Auf dem Weg zum Coronismus

Von | 12. Juni 2020

„Krise als Chance“ war eine der meistgebrauchten Medien-Plattitüden im letzten Vierteljahr. Wer in diesem Fiasko eine Chance sieht, muss gaga oder Masochist sein. Marktgegner und Ideologen sehen ihre Chance gekommen und wollen das Land vom Wachstum „befreien“. Doch diese Defätisten dürfen die öffentliche Meinung nicht kapern, die Bürger müssen dagegenhalten. Und zwar sofort./ mehr

5 Gedanken zu „Auf dem Weg zum Coronismus

  1. Der Realist

    Wie man gesehen hat, haben auch Kurz & Co ihre Chance in der Krise gesehen, und sie haben sie auch zur Inszenierung und Selbstbeweihräucherung genutzt. Die Regierung hat sich als unsere aller Retter dargestellt, und die Umfragewerte haben ihr geschmeichelt.
    Mittlerweile hat sich Kurz Wasti doch weitgehend von der Front zurückgezogen, irgendwer wird ihm wohl erklärt haben, dass das Motto “koste es, was es wolle” halt nur kurze Zeit gelten darf. Sogar die alte Merkel hat schon kapiert, dass für die Corona-Krise auch noch die nächsten Generationen zahlen dürfen.
    Inzwischen wird auch vieles was die Regierung gemacht hat auch kritisch gesehen, und einiges war wohl wenig durchdacht.

  2. Kluftinger

    @ Der Realist
    Sie haben recht! Aber was ist an einer politischen Inszenierung schlecht (wie in manchen Medien dargestellt)?
    Das gehört doch schon seit der Antike zum Handwerk! Das Problem mancher Politiker der Gegenwart ist, dass einige es besser können und dann sofort als “Demagogen ; Populisten etc..) punziert werden.
    Aber nur den “Verwaltungsvorgang” mitzusprechen ist halt keine politische Rhetorik!

  3. Wolfgang Niedereder

    Erregtheitsgesellschaft prallt auf Problem, so möchte ich die aktuelle Situation bewerten. Corona ist alles andere als ein Killervirus/ gleiche Anzahl an Todesfällen wie Grippe- weltweit, aber doch eine Sache mit der man sich befassen muss. Bislang konnte man hyperventilieren wenn der Lieblingskäse nicht vorrätig war, jetzt denken sogar erfolgreiche Sparten über Personalabbau nach. Gegenmaßnahmen, nichts leichter als das- wir verbeamten die ganze Gesellschaft und bedienen uns beim immer gefüllten Geldautomaten namens Steuerzahler.

  4. Cora

    Einige wenige haben beschlossen, die Wirtschaft herunter zu fahren, die Gefahrenlage hat sich als wenig real herausgestellt, die wirtschaftlichen Folgen, die alle zu tragen haben sind aber real.
    Einige wenige für alle, lagen falsch, alle haben nun wegen dieser wenigen die Konsequenzen zu tragen, Arbeitslosigkeit, Krankheit und sogar Tod wegen nicht erbrachte Gesundheitsleistungen in der Coronazeit, Freiheitseinschränkungen.
    Wo viele das Gleiche tun, wird wenig gedacht, dieses Bonmot hat sich wieder mal als richtig herausgestellt. Und gut gemeint ist das Gegenteil von gut.

  5. Kluftinger

    @ Cora
    Die Formulierung “einige wenige” ist nur dann zutreffend wenn den “einigen wenigen” Hunderttausende folgen.
    Es ist immer das gleiche : eine Figur eines Adolf Hitlers war erst dann wirksam, als er hunderttausende Anhänger fand. Ohne diese Fanatiker wäre er ein Stammtischpolitker geblieben.
    Fazit: die politische Wirksamkeit von Agitatoren entfaltet sich in der Gefolgschaft der Anhänger!
    Was heisst das für eine Schuldverteilung?

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