Antisemitismus, frisch neu lackiert

“……Ist also das Kritisieren des Staates Israels als Staat „an sich“, seiner Entstehung und seines jetzigen Vorhandenseins per se antisemitisch? Ich meine, es spricht einiges dafür, wenn Kritiker gerade den Staat Israel herauspicken,…” (Ein Blick auf Israel durch die Brille der Austrians, ganz spannend, hier)

3 comments

  1. aneagle

    Ein BDS Aktivist ist ein Verfechter des bekannten Slogans -Kauft nicht bei Juden- und wähnt sich als neutral. Symptomatologisch sind seine Doppelstandards, das Messen mit zweierlei Maß. Ein solcher Mensch ist schizophren. Er kann mühelos duschen, ohne nass zu werden, sich mit Pipi Langstrumpf, Merkel und Irans Rouhani eine eigene Welt zurechtzimmern und genüsslich stundenlang auf der Erdenscheibe wandeln.
    Im besten Fall ist er ein verwirrter Träumer, im Schlechtesten ein gewöhnlicher Verbrecher. In jedem Fall aber, ist er ein Antisemit. Beste aktuelle Beispiele: Roger Waters und Jacob Augstein. Der eine mehr wahnhaft verrückt, der andere eher hetzerisch manipulatorisch. In Anlehnung an ein bekanntes Wieselwort, wären die beiden, wie auch die BDS, mit Recht als judäophob zu bezeichnen.

  2. Marianne Gollacz

    Der Artikel bringt es auf den Punkt. Ebenso bin ich der Meinung, dass den Leuten ihr Antisemitismus nicht bewusst ist. Sie sind überzeugt davon, das Richtige zu tun, Israel zu Recht zu kritisieren (diesen Satz höre ich oft). Unterstützt wird dies u.a. durch die Politik und die Medien. Politiker demokratischer Länder stimmen bei der UNO gegen Israel, Palästinenser unterstützt man beim Verharren in ihrer Opferrolle, etc. Ein jüngstes Beispiel aus den Medien: Israelische Luftwaffe ATTACKIERT Gaza, von dort FLIEGEN Raketen in Richtung Israel. Israel wird quasi “dämonisiert”. Vor achtzig Jahren (und vermutlich schon immer) wurden Juden “dämonisiert”, um sich berechtigt zu fühlen, sie zu töten, ihnen quasi das Existenzrecht abzusprechen. Sie wurden für alles “Schlechte” verantwortlich gemacht. Seit der Gründung des Staates wird “Jude” mit “Israel” ersetzt.

  3. astuga

    Vielleicht kann man es auch so sehen, die Existenz Israels stört verschiedenste Narrative.

    Das Narrativ vom Opfer, dass sich nicht paternalistisch behandeln lässt, ja mitunter selbst zur Gewalt greift (wie im Artikel angesprochen).
    Der nichtmuslimische Staat im isl. Kerngebiet, in dem Muslime von Nichtmuslimen beherrscht werden.
    Ein Staat der mutmaßlich gegen linken Antikolonialismus verstößt (siehe Suez Krise).
    Ein Staat der selbst ursprünglich politisch stark links ausgerichtet war, der sich aber nach der Umorientierung der Sowjetunion in Richtung Araber im Kalten Krieg dann dem Westen und den USA zuwandte.
    Womit es dann auch gleich zum Hassobjekt eines erweiterten linken Antiamerikanismus wurde.
    Diese enge zwischenstaatliche Bindung stört aber seit jeher auch viele rechte US-Amerikaner (seit neuestem auch Politiker der Demokraten, darunter extrem linke und muslimische – Ocasio Cortez, Ilhan Omar usw.).
    Ein jüdischer Staat im Heiligen Land der vielen traditionell antijüdischen Christen sauer aufstößt, aber da er säkular verfasst ist auch von zahlreichen orthodoxen Juden abgelehnt wird.
    Ist halt für viele etwas dabei…

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .