Auf der Suche nach dem Gold der OeNB in London…

Von | 26. Mai 2014

“……Prüfer des Rechnungshofs (RH) reisen im Zuge ihrer Prüfung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) „in Kürze“ nach London, um in der Bank of England Österreichs Goldreserven zu begutachten, berichtet das Wirtschaftsmagazin „trend“ in seiner aktuellen Ausgabe. Zum ersten Mal werde damit überprüft, ob die österreichischen Goldreserven tatsächlich im angegebenen Umfang existieren….”

6 Gedanken zu „Auf der Suche nach dem Gold der OeNB in London…

  1. Reinhard

    Da tun sich mir als Laien doch ein paar Fragen auf:
    1. Existiert ein irgendwie begründeter Verdacht, der eine Kontrolle erforderlich macht? Dann müsste man wohl ohne Vorankündigung einschlagen und keinem die Chance geben, mal schnell ein paar Paletten Goldbarren in einen Tresorraum zu schieben und “Austria” draufzupicken, bevor die lästigen Prüfer aus den Alpen kommen.
    2. Existiert kein Verdacht – warum dann eine Kontrolle? Ist es eher eine “Inventur”, weil schon keiner im BMF mehr weiß, wieviel eigentlich da sein sollte?
    3. Warum liegt das österreichische Gold in England? Normalerweise bunkern Bündnisstaaten ihr Edelmetall lieber in neutralen Staaten und nicht umgekehrt. Liegt es in England sicherer als hier oder der nachbarschaftlichen Schweiz? Und wenn ja – warum müssen wir dann nachzählen fahren?

    Mal sehen, ob wir über das Ergebnis der Kontrolle auch informiert werden – besonders, wenn es Überraschungen geben sollte…

  2. Rado

    @Reinhard
    Wissen Sie, warum die Salzburger auch “Stierwascher” genannt werden? Vermutlich kann man in London allenfalls die gleiche Kreativität erwarten. Das Ergebnis der Kontrolle kenne ich jetzt schon.

  3. oeconomicus

    @ Reinhard
    Am 1. Jänner jeden Jahres geht der ordentliche Kaufmann in sein Lager und macht eine Inventur – also eine physische Aufnahme seiner Lagerbestände. Diese bilden dann die Grundlage des Jahresabschlusses (Bilanz). Wo unser Gold gelagert ist, ist eine Frage der Risikostreuung: Stellen wir uns vor, wir hätten unser ganzes Gold in Zürich. Bei einem Konflikt könnten die Schweizer unser ganzes Gold kassieren! Das wollen wir doch nicht!

  4. Reinhard

    @oeconomicus

    “Nur knapp 49 Tonnen werden in Österreich gelagert, das sind 17 Prozent des Gesamtbestands, in der Schweiz liegen knapp sieben Tonnen oder drei Prozent. Der große Rest von 80 Prozent oder rund 224 Tonnen wird in Großbritannien gebunkert.”

    zu finden hier:
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3171040/oesterreichs-gold-liegt-london.story

    80% auf einen Haufen sind keine Risikostreuung und eine Kontrolle nach Jahren des vertrauensvollen Wegsperrens haben nichts mit einer jährlichen (übrigens vom BMF vorgeschriebenen) Inventur zu tun.
    Ein Konflikt mit GB ist aber unwahrscheinlicher als einer mit der Schweiz, gelle? 😉

  5. Thomas Holzer

    @Reinhard
    “…..wieviel eigentlich da sein sollte?”

    Falsch; Verzeihung
    Es sollte wohl heißen: “wie wenig noch da sein sollte?” 😉

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