Angela Merkel, eine Sozialdemokratin

Von | 7. Januar 2017

“…Deutschland ist Exportweltmeister und das wirtschaftlich erfolgreichste Land in Europa – geführt von zwei Parteien sozialdemokratischen Zuschnitts, auf der einen Seite von klassischen Sozialdemokraten und von einer sozialdemokratisierten CDU a la Merkel.” (EX-Kanzler Alfred Gusenbauer, hier)

98 Gedanken zu „Angela Merkel, eine Sozialdemokratin

  1. Fragolin

    Ausgerechnet der Gusi, ein Beispiel dafür, dass viele Sozen eine gespaltene Persönlichkeit besitzen: Im Parteiamt reden sie so, doch kaum in eine “Berater”-Position, geschützte Werkstätte oder Pension gewechselt, palavern sie ganz anders und lassen plötzlich den “Weisen” raushängen. Ich nenne das gerne “androschen”: den eigenen ANchfolgern ausrichten, dass es unverantwortlich ist, so weiterzumachen wie man selbst es vorgemacht hat…

  2. Thomas Holzer

    Ob der -für das UK ach so wichtige Binnenmarkt- auch 2020 noch so groß sein wird, darf man durchaus in Frage stellen.
    Daß de facto alle EU-Länder von Sozialisten, seien sie linksnational oder international, regiert werden, Brüssel sowieso die Hochburg des Etatismus und Sozialismus in diesem Konstrukt ist, sollte nicht verschwiegen werden.
    Daß dabei die Freiheit der Untertanen auf der Strecke bleibt, ist leider nur allzu logisch

  3. mariuslupus

    Mir bleibt nichts erspart, am frühen Morgen schleicht sich der Gruselbauer in den Computer. Erzählt lauter neue Weisheiten, soviele brandneue Ansichten und Einsichten . Soviel politischer Tiefgang, unglaublich und alles ganz, ganz neu, komplett, Gusis Eigenproduktion. Professor Alzheimer lässt grüssen.

  4. Christian Peter

    @TH

    Den Binnenmarkt wird es in 10 – 15 Jahren gar nicht mehr geben, schließlich ist er die Hauptursache der wirtschaftlichen Verwerfungen in der EU. Die Handelspolitik muss wieder in die Hände der Nationalstaaten gelegt werden, alles andere ist Kurpfuscherei.

  5. raindancer

    @mariusplus
    ;)) das macht eben der Einfluss von Haselsteiner

  6. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Man muss schon schon blind sein um nicht zu erkennen, dass der Binnenmarkt den wirtschaftlichen Niedergang vieler Volkswirtschaften in der der EU bewirkte. Man braucht sich nur die wirtschaftliche Entwicklung der Südländer und Frankreichs seit Einführung des Binnenmarktes 1992 anzusehen. Die Einführung der Gemeinschaftswährung hat diese Entwicklung noch verschärft, der Grundfehler der europäischen Integration ist jedoch der Binnenmarkt.

  7. Selbstdenker

    @CP:
    Nachdem Sie sich so super auskennen, bitte ich Sie mich aufzuklären: ab wann hat der “wirtschaftliche Niedergang” aus Ihrer Sicht in Europa eingesetzt:
    a) Nach 1945,
    b) mit der EWG,
    c) 1989,
    d) der EU,
    e) dem Euro oder
    f) der EFTA.

    Bitte um eine kurze und klare Antwort; idealerweise mit Ereignis und Jahrzahl.

  8. Selbstdenker

    @CP:
    Sie wissen aber schon, dass Österreich vor dem EU Beitritt Mitglied der European Free Trade Associaton (EFTA) war und das die – von Ihnen häufig erwähnte Schweiz – EWR-Mitglied ist?

  9. Selbstdenker

    Sehr weit rechts stehende teilen mit den sehr weit links stehenden die gleiche Passion für Identity Politics; nur dass der Kreis der via staatlichen Zwangsmaßnahmen Begünstigten und Benachteiligten anders abgegrenzt ist.

    Beide definieren sich über Feindbilder und leben auf Kosten anderer.

    Aus diesem Grund sollten sich die sehr weit rechts stehenden nicht einbilden, aus der beißenden – aber durchwegs gerechtfertigten – Kritik an den Sozis eine Befürwortung ihrer Standpunkte abzuleiten.

