Auch dafür zahlen wir gern Steuern….

(A. UNTERBERGER) Die Kombination Marathon-Mariahilferstraße wird zum Fanal für den Zustand dieser Stadtverwaltung. Der langen Geschichte tragikomischer Grotesken rund um die einstige Wiener Einkaufsmeile wird jetzt eine weitere hinzugefügt. Offenbar, weil man übersehen hat, dass sich der Wiener Marathon mit schnellen Schritten nähert, weil man aber die Straße eigentlich noch unbedingt vor den Wahlen finalisiert haben wollte, kommt es gleich zum nächsten Schildbürgerstreich. Die seit etlichen Wochen neuerlich in eine Großbaustelle verwandelte Straße wurde nun schnell mit einer Asphaltdecke überzogen, damit die Läufer auf ebener Unterlage ihrem Ziel zuwanken können. Nachher wird aber der Asphalt wieder weggerissen! Lakonischer Rathaus-Kommentar: Ist eh nicht so teuer. Der frustrierte Wiener lernt: Wenn es um rote Spiele und grüne Mariahilferstraßen-Vernichtungs-Besessenheit geht, haben sie absolut keine Hemmungen mehr beim Schuldenmachen. Auch wenn sie zugleich Hunderte Ärzteposten streichen müssen. Auch wenn sich der Schuldenstand der Stadt in einer einzigen Legislaturperiode durch das fürchterliche Trio Häupl-Vassilakou-Brauner verdreifacht hat. Aber solange sich die SPÖ noch ein paar willfährige Gemeinderäte und Jubelberichte in Magazinen wie Boulevardzeitungen kaufen kann, geht der Wahnsinn offenbar immer noch weiter. (TB)

4 comments

  1. Thomas Holzer

    Alles kein Problem; der ORF hat ja auch die “Pressestunde” heute zu Gunsten der live-Übertragung des Marathons abgesagt. Was gibt es denn Wichtigeres als Sport?! 🙂 Noch dazu, wo der ORF auf Zwangsgebührenzahler Kosten einen eigenen Sportkanal betreibt………

  2. aneagle

    Habe die Gelegenheit benutzt um mir mal wieder die wiener Mariahilferstrasse anzusehen. Unglaublich ! Dagegen ist E. Kishons Satire “der Blaumilchkanal”, wie man in Wien so schön sagt, ein Lercherl.

    Die Strasse sollte umgehend in ihrem aktuellen Zustand unter Denkmalschutz gestellt werden. Als darstellendes Mahnmal, was passiert, wenn man Grünen mehr zu betätigen gibt, als ihre gedschänderte Klosparspülung und gelegentlich die eine oder andere Multikulti/Antifademonstration am Nachmittag, also knapp nach dem Aufstehen und knapp vor dem Einkiffen. 🙂

  3. Hedwig thimig

    die ganze Geschichte der “neuen” Mariahilferstraße ist eine einzige Peinlichkeit. Eine Fußgängerzone, aus der man Autos und Busse nicht ganz verbannen kann wird zur “Begegniszone”, kaum jemand benützt die ehemalige Fahrbahn, da die Gehsteige ja a priori zu den breitesten in Wien gehören und man in einer Einksufstraße halt lieber an den Auslagen entlangeht. Ein teurer Unsinn, der mit dem vorübergehenden Belag zum Irrsinn ausgeartet ist.

  4. Christian Peter

    Straßen in innerstädtischen Bereichen verkehrsfrei zu halten, ist eine gute Idee. In vielen Großstädten – z.B. London, gibt es in Innenstädten wegen ausufernder Problem mit Verkehr ebenfalls Verkehrsverbote. Was spricht dagegen, in manchen Bereichen von Großstädten auf Autos zu verzichten ? In London gibt es in bestimmten Ballungsräumen sogar Zero-Emissions Zonen, in denen nur Elektrofahrzeuge verkehren dürfen.

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