Asylindustrieller müsste man sein…

(ANDREAS UNTERBERGER) Gerade erst ist der Betrag auf 95 Euro erhöht worden, und schon fordert die SPÖ-Organisation Volkshilfe 120 Euro. Pro Kopf – und Tag. Das sind Beträge, die kein Österreicher mehr versteht. Das sind Beträge, die den Verdacht der Menschen, ihre Abneigung gegen die Asylindustrie ganz massiv wachsen lässt.

Konkret geht es um die Zahlung der Republik für unbegleitete minderjährige „Flüchtlinge“. Das sind also alle jene, die nach Österreich kommen, die dort das Wort „Asyl“ aussprechen und behaupten, unter 18 Jahre alt zu sein. Was mangels seriöser Dokumente oft nur schwer nachweisbar ist. Aber egal.

Man möge sich die Beträge vorstellen: Die Republik zahlt für jeden dieser Burschen (es sind ganz überwiegend männliche Asylwerber) pro Monat 2850 Euro. Netto. Ohne dass irgendeine Prüfung stattgefunden hätte, stattfinden hätte können, ob da irgendein Asylgrund vorliegt.

Wohlgemerkt, dazu kommt noch all das, was auch österreichische Jugendliche benützen dürfen: Von der Gratis-Schule bis zum Gesundheitssystem. Von allen möglichen Freizeitangeboten gar nicht zu reden. Es gibt auch viele Hinweise, dass in den meisten Fällen sowohl Handygebühren als auch Verkehrsmittel ebenfalls gratis sind. Auch wenn das die Asylindustrie und das Innenministerium nie klar offenlegen.

Das Geld fließt an jene Organisationen, in deren Betreuung die Jugendlichen sind. Es ist ein absolutes Rätsel, wie die überhaupt all das Geld ausgeben können, das sie da pro Jugendlichem bekommen. Es sei denn, jeder bekommt Tag und Nacht einen persönlichen Rundum-Betreuer zugewiesen (oder vielleicht können sie sich auch Betreuerinnen wünschen?).

Nehmen wir an, dass zehn von diesen Jugendlichen zusammen wohnen, das ist ja noch wirklich nicht viel. Diese können locker jeweils von einem Menschen im Schichtbetrieb betreut werden. Aber schon bei zehn fließen dafür 28.500 Euro an Volkshilfe&Co.

Unfassbar. Noch provozierender werden diese Beträge, wenn man sie damit vergleicht, was für ein Pflegekind gezahlt wird. In Wien sind das zwischen 485 und 560 Euro monatlich; für „Krisenpflegeeltern“ – also jene, die sich um die allerschwierigsten Fälle kümmern müssen –, gibt es pro Monat 1010 Euro. Und selbst bei behinderten Kindern (oder im politisch korrekten Amtsgequake: bei Kindern mit besonderen Bedürfnissen) gibt es maximal 1515 Euro monatlich. Maximal.

Aber freilich: Pflegeeltern sind in der Regel private Familien, die von Schicksalsschlägen oder üblen Elternhäusern geschädigten Kindern ein (in den meisten Fällen liebevolles) Zuhause bieten. Für die reicht das allemal. Bei ins Land geholten „Flüchtlingen“ ist fast das Doppelte notwendig.

Fast das Doppelte? Auch das ist der Volkshilfe zu wenig. Sie will jetzt pro Monat allen Ernstes 3600 Euro. Und ich trau mich fast zu wetten, sie und die anderen Vorkämpfer der Asylindustrie werden auch diese Erhöhung in absehbarer Zeit durchdrücken. Bei dem Defizit auch schon wurscht.

Angesichts dieser Beträge zögert man, den Namen „Asylindustrie“ auch nur in den Mund zu nehmen. Schließlich verdienen in der echten Industrie die Allermeisten ihr Geld mit durchaus schwieriger und harter Arbeit. Und nicht primär dadurch, dass sie beim Staat immer wilder abcashen.

Nach allen verfügbaren Informationen (auch wenn die Politik die Zahlen geheim hält) befinden sich unter diesen unbegleiteten Jugendlichen zum Unterschied von Pflegekindern fast keine kleinen Kinder. Denn diese reisen mit Familie ins Wohlfahrts-Land ein. Es sind meist ältere Jugendliche. Von denen sind wiederum – auch wenn es niemand offiziell zugibt – sehr viele de facto „Ankerkinder“ (sie werden so genannt, obwohl sie gar keine Kinder mehr sind). Das sind also solche Jugendliche, die ganz bewusst von ihren Familien vorausgeschickt werden, damit sie hier Asyl bekommen. Was Jugendlichen nach glaubhaften, wenn auch nicht offiziellen überprüfbaren Informationen fast immer zugesprochen wird. Und sobald sie das Asyl bekommen haben, können sie dann wie geplant via „Familienzusammenführung“ alle anderen nachholen.

Peinlich, skandalös, provozierend. (TB)

 

13 comments

  1. Fragolin

    @A.U.
    Endlich kommen andere auch darauf. Ich habe schon vor Wochen die Rechnung gemacht, wie es allein mit regulären Flüchtilanten und ihren 65 Euro am Tag aussieht, wenn man leerstehende Infrastruktur in Form alter Heime, Nahrungsmittelspenden vom Supermarkt und Kleider aus dem Container bezieht und die Hilfskräfte ehrenamtlich hakeln aber volle Betreuungskohle dafür einsacken kann. Die Asylindustrie verdient sich gerade dumm, dämlich, krumm und schief.
    Kein Wunder, dass die “Räfjutschies wellkamm!” plärren und vollmundig weitere tausende Betreuungsfälle fordern. Ist doch das Geschäft ihres Lebens.

  2. Brigitte Eberharter

    Ich bin selber Journalistin und habe grad vor ein paar Wochen eine “auf den Deckel bekommen”, weil ich gewagt habe ein paar Fragen zu stellen. Beispielsweise: wer erstellt den Anforderungskatalog der Betreuung durch das Rote Kreuz (und kassiert natürlich aufgrund der Mehrleistungen) und einiges mehr.

  3. Dickschädel

    Wenn aber eines Deiner studierenden Kinder wegen eines Unfalls sein Studium verzögert fliegst sofort aus der familienbeihilfe raus – “sie hat die Matura am 31.Mai gemacht, da ziehen wir die Familienbeihilfe für Juni ab”…. sind wirklich bereits etablierte Parallelwelten und alles zahle wir mit unserem zum Teil bitte verdienten Stuergeld!

  4. Thomas Holzer

    @Fragolin
    “……..wie es allein mit regulären Flüchtilanten und ihren 65 Euro am Tag aussieht…”

    Könnten Sie dies etwas vertiefen?!

  5. aneagle

    was AU in seinem Beitrag vergaß zu erwähnen:
    Asylbusiness in Deutschland und Österreich hat einen Namen : CARITAS
    Staat und Religion in der sozialen Sache vereint. wie schön, der Städter fühlt weihnachtlich.

  6. Christian Peter

    Dabei ist das Umsiedeln von Flüchtlingen höchst unmoralisch, denn dies ist 30 X teurer, als Flüchtlinge in einem sicheren Nachbarland zu versorgen, wo es mitunter am Nötigsten mangelt, was meist der Grund für das Weiterziehen in reichere Länder ist. Das bedeutet : Für jeden umgesiedelten Flüchtling kann 29 anderen nicht geholfen werden, denn die Ressourcen sind begrenzt, momentan befinden sich 70 Millionen Menschen auf der Flucht.

  7. Falke

    Für 120 Euro pro Tag könnte man jeden Asylanten in einem guten Hotel, einschließlich Vollpension, unterbringen, sogar mit den derzeitigen 95 Euro ginge das. Da würden aber Caritas, Diakonie, Volkshilfe usw. sicher scharf protestieren, schließlich würden sie dann um ihren Profit umfallen. Allerdings haben diese Organisationen zusätzlich noch eine ständige psychologische Rundumbetreuung für die “traumatisierten” Jugendlichen verlangt.

  8. Kristian

    Unsäglich, diese Zustände. Und Herr Landau fordert und fordert (stimmt es, dass er an der Cote d Azur zu logieren pflegt ? ) , aber nie für Österreichische Familien, die an der Armutsgrenze vegetieren und arbeiten müssen. Wer mehr Kinder im Land will, soll unsere Familien fördern , um einen Bruchteil dessen, was uns die Anker-Jugendlichen aus Pakistan und Afghanistan kosten. Und den Rest vor Ort in Syrien einsetzen, nachdem die Staatengemeinschaft die IS gemeinsam zertrümmert hat. Aber das sind Illusionen, die Finanzelite hat dieses Geschäft schon fest in Händen….

  9. aneagle

    @ AU
    “Peinlich, skandalös, provozierend”, in der Tat, Herr Unterberger.
    Aber warum thematisieren Sie nicht die Ihnen bestens bekannten “Robin Hoods”, die pseudosozialen Raubritter, die zu Lasten der wahren Flüchtlinge u n d der arbeitenden Steuerzahler als unheilige Allianz von gebender sozialistischer Stadtverwaltung und nehmender christlich-sozialer Caritas nahezu monopolartig am Werk sind ?
    Eventuell weil hier vielleicht gerade etwas zusammenwächst, was aus Machtgier und humanem Charakterdefizit längst schon zusammengehört? siehe Link:
    http://www.info-direkt.eu/das-geschaeft-mit-den-fluechtlingen/

  10. pippin

    6,5 Mio. Wahlberechtigte, davon ca. 800.000 GrünInnen. Je zehn Grünwähler kommen für nur einen Flüchtling auf mit Verpflegung und Logis und Integration.

  11. pippin

    Ergänzend dazu: warum machen die das nicht einfach, wenn sie sich schon als die Guten bezeichnen und welcome refugees rufen? Dann könnten wir uns die ganze Diskussion sparen und ich würde meinen Hut ziehen.

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