    Eine Kritik an der EU ist nicht zwangsläufig eine Kritik am Freihandel. Damit das für die etwas “Langsameren” einmal klar gesagt ist.

  10. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Die von Ihnen als “sehr weit rechts stehende” stehen eben nicht sehr weit rechts, sondern sehr weit links; es sind schlicht und einfach Linksnationalisten, Konkurrenten der Internationalisten, nicht aber Gegner dieser. Extreme berühren sich nicht!
    “Das Herz des Weisen schlägt auf der rechten, das des Narren auf der linken Seite” Ecclesiastes, 10.2

  11. stiller Mitleser

    Wenn sich die wohlgenährten Früchte der Sozialdemokratie äußern, bemerkt man stets zentralistische Wahrnehmungsverweigerung der Dinge an den Peripherien (England ist eben größer als London und die EU größer als Brüssels Restaurantzone) und die Beschränkung auf taktische Beibehaltung des Status quo (die Bemerkungen zur Endphase des US-Wahlkampfs).

  12. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Ich gebe Ihnen recht: vielleicht hätte ich schreiben sollen “die als sehr weit rechts stehend bezeichneten”. Bin mir aber sicher, dass Sie wissen, wer damit gemeint ist.

    Linksnationalisten wie Internationalisten definieren sich über ihre Feindbilder. Da sie durchwegs parasitär veranlagt sind, können sie ohne einen Wirt, den sie aussaugen, nicht überleben.

    Es ist sozusagen der Ausschuss der Evolution, der sich von Zeit zu Zeit zusammenrottet und einen Blitzableiter benötigt, der für die eigenen Unzulänglichkeiten herhalten muss:

    “Wir sind die Zweitgeborenen dieser Geschichte, Leute. Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.”
    (Tyler Durden im Fight Club)

    Über Prinzipien der Moral, des Wettbewerbes und der Logik können diese Leute nicht punkten, daher fassen sie Leute anhand willkürlicher und meist nicht beinflussbarer Merkmale in Kollektive zusammen, die sie dann zu vertreten vorgeben.

    Sie beobachten aktuelle Strömungen und springen dann auf, wenn sie glauben, dass sie sich ohne nennenswerte Eigenleistung an die Spitze einer sozialen Strömung stellen können.

    Wenn alles verzehrt ist und chaotisch in Trümmern liegt werden sie wieder leise; die Parasiten benötigen ja neue Wirte, die das wieder aufbauen, was sie später wieder zusammenhauen.

  13. Selbstdenker

    Nachtrag:
    Ich meine damit keinesfalls Leute, die aufgrund bedauerlicher Umstände keine Chance bekommen haben, ihr Potential zu entfalten.

    Viele heute sehr erfolgreiche Menschen kamen aus einfachen Verhältnissen und viele Loser stammen aus der Ober- und der Mittelschicht.

    Karl Marx ist für mich der Prototyp schlechthin für ein verzogenes, aus behüteten Verhältnissen stammendes Arschloch. Viele, die sich in den Unis tümmeln, sind ähnlich gestrickt, daher können sie sich gut mit Marx identifizieren.

  14. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    “Sie beobachten aktuelle Strömungen und springen dann auf, wenn sie glauben, dass sie sich ohne nennenswerte Eigenleistung an die Spitze einer sozialen Strömung stellen können.”
    Die Welle surfen ist die Vorbedingung für politischen Erfolg. Manche können nicht erkennen wann die Welle sie wieder abwirft und wo eine neue sich aufbaut.
    Ich verstehe Ihren moralischen Impetus, aber nach meinen Beobachtungen sind reale Leistungen für politischen Erfolg nicht ausschlaggebend, entscheidend ist eine Art opportunistischer Instinkt. Von jenen Leuten denen ich Großes zutraute, hat keiner eine seine Herkunft und seine Leistung wesentlich übersteigende Karriere gemacht, aber Leute von denen ich wenig hielt, intuitive Taktiker, haben die großen
    Karrieren mit den erheblichen Konsequenzen für uns alle gemacht.

  15. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    Gut dass Sie den US-Wahlkampf erwähnen, der hat es nämlich auf den Punkt gebracht:
    Es ging um Identity Politics (Immigranten, Frauen, Schwarze, LBTQ, etc.) gegen Prinzipien (Rechtstaatlichkeit, Chancengleichheit, Meinungsfreiheit, Leistungsprinzip, etc.)

    Man muss z.B. den vielen Frauen und Arbeitern hoch anrechnen, dass sie dieses Spiel durchschaut haben: dass sie nämlich über Prinzipien mittel- bis langfristig besser fahren als wenn sie sich als Aufstiegshilfe für ideologische Schein-Vertreter missbrauchen lassen.

  16. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    Ich glaube wir liegen da gar nicht so weit auseinander: wer geht denn tendenziell eher in die Politik und wer geht tendenziell eher in die Privatwirtschaft? Welche Motivation treibt diese Leute an und was sind ihre Methoden?

  17. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    Mir geht’s jetzt nicht ums Herausstreichen von Differenzen, ich verstehe ja sehr wenig vom Liberalismus, aber ich denke die österreichische Wirtschaft, also die großen Akteure, sind auch gründlich politisiert, Eintritte erfolgen über politische Ticketts und Aufstiege ebenso.

  18. Rennziege

    Alfred Gusenbauer im “Kurier” ist ein Schulbeispiel dafür, dass auch krachend gescheiterte Rotsocken eines Tages als elder statesmen präsentiert werden, so selbstgefällig und unwahr ihre Absonderungen auch sind. Die flächendeckend systemnahe Presse macht’s möglich, da sie bei Wahrung journalistischer Rechtschaffenheit augenblicklich von der staatlichen Nährmutter abgenabelt würde.

  19. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Ich warte jetzt nur noch auf sinnbefreite Beiträge/Interviews eines Herrn Faymann 😉

  20. Fels

    @Selbstdenker: Vom “Parasitentum” in einer arbeitsteiligen Gesellschaft zu sprechen, ist eine Beleidigung des Verstands. Wer definiert denn, was “produktive” Arbeit ist und “unproduktive”? Sie etwa, Herr Selbstdenker? Es ist schon beschämend, was hier abläuft: Die größten Verfechter des Marktes sprechen dem Markt seine Steuerungsfunktion ab, indem sie all jene, für die die Marktteilnehmer bereit sind zu zahlen, die aber aus ihrer ganz persönlichen Sicht keine Leistung erbringen, “Parasiten” nennen. Merken Sie sich eines, Herr Selbstdenker: Wenn die Martteilnehmer nicht bereit wären für Politiker zu zahlen, dann existierten diese Klasse gar nicht! Es ist der Markt selbst, das Bedürfnis der Einzelnen, der diese Politiker schafft so wie Werbefachleute oder Versicherungsmakler. Indem Sie, Herr Selbstdenker, sich über den Markt schwingen, bestätigen Sie nur, was ich seit langem weiß: dass sie keine Ahnung von Liberalismus haben……..

  21. Rennziege

    7. Januar 2017 – 15:03 — Thomas Holzer
    Herr Faymann? Eh kloah! Und von einem Harvard-Gastlehrstuhl? Noch klarer! Auch in der hehren Ivy League reicht mittlerweile rotgrüne Gesinnung sogar bei der Bestellung ordentlicher Professoren. Akademische Meriten? Unwichtig. Hauptsach’, man ist politisch korrekt, mag 84 LGBTU-Geschlechter und pissend passend umgebaute Klos, furzt methanlos und unterernährt sich vegan. Das packt der Faymann spielend. Dass sie ihn nach Englischkenntnissen und Maturazeugnis fragen, braucht er nicht zu befürchten; seine sensationelle Gemeindebau-Ausbildung, eh scho’ wissen, strahlt gleißend über den Atlantik. 🙂

  22. Fels

    Was werfen Sie eigentlich, Herr Selbstdenker, einem Karl Marx vor? Dass er einen Industriellen fand, der ihn aus Überzeugung und Freundschaft ein Leben lang durchfütterte? Wenn ja, dann probieren Sie es doch, ob Sie auch diese Fähigkeit besitzen. Ich bin überzeugt, dass sie kläglich scheitern werden…-)

    PS: Gesetz Nummer eins des Liberalismus: Es geht mich einen Dreck an wie ein anderer sein Leben gestaltet, und hiesse er Karl Marx. Aber was predige ich da überhaupt. In diesem Blog tummelt sich alles, nur keine Liberalen….

  23. Selbstdenker

    @Fels:
    Spielen Sie sich noch so auf und lesen Sie einfach das was geschrieben steht.

    Sie können sich natürlich hier Ihre Finger wund tippen – Ihre Anfeindungen lassen mich kalt.

    Wer seine Existenz auf einer Zwangsumverteilung jener Früchte aufbaut, die ein anderer erwirtschaftet, ist ein Parasit. Da gibt es nichts zu beschönigen.

    Sie vermengen bewusst die Ausübung von Zwang mit einer aus unzähligen freiwilligen Geschäften entstandenen arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung. Dieses von Ihnen betriebene Reframing ist intellektuell unredlich und von jenen, die sich Ihren Kommentar antun, leicht zu durchschauen.

    Sind sie ernsthaft der Meinung, dass – sagen wir mal – ein Wegelagerer, der ahnungslosen Passanten Geld abpresst ein produktiver Teil der Wirtschaft ist?

    Selbstverständlich erlaube ich mir hier einen Parasiten als das zu benennen, was er ist. Sie können sich gerne – wenn es Ihnen dann “besser” geht – auf mich berufen.

    Und nein: jemand, der unverschuldet das Pech hat eine Weile den Sozialstaat zu beanspruchen, zähle ich nicht zu den Parasiten, sondern diejenigen, die es bewusst darauf anlegen.

  24. Selbstdenker

    Eigentlich sollte nur das Wort Zwangsumverteilung fett dargestellt werden.

  25. Selbstdenker

    @Fels:
    Wenn jemand versucht anderen seine Sichtweisen aufzudrängen, sollte er sich zumindest an seinen eigenen Standards messen lassen.

  26. Wanderer

    @Fels
    Ich dachte immer ich wäre einer, aber seit dem 4. Dezember erfülle ich die damit verbundenen Anforderungen nicht mehr. Ich muss jetzt von den richtigen Liberalen (sofern es die gibt) als linksnational und von den Linken als rechtsextrem eingestuft werden. Diese Begriffs-Diskussion ist für die Katz’ und langsam ermüdend.

  27. (((curly)))

    @Felsberger

    > Wer definiert denn, was „produktive“ Arbeit ist und „unproduktive“?

    Der freie Markt tut dies. Für die Option, diese triviale Pointe dank beigefügter Erläuterung auch zu verstehen, müssen Sie jetzt bloß noch weiterlesen. Bereit?

    > Wenn die Martteilnehmer nicht bereit wären für Politiker zu zahlen, dann existierten diese
    > Klasse gar nicht!

    Klug erkannt, weswegen oben auch explizit von einem *freien* Markt als Lackmustest die Rede ist.

    > Es ist der Markt selbst, das Bedürfnis der Einzelnen, der diese Politiker schafft..

    Politik in der gegenwärtigen Gestalt ist ein Ungut par excellence, welches einzig einem unfreien und auf Gewalt basierenden Pseudomarkt, dem Wettbewerb der Gauner erwachsen kann. Gravitationszentrum dieses unfreien Marktes ist das ominöse Gewaltmonopol, das jedes Individuum gegen dessen potentiellen Willen zur Erbringung einer Leistung zwecks Alimentierung der Gewaltprofiteure zwingt.

    > .. so wie Werbefachleute oder Versicherungsmakler.

    Den bedeutsamen Unterschied zwischen Besagten und Politikern kann jeder Fünfjährige herausarbeiten und mit dem Verweis, aus welchen Quellen deren Einkünfte sich speisen, wasserdicht machen. Kundige runden die Feststellung noch exemplarisch ab mit dem Verweis auf den Paragraphen 129 des deutschen Strafgesetzbuches. Dieser behandelt die Bildung krimineller Vereinigungen, von der laut Absatz 2 Punkt 1 speziell politische Parteien ausgenommen sind (dejure.org/gesetze/StGB/129.html).

    > Indem Sie, Herr Selbstdenker, sich über den Markt schwingen, bestätigen Sie nur,
    > was ich seit langem weiß: dass sie keine Ahnung von Liberalismus haben……..

    Die Sätze eines Staubkorns im eigenen intellektuellen Rinnsal tröpfeln einmal mehr inkontent aus, wie die damit versuchten Injurien.

    > Aber was predige ich da überhaupt. In diesem Blog tummelt sich alles, nur keine Liberalen….

    Tropf, tropf, tropf.

  28. Rennziege

    7. Januar 2017 – 15:48 — Fels
    “Was werfen Sie eigentlich, Herr Selbstdenker, einem Karl Marx vor? Dass er einen Industriellen fand, der ihn aus Überzeugung und Freundschaft ein Leben lang durchfütterte?” schreiben Sie — reichlich infantil, wie ich finde.
    Vorzuwerfen ist dem Säulenheiligen des Kommunismus, dass er zeitlebens außerstande war, seine große Familie auch nur annähernd zu ernähren, während er nicht müde wurde, dem Rest der Menschheit das ökonomische und gesellschaftliche Heil aufs Auge zu drücken. Sein duldsamer Nährvater Friedrich Engels bezahlte sogar die Dienstmädchen des roten Propheten, die dieser, ein emsiger Lenden- und Hüftenbeweger, bisweilen schwängerte. Wenn Sie dies als Beweis von Charakter und Verantwortung betrachten, irren Sie gewaltig; Karl Marx forderte diese Eigenschaften nur von anderen — ein Scharlatan der untersten Kajüte.

    Seine akademische Laufbahn ist ähnlich befleckt. Sehen Sie dazu:
    http://www.meinanzeiger.de/jena/politik/karl-marx-doktortitel-kam-aus-jena-er-promovierte-vor-175-jahren-ohne-in-der-stadt-gewesen-zu-sein-d59603.html
    … nur eines von vielen Beweisstücken seiner Schitzohrigkeit zu Zeiten, als man Promotionen noch kaufen und in absentia erwerben konnte.

    Ihre Behauptung “In diesem Blog tummelt sich alles, nur keine Liberalen” ist nicht minder primitiv als die Verehrung eines lebenslang verlogen agierenden Parasiten. Freundschaft, Genosse!

  29. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Aber bitte nicht doch!
    Marx war schon zu seinen Lebzeiten ein wahrer Progressiver, seiner Zeit weit voraus, unter anderem, wenn man bedenkt, daß er wahrscheinlich der Erste war, der ein Fernstudium absolvierte (zumindest im deutschsprachigen Raum)

  30. (((curly)))

    @Wanderer

    “Ich muss jetzt von den richtigen Liberalen (sofern es die gibt) als linksnational und von den Linken als rechtsextrem eingestuft werden.”

    Es gibt die richtigen Liberalen. Diese wiederum bezeichnen sich selbst als “rechtsextrem” in dem Sinne, als daß sie *initiale* Gewalt in jedweder Form ablehnen und somit freiwilliges Handeln als Maxime ihres Denkens und Handelns hochhalten.

    “Diese Begriffs-Diskussion ist für die Katz‘ und langsam ermüdend.”

    Nachvollziehbar. Kausal hierfür wiederum ist die absurde Unwilligkeit tatsächlicher Liberaler, sich als “rechts” bezeichnen zu lassen. Rechte zeihen Linke der Dummheit, der umgekehrte Vorwurf lautet auf Bösartigkeit. Wer sich den Schuh als Liberaler anziehen will, findet sich ohne jede Not in dem propagandistischen Schlammbad, das Volksverblöder mit dem Konzept eines falschen Bewußtseins der Menscheit bereiteten.

    Hat man das einmal erkannt, begegnet man dem absurden Gekreische der Linken ziemlich entspannt.

  31. Thomas Holzer

    Ich erlaube mir, wieder mal Jean Baudrillard zu zitieren, “Transparenz des Bösen”, Die Unversöhnlichkeit S 160; “Das Gute lebt von einer Dialektik von Gut und Böse. Das Böse von der Leugnung dieser Dialektik, von der radikalen Entzweiung in Gut und Böse und folglich von der Autonomie des Prinzips des Bösen. Während das Gute die dialektische Komplizenschaft des Bösen voraussetzt, gründet das Böse in sich selbst, in absoluter Unvereinbarkeit. Es beherrscht also das Spiel, und somit triumphiert das Prinzip des Bösen, das Reich des ewigen Widerstreits.”
    Und jetzt ersetze der geneigte Leser “das Böse” durch “die Linke”, und es wird für jeden unvoreingenommen Denker offensichtlich, warum der “Diskurs” derzeit so abläuft, wie er eben abläuft.

  32. Rennziege

    7. Januar 2017 – 17:06 — Thomas Holzer
    Beim Teutates! Sie haben recht, Herr Holzer. Ich schäm’ mich eh schon so, dem Fels in der blutroten Brandung widersprochen zu haben, einem waschechten Philosophen. Aber noch mehr schäm’ ich mich für das fehlende “l” in Schlitzohrigkeit, das ihn offenbar aus dem Haus getrieben hat — um am Che-Guevara-Denkmal die “Internationale” zu singen, wacker wider die Kälte dieses Blogs anscheppernd.

  33. Fels

    @Selbstdenker: >Dieses von Ihnen betriebene Reframing ist intellektuell unredlich und von jenen, die sich Ihren Kommentar antun, leicht zu durchschauen.> Irrtum, Herr Selbstverdenker, sie verdrehen etwas, nicht ich. Alles, was in Österreich existiert, ist auf der Grundlage liberaler Spielregeln gewaachsen: Privateigentum, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Freiheit zur Bildung von (politischen) Vereinen, usw. Alle Spielregeln sind bis heute intakt. Was Sie, Herr Selbstdenker, nun tun, ist Folgendes: Ihnen passt das Ergebnis nicht, das auf der Grundlage dieser liberalen Spielregeln gewachsen ist und diffamieren es. Das nennen ich Unredlichkleit. Akzeptieren Sie doch endlich: dass die Freiheit aller, von der freien Wahl bis zur persönlichen Präferenz am Markt, zu dem Ergebnis führte, in dem wir heute leben.

    PS: Mir passt das Ergebnis auch nicht. Nur ich behaupte auch nicht, dass ich ein Liberaler sei. Ich halte die Spielregeln für grundfalsch………

  34. Fels

    @Selbstdenker: “Wenn jemand versucht anderen seine Sichtweisen aufzudrängen, sollte er sich zumindest an seinen eigenen Standards messen lassen.” Sie wissen genau aus den unzähligen Gesprächen, die wir führten, dass das nicht der Fall ist. Ich presse Ihnen gar nichts auf, aus welchem Interesse heraus auch? Mir stößt`s nur übel auf, wenn jemand, der sich liberal bezeichnet, über andere Menschen als Parasiten spricht. Offensichtlich merken Sie nicht einmal, dass liberales Denken eine solche Sprache ausschließt…..

  35. Thomas Holzer

    @Fels
    “Alles, was in Österreich existiert, ist auf der Grundlage liberaler Spielregeln gewaachsen:”

    Das sagen Sie bitte einem Linken………dieser Satz ist in deren Augen/Ohren mehr als nur reaktionär; die Habsburger-Monarchie war ja der Völkerkerker schlechthin und absolut! illiberal.

    Fakt ist wohl eher daß (fast) alles, was in Österreich noch! Bestand hat, monarchistisch oktroyiert wurde 😉

  36. Fels

    @Wanderer: Ich schätze den Liberalismus nicht gering, ganz im Gegenteil. Er hat uns allen ein schönes Leben ermöglicht. Dass nun die Öffentlichkeit, also: die (synthetische) Summe aller Meinungen, Begriffe umdeutet, ist nur Ausdruck der Krise, in der wir uns befinden. Umbruchszeiten erfinden immer neue Begriffe oder reaktivieren alte…..

  37. Fels

    Wissen Sie, Herr Curly: Akzpetieren Sie doch einfach, dass wir in einem Land freier Wahlen leben. Oder stellen Sie das in etwa in Frage? Wenn Sie dann noch Beschwerden haben, dann bitte die Beschwerde nicht bei mir abgeben, sondern: beim Wähler. Manche sagen auch: beim lieben Gott…….

  38. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘Sie wissen schon, dass Österreich vor dem Beitritt zur EU Mitglied der EFTA war ?’

    EFTA und die EWR waren lediglich Vereinbarungen für Vertiefung des Handels und wirtschaftliche Zusammenarbeit weniger Länder, ohne Personenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit, freien Kapitalverkehr und vor allem ohne politische Ziele. Kein Vergleich mit dem 28 Länder umfassenden Binnenmarkt der EU, bei dem die Völker Europas ihre Freiheit und Souveränität opferten und seitdem als Protektorat Brüssels dahinvegetieren.

  39. Fels

    ennziege: “Friedrich Engels bezahlte sogar die Dienstmädchen des roten Propheten, die dieser, ein emsiger Lenden- und Hüftenbeweger, bisweilen schwängerte.” Er bezahlte nicht nur das Dienstmädchen, das Marx schwängerte, er war sogar bereit die Vaterschaft des unehelichen Kindes zu übernehmen. Es gibt, Frau Rennziege, kaum einen edleren Charakter als Engels es war: Ein Frauenfreund, ein Militarist mit höchsten moralischen Ansprüchen, jemand, der gesellschaftlidhe Regeln – zum Beispiel mit keiner Arbeiterin liiert zu sein – aus Überzeugung brach. Nur einen Moment lang zögerte er an der Integrität Marxens, als er in einem Brief über seine verstorbene Arbeiterfrau trauerte, und Marx abstossend antwortete. Das hätte fast zum Bruch geführt. Im übrigen können Sie darauf vertrauen, dass sich ein solch`Charakter keinen Unmenschen zum Lebensfreund sucht. Und wenn, geht`s mich auch nichts an……

  40. Selbstdenker

    @Felsberger:
    “Ihnen passt das Ergebnis nicht, das auf der Grundlage dieser liberalen Spielregeln gewachsen ist und diffamieren es.”

    Dem Parasiten geht es darum die von anderen erwirtschafteten Ergebnisse unter Anwendung von Zwang an sich zu reißen. Er verhöhnt dabei liberale Grundsätze wie Sie Logik und intellektuelle Redlichkeit verhöhnen.

    Für ihn heiligt der Zweck alle Mittel und er relativiert den Unterschied zwischen Einvernehmlichkeit und Vergewaltigung.

  41. Fels

    @ Holzer: “Ich erlaube mir, wieder mal Jean Baudrillard zu zitieren”. Schön, dass Sie einen Marxisten zitieren…

    PS. Wenn Sie nun, wie viele andere, behaupten wollen Baudrillard sei “Strukturalist” gewesen, muß ich sie leider enttäuschen. Diese ganze Worterfindung dient nur, um die Wahrheit zu verbergen…..

  42. Thomas Holzer

    @Fels
    Was Sie anscheinend glauben, alles zu wissen?! Man könnte fast zu dem Schluß kommen, daß Sie einer, zumindest “leichten” Megalomanie, nicht abgeneigt zu sein scheinen……..
    Über Baudrillard scheiden sich die Geister, zumindest jene, welche nicht in altbekannten, naiven, vorgedachten Bahnen denken.

  43. Fels

    Herr Selbstdenker: Alle politischen Parteien in Österreich haben sich auf der Grundlage der liberalen Verfassung 1920 gebildet. Was wollen Sie jetzt? Diese politischen Parteien als “Parasiten” diffamieren? Begreifen Sie denn nicht, dass ohne Liberalismus diese politischen Parteien gar nicht existieren würden. Oder wollen Sie in etwa behaupten, dass sich diese österreichische Wirklichkeit nicht auf der Grundlage einer liberalen Verfassung entwickelt hat? Wenn das Ihre Meinung sein sollte, sagen Sie es gerade heraus……

    PS: Es ist immer das Gleiche: Sie unterstellen, dass es neben dem tatsächlichen Liberalismus noch einen zweiten gäbe, der nach Ihrem Wunschbild zu schaffen wäre. Es gibt ihn nicht! Finden Sie sich damit ab! Und wenn die Einzelnen tatsächlich diesen “neuen” Liberalismus schaffen wollten, werden sie ihn schon eines Tages herbeiwählen….

