja wohl mehr als offensichtlich.

  6. H.Trickler

    Die professionellen Rattenfänger von Hameln, ähm nein von Helvetien, habe es echt schlau eingefädelt: Weil nach dem neuen Gesetz alle unabhängig vom Gebrauch von Radio- und Fernsehgeräten bezahlen müssen, konnte der Tarif gegenüber ein bisschen gesenkt werden und trotzdem werden die Einnahmen steigen, weil neu auch Firmen bezahlen müssten.

    Wenn schon alle Menschen vom Baby bis zum gehörlosen Greis privat bezahlen, bin ich echt zu dumm um einzusehen, warum dann die Firmen nochmals bezahlen sollen? Nach meiner beschränkten Intelligenz haben Aktiengesellschaften und GmbHs weder Augen noch Ohren?

    Es wird ein spannendes Rennen, ob das tumbe Stimmvieh mittels der bescheidenen Gebührensenkung so bestochen werden kann, dass dieses tolle Gesetz angenommen wird.

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