Andere Regeln für Ungeimpfte? Ja, Freiheit für alle kann Ungleichheit rechtfertigen

Von | 12. August 2021

Kommentar in der NZZ: “Ein Staat, der in einer Pandemie zwischen der Minderheit aus Impfgegnern und allen anderen Bürgern unterscheidet, ist nicht autoritär. Im Gegenteil: Er tut auch aus liberaler Perspektive das Notwendige.” mehr hier

10 Gedanken zu „Andere Regeln für Ungeimpfte? Ja, Freiheit für alle kann Ungleichheit rechtfertigen

  1. Manuel Leitgeb

    Warum wundert es mich nicht, daß dieser Kommentar von einer deutschen Frau stammt, die in Berlin lebt und vorher bei der FAZ war?
    Die Deutschen, insbesondere die Frauen, waren und sind eben schon immer brave Untertanen, die jegliche Freiheitseinschränkung unterstützen, weil es ja für “die Gesellschaft” (vulgo Volk, Volksgenossenschaft etc.) gut sind.

    Als echter Liberaler orientiert man sich am besten am Grundsatz: Egal was die Deutschen in Gesellschaftspolitik machen, tu das Gegenteil, dann lebst du freier.

  2. Johannes

    In Österreich sind mit jetzigen Stand 665.000 Menschen registriert welche positiv auf Covid getestet wurden, gleichzeitig sind bis heute 10 752 Menschen welche nachweislich an Covid erkrankten verstorben. Das bedeutet ein Verhältnis von 60 :zu 1.

    Das Gesundheitsministerium hat einen Bericht für den Zeitraum von 27,12.2020 bis 16.04.2021 veröffentlicht, in dem genau aufgelistet wird welche Nebenwirkungen und schwere Folgen bei welcher Anzahl der bis dahin 2.403.624 Geimpften – aufgeschlüsselt nach Impstoff – aufgetreten sind.

    Wobei man zwischen Nebenwirkungen und schweren Komplikationen seröserweise unterscheiden sollte.
    Zum damaligen Zeitpunkt wurde ein Todesfall in direktem Zusammenhang durch eine Gerinnungsstörung bestätigt.

    Der viel strapazierte Vergleich mit der herkömmlichen Grippe ist für mich insofern interessant das es in der Saison 2020/21 keinen einzigen Todesfall aufgrund einer Influenzainfektion gab.

    Das ist, wenn man so will, ein positiver Nebeneffekt der Schutzmaßnahmen.
    Der Vorwurf man hätte sich die Jahre davor um diese “normale Grippe” und deren Opfer nicht gesorgt ist meiner Meinung nach ein Totschlagargument.

    Wenn die Maßnahmen es geschafft haben die ansteckende Grippe auf Null zu drücken, es aber nicht geschafft haben eine Covid 19 Infektion von 600.000 Menschen zu verhindern so kann sich wohl jeder vorstellen welches Potential dieses Virus ohne Maßnahmen entfaltet hätte.

  3. Cora

    Ich fühle mich nicht gefährdet durch Personen, die nicht geimpft sind. Wer sich impfen lässt, tut dies in der Absicht sich selbst zu schützen, so hat man das bisher mit jeder Impfung gehalten. Diese Behauptung der Gefährdung anderer ist neu, hat es bislang nicht gegeben, trotz früher viel ansteckenderer Krankheiten wie Mumps und Polio. Und ich brauche auch niemanden, der mir als Souverän in diesem Land erklärt, wie ich mich zu verhalten habe. Politiker, die die Bevölkerung gängeln, gehören abgewählt.

  4. sokrates9

    Was soll dieser Nannystaat?Jeder der sich Impfen lässt hat die Chance nicht tödlich zu erkranken und damit hat der Staat seine Aufgabe erfüllt.Alles andere ist Privatsache. Man könnte ja sofort forden dass sich alle an Grippe impfen lassen müssen.Grippe ist hochinfektiös, hat schon mehr Tote veruasacht als Coronaund der Impfstoff ist weniger gefährlich..

  5. Falke

    Nein, er ist nicht autoritär. Er spaltet nur die Gesellschaft in “Gute” und “Böse”, wobei die Guten auf die Bösen herabschauen und sie mit staatlicher Erlaubnis diskriminieren und mobben können. Ob dies das Ziel der Regierung eines demokratischen Staates sein sollte?

  6. Daniel B.

    “gleichzeitig sind bis heute 10 752 Menschen welche nachweislich an Covid erkrankten verstorben. ”
    Es sind nicht alle nachweißlich an Corona verstorben, sondern alle mit einem positiven PCR Testergebnis.

    z.B.
    “Als Corona-Tote gelten nach Definition des RKI Verstorbene, bei denen der Corona-Erreger nachgewiesen wurde “und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind”. Mitgezählt werden sowohl Todesfälle, bei denen Covid-19 ausschlaggebend war, als auch jene, bei denen eine Vorerkrankung im Wesentlichen zum Tod führte.

    In der Praxis sei es “häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die Sars-CoV-2-Infektion direkt zum Tode beigetragen hat”, so das RKI. “Generell liegt es immer im Ermessen des Gesundheitsamtes, ob ein Fall als ‘verstorben an bzw. mit Covid-19’ ans RKI übermittelt wird oder nicht.””
    https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-tote-100.html

    Bei der Impfung richtet es sich wie die Politik es braucht.
    Bei der Impfung sind Vorerkrankungen schuld an den Todeszahlen, bei Covid nicht!

    Ja die Impfungen helfen gegen Schwererkrankungen aber harmlos sind die nicht!

    Das sind nur Zahlen von Comirnaty Impfungen
    “As of 29 July 2021, a total of 244,807 cases of suspected side effects with
    Comirnaty were spontaneously reported to EudraVigilance from EU/EEA
    countries;
    4,198 of these reported a fatal outcome 3,4.
    By the same date about 330 million doses of Comirnaty had been given to people in the
    EU/EEA5
    .
    These reports describe suspected side effects in individuals, i.e.
    medical events observed following the use of a vaccine. The fact
    that someone has had a medical issue or died after vaccination
    does not necessarily mean that this was caused by the vaccine.
    This may have been caused, for example, by health problems not
    related to the vaccination.”
    https://www.ema.europa.eu/en/documents/covid-19-vaccine-safety-update/covid-19-vaccine-safety-update-comirnaty-11-august-2021_en.pdf

  7. CE___

    “….Der viel strapazierte Vergleich mit der herkömmlichen Grippe ist für mich insofern interessant das es in der Saison 2020/21 keinen einzigen Todesfall aufgrund einer Influenzainfektion gab….”

    Rational frägt man sich als Bürger eher aufgrund so einer Tatsache ob nicht diejenigen, zumindest bisherigen, “Verschwörungstheoretiker” recht haben die meinen dass die meisten angeblichen “Covid-Fälle” eigentlich nur “normale” Grippeviren in sich tragen und nur ein kleiner Teil dieses Coronavirus aus Wuhan (sofern überhaupt). Der PCR-Test ist nämlich ungeeignet dies zu unterscheiden, bzw. die Rotchinesen haben ja nur einige Fragmente dieses Wuhan-Coronavirus veröffentlicht. Mir kommt sowieso oft es so vor wie wenn “wir” etwas nachlaufen würden obwohl “wir” gar nicht wissen was genau eigentlich.

    “…Das ist, wenn man so will, ein positiver Nebeneffekt der Schutzmaßnahmen.
    Der Vorwurf man hätte sich die Jahre davor um diese “normale Grippe” und deren Opfer nicht gesorgt ist meiner Meinung nach ein Totschlagargument….”

    Ach so, ein Totschlagargument ist das nun? Es es nicht eher nur eine nüchterne Antwort auf diejenigen Zero-Coronavirus-Fanatiker, die plötzlich meinen ein jeder Tote an einem Coronavirus sei zuviel, obwohl die ganzen Jahre davor bei Grippeausbrüchen die westliche Gesellschaft nicht derart deformiert wurde mit monatelangen Lockdowns, Maskentragen, und nun Impfnötigung/Impfzwang?

    Und weiter gedacht, wenn Sie meinen die “Schutzmaßnahmen” haben zwar ned’ gegen “Covid” geholfen, aber dafür gegen “die Grippe”, dass wir nun mehrmals jedes Jahr so einen Zirkus veranstalten?