  44. Fels

    >Über Baudrillard scheiden sich die Geister, zumindest jene, welche nicht in altbekannten, naiven, vorgedachten Bahnen denken.> Schön gesagt. Damit kann ich direkt leben…-)

  45. Rennziege

    7. Januar 2017 – 17:53 — Thomas Holzer
    … und deswegen hab’ ich in germanischen Studienzeiten immer zur deutschen Nationalhymne (igitt! so heißt sie immer noch offiziell — wissen die denn nicht, dass “national” heutzutag’ pfui ist?) statt “Einigkeit und Recht und Freiheit” zu der uns entwendeten Haydn-Melodie den Originaltext gesungen, lauthals:

    Gott erhalte Franz den Kaiser,
    unsern guten Kaiser Franz!
    Hoch als Herrscher, hoch als Weiser
    steht er in des Ruhmes Glanz.
    Liebe windet Lorbeerreiser
    ihm zu ewig grünem Kranz.
    Gott erhalte Franz den Kaiser,
    unsern guten Kaiser Franz!

    Über blühende Gefilde
    reicht sein Zepter weit und breit.
    Säulen seines Throns sind Milde,
    Biedersinn und Redlichkeit.
    Und von seinem Wappenschilde
    Strahlet die Gerechtigkeit.
    Gott erhalte Franz den Kaiser,
    unsern guten Kaiser Franz!

    Sich mit Tugenden zu schmücken,
    achtet er der Sorgen wert.
    Nicht, um Völker zu erdrücken,
    flammt in seiner Hand das Schwert;
    sie zu segnen, zu beglücken,
    ist der Preis, den er begehrt.
    Gott erhalte Franz den Kaiser,
    unsern guten Kaiser Franz!

    Er zerbrach der Knechtschaft Bande,
    hob zur Freiheit uns empor.
    Früh erleb’ er deutscher Lande,
    deutscher Völker höchsten Flor
    und vernehme noch am Rande
    später Gruft der Enkel Chor:
    Gott erhalte Franz den Kaiser,
    unsern guten Kaiser Franz!

    Kam immer gut an; dieser Text wurde oft als fescher empfunden denn der (keineswegs üble, aber nur noch in der dritten Strophe zugelassene) von Fallersleben. Viele meinen ja, mit “Franz” sei Franz Joseph gemeint; aber wie zumindest Sie und ich wissen, galt der Text Franz II. (HRR 1804 – 1835), dem letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation. Aber für den Franz Joseph passte er ebenso, und auch für den Franz Klammer. (Ich war noch ziemlich klein, aber an der Hand meines alten Herrn live dabei, als der Kärntner Meisterschlitterer in Kitzbühel mit dieser Originalhymne gefeiert wurde.)

    Klingt a bissl schnulzig, aber die oide Monarchie hatte mehr Charme, Geschick und politische Weisheit, als alle ihre Epigonen jemals aufbringen konnten.

  46. Rennziege

    7. Januar 2017 – 18:14 — Fels
    Sie verwexxxel da was: An Friedrich Engels’ Charakter habe ich mit keinem Wort gesägt; ich hab’ mir auch verkniffen, Ihnen vor Augen zu halten, dass er ein edler Kapitalist war, der Freundschaft über Vernunft stellte. Meine Kritik galt dem Faulpelz Marx, der Engels, ohne den er vollends gescheitert wäre, gnadenlos und unbedankt benutzte.

  47. Fels

    @Rennziege: Ob “edler Kapitalist” oder “edler Arbeiter”, wo liegt da der Unterscheid? Sie verwenden Kategorien, die im Leben überhaupt keinen Sinn haben. Edel bleibt edel, wurscht, welchen Broterwerb man nachgeht…..

  48. Thomas Holzer

    “liberale” Verfassung 1920…………muß man sich auf dem Munde zergehen lassen 😉
    jetzt verstehe ich erst, warum das “Haus der Geschichte” eines Herrn Rathkolb anscheinend erst mit 1918, besser noch, mit der “liberalen” Verfassung von 1920 beginnen soll.
    Davor war ja Österreich/Cisleithanien nur von Amöben besiedelt; “Kultur” zog ja erst mit den demokratischen Parteien in diesem Lande ein, vor allem mit den Sozialisten

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