Arm dank Mindestlohn

In a few weeks, Seattle’s new, highest in the country, $15 per hour minimum wage will go into effect. Like many liberal policies, it was passed by City Hall with the best of intentions. The only problem is, in the end, it may do more harm than good for many. (hier)

6 comments

  1. H.Trickler

    Das Wahlvieh, welches für das Experiment in Seattle herhalten muss, ist imho zu bedauern. Aber es wird interessant die Auswirkungen in den nächsten Monaten zu beobachten.

  2. dieter

    Wir brauchen mehr Experimente in der Politik, nicht weniger. Die Auswirkung des Mindestlohns auf die Komplexität der Wirtschaft kann man unmöglich von irgendwelchen Prinzipien oder naiven ökonomischen Modellen ableiten.

    Die utilitaristisch-neoliberale Kritik (Milton Friedman) am Mindestlohn geht davon aus, dass die Mindestlöhner als rationale Selbst-Aktualisierer ohnehin den best-möglichen Lohn für ihre Arbeit verhandelt hätten. Das möchte ich bezweifeln. Die Argumentation mit der erwarteten höheren Arbeitslosigkeit ist übrigens selbst kollektivistisch-technokratisch.

    Falls der Mindestlohn in Deutschland, sowie die Anhebung in Seattle und anderswo nicht die befürchteten Nachteile erzeugt, wird das leider ein starker Rückschlag für wirtschaftsliberale Argumentation generell sein.

    Die freiheitliche Kritik am Mindestlohn ist stichhaltig, unabhängig davon, wie sich statistische, volkswirtschaftliche Aggregate, wie Durchschnittslohn und Arbeitslosenraten, entwickeln.

  3. Rennziege

    27. März 2015 – 12:25 — dieter
    Können S’ des auch in verständlichem Deutsch darstellen, Euer Gnaden?
    In Deutschland jedenfalls, dem rot-rot-grünen Kernland des Mindestlohns, gehen Mini-Jobs bereits zu Hunderttausenden flöten. Zufrieden?
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/gesetzlicher-mindestlohn-vernichtet-minijobs-13505895.html
    P.S.: Ob Sie von Milton Friedman eine Ahnung haben? Um Sie höchstderoselbst zu zitieren: Das möchte ich bezweifeln.

  4. Thomas Holzer

    Gäbe es ein BGS, wäre jede Diskussion über, geschweige denn dessen Einführung, mehr als nur hinfällig

  5. dieter

    @Rennziege:
    Was genau soll ich verständlicher erklären?

    Im verlinkten Artikel steht:

    Die amtliche Arbeitslosenzahl hat sich seit Jahresbeginn tatsächlich unerwartet günstig entwickelt; sie liegt derzeit um gut 100.000 unter Vorjahresniveau.

    Das Ziel der Mindestlohn-Befürworter ist es ja, dass es weniger Minijobs und mehr gut bezahlte Jobs geben soll. Genau das scheint laut dem Artikel eingetreten zu sein.

    Ich persönlich mache keine Prognosen zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Mindestlohns. Angenommen ihre Befürchtungen zum Mindestlohn treten nicht ein. Würden sie dann bei der SPÖ beitreten?

  6. gms

    dieter,

    [Die amtliche Arbeitslosenzahl ..]
    “Das Ziel der Mindestlohn-Befürworter ist es ja, dass es weniger Minijobs und mehr gut bezahlte Jobs geben soll. Genau das scheint laut dem Artikel eingetreten zu sein.”

    Ach?! Selbst in dem von Ihnen herausgegriffenen Textfragment werden Arbeitslosenzahlen thematisiert — und keine gut bezahlten Jobs. Und als wäre das nicht peinlich genug, ignorieren Sie völlig die im Artikel gezeigten Beziehungen zwischen Mini-Jobs und Arbeitslosenzahlen, wonach man nämlich nämlich ausgerechnet die hoffnungslosen Minijobber allesamt freisetzen kann, ohne daß sich dies in der Statistik niederschlagen würde.

    “Würden sie dann bei der SPÖ beitreten?”

    Geben Sie’s zu: Sie mimen hier den roten Trottel, um über die Bande gespielt die SPÖ zu desavouieren, weil diese Ihren grünen Gesinnungsgenossen heute in Wien einen Abgeordneten abgejagt hat, richtig?

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .