Ansichten eines Generals

(von ANDREAS TÖGEL)  Das Datum der Volksbefragung zur Frage „Beibehaltung der Wehrpflicht oder Umstieg auf ein Berufsheer?“ rückt näher. Die Sozialisten haben es geschafft, eine beispiellose Medienkampagne pro Berufsheer zu initiieren. Im staatlichen Rotfunk und auf dem Boulevard ist es so gut wie unmöglich, einen objektiven Beitrag zum Thema zu finden, der beide Positionen würdigt.

Befürworter der (bis vor ganz kurzer Zeit auch von den Genossen noch als „in Stein gemeißelt“ bezeichneten) Wehrpflicht, werden entweder dämonisiert, niedergemacht oder, wie man es im Land der Hämmer auszudrücken pflegt, „nicht einmal ignoriert“. Umso erfreulicher, dass sich der höchstrangige Offizier des Bundesheeres, General Edmund Entacher, ein erklärter Befürworter der Beibehaltung der Wehrpflicht (der deshalb vom Verteidigungsminister, einem mit seiner Aufgabe sichtlich überforderten Wehrdienstverweigerer, zeitweise seines Amtes enthoben wurde), sich kurz vor der Abstimmung zu dieser Frage zum Vortrag im “Club unabhängiger Liberaler”  bereit fand und sich einer Diskussion stellte.

Eingangs verlieh Entacher seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß in der aktuellen Debatte kaum mit sachlichen Argumenten, sondern vielmehr mit oft aus völlig der Luft gegriffenen Behauptungen und Mutmaßungen operiert würde. So wies er u. a. darauf hin, daß vom ORF soeben ein „verpflichtender Wehrdienst für Frauen“ ins Spiel gebracht wurde – eine Idee, die zu keinem Zeitpunkt je zur Debatte stand – wohl um auch die Frauen möglichst vollzählig gegen die Wehrpflicht zu mobilisieren.

Nachdem der General die dem Bundesheer gestellten Hauptaufgaben erläutert hatte, kam er auf die Mannschaftsstärken zu sprechen. Derzeit seien rund 1.400 Mann zur Friedenssicherung im Auslandseinsatz. Dazu meinte er, dass das zwar „am Stammtisch vielfach nicht goutiert werde, Österreich international aber viel Reputation bringe“. 57% der dafür abgestellten Soldaten stammten aus den Reihen von Reserve und Miliz. Zur „Sicherung der kritischen Infrastruktur“ (Kraftwerke, Wasserversorgungseinrichtungen, etc.) bedürfe es 12.500 Mann, ebenso für Assistenzeinsätze im Katastrophenfall.

All diese Aufgaben wären unter den Bedingungen einer Wehrpflichtigenarmee seit vielen Jahrzehnten problemlos erfüllt worden. Im Auslandseinsatz befindliche Soldaten des Bundesheeres erfreuten sich höchster internationaler Anerkennung. An der vom Minister im Zusammenhang mit der Umstellung auf ein Berufsheer immer wieder beschworenen „Professionalität“ herrsche also bereits derzeit kein Mangel. Europaweit würden derzeit die Wehrkapazitäten massiv abgebaut, während überall sonst auf der Welt eine Aufrüstungswelle zu beobachten sei: In den USA, Brasilien, China, Indien, Pakistan und im Nahen Osten. Daraus würden langfristig Gefahren erwachsen, weil militärische Schwäche stets zunehmende Bedrohungen mit sich brächte – im Falle Europas aus dem Osten und dem Süden. Eine Beibehaltung der Wehrpflicht bedeute für Österreich daher die Erhaltung seiner Verteidigungskapazität.

Die „beachtliche Medienkampagne zugunsten des Berufsheeres“ würde letztlich im Dienst einer Leistungsverschlechterung stehen. Es sei schlicht unglaubwürdig zu behaupten, die dem Heer gestellten Aufgaben – bei gleichen Kosten und mit weniger Personal – lösen zu können. Der derzeitige Mannschaftsstand belaufe sich auf 14.000 Berufssoldaten und 11.000 Wehrpflichtige. Geplant seien (nach dem von den Sozialisten beworbenem Modell) 8.000 Berufssoldaten, 7.300 Zeitsoldaten sowie eine Reduktion der Zivilbediensteten um 3.000. Damit wären gleich mehrere Probleme verbunden: der Abbau des damit entstehenden „Überstandes“ (es handelt sich schließlich um unkündbare Beamte) würde einen Zeitraum von 25 Jahren in Anspruch nehmen. Zeitgleich käme es zu einem Fehlbestand (an Zeitsoldaten), den aufzufüllen 10 bis 15 Jahre in Anspruch nehmen würde. Die Pionier- und die ABC-Abwehrkapazität werde im Augenblick der Umstellung auf ein Berufsheer um 2/3 abnehmen. Mit dem bisher möglichen Umfang von Assistenzeinsätzen im Katastrophenfall wäre es damit auf Jahre hinaus also vorbei.

Das Beispiel Schwedens, wo man sich vor einiger Zeit ebenfalls für ein Berufsheer entschieden hat, sei niederschmetternd. Dort kämpfe man gegen einen Fehlbestand von 37% der geplanten Mannschaftsstärke. Man dürfe nicht in den Fehler verfallen, bei Umfragen ermittelte Zahlen möglicher Interessenten mit tatsächlich rekrutierbarem Personal zu verwechseln. So wurden etwa mit einer großem, österreichweiten Werbekampagne 2.000 „Interessenten“ für die Tätigkeit in Pioniereinheiten gefundenen. Von diesen blieben am Ende noch 180 übrig, die dem Anforderungsprofil entsprachen.

Die Nonchalance, mit der die Apologeten eines Berufsheeres davon ausgehen, dass die Rekrutierung von Zeitsoldaten keinerlei Problem darstellen werde, sei durch die im In- und Ausland gemachten Erfahrungen jedenfalls nicht gerechtfertigt. Am Ende seines Vortrags meinte Entacher zusammenfassend, dass sich das bestehende System, bei allem Verbesserungsbedarf, über Jahrzehnte bewährt habe. Mit dem geplanten Berufsheer dagegen betrete man nicht nur unsicheres Terrain, sondern könne sogar mit Sicherheit davon ausgehen, dass es der gestellten Aufgabe schlechter und nur zu letztlich höheren Kosten gerecht werden würde.

In der anschließenden Diskussion hatte Entacher Gelegenheit, einige seiner Im Vortag bereits gebrachten Argumente zu vertiefen, räumte allerdings verschiedene Verbesserungsmöglichkeiten (Vermeidung von Stehzeiten, attraktivere Ausbildung, und allgemeine Effizienzsteigerung in den Abläufen) beim bestehenden Modell ein. Zugleich beklagte er die mit der Einführung einer Berufarmee einhergehende „Entsolidarisierung“ der Gesellschaft, was auch von einigen der Anwesenden bekräftigt wurde. Man solle das bewährte System nicht leichtfertig über Bord werfen, zumal es „realpolitisch keinen Weg zurück“ (zur Wehrpflicht) gäbe. Sollte sich die Entscheidung zur Umstellung als falsch erweisen, könne man diese kaum mehr rückgängig machen.

Einer der Debattenredner betonte, dass der Wehrpflicht ein „Wehrrecht“ gegenüberstehe. Ein anderer wunderte sich über den im Saale herrschende „Pro-Wehrpflicht-Stimmung“, die mit einem liberalen Weltbild schwer vereinbar sei. Der Staat habe nämlich nicht das Recht, mündige Staatsbürger – gegen deren Willen – in Uniformen zu stecken. Darauf erwiderte der General, dass er sich nicht nur zur Wehrpflicht, sondern auch zur Schulpflicht und zur Steuerpflicht bekenne. Er betrachte es als angemessen, wenn Menschen, die viel vom Staat bekommen, diesem auch etwas geben… Fazit: Sollte die im Club Unabhängiger Liberaler eindeutig für eine Beibehaltung der Wehrpflicht vorherrschende Stimmung repräsentativ für die am kommenden Sonntag zur Abstimmung schreitenden Bürger sein, dann kann sich der rote Minister samt seiner Partei, dem ORF und der Kronenzeitung auf eine herbe Enttäuschung einstellen…

52 comments

  1. Karl Markt

    “die im Club Unabhängiger Liberaler eindeutig für eine Beibehaltung der Wehrpflicht vorherrschende Stimmung”

    Liberale sind einfach eine einzige Enttäuschung. Keine Ahnung von Wirtschaft, und pro staatlichem Zwang.

  2. Karl Markt

    Jetzt werdem sie endlich mal gefragt und was machen sie? Votieren für ihre eigene Entmündigung.

  3. DailyMirror

    Nur mal als Denkanstoß:

    Beispiele für Staaten mit Wehrpflicht: Weißrussland, Russland, Turkmenistan, Iran, Somalia, Kuba, Nordkorea.

    Deren Beispiel sollen wir also – nach Ansicht Entachers und offensichtlich auch Tögels – folgen…

  4. joksch

    @DailyMirror auch nur ein Denkanstoß: mit der Steuerpflicht oder der Schulpflicht haben Sie auch ein Problem, weil die gibt es ja auch in Kuba, Iran, Rußland, Nordkorea et al. Naja, typisch linke Dialektik halt.

  5. Andreas Tögel

    Sie irren, verehrter Tagesspiegel! Ich habe einen Bericht abgeliefert, der von meiner eigenen Meinung nach bestem Wissen und Gewissen unbeeinflusst ist. Ich bin – aus ganz grundsätzlichen, nicht aus pragmatischen Überlegungen – ein Gegner des verpflichtenden Wehrdienstes (was nicht heißt, daß mich die Pläne der Genossen überzeuen). Es hat mich sehr überrascht, unter (nach ihrem eigenem Verständnis) Liberalen eine derart hohe Zustimmung zur Wehrpflicht zu erleben.
    Mit freundlichem Gruß,
    A. Tögel

  6. Zaungast

    Na, wenn die “Liberalen” für die Beibehaltung der Wehrpflicht sind, dann ist ja noch Hoffnung, daß die Befragung anders ausgeht.

    Einen General zur Wehrpflicht zu befragen hat ungefähr die gleiche Qualität, wie wenn ich meinen Friseur frage, ob ich einen Haarschnitt brauche.

    Ich bin selbstverständlich GEGEN die Wehrpflicht bzw. den Reichsarbeitsdienst.

  7. Markus Fichtinger

    Liberale, die das Existenzrecht eines Staats grundsätzlich bejahen, können somit auch die Wehrpflicht als Mittel zur Erreichung der äußeren Sicherheit als zentrale Staatsaufgabe bejahen. Das ist daher absolut kein Widerspruch. Die konkrete Ausgestaltung der österreichischen Wehrpflicht kann allerdings nicht gerechtfertigt werden (unabhängig von der politischen Einordnung): Wehrpflicht ist nur gerechtfertigt, wenn die Ausbildung und Ausrüstung der Einrückenden diesen zumindest eine Chance des Überlebens im Ernstfall gewährleistet. Davon war und ist das österreichische Bundesheer meilenweit entfernt (Ausnahme bilden hier die speziell vorbereiteten und ausgerüsteten Soldaten im Auslandseinsatz). Die Beibehaltung der Wehrpflicht müsste daher mit einem umfassenden Qualitätssprung der Ausbildung und Ausrüstung einhergehen, zu dem weder die politische Bereitschaft noch die finanziellen Möglichkeiten gegeben sind. Aus diesem Grund ist für mich die Beibehaltung der Wehrpflicht abzulehnen, weil sie unter den gegebenen Umständen einfach unverantwortlich, ja sogar unmoralisch ist. Dem realitsfremden SPÖ-Modell kann ich allerdings auch nicht zustimmen, weshalb ich bei der Volksbefragung ungültig stimmen werde. Ein Stimmverhalten, das alle, die Landesverteidigung ernst nehmen, ebenfalls zu empfehlen wäre (also einer ebenso kleinen Minderheit im Lande, wie es die Liberalen sind, oder sogar noch kleiner ;-)).

  8. Zaungast

    Was mich ein bisserl traurig stimmt: Ich habe mit einigen Bekannten gesprochen, die seinerzeit beim Bundesheer waren. Damals dachten alle: Wenn ich jemals die Gelegenheit bekomme, stimme ich gegen die Wehrpflicht. Heute hingegen sagen sie: Ich stimme nicht dagegen, weil ich dem Darabos keinen Erfolg vergönne.

    Tja, das ist Österreich.

  9. Zaungast

    Nebenbei, daß die Frauen für die Wehrpflicht der Männer sind, ist logisch. Sie denken sich: Gehorcht er dort, gehorcht er auch bei mir.

  10. Zaungast

    … God damn it Gump! Your a God damn genius! … Private Gump! YOU are gonna be a general someday Gump! ….

  11. Samtpfote

    Ich hatte das Vergnügen(?), die Fernsehdiskussion vor Ort im VIP-Bereich unter Anwesenheit des ORF-Generals(!) mitverfolgen zu dürfen. Bevor hier jemand Falsches denkt. Ich kam dazu wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Nachwuchs. Dies führte jedoch dazu, dass ich mehr oder weniger gezwungen war, mir die Diskussion anzuhören. Ergebnis:
    Resetarits leitete die Veranstaltung perfekt und konnte das Ergebnis herbeiführen, dass (von ihm?) erwartet wurde. Den SPÖ-Wahlauftakt für 2013

    Ich hoffe nur, die Befragung ergibt zwei Schüsse – je einen in ein Knie…

  12. pepito

    Jetzt will man vorerst ein Berufsheer, dann stellt man fest, daß dies nicht funktioniert und noch dazu teurer ist, dann wird man sagen, es wäre besser man schafft das Bundesheer ab . . . . der Wunsch der Linken schon seit Jahrzehnten !

  13. Dieter Zakel

    Ich werde als Anhänger des Berufsheeres für die Wehrpflicht stimmen.
    Klingt unlogisch ist es aber nicht.
    Da wir in Österreich sind, wird ein Berufsheer sicher nicht so umgesetzt werden wie es notwendig ist. Nämlich gut ausgestattet, personell aufgefüllt und als Teil der NATO.
    Diese Wehrpflicht garantiert zwar auch, dass der Zweck der Landesverteidigung nicht optimal erfüllt wird aber das Hauptargument dafür ist, dass es keinen Weg zurück gibt.
    Die Erfahrungen der anderen Armeen mit dem Berufsheer beweisen, dass es zu vielen unvorhersehbaren und auch unlösbaren Problemen kommt noch dazu wenn die handelnden Politiker nichts mit dem Werkzeug Militär anfangen können und wollen wie in Österreich.
    Unsere Politiker sind in diesem Fall ganz besondere sicherheitspolitische Analphabeten.
    Deswegen ist es nur allzu sinnvoll die Landesverteidigung als Eckpunkt nationaler Sicherheit in Volkes Hand zu belassen.
    Auch um nicht ganz der unfähigen Politikerkaste bei existenziellen Fragen ausgeliefert zu sein.