    Wintergrippe, Sommergrippe, hervorgerufen durch laufende Mutationen von Influenza-Corona-Adeno-Rhinoviren, die auch in Kombination miteinander wirken.

    Also eines kann ich antizipieren: die Viren werden pumperlg’sund so einen Wahnsinn überleben, die Republik Ö und die Menschen darin sicher nicht so ein Kesseltreiben.

    “….Wenn die Maßnahmen es geschafft haben die ansteckende Grippe auf Null zu drücken, es aber nicht geschafft haben eine Covid 19 Infektion von 600.000 Menschen zu verhindern so kann sich wohl jeder vorstellen welches Potential dieses Virus ohne Maßnahmen entfaltet hätte….”

    Mit Verlaub, eine unwissenschaftliche Logik und Conclusio. Weil eine Infektion per se alleine sagt gar nichts. Wenn man es genau nimmt ist der Mensch “dauerinfiziert” mit vielen Arten von Viren und auch Bakterien. Worauf es ankommt ist das Risiko dass Menschen nachgewiesen an einem Virus erkranken, und das Risiko an einer Erkrankung zu sterben. Und so wurde es auch seit Menschengedenken gehandhabt, und plötzlich seit März 2020 dieser Grundsatz umgeworfen.

  8. hausfrau

    Freiheit für Alle gibt es erst, wenn sich endlich die Regierung an Regeln halten würde, als da wären – Fakten, Wahrheit, Grundrechte, Evidenz.
    Und danach in die Löcher, aus denen der ganze seelische Müll gekrochen ist – einfach verschwindet.

  9. Nightbird

    @ hausfrau

    Da kannst Du lange warten.

    Der Kick der Macht ist ist für Politiker gleichbedeutend mit dem Kick des nächsten Schusses bei einem Drogensüchtigen. Auch der hört nicht auf, sich sein Zeug reinzupfeifen. Noch nichtmal dann, wenn er im Rinnstein liegt und am Abnippeln ist.

    Solange es in Österreich einen relativ großen Teil der Bevölkerung gibt, die in einer solchen Schmierenkomödie freiwillig und widerstandslos mitspielt, wird sich nichts ändern.

    lG, Nightbird

  10. seerose

    Ich bin über 70 und nicht geimpft. Ich bin seit Beginn dieser Pandemie (also seit ca. Jänner 2020 – also seit 19 Monaten – gesund. Warum, muss ich das eigentliche ständig nachweisen?
    Ich habe in meinem Bekanntenkreis Menschen die sich impfen haben lassen und auch solche, die wie ich das nicht getan haben. Von den Geimpften sind bereits einige wieder erkrankt (keine Spitalsaufenthalt, mässiger bis hlbschwerer Verlauf). Von den Ungeimpften, die natürlich in der Minderzahl sind, ist keiner erkrankt. Von den Geimpften ist einer unerwartet 2 Wochen nach der 2. Impfung verstorben. Kein Mensch weiss warum, ja er war alt und nicht ganz frisch aber eigentlich recht munter.
    Fast alle derjenigen, die sich impfen haben lassen, haben das getan, weil “sie Ihre Ruhe haben wollten” und weniger aus Angst vor der Krankheit. Und kein einziger “um andere zu schützen”. Jede Impfung schützt nur einen selbst.
    Ich muss auch sagen, dass ich mich im Moment mehr vor den Geimpften fürchte als vor der Krankheit. Als Nichtgeimpfte bin ich vorsichtig, ich gehe nur in Aussenbereiche, ich meide Menschenansammlungen, in gehe zu Zeiten Einkaufen wenn wenig los ist. Ja, ich fahre mit den Öffis (ich habe kein Auto) und versuche Abstand zu halten und trage dort auch Maske. Die Mehrzahl der Geimpften meint sie brauchen das alles nicht mehr zu tun.
    Langer Rede kurzer Sinn: Ich finde es pervers seit nunmehr fast 20 Monaten nachweisen zu müssen, dass ich gesund (abgesehen von meinem Knieproblem und einigen Abnützungserscheinungen) bin.

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