Asyl: “Ein wachsendes kulturfremdes Proletariat”

Von | 7. Dezember 2015

“Wie ein Mantra trägt die Bundesregierung die Forderung nach einer “europäischen Lösung” vor sich her. Aber spätestens seit den Terroranschlägen in Paris ist die Aussicht auf einen europäischen Verteilungsmodus in ganz nebelhafte Ferne gerückt. Frankreich hat seine Grenzen auf unabsehbare Zeit für weitere Einwanderung geschlossen. In Italien oder Griechenland möchte sowieso kein Asylbewerber bleiben. Schweden hat erklärt, die Grenze der Belastungsfähigkeit erreicht zu haben, Osteuropa scheidet gänzlich aus, so bleiben Österreich und Deutschland….” (Thilo Sarrazin, hier)

9 Gedanken zu „Asyl: “Ein wachsendes kulturfremdes Proletariat”

  1. Fragolin

    “Die Bundeswehr soll im vom Bürgerkrieg zerrissenen Mali auf “Friedensmission” gehen, sie soll Aufklärungsflüge in Syrien fliegen, sie bildet kurdische Kämpfer im Irak aus. Nur die Grenzen des eigenen Landes verteidigen, das soll sie offenbar nicht.
    Dafür – und nur dafür – wurde sie aber einst geschaffen.”
    Und diesen Absatz bitte in jedes Offizierskasino und jedes Kasernenklo hängen, auf jeden Gehaltszettel der Berufssoldaten drucken!

    Deutschland und Frankreich, so wurde gestern stolz vermeldet, wollen “Frontex” stärken, aufrüsten, zentral aus Brüssel steuern lassen und auch gegen den erklärten Willen eines Außengrenzenstaates an dessen Grenze einsetzen. Ich weiß nicht, wie oft ich es noch wiederholen soll: die EU liegt nicht im Sterben, ganz im gegenteil, sie geht jedesmal gestärkt hervor. Das Einzige, was stirbt, sind die Nationalstaaten.

  2. Enpi

    Man kann ab 2017 nur auf größere Verwerfungen zwischen D+F hoffen. Eine Präsidentin LePen sollte es ermöglichen, diese unheilige EU-Achse nachhaltig zu sprengen.

  3. Lisa

    Immer noch den Unterschied zwischen Asylbewerbern, Flüchtlingen und Arbeitsmigranten nicht beachtet! Was da geschildert wird, ist kein Proletariat, wie es etwa Marx noch erlebte, Lohnarbeiter, fleissig, zuverlässig, aktiv engagiert und trotz (noch) mangelnder Bildung relativ intelligent. Das hier angedrpht Szenario ist ein Lumpenproletariat – und das dürfte sogar notorischen Linkswählern eigentlich gegen den Strich gehen.

  4. sokrates9

    Ganzheitliches Denken kann man der EU und unseren Politpredigern wahrlich nicht vorwerfen: Wie sollen die Hotspots an den Grenzen (in einem sicheren Land) funktionieren?? Wer ist da Kriegsflüchtling nach Genfer Konvention? wem steht da Asyl in Europa zu? wer entscheidet? Ungarische Beamte? – Abweisungsquote 99%? Österreicher- Willkommensquote 100%??

  5. Falke

    @sokrates9
    Nochmals, es wurde ja hier von mir und auch anderen mehrmals darauf hingewiesen: Die Genfer Konvention kennt keine “Kriegsflüchtlinge”, sondern ausschließlich INDIVUELL ethnisch, rassisch, politisch oder religiös Verfolgte. Daher hat kein einziger der Eindringlinge ein RECHT auf Asyl. Das sind nur die üblichen Lügen der Politiker und der Medien, um der Bevölkerung vorzugaukeln, dass man ja gar keine andere Möglichkeit hätte, als Asyl zu gewähren. Man verlässt sich halt drauf, dass niemand die Genfer Flüchtlingskonvention wirklich liest. Ist aber heutzutage ganz einfach, ein Klick genügt.

  6. Hanna

    Anhang: Ich war immer liberal und eine echte Menschenfreundin. Aber ich lebe in Wien und zwar in keinem Nobelbezirk, sondern im 15., gehe viel zu Fuß, fahre viel Öffis und mit kommt täglich das Grausen.

  7. Thomas Holzer

    @Hanna
    “…….die Unbeschäftigten und vor allem die Moslems müssen raus aus unserem Land, das ist eine Tatsache!”

    Also fordern Sie die Ausweisung von ca. dzt. 500.000 Menschen und zusätzlich ca. 350.000 – 400.000 Arbeitslosen (ich denke mal, so ca. 100.000 – 150.000 der dzt. Arbeitslosen sind auch muslimischen Glaubens)

    Wäre mal “interessant” zu erfahren, wie – und vor allem auf welcher Rechtsgrundlage – Sie dies bewerkstelligen wollen……………

    Und alle Muslime sind böse, genauso wie alle Österreicher Nazis sind, oder doch nicht?! oder ist der vergleich dieser Pauschalurteile unzulässig?!

  8. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    ”auf welcher Rechtsgrundlage wollen sie das bewerkstelligen ?”

    einfach ausweisen, denn die allermeisten Flüchtlinge aus dem Nahen Osten genießen subsidiären Schutz, der ohnehin nur befristet vergeben wird.

  9. AD

    @Enpi

    in der 2. Runde gibt es einen Pakt gegen Le Pen ….und sie wird nie Präsidentin werden. da behält eher
    Houellebecq mit seinem Roman “Unterwerfung” recht

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