  14. Nattl

    @Karl Markt
    Zugegebenermaßen bin ich von dieser Ansicht mancher Liberaler auch enttäuscht. Aber in Österreich wird oft liberal gesagt und konservativ gemeint. Schade.

  15. Thomas Führinger

    Edmund Entacher ist eines der besten Argumente, diesen Irrsinn endlich abzustellen, eine Generation nach der anderen zwangsweise diesen Leuten zur “Ausbildung” auszuliefern.

  16. Rennziege

    @Dieter Zakel

    Mein Mann und ich werden abstimmen wie Sie. Zwar nicht als Anhänger eines Berufsheeres oder eines NATO-Beitritt, sondern als Fans der Neutralität Österreichs. Alle Ihre weiteren Gründe stimmen mit unseren überein.

  17. Samtpfote

    Ich will nicht, dass man einer Möglichkeit Tür und Tor öffnet, dass in 10 Jahren Österreichs Waffen unter islamischer Kontrolle sind.
    Das Berufsheer wird zwangsläufig zu einem Pool von Schul/Arbeitsversagern (mit Migrationshintergrund).
    Das Argument, es gäbe in Europa fast nur mehr Berufsheere ist schlichtweg ein Versuch eines linken Brainwashings.
    Bis auf Irland sind alle Länder mit Berufsheer unter der NATO und damit unter einer übergreifenden Kontrolle. Österreich wäre neben Irland das einzige Land mit einem Berufsheer ohne NATO-Kontrolle. Gefahr: siehe oben.

  18. gms

    Markus Fichtinger :
    Wehrpflicht ist nur gerechtfertigt, wenn die Ausbildung und Ausrüstung der Einrückenden diesen zumindest eine Chance des Überlebens im Ernstfall gewährleistet.

    Wollte man als Liberaler pro Wehrpflicht argumentieren, so dürfte dies einzig für jene Ausgestaltung sein, die ausnahmslos alle Bürger, d.h. Männer wie Frauen, in die Pflicht nimmt. Das bedingte für jene, die keinen körperlichen Dienst leisten können oder wollen, eine monetäre Ausgleichszahlung.

    Ohne einen adäquaten Ersatz bliebe es bei Partikarinteressen, wonach eine Gruppe der Gesesellschaft sich auf Kosten einer anderen schadlos halten kann. Was man als Liberaler diesbezüglich “zur Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes” in manchen Belangen des Staatswesens zähneknirschend im tatsächlichen Wortsinn tolerieren muß, erfährt in Fragen eines mehrmonatigen Zwangsdienstes seine ultimative Zuspitzung.

  19. Rennziege

    @Samtpfote

    Liebe(r) Samtpfote, is des faad mit Eahna! Ich warte vergebens auf den Tag, an dem ich Ihre Ansicht einmal nicht teile. Aber so … 🙂

  20. menschmaschine

    ich bin gegen die wehrpflicht.
    die von einigen postern vorgebrachten pro-punkte sind zwar ganz gut und stichhaltig, aber mir ist der grundsatz wichtiger: kein staatlicher zwang wenn irgend möglich.
    zu poster zakels argument, unsere politiker seien sicherheitspolitisch ahnunglos: vermutlich stimmt das, aber das war ja in der vergangenheit nicht anders. das heer wird seit jahrzehnten absichtlich ausgehungert. da war nie etwas großartig “in volkes hand”. junge männer wurden und werden gezwungen, mit altem graffel ihre wertvolle zeit zu verplempern, oftmals drangsaliert von alkoholikern als vorgesetzten.
    meine hoffnung mag naiv sein, aber mit einem berufsheer ändert sich das vielleicht.
    sollte die befragung pro wehrpflicht ausgehen, dann wenigstens den zwang gleichmäßig verteilen, als auch für frauen.

  21. menschmaschine

    @Samtpfote
    “Das Berufsheer wird zwangsläufig zu einem Pool von Schul/Arbeitsversagern”

    wenn sie das kaderpersonal betrachten, war es das ja immer schon, zumindest auf unteroffiziersebene. diese leute wurden bewußt angelockt, weil bei einer verpflichtung von zumindest 3 jahren eine umschulung geboten wurde. mein ausbildner (im rang wachtmeister) war damals ein installateur aus dem waldviertel, der keinen job gefunden hatte. deshalb ist er zum heer gegangen und hat sich auf kfz-mechaniker umschulen lassen. das war der deal.

  22. menschmaschine

    sorry, ich muß noch etwas loswerden:
    der general konnte tatsächlich im club unabhängiger liberaler mit dem schlechten sozi-schmäh von der “entsolidarisierung der gesellschaft” punkten?
    das verwundert doch sehr.
    und als draufgabe wurde ihm auch noch applaudiert, als er meinte, “wer viel vom staat bekommt, soll auch was für den staat leisten”?
    unfaßbar.
    fand der vortrag tatsächlich im liberalen klub und nicht die spö-sketion 8 statt?

  23. menschmaschine

    sorry, ich muß noch etwas loswerden:
    der general konnte tatsächlich im club unabhängiger liberaler mit dem schlechten sozi-schmäh von der “entsolidarisierung der gesellschaft” punkten?
    das verwundert doch sehr.
    und als draufgabe wurde ihm auch noch applaudiert, als er meinte, “wer viel vom staat bekommt, soll auch was für den staat leisten”?
    unfaßbar.
    fand der vortrag tatsächlich im liberalen klub und nicht in der spö-sektion 8 statt?

  24. wofrld-citizen

    Wenn das Preis-Leistungsverhältnis in meiner Stammkneipe nicht mehr stimmt, suche ich mir eine andere. Wenn das Preis-Leistungsverhältnis des Staates, in dem ich lebe nicht mehr stimmt ……………….
    Pflichten geht man ein, wenn man einen Vertrag unterschreibt und sich damit zu etwas verpflichtet. Liegt eine Verpflichtung nicht vor, dann ist das Zwang oder Nötigung! Und der Staat, der ja weder eine Familie, noch eine Gemeinschaft sondern nichts anderes als eine Verwaltungszone ist, könnte ruhig mal einer Überprüfung des Preis-Leistungs Verhältnisses unterzogen werden. Ich kann ja auch meine Stammkneipe wechseln, wenn ich das Gefühl habe, daß selbiges dort nicht mehr stimmt. Recht auf Heimat bedeutet: Das Recht, sich die Heimat auf der Erde frei wählen und nach belieben wechseln zu können.

    Ich bin ein Europäer und sehe deshalb nicht ein, warum ich gegenüber den anderen 93%, die ohne Zwangsdienst leben dürfen, benachteiligt sein soll.

    http://sphotos-e.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-prn1/543115_548903725120844_1591958884_n.png

    Und hier ist noch etwas, das allen Wehrpflicht-Befürwortern zu denken geben sollte. Ich habe mir jedenfalls noch nie die Anmaßung erlaubt, über die Zeit anderer Menschen zu verfügen. http://www.the-worldcitizen.blogspot.com/2012/12/ich-bin-ich-oder-wir-sind-wir-wer-sind.html

  25. Rennziege

    @menschmaschine

    Pardon! Aber bitte was ist an der Aussage “Wer viel vom Staat bekommt, soll auch was für den Staat leisten” unfassbar?

    Die einzigen, die das Werkel namens Staat am Laufen halten, sind doch die, die viel für ihn leisten, aber nichts von ihm beziehen. Letztere, soweit männlich und mir bekannt, waren allesamt beim Bundesheer, oft EF, meistens bei den Pionieren. Viele, darunter auch mein Mann, gingen ungern hin, haben dort aber handwerklich und menschlich so viel gelernt, dass sie sich gern daran erinnern.
    Mein Kopilot, als Leutnant der Reserve nach §2c WG 2001 noch dreimal als Reservist eingezogen, hat drei Hochwassermedaillen in der Besenkammer aufgehängt, und über die permanenten (nicht Behelfs-) Brücken, die er im Katastrophendienst mitgebaut hat, fahren wir noch heute lachend … und mit was? Mit a wengerl Stolz.

    Denn er, gleich nach der Matura eingerückt, mich damals noch nicht kennend (sein Pech! :-)), hat dem Staat schon etwas zurückgegeben, bevor er via Studium etwas empfing. Schlecht?

  26. Zaungast

    Es ist ja nicht so, daß es in Österreich keine Besteuerung gibt. Schon bei jedem Einkauf “gebe ich dem Staat etwas zurück” (Konsumsteuern).

    Wenn das Heer so toll ist, wird es genügend Freiwillige geben.

    Und wenn es nicht so toll ist – mit welchem Argument soll man dann junge Menschen versklaven und ihnen völlig sinnlos außer dem Zeitdiebstahl womöglich noch die Gesundheit ruinieren für nix und wieder nix? Unterm Strich kann man doch sagen: Außer Spesen nix gewesen.

    “Ja ja, in Zivil – da war er net viel, aber beim Militär, da is er wer”

  27. Bürger

    Eine Lanze für die Argumente von Dr. Dieter Zakel und “Rennziege”!- Um aber den beiden “GRÖPAZ” (leider destruktiv)die Stirn zu bieten: Hingehen,weiß wählen und die Ablöse des Wendehalses beantragen (originellerweise vielleicht durch eine … Quotenfrau)
    Das Ergebnis wird ja sowieso “interpretiert” werden.

  28. Zaungast

    Das österr. BIP liegt bei ca. 300 Mrd., die Staatsausgaben bei ca. 150 Mrd.

    Geld ist mehr als genug vorhanden, um ein ordentliches Berufsheer zu finanzieren. Muß man halt Prioritäten setzen und sich überlegen, was einem wichtig ist und wofür man Geld ausgibt. Eben sorgfältig wirtschaften.

