5 comments

  1. Sven Lagler

    Die “neue Bescheidenheit“ kann ganz automatisch aufgrund einer „erzwungenen Bescheidenheit“ kommen. Neu daran ist, dass dies bejubelt wird. Noch nie in der Geschichte gelang es, den eigenen Abstieg als anzustrebenden Fortschritt zu verkaufen, das hat was.
    Dass dabei das bisherige Konzept des Wohlstandes für Alle enden wird, begreifen die Vordenker und deren Anhänger seltsamerweise nicht wirklich, oder akzeptieren dies als notwendigen Kollateralschaden zum Erhalt der Menschheit; unabhängig von der Bevölkerungsexplosion auf anderen Kontinenten. Die Gefahr einer Erosion des Mittelstandes in unseren Breiten ist real.
    Der Besitz von Autos, das Fliegen in den Urlaub in ferne Länder, regelmäßige Restaurantbesuche etc. könnte für viele bald der Vergangenheit angehören, ganz abgesehen von qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung. Ist das Endziel der neuen Solidarität eine Gesellschaft wie in China oder bei uns im Biedermaier, wo eine gehobene Mittelschicht komfortabel von vielen Angehörigen einer Dienstbotengesellschaft finanziert wird ?
    Auch in Argentinien ist die Mittelschicht abhanden gekommen.
    Schuld war nicht der Kapitalismus oder Neoliberalismus, sondern eine Politik die auf Dauer nicht funktionieren konnte.
    Aktuell wird der teilweise zwangsgebührenfinanzierte Experte für eh fast alles, Michael Niavarani, in den sozialen Medien für seine Erkenntnis gefeiert, wonach 8 Wochen Stillstand in der Wirtschaft, in der nur das wirklich notwendige gekauft wurde, bereits deren Zusammenbruch verursacht. Sein messerscharfes Fazit: Das kann also nur ein Schei*system sein. Die kleine Frage, worüber sich die Künstler in letzter Zeit so echauffiert haben (nicht notwendig ?), erklärt der Erklärer dabei nicht.
    Dass die Geschichte eindeutig zeigt, was dabei herauskommt, wenn ein oberster Rat meint bestimmen zu können was wirklich wichtig ist und was nicht, spielt dabei keine Rolle.

  2. sokrates9

    Die neue Bescheidenheit passt doch perfekt in die Grüne Ideologie die unweigerlich im klassischen Kommunismus endet. Wozu soll man arbeiten und vielleicht individuellen Reichtum zusammenraffen? Fas alle – (Ausnahme Nomenklatura) haben nichts, sind glücklich, leben in lokaler Abgeschiedenheit, Transportmittel braucht man wenig, Flugzeuge – alles was klimaschädlich ist – wird verboten, Urlaub am Bauernhof reicht..was braucht man viel zum Leben, auch ein echter Buddhist besitzt nur 7 Dinge..eines davon ist der Blechnapf zum Futterbetteln…

  3. Kluftinger

    @ sokrates9
    selbst der Blechnapf wird problematisch wenn alle darauf angewiesen sind und keiner mehr etwas hat um ihn zu füllen? 🙂

  4. Gerald

    Zumindest ist die neue Bescheidenheit von neuer Ehrlichkeit begleitet. Man sagt nicht mehr alle werden gleich reich sein, sondern umgeht diese Lüge und sagt gleich alle werden wir gleich arm sein. Was uns nicht gesagt wird, ist dass sie bereits wissen, dass einige viel „gleicher“ sein werden.
    Sokrates9, Kluftinger
    Wer fertigt einen neuen Blechnapf, wenn der alte mal kaputt ist? Bei den Grünen ist das Gehirn derart degeneriert, dass solche Gedanken gar nicht aufkommen. Die Roten haben bis jetzt auch immer einen Wirt (im Sinne des Zwangsversorgers eines Parasiten) gefunden.

  5. Johannes

    Als armutsgefährdet definieren die Statistiker jene, die ein Haushaltseinkommen von weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens haben.
    Durchaus möglich das die Armutsgefährdung aufgrund eines sinkenden Medianeinkommens sehr bald zurückgehen wird.
    Dann haben alle weniger sind aber statistisch gesehen weniger armutsgefährdet.
    Fatal für NGO welche vom Medieaneinkommen ihre Ableitungen durchführen wenn eine liberale Regierung mit grünem Partner am Zug ist.
    Erst wenn Sozialisten und Kommunisten regieren würde schlagartig das was jetzt als Armut propagiert wird umgedeutet.
    Wir würden uns wundern wie Linke plötzlich die Grenze zu Armut nach unten drücken würden und jeder der dagegen aufbegehrt wäre ein reaktionärer Faschist.

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