Angst vor dem Islam – eine Krankheit?

(C.O.) Dass ein hohes Amt, kombiniert mit einem fortgeschrittenen Alter, nicht unbedingt besondere Weisheit generieren muss, demonstrierte uns jüngst der Heilige Vater auf besonders spektakuläre Art und Weise. Indem er die griechischen Flüchtlingslager mit KZ verglich, widerlegte er den alten Volksglauben, Gott gebe mit dem Amt auch den Verstand. Der logisch zwingend zulässige Umkehrschluss aus dem Vergleich, dass es in den KZ so ähnlich zugegangen wäre wie heute in griechischen Flüchtlingslagern, verhöhnt nicht nur die Opfer des Holocaust, er schrammt auch verdammt eng an der hierzulande strafbaren Holocaustleugnung vorbei. Denn in den griechischen Lagern mag alles Mögliche und Unmögliche stattfinden – ein Holocaust aber nun doch eher nicht. Wäre der Papst nicht Alleinherrscher eines Gottesstaates, sondern demokratisch gewählter Politiker, wäre ein Rücktritt angesichts solchen Unfugs wohl unvermeidlich.

Nicht viel erbaulicher freilich ist, was ein anderer älterer Herr mit höchstem Amte, Alexander Van der Bellen, sozusagen der hiesige Kollege des vatikanischen Staatschefs, so von sich gegeben hat. Im ORF-“Report” meinte Österreichs Bundespräsident bei einer Diskussion mit Schülern: “. . . und wenn das so weitergeht, bei dieser tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle, als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Gründen tun.”

Die Vorstellung, vom Bundespräsidenten höchstpersönlich dazu aufgefordert zu werden, ihr Haupthaar nach muslimischer Sitte sittsam zu verhüllen, wird die vielen Frauen, die ihm ihre Stimme gegeben haben, ganz sicher in eine Stimmung freudiger Erwartung versetzen. Solidarität mit den frauenverachtenden Symbolen einer reaktionären Kultur, eine Art Submission, wie der französische Autor Michel Houellebecq das in seinem jüngsten Roman nennt – danach steht den meisten Frauen im Land sicher der Sinn. Dass der Präsident die Erklärung nachreichte, dies sei “Ironie”, überzeugt nicht wirklich.

Genauso unerfreulich ist, dass Van der Bellen sich den vom politischen Islam geprägten Kampfbegriff der “Islamophobie” aneignet und damit alle, die durchaus berechtigte Sorge um bestimmte Aspekte des Islam haben, zu Geisteskranken erklärt. Denn unter einer “Phobie” versteht das Lexikon nun einmal eine “Angststörung”, also eine “psychische Störung, gekennzeichnet durch exzessive, übertriebene Angstreaktionen beim Fehlen einer akuten äußeren Gefahr oder Bedrohung”.

Es ist ein befremdliches Amtsverständnis, das der Bundespräsident da an den Tag legt. In jenem Milieu, aus dem er stammt, würde man es vermutlich mit Recht wenig goutieren, würde die dort oft recht zupackend formulierte Kritik etwa an der Kirche als Ausfluss einer psychiatrischen Erkrankung bezeichnet.

Die (jüdische) kanadische Journalistin Lorrie Goldstein hat unlängst auf ähnlich unpassende Warnungen des kanadischen Premiers Justin Trudeau vor “Islamophobie” die richtigen Worte gefunden: “Bei allem Respekt – es geht Sie gottverdammt nichts an, ob ich mich vor dem Islam fürchte.” Genauso wenig, wie das den österreichischen Bundespräsidenten etwas angeht.  (WZ)

80 comments

  1. Thomas Holzer

    Ist eigentlich die (bewusste) Verkennung, ja Leugnung der Realität auch ein psychische Störung?
    Landläufig könnte man ja auch festhalten, daß -zumindest- der Großteil der gewählten Politikerdarsteller an dem “Pippi Langstrumpf Syndrom” leidet.

  2. Der Bockerer

    Sehr erfreunlich, dass der Präsident uns daran teilhaben lässt, wie “es” in ihm denkt. Eigentlich müsste seine Frau von jetzt an immer mit Kopftuch herumlaufen – aus Solidarität, versteht sich.

    Apropos Solidarität: wie bringt man diese zum Ausdruck gegenüber Bahnbediensteten, Busfahrern etc., die in letzter Zeit immer häufiger Ziel der neuzugewanderten “Fachkräfte” werden? Dazu hätte ich gerne eine Auskunft vom Präsidenten.

  3. Thomas Holzer

    @Der Bockerer
    “wie bringt man diese zum Ausdruck gegenüber Bahnbediensteten, Busfahrern…..”

    Ganz einfach: Kapperl aufsetzen und/oder Uniform anziehen 😉

  4. Hausfrau

    Beide, Franzikkus und Van der Bellen haben schlechte Berater, denn diese müssten ihr “Chefs” vor deren Wortspenden “briefen”, ob die geplanten Ausführungen auch richtig sind.

  5. Thomas Holzer

    Die ersten Solidaritätsbekundungen für VdB und Kopftuchträgerinnen trudeln schon ein 😉

  6. stiller Mitleser

    Es war ja immer klar, daß hinter all der sonoren Bonhomie auch ein Zyniker steckt.

    Die Pathologisierung ideologischer Gegner ist halt eine wirksame Methode zur deren Marginalisierung und zur Entkräftung ihrer Argumente. Vor der Islamophobie kam übrigens schon die Xenophobie.

    (Eine echte Phobie generalisiert unangemessen, man hat also z.B. von giftigen Spinnen gehört und überträgt diese berechtigte Angst vor dicken, pelzigen Riesenspinnen auf alle harmlosen Spinnlein. Dabei findet aber nur eine tiefer sitzende, eigentlich ganz normale und zur Kindheit gehörende, Angst einen realen Anker.)

  7. Rado

    Es hat ja nicht lange gedauert, bis Van der Bellen seine bürgerlichen bis auf die Knochen Unterstützer blamiert hat. Fortsetzung folgt.

  8. stiller Mitleser

    aber das Wichtigste: schöner, sorgfältig argumentierender, Kommentar. Danke!

  9. raindancer

    @Thomas Holzer 29. APRIL 2017 – 09:20

    verdammt – ich sollte doch das Rauchen aufgeben 🙂

  10. raindancer

    über Van der Bellen muss man nichts sagen ..schade nur, dass ihn so viele gewählt haben

    über die Religionen ……schade nur, dass noch immer so viele für diese Sekten zahlen….

  11. Dr.Gerd Eichberger

    An Hrn.Holzer: Die “(bewusste) Verkennung, ja Leugnung der Realität” weist eher auf eine Persönlichkeitsstörung hin – Paradebeispiel wäre die Ansicht des amerikan.Präsidenten bei seiner Angelobigung über die Zahl der Teilnehmer – im Vergleich zur Obama-Angelobigung. Allerdings finden sich PHänomene einer Realitätsverleugnung auch bei beginnenden psychotischen Entwicklungen. Die kann man wohl weder beim Papst als auch bei VDB annehmen. Aber ein antisoziales Verhalten im Sinne eines bewussten Nicht-zur Kenntnis nehmen der sozialen Welt zeichnet sicher viele Führungspersonen in Religion und Politik aus.Dazu ein herrliches Zitat eines alten deutschen Psychiaters über solche Menschen: “In guten Zeiten behandeln wir sie – in schlechten regieren sie uns….” (mein Beruf ist Psychiater, Psychotherapeut, Supervisor, Coach)

  12. waldsee

    so schnell wird man wegen Islamophobie und anderen -ismus wohl nicht eingesperrt werden,da ohnehin die staatlichen Einrichtungen mit Schutzsuchenden aus Islam.Ländern voll sind.Das Geld geht aus und Steuern werden diese Zuwanderer wohl so schnell nicht bezahlen .

  13. Falke

    @stiller Mitleser
    Wie Sie richtig sagen, ist die Pathologisierung politischer Gegner ein beliebtes und bewährtes Mittel zu ihrer Bekämpfung. Hinzuzufügen wäre noch, dass diese Methode vor allem in den ehemaligen kommunisischen Staaten angewandt wurde, von Stalin bis Ceausescu, sozusagen als “humaneres” Mittel nach den Hinrichtungen in der Sowjetunion der 30er und 40er Jahre bzw. in den andern kommunistischen Staaten in den frühen 50er Jahren.

  14. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    zum Video: gestern sah ich eine Version des Videos, auf der man zu Beginn den Hund mit Kopftuch besser und länger sieht. Hunde werden ja auch zurückgedrängt, gelten – außer Ägyptern und mit Salukis Gazellen jagenden Saudis, die keine Angst vor Hunden haben – als unrein, dürfen höchstens im Garten gehalten werden, falls man am Freitag zufällig an einen Hund anstreift müssen die rituellen Waschungen wiederholt werden um “rein” am Freitagsgebet teilnehmen zu dürfen… etc….

  15. raindancer

    stiller Mitleser 29. APRIL 2017 – 10:06

    was wollen sie mir mit der Geschichte des jüdischen Arztes sagen?

  16. stiller Mitleser

    @ Falke
    ja, Pathologisierung von Gegnern, eine moderne Methode, die ohne Einsperren&räumliche Isolierung auskommt, ist nicht nur vorgeblich humaner, sondern auch billiger: dem Gegner wird Rationalität abgesprochen, somit die Teilhabe an moderner Aufgeklärtheit und Rationalität, in Konsequenz bedeutet das in einer säkularen Gesellschaft den sozialen Tod. Und Mehrheiten machen dabei gern mit, denn Projektion von Angst erhöht das eigene Selbstgefühl, die eigene Illusion von Stärke, so wie in vormodernen Massenhysterien (z.B.:Hexenverfolgung) sündiges Begehren und Schuld projiziert werden konnten.

  17. stiller Mitleser

    @ raindancer
    danke fürs Lesen! Kannten Sie Pater Sporschill SJ und seine Aktivitäten?

  18. raindancer

    @stiller Mitleser
    der Vergleich kommt mir so vor wie die Aussage in den states: the american dream – jeder kann Millionär werden.
    Genauso seh ich den Vergleich:einen Menschen der sich für Menschen einsetzt neben rotgewandigen Zipfelmützen Männern hinzustellen und zu sagen: das ist die Kirche

  19. stiller Mitleser

    @ raindancer
    Fürsorge, Krankenpflege, Hospizwesen – all das hat christlich-religiöse Wurzeln. Selbstreflexion und moralische Selbsterforschung, Vorbedingungen moderner Rationaliät und der Fahigkeit zur Selbstkritik
    sind ebenfalls mit dem Christentum verbunden. Natürlich gibt es auch ein dunkles Erbe an Heuchelei,
    Angstmacherei und Machtgier.

  20. raindancer

    @stiller Mitleser
    ich denke da anders, ich denke eine erlernte Empathie ist die Wurzel jedes sozialen Handelns.
    Die Religionen sind eher der Versuch die Zukunft und die Sterblichkeit, die Welt an sich zu erklären mit einem höheren Wesen. Damit hab ich kein Problem, aber das lässt sich mit Philosophie besser bewerkstelligen:)

  21. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser 10:15h
    Jetzt wollen’s aber nicht behaupten, daß diese Typen aus dem Video Angst haben und daher den Hund nicht “prominent platzierten”?! 😉

  22. Selbstdenker

    @Christian Ortner:
    Ausgezeichneter Artikel. Vielen Dank!

    “Genauso unerfreulich ist, dass Van der Bellen sich den vom politischen Islam geprägten Kampfbegriff der ‘Islamophobie’ aneignet […]”

    Die Betrachtung der Entstehung und Verbreitung des Kampfbegriffes “Islamophobie” bietet tiefe Einblicke, welche Länder bzw. Organisationen die Fäden ziehen, welche westlichen Politiker*Innen mitspielen und wie die Methoden aussehen.

    Nach anderen westlichen Ländern hat man sich nun z.B. auch in Kanada dran gemacht ein “Anti-Islamophobie” Gesetz zu implementieren:

    https://www.youtube.com/watch?v=W630OQCKCYU

    VdB ist durchwegs intelligent und er drückt sich im Regelfall sehr gewählt aus. Das heisst aber nicht, dass er gute Absichten hat. Nach einer langen und untergriffigen Wahlkampfauseinandersetzung mit der FPÖ dürfte der Kaunertaler noch einige offene Rechnungen mit der “dunklen” Hälfte Österreichs haben.

    Selbstverständlich dürfte gerade dem “Professor” die Herkunft, die Entstehung und die Wirkung des Kampfbegriffes der “Islamophobie” nicht entgangen sein. Es werden damit medial, kulturell und ultimativ rechtlich Rahmenbedingungen geschaffen, die es erlauben einen identifizierten Gegner beliebig anzugreifen, wobei man selbst immunisiert bzw. die Verteidigung des Gegners gelähmt wird.

    Erwähnenswert ist, dass derartige Vorhaben häufig als “Grundrechte” bzw. “Human Rights” verpackt in die Legislative eingespeist werden, wo sie zunächst ein, zwei Jahre schlummern, bis das passende Ereignis kommt um sie ohne weitere öffentliche Diskussion überfallsartig zu implementieren.

    Ich gehe davon aus, dass in den nächsten ein bis zwei Jahren auch in österreich ein “Anti-Islamophobie” Gesetz eingebracht wird. Die moralische Schirmherrschaft könnte VdB übernehmen und der einschlägige Entwurf wird entweder von den Roten oder den Grünen eingebracht werden (sofern er nicht bereich kursiert).

    Saudi Arabien besetzt gerade Schlüsselpositionen in der UN. Und so wie es aussieht, wird über diesen Weg weltweit eine Art Einführungsverordnung zur Sharia in die nationalen Rechtssysteme eingeschleust.

  23. raindancer

    vielleicht habens den Hund rausgenommen nach der Devise: was kann das arme Hunderl dafür, dass der Bellen so depperte Sprüche ablässt.

  24. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Haben wir (fast) alles der damaligen französischen Regierung und dem von dieser Regierung hofierten Ayatollah Khomeini zu verdanken, war er doch einer der ersten, welcher das Potenzial dieses Kampfbegriffes erkannte, diesen entsprechend verwendete und zigtausendfach via läppischer Audiokassetten verbreitete. Nahezu genial 😉

  25. Thomas Holzer

    @raindancer 11:27h
    da könnten Sie recht haben, der arme Köter, wurde ihm doch glatt auch ein Kopftücherl angezogen……wenigstens haben sie ihm keine Zigarette ins Maul gesteckt 🙂

  26. Selbstdenker

    Das Spiel ist fast immer das Gleiche; Prof. Jordan Peterson fasst Es wie folgt zusammen:

    “Things get to terrible places, one tiny step at a time. If I encroach on you, and I’m sophisticated about it, I’m going to encroach 2 millimeters. I’m going to encroach right to the point where you start to protest, then I’m going to stop. Then I’m going to wait. Then you’re going to calm down. Then I’m going to encroach again, right to the point where you protest, then I’m going to stop. Then I’m going to wait..and I’m just going to keep doing this, and before you know it, you’re going to be back 3 miles from where you started.”

  27. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser 11:39h
    Dieser Mann geht mir ziemlich auf die Nerven 😉
    Die “Aufklärungsinflation” nimmt schon bedenkliche Ausmaße an 😀
    Daß sich autochthone Hundebesitzer darüber alterieren, daß anscheinend viele “unserer” Neubürger wegen eines Hundes die Straßenseite wechseln, erachte ich aber auch als mehr als nur lächerlich.

  28. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “Haben wir (fast) alles der damaligen französischen Regierung und dem von dieser Regierung hofierten Ayatollah Khomeini zu verdanken, war er doch einer der ersten, welcher das Potenzial dieses Kampfbegriffes erkannte, diesen entsprechend verwendete und zigtausendfach via läppischer Audiokassetten verbreitete. Nahezu genial 😉”

    Den Franzosen war es damals wichtiger den Einfluss der USA zu bekämpfen. Nun breitet sich jene Ideologie, der sie selbst politisch in den Sattel geholfen haben, in den Vororten franzöischer Städte aus.

    Und die sogenannten “Mudschaheddin”, die von den USA im Afghanistan-Krieg gegen die Sowjets unterstützt wurden, haben nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ihre einstigen Financiers und Kriegsgerätlieferanten als neues Angriffsziel ausgemacht.

    Die “Rechnung” Minus und Minus ergibt Plus, hat politisch selten Gutes hervorgebracht.

    Betreffend Ayatollah Khomeini: dieser galt lange Zeit als Held radikal-linker Utopisten aus dem (häufig: französischem) akademischen Milieu. Die durchwegs anerkennende Würdigung des IS als radikal-utopisches Projekt war vor wenigen Jahren auch von europischen Intellektuellen zu hören.

    Linke und Islamisten als strange bedfellows sind keine neuartigen Erscheinungen. Der verstorbene postrukturalistische französische Philosoph Michel Foucault war ein glühender Fan der iranischen Revolution. Und auch die Islamisten haben sich bestimmte Konzepte von den Postmodernisten abgeschaut.

  29. Thomas Holzer

    @Der Bockerer
    ein 12 Jähriger, um 23h unterwegs; wenn es sich um einen “UMF” handeln sollte, müsste eigentlich die zuständige Organisation wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht angezeigt werden; bei einer autochthonen Familie wäre das sicherlich sofort geschehen.

    Zu den anderen, von Ihnen intendierten?! Einzelfällen; da hat ja eine deutsche Schreiberin einen recht kuriosen Vorschlag unterbreitet 🙁

  30. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Sie schreiben es; wenn man sich mit dem “Feind meines Feindes” ins gleiche Bett legt, kommt selten was “gscheites raus” 😉

  31. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    welchen Mann meinen Sie?
    Und: wenn Sie – wie bereits viele Hundebesitzer – hätten erleben müssen, daß man Ihnen und Ihrem Hund nicht ausweicht (eine löblich defensive Verhaltensweise, aber leider eher selten) sondern Sie mit Ihrem Hund zu attackieren sucht, würden Sie anders denken. Es hängt von der Mehrheitsbevölkerung einer Wohngegend ab, welche Alltagsregeln herrschen. In den Villengegenden ist die Welt noch in Ordnung, in der U-Bahn nicht mehr. Allerdings halten viele junge Migranten selbst Hunde, stets schwierig zu haltende Rassen wie Dogo Argentino, Rottweiler und – vor allem – Pitbulls. Bei Problemen (Anzeige, Tierarztkosten) landen die armen Tiere dann in den Tierheimen. Nicht ohne Grund wird das Wiener Tierschutzgesetzt wieder nachadjustiert.

  32. stiller Mitleser

    @ raindancer
    – zur rkK: man muß ihre kulturhistorische Rolle anerkennen, auch wenn manche Liberale dann schnell mit dem Vorwurf der “Bigotterie” zu Hand sind

    – zu den schrecklichen Entmündigungsfällen, die Sie gepostet haben:
    mit rückwirkenden Entmündigungen Verstorbener können Testamente angezweifelt und Erbmassen neu verteilt werden, aber nicht nur das: auch Mietverträge können rückwirkend für ungültig erklärt und Altmietern (Inhaber günstiger alter und unbefristeter Verträge) dann Räumungsklagen angehängt werden. Der Gutachter hat in der ZPO eine sehr machtvolle Position.

  33. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Den Herrn Bagajati, oder wie er heißt 😉
    “Allerdings halten viele junge Migranten selbst Hunde, stets schwierig zu haltende Rassen wie Dogo Argentino, Rottweiler und – vor allem – Pitbulls”
    Diese Viecherln sind aber auch bei einem gewissen Kreis Autochthoner sehr beliebt 😉
    Mein Köter war “wohlerzogen”, der hat ab und zu -aber nicht alle!, ergo sehr selektive Wahrnehmung- schon gewisse Neubürger “verjagt”. Ich sah natürlich keine Veranlassung einzuschreiten 😉

  34. Mona Rieboldt

    Islamophobie
    Wie schrieb eine Frau, Kopftuch für Frauen wegen Islamophobie und die Männer können dann weiter sozusagen herum nörgeln am Islam? Dann auch für jeden Mann zwei Frauen. Kann aber sein, dass die Erstfrau die zweite vor die Tür setzt, was dann? 😉

  35. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    “Kann aber sein, dass die Erstfrau die zweite vor die Tür setzt, was dann?”

    Da müssen Sie dann den Imam und den Koran befragen, die haben ja für und auf alles eine Antwort 😉

  36. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    Während die deutschsprachigen Länder sich kulturell und politisch “ergaben” war Frankreich immer äußerst defensiv, nahm bereits viele vietnamesische Flüchtlinge auf, bestand erfolgreich auf seinen Traditionen (von der Küche bis zur Kindererziehung) und optierte politisch einheitlich gegen den US-unterstützten Shah. Die europ. Linke war gegen Khomeini, bis auf kleine Gruppen, die sich einen Zusammenschluß Khomeinis mit einer iranischen Rest-KP erhofften.
    Der Homosexuelle Foucault war an all dem eher unschuldig; Khomeinei, den man samt eindrucksvoller Entourage (ernst, asketisch, düster, im Zelt) bei Versailles erleben und hören konnte, war ein aufregender kultureller Stilbruch. Von der fast unmittelbar nach seiner Rückkehr in den Iran einsetzenden Flucht seiner politischen Gegner waren viele überrascht, man hatte ja nur die Intellektuellen der Anti-Shah Opposition (an allen besseren europ. Universitäten) gekannt und keine Ahnung über die Mobilisierbarkeit der armen, ländlichen Massen.

  37. Christian Peter

    Es wird höchste Zeit, die Privilegien der katholischen Kirche auf den Prüfstand zu stellen. Staatskirchenverträge wie das Konkordat sind in modernen Rechtsstaaten mit strikter Trennung von Staat und Kirche ohnehin längst obsolet.

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