  29. menschmaschine

    @Rennziege
    daß die aussage “wer viel vom staat bekommt, soll auch was für den staat leisten” im liberalen klub so viel zustimmung bekam, wundert mich insofern, als gerade in unserem staat bekanntermaßen sehr viele viel vom staat bekommen. das und die dahinterstehende konstruktion unseres sozialstaates ist ja ganz grundsätzlich eine von liberalen nicht wirklich goutierte tatsache und es wundert mich, daß sich bei dieser veranstaltung anscheinend keiner gefunden hat, der darauf hingewiesen hätte.
    katastrophenschutz könnte man auch anders organisieren als mit wehrpflicht. wer gerne zum heer ging und geht, kann das ja auch in zukunft tun. viele sind aber nicht gerne gegangen und ich weiß warum, ich habe es selbst erlebt. da hatten menschen über einen gewalt, die augenscheinlich nicht einmal sich selbst unter kontrolle hatten. viele hatten ein alkoholproblem und das scheint, wie ich höre, heute noch so zu sein.
    gerade fällt mir übrigens ein, daß letztens zu lesen war, daß österreich – überraschung – im verhältnis irrwtzig viele generäle hat. ein aufgeblähter beamtenapparat, wieder mal.
    das kann ich nicht gut finden, sorry.

  30. Zaungast

    ~~~~~~~~~~~~~~
    Das österreichische Bundesheer – ein Heer von Brigadieren

    167 Generäle führen die Armee.

    Darüber hinaus gibt es 165 weitere Offiziere im Generalsrang: sechs Generalleutnante (drei Sterne), 15 Generalmajore (zwei Sterne) und sage und schreibe 144 Brigadiere (ein Stern).

    Angesichts dieser Schwemme an Generälen bezeichnete die “Neue Zürcher Zeitung” im vergangenen August das Bundesheer als “ein Heer von Generälen – fast ohne Armee”.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Quelle: Wiener Zeitung vom 25.01.2011

  31. wofrld-citizen

    @Zaungast

    Und die vielen Offiziere scheinen zu wissen, daß ein abgespecktes Heer nicht mehr so viele Generäle braucht und damit der Traum, als General in Pension zu gehen, ausgeträumt sein dürfte. Das erklärt auch die ganze Kampagne. Aber es sind ja nur die Jungen, die das alles doppelt bezahlen müssen – einerseits durch Diebstahl an einem Teil ihrer Lebenszeit und später dann durch Abtragung der Staatsschuld, mit der all diese Unsinnigkeiten bezahlt wurden.
    Aber warum sollen wir uns um die Nachgeborenen sorgen? Was haben diese denn für uns getan?

  32. Rennziege

    @menschmaschine

    Servus! Ich war ja nicht beim Heer, also zitiere ich vom Hörensagen aus dem engeren Kreis.

    (a) Dass im liberalen Club keiner den Mund aufmachte, um die Fehlkonstruktion des Sozialstaats zu nennen, versteh’ ich auch nicht.
    (b) Halbe Analphabeten und ganze Trinker den Reihen der Unteroffiziere, allesamt Berufssoldaten: Es ist, wie Sie sagen; das ist in einem Berufsheer aber nicht anders. Andererseits gewöhnen diese Bedauernswerten die Rekruten daran, in ihrem späteren Leben nicht nur auf gebildete Vorgesetzte und Mitmenschen zu treffen, und mit diesen umgehen zu können.
    (c) Der unsägliche Wasserkopf an Generälen und Beamten ist leider ein typisch österreichisches Problem und als solches eine Schande. Um so mehr, als ein großer Teil des eh viel zu geringen Wehrbudgets an diese Nonvaleurs verschwendet wird.

    Möglicherweise ist mein Bild vom Bundesheer auch zu eng: von jungen Männern aller sozialen Schichten, die ungern hingingen, dann monatelang bis an die Schultern im Wasser standen und Naturkatastrophen bereinigten — und Freunde wurden, die sich heute noch mögen.

  33. menschmaschine

    @Rennziege
    sie waren als frau nicht beim heer, klar. eine frechheit, daß ihnen diese chance, in männernetzwerke einzudringen, vom patriarchat verwehrt wurde. in diesem sinne verstehe ich es überhaupt nicht, daß die frauenministerin gegen eine wehrpflicht für frauen ist, sollte die befragung darauf hinauslaufen, daß alles beim alten bleibt.

    schurz beiseite: ihr punkt b klingt ja wie “der wehrdienst als schocktherapie fürs weitere leben”.
    punkt c zustimmung, letzter absatz ebenfalls. stimmt schon, unter kameraden erlebte man beim heer nette momente der menschlichkeit. gut, die erleben die kandidaten der “death row” in den usa untereinander vielleicht auch…

  34. Realist

    joksch :
    @DailyMirror auch nur ein Denkanstoß: mit der Steuerpflicht oder der Schulpflicht haben Sie auch ein Problem, weil die gibt es ja auch in Kuba, Iran, Rußland, Nordkorea et al. Naja, typisch linke Dialektik halt.

