Asyl: It´s Zeit für Realpolitik

Von | 30. August 2015

……„Willkommenskultur“ fühlte sich gut an, das totale Asylrecht war wie ein Freibrief für gutes Gewissen, die massenhafte Hilfsbereitschaft wurde zum moralischen Sommermärchen unserer Nation. Nun aber stürmt der Herbst der Realität heran. Denn der Flüchtlingsstrom mutiert zur historischen Völkerwanderung, die Konflikte und Katastrophen häufen sich, und das eigene europäische Haus gerät zusehends aus den Fugen….” (hier)

8 Gedanken zu „Asyl: It´s Zeit für Realpolitik

  1. sokrates9

    Verstand ist in der gesamten EU ein Fremdwort! Was mich interessiert: Jetzt stürmen tausende Syrer nach Europa! Woher kommen die eigentlich? Wird Damaskus derzeit stündlich bombardiert, rückt die IS so schnell vor, gibt es da offene Verkehrswege oder lösen sich jetzt die großen Flüchtlingslager in der Türkei und dem Libanon auf, mit dem Ziel hurra alle (Wirtschafts-) Flüchtlinge zum leistungslosen Grundeinkommen nach Österreich / Deutschland?

  2. H.Trickler

    @sokrates9:
    Kein Zweifel dass auch Leute, welche vorübergehend bei Verwandten/Bekannten wohnten, aus Flüchtlingslagern, Slums usw. jetzt hier anklopfen. Ich habe volles Verständnis dafür, dass sie jeden Strohhalm ergreifen um ihre Situation zu ändern.

    Es ist hiesiges Politikversagen, dass keine geeigneten Massnahmen ergriffen werden.

  3. Thomas Holzer

    So sollte es schon längst sein; aber das geflügelte Wort in EU-Europa ist leider “unumkehrbar”, egal welche Folgen damit verbunden sind.
    Außerdem: Ich habe noch von keinem Politikerdarsteller gehört, was unter “Willkommenskultur” zu verstehen ist; respektive wie dieses Wort von den Politikerdarstellern definiert, erklärt wird

  4. Christian Peter

    Und die Wahrheit, dass es absurd ist, jeden illegalen Einwanderer, der einen Fuß auf Europas Erde setzt, mit einem rechtlich privilegierten Status auszustatten und dadurch den Massenandrang erst auszulösen und Tausende Menschen in den Tod zu locken.

    Und die Wahrheit, dass es verantwortungslos ist, Flüchtlingen ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren, denn gerade von Kriegen gebeutelten Länder bedürfen einer dringenden Aufbauhilfe.

    Und die Wahrheit, dass Emigration den Herkunftsländern mehr schadet als nutzt, denn durch Massenauswanderung geht dringend benötigtes Humankapital verloren (gerade Gebildete und Vermögende sind in der Regel die Ersten, die die Flucht ergreifen).

    Und nicht zuletzt die Wahrheit, dass sich durch Aufnahme von Flüchtlingen an den Ursachen der Völkerbewegungen nichts ändert, solange Entwicklungsländer wirtschaftlich und politisch nicht aufholen, werden die Flüchtlingsströme niemals versiegen.

  5. Fragolin

    @Christian Peter
    Wenn es Gebildete und Vermögende wären, die uns hier belagern und bestürmen, hätten wir das große Los gezogen. Aber die Masse der Einströmenden kommt eher vom anderen Ende der gesellschaftlichen Skala und dürfte in ihren Heimatländern keinem abgehen.
    Schon vor Jahren erklärte mir in der Türkei ein junger studierter Türke in perfektem Deutsch, dort wäre er ein gemachter Mann während er in Deutschland nur “der Türke” wäre. Die Leute, die jetzt nach Norden strömen sind genau jene, denen in der Türkei keiner eine Träne nachweint, ganz im Gegenteil, bei einigen wären sie froh, sie los zu sein.
    Und wie der Orient jemals wirtschaftlich aufholen soll, müssen Sie auch erstmal erklären. Von politisch wollen wir gar nicht reden, ein muslimischer Staat und demokratische Rechtsstaatlichkeit passen nicht in einen Topf.

  6. Mario Wolf

    “Willkommenskultur” sollte eigentlich zum Unwort des Jahres werden. Die Menschen die dieses Wort in diesem Zusammenhang durchgesetzt haben wollten mit diesem Wort Gewalt ausüben. Gewalt gegen Menschen die mit Willkommen etwas anderes verbinden. Jemanden zu begrüssen den man eingeladen hat. Und nicht jemanden zu begrüssen der ohne Einladung in das eigene Haus eindringt. Der linke Protagonist Frisch wird sich im Grabe wundern wie seine Idee von den Brandstiftern im Herrn Biedermanns Haus Realität wird, nur seiten verkehrt Die Einladung in Herrn Biedermanns Haus wurde ganz oben ausgesprochen und gleichzeitig wurde Herrn Biedermann und auch seinen Verwandten und Nachbarn verboten das Wort Eindringling auch nur zu denken, aber auf keine Fall auszusprechen.

  7. Christian Peter

    @Fragolin

    das stimmt nicht, obwohl es die Gebildeten und Wohlhabenden unter den Flüchtlingen weit weniger nach Österreich und Deutschland als nach London und in andere Metropolen Europas zieht. So gibt es zum Beispiel in London mehr sudanesische Ärzte, als im Sudan. Aber auch etwa 13 % der in Deutschland strandenden illegalen Einwanderer verfügen über einen Hochschulabschluss und fast jeder vierte über einen mittleren Abschluss. Es täuscht ein wenig, da die große Masse der illegalen Einwanderer (etwa 60 %) über keinen Schulabschluss verfügt. In den Herkunftsländern der Illegalen liegt diese Quote jedoch mitunter noch weit darüber.

  8. Christian Peter

    Die Quote der Gebildeten in den Herkunftsländern der illegalen Einwanderer ist nicht besonders hoch. Aber in der Regel sind es die Ersten, die die Flucht ergreifen, obwohl gerade diese Menschen dort am dringendsten benötigt werden. Überhaupt bleiben die Auswirkungen von Massenauswanderung für die Herkunftsländern völlig unbeachtet, es wird in der politischen Debatte fast ausschließlich von den Auswirkungen auf die Zielländer der illegalen Einwanderer gesprochen.

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