Antikapitalismus als neuer Zeitgeist

“…Wir werden gerade Zeugen des dramatischsten technologischen und wirtschaftlichen Wandels in der Geschichte der Menschheit. Wir erleben auch, dass der Kapitalismus weltweit an Attraktivität verliert. Besteht ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Trends? Und wenn ja, welcher? mehr hier

5 comments

  1. Selbstdenker

    Es findet eine anti-bürgerliche Revolution statt.

    Aus den unterwanderten Machtzentren des “Neoliberalismus” wurde der Neoprogressivismus (=linker Faschismus), der sich wirtschaftlich im Korporatismus ausdrückt.

    Die Leute sind nicht einfach als Kapitalismusfeinde aufgewacht, sondern die neuen alten Eliten haben funktionierende wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen zerstört und den Kapitalismus die Schuld in die Schuhe geschoben.

    Schon komisch, wenn die ehemaligen Aushängeschilder des Neoliberalismus plötzlich überzeugte Anhänger der Social “Justice” Ideologie sind: die Finanzwelt, Hollywood und Big Tech, etc.

    Thomas Sowell hat die Wirkung von Affirmative action weltweit und über mehrere Epochen analysiert. Das Ergebnis: Affirmative action bewirkt keine Verbesserung für Benachteiligte, räumt aber potentielle Wettbewerber für jene, die ohnedies mit hoher Wahrscheinlichkeit in entsprechende Positionen kommen würden, aus dem Weg.

    Wenn über den Eingang von Harvard das Wort Veritas durch Social Justice ersetzt wird, spricht dies Bände.

    Wie praktisch, wenn man denjenigen, der den Marsch ins Mittelalter noch stoppen könnte, als eigentlichen Verursacher verunglimpfen kann.

  2. Falke

    All jenen, die den Kapitalismus beschimpfen, würde ich wünschen, einmal im Sozialismus venezolanischer, kubanischer oder gar nordkoreanischer Prägung zu leben.

  3. Selbstdenker

    Gerade aus unserer Diskussion von gestern wird deutlich, dass der Begriff Kapitalismus unterschiedlich verstanden und auch unterschiedlich emotional gefärbt ist.

    De facto wurde der Begriff primär von den Linken geprägt und dann von allen anderen – egal ob positiv oder negativ gemeint – übernommen.

    Der Kapitalismus in meinem Verständnis umfasst ein Bündel mehrerer Prinzipien, die reziprok wirken: Eigentum, Vertragsfreiheit, etc.

    Die Sozialisten prägen und färben diesen Begriff hingegen so, als stünde er per für Küngelei zwischen Politik und Wirtschaft, Monopolisierung von Besitzverhältnissen und Machtkonzentration. All das gab und gibt es auch im Sozialismus!

    Der Unterschied liegt darin, dass im Kapitalismus der Besitz am Eigentum und nicht an politische Macht gebunden ist und dass es unabhängige (machtbegrenzende) Institutionen gibt.

    China kann man als eine riesengroße Aktiengesellschaft begreifen, wobei dieser AG wirklich alles gehört (die Menschen, das Militär, die Justiz, die Gewerkschaften … ja sogar die offiziellen Religionen).

    Aktionäre sind die KP-Mitglieder; das sind ca. 1% der Bevölkerung, die sich als “Mehrheitler” bezeichnen bzw. sich überhaupt als das Volk bezeichnet.

    Es ist ein Fehler den mit dem Kommunismus ununterscheidbaren Korporatismus mit dem gleichzusetzen, was man hierzulande in Ermangelung anderer Begriffe “Kapitalismus” nennt.

  4. Franz Jäger

    solange es staatliches Fiatgeld und Zentralbanken gibt, die die Zinsen vorschreiben haben wir keinen Kapitalismus im libertären Sinn. Es ist ein Korporativismus und dieser erzeugt mindestens 95 % der heutigen Probleme.

  5. Johannes

    Frei nach Churchill würde ich sagen, der Kapitalismus ist die schlechteste aller Wirtschaftsformen – abgesehen von all den Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.

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