    Mit all diesen Zwangsmaßnahmen sollte ein echter Liberaler tatsächlich ein Problem haben.

    Eine Schande für den Liberalismus, dass so eine Monstreosität wie staatliche Sklaverei gutgeheißen wird. Wer sogar noch weiter geht und glaubt, dass staatlicher Raub und öffentliche Verblödungsanstalten für unserre Kinder gute Argumente pro-Wehrpflicht sind, hat sich endgültig lächerlich gemacht.

  35. Realist

    Zaungast :
    Was mich ein bisserl traurig stimmt: Ich habe mit einigen Bekannten gesprochen, die seinerzeit beim Bundesheer waren. Damals dachten alle: Wenn ich jemals die Gelegenheit bekomme, stimme ich gegen die Wehrpflicht. Heute hingegen sagen sie: Ich stimme nicht dagegen, weil ich dem Darabos keinen Erfolg vergönne.
    Tja, das ist Österreich.

    Genau so ist es! Da trennt sich die Spreu vom Weizen und siebt das “liberale” Lager in Prinzipientreue, die die Ideologie der Freiheit verstanden haben und verärgerte Anti-Linke, deren fundamentale Säule der eigenen Philosophie aus konsequenter Verneinung der jeweilig aktuellen SPÖ-Position besteht.

    Wenn die SPÖ morgen Steuersenkungen und Bürokratieabbau fordert, findet sich bestimmt der nächste hochbezahlte “Staatsdiener” der den Club unabhängiger “Liberaler” davon überzeugt, sich dagegen zu stellen. “Weniger Steuern sind doch kein liberales Konzept! Schließlich sind wir doch auch für die Wehrpflicht!”

  36. Realist

    Noch ein Nachtrag: Ich kämpfe unter gar keinen Umständen für die Kriege der österreichischen Bundesregierung. Sollte sich auch nur ein Einberufungsbefehl andeuten, bin ich außer Landes. Und wieviel schlimmer kann der “Feind” schon sein, als die derzeitige Regierung?

    Wenn überhaupt, dann geht die größte Gefahr für die Freiheit der Bürger Österreichs von Innen aus. Und unser Bundesheer wird uns davor sicher nicht schützen.

    Überhaupt ist die Idee einer kriegerischen Auseinandersetzung auf österreichischem Boden lächerlich, solange sich unsere Politiker gefälligst aus Angelegenheiten raushalten, die sie nichts angehen. Angelegenheiten wie im Nahen Osten zu “verhandeln”, UNO-Truppen in den Golan schicken, oder von Frankreich gewünschte Semi-Diktaturen im Tschad zu unterstützen.

    Es gibt einen Grund warum die Schweiz nicht angegriffen wird und der heißt nicht Wehrpflicht, sondern Neutralität. Und ein gewisser Rest an republikanischen Werten, für die es sich unter Umständen auch für die einzelnen Bürger zu kämpfen lohnen würde, im Gegensatz zu dem was aus unserem Staat geworden ist (wenn da überhaupt jemals was Wertvolles war).

    Wer liberale Verteidigungspolitik will, sollte dafür sorgen, dass sich jeder Bürger entsprechend bewaffnen darf und nicht nur jene, die von der Regierung dafür die “Erlaubnis” haben.

  37. menschmaschine

    @Realist
    “Wenn überhaupt, dann geht die größte Gefahr für die Freiheit der Bürger Österreichs von Innen aus. Und unser Bundesheer wird uns davor sicher nicht schützen.”

    gut gebrüllt, realistischer löwe.

  38. Realist

    Möglicherweise ist mein Bild vom Bundesheer auch zu eng: von jungen Männern aller sozialen Schichten, die ungern hingingen, dann monatelang bis an die Schultern im Wasser standen und Naturkatastrophen bereinigten — und Freunde wurden, die sich heute noch mögen.

    Ein halbes Jahr mit einem Haufen Proleten mittels PlayStation spielen, Gesaufe und Puffbesuchen totschlagen, während grenzdebile, gelangweilte und machtgeile Vorgesetzte einen von Zeit zu Zeit aus reiner Boßhaftigkeit mit entwürdigenden Aufgaben betreuen, triffts schon eher. Wer das nicht als besonders attraktiven Zeitvertreib ansieht, Pech gehabt. Was macht das schon, ein ganzes Studienjahr zu verlieren?

    Im Zivildienst mag zwar die Gesellschaft durchschnittlich ein wenig niveauvoller sein, allerdings ist es fraglich, ob das für die drei Zusatzmonate kompensiert, die die allermeisten Zivis mit reinster Langeweile verbringen. Und ich spreche von effektiven acht Monaten ohne irgendeine Tätigkeit im Büro. Wer sich das leicht vorstellt, sollte sich mal mit den psychischen Folgen so langem zwangsverordnetem Nichts-tuns außeinandersetzen. Das kann jahrelange Leistungseinbußen nach sich ziehen…

  39. gms

    menschmaschine :
    der general konnte tatsächlich im club unabhängiger liberaler mit dem schlechten sozi-schmäh von der “entsolidarisierung der gesellschaft” punkten? das verwundert doch sehr.

    Andreas Tögel schrieb: “Zugleich beklagte [Entacher] die mit der Einführung einer Berufarmee einhergehende „Entsolidarisierung“ der Gesellschaft, was auch von einigen der Anwesenden bekräftigt wurde. ”

    Nachdem ich ebenfalls zugegen war, wähne ich mich kundig hinsichtlich der Auslegung. Gemeint ist die Solidarität der Gesellschaft mit dem Heer. Wenn der Papa, der Bruder, Onkel, der Nachbar, der Freund, Sohn etc. pp. beim Heer waren, dann sind — so die These — nach vorherrschender Meinung Soldaten im Großen und Ganzen wohl in Ordnung.

    In der Umkehrung brächte, so die These, ein Berufsheer mehrheitlich jene an die Waffen, die man dort lieber nicht sehen will.

    Heute schrieb ich: “Was man als Liberaler diesbezüglich “zur Wahrung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes” in manchen Belangen des Staatswesens zähneknirschend im tatsächlichen Wortsinn tolerieren muß, erfährt in Fragen eines mehrmonatigen Zwangsdienstes seine ultimative Zuspitzung.”

    Da dies vermutlich ebenfalls mißverständlich ist:

    1) Anders als bei sonstigen gewollten oder ungewollten Leistung des Staates, ist ein Opt-Out der Form “Mich und meine Familie braucht ihr nicht zu verteidigen” der stimmig argumentierbare Ausnahmefall.

    2) Anders als bei sonstigen ~notwendigen bürgerlichen~ Pflichten, kann ein Beitrag sowohl körperlich wie auch monetär erfolgen. Die Ausschlußgründe etwas beizutragen, sind an einer Hand abzählbar.

    3) Die Schnittmenge derjenigen, die einen Beitrag leisten können mit denjenigen, die im Anlaßfall profitieren, ist nirgends so hoch, wie beim Thema Landesverteidigung.

    Die Crux aus Liberaler Sicht:
    Die aktuell debattierten Wehrpflichtmodelle erlauben (ebenso wie das bestehende Modell) ein illiberales Trittbrettfahren großer Teile der Gesellschaft.
    Auf der anderen Seite gilt dasselbe, würden doch bei einem Berufsheer mit vermutlich höheren Kosten die Lasten vermehrt zu jenen verschoben, die sowieso schon mit höheren Steuern den Staat füttern. Dem mag man entgegnen, Besserverdienende hätten im Kriegsfall auch mehr zu verlieren.

    Unterm Strich ist das Berufheer wohl die liberalere Wahl. Ob das durch nachgelagerte Aspekte aufgehoben wird, sei dahingestellt. Eine befriedigende Lösung innerhalb der derzeitigen Ausgestaltung des Staates ist sowieso undenkbar.

    “Das Heer spiegelt den Zustand eines Landes.” – Ergänzt man dies um die Qualität der öffentlichen Debatte darüber, bedarf es wohl einer übermenschlichen Gleichmut, um nicht umgehend den Atlas nach möglichen Auswanderungszielen zu durchforsten, oder sich alternativ vorsorglich die Adressen der anonymen Alkoholiker rauszusuchen.

  40. Ehrenmitglied der ÖBB

    Bin wieder zurück und habe aufmerksam die Kommentare gelesen.
    Facit: in einigen Kategorien sind die Argumente zu ergänzen, aber darum geht es nicht!
    Die Realität wird zeigen, dass nach der Befragung – nach anfänglicher Hektik – gar nichts passiert.
    Warum?
    Weil, um die Umstellung von der Wehrpflicht zum Berufsheer zu ermöglichen, die Verfassung geändert werden muss. (aber das wiss`ma eh).
    Daher: 2/3 Mehrheit im Parlament. Und jetzan`d: die Zeit, um eine neues Verfassungsgesetz (mit allen Implikationen) vorzubereiten, die Suche nach den “Mehrheitspartnern im Nationalrat etc.. das wird sich nimmer ausgehen vor der nächsten NR Wahl? Und dann werden die Karten ohnehin neu gemischt.
    Klingt simpel, ist aber ein durchaus realistischen Szenarium.

  41. Rennziege

    @menschmaschine

    Und ich bin gegen das Rechtsfahren auf europäischen und amerikanischen Straßen. Das Linksfahren, wie’s auch in der Monarchie üblich war — und im UK sowie seinen ehemaligen Kolonien gottlob beibehalten wurde —, entspricht auch meiner politischen Gesinnung. 🙂

  42. DailyMirror

    @Rennziege: Wozu wollen Sie sich überhaupt vorschreiben lassen, auf welcher Straßenseite Sie zu fahren haben? Wie unliberal! Diese staatliche Entmündigung der Autofahrer gehört sofort abgeschafft!

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