Auf die USA kommen „interessante Zeiten“ zu

Von | 21. Januar 2021

(ANDREAS TÖGEL) Einem der wenigen österreichischen Nobelpreisträger, nämlich dem Wirtschaftswissenschaftler und Sozialphilosophen Friedrich Augst von Hayek, verdanken wir folgende Einsicht: „Sozialismus ist nie ein bisschen richtig, sondern immer ganz falsch.“ Da die Geschichte von Belegen für die Richtigkeit dieser These geradezu strotzt, verheißt die Inauguration des Joe Biden zum US-Präsidenten nichts Gutes.

Mehrere eigentümliche Auftritte während seines Wahlkampfes  legen die Erwartung nahe, dass er es eventuell nicht schaffen wird, die volle Amtsperiode durchzuhalten. Aus Sicht der nun nahezu allmächtigen Demokraten erscheint es daher opportun, ihn rechtszeitig durch seine ultralinke „Running Mate“, Vizepräsidentin Kamala Harris zu ersetzen, was deren Chancen für die nächsten Präsidentschaftswahlen erhöhen würde, in die sie dann als „sitting president“ ginge.

Kamala Harris, die bei den Vorwahlen der Demokraten um die Präsidentschaft krachend gescheitert ist, schafft es damit quasi durch die Hintertür ins Weiße Haus und wird damit die erste Frau sein – noch dazu eine mit „diversen“ Wurzeln -, die ins Präsidentenamt gelangt.

„Creepy Joe“ Biden hat schon während des Wahlkampfes angekündigt, den Führungsanspruch der USA verstärken und auf dem internationalen Parkett wieder eine „aktivere Rolle“ spielen zu wollen. Das heißt im Klartext, dass er die von Donald Trump konsequent geübte militärische Zurückhaltung aufgeben und wieder zur Bomber-und-Drohnen-Politik Barack Obamas zurückzukehren gedenkt. Die Rüstungsindustrie und das internationale Bestattungsgewerbe wird´s freuen.

Ferner hat er erklärt, Einkommens- und Unternehmenssteuern erhöhen zu wollen – letztere von 21 auf saftige 28 Prozent. Nominale Wertsteigerungen von Kapitalanlagen und Dividenden sollen künftig mit dem Einkommensteuersatz belastet und damit faktisch verdoppelt werden. Die bereits unter der Präsidentschaft Donald Trumps atemberaubende Geldschwemme soll um weitere 1,9 Billionen (!) Dollar ausgeweitet und jeder Amerikaner mit einem Scheck über 1.400 Dollar beglückt werden. Studienkredite sollen erlassen, eine allgemeine Krankenversicherung eingeführt und das Land insgesamt „grüner“ gemacht werden. Alles in allem ein tiefrot-grünes Programm, wie man es sich in der EU, dem Gravitationszentrum des Sozialdemokratismus, nicht feiner ausdenken könnte. Angesichts der dräuenden Selbstbeschädigung des Hauptkonkurrenten, fließt im ZK der KPCh der Schampus vermutlich bereits in Strömen.

Kommt Kamala Harris an die Macht, wird der amerikanische Umverteilungsstaat noch weiter ausgebaut werden – etwa durch die Einführung von „Negativsteuern“ für Geringverdiener. Die sollen nach ihrer Vorstellung durch eine weitere Verschärfung der Einkommensteuerprogression finanziert werden.
Es ist beinahe überflüssig zu erwähnen, dass Frau Harris keine Sekunde ihres Lebens unter Marktbedingungen gearbeitet, sondern stets von Steuergeldern gelebt hat. Dementsprechend ausgeprägt ist ihr Misstrauen gegen den ihr unheimlich erscheinenden freien Markt, was sich in ihrer hervorstechenden Begeisterung für die Regulierung unternehmerischer Tätigkeiten manifestiert. Wie es sich für eine „Progressive“ gehört, steht Harris außerdem dem privaten Waffenbesitz kritisch gegenüber. Die NRA kann sich bereits auf harte Auseinandersetzungen um den Zweiten Verfassungszusatz gefasst machen.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben in den USA bereits jetzt zum Ruin Zehntausender Kleinunternehmen geführt, die kaum mit staatlichen Hilfen rechnen können. Werden die Betriebe unter einer sozialdemokratischen Biden-Harris-Administration jetzt auch noch mit zunehmenden Mindestlohnforderungen, steigenden Steuern und administrativen Vorschriften traktiert, wird sich der durch das Corona-Virus initiierte Wirtschaftsabschwung zweifellos fortsetzen und den Aufstieg Chinas weiter beschleunigen. Auf die USA – und damit auf die gesamte westliche Welt – kommen „interessante Zeiten“ zu.

9 Gedanken zu „Auf die USA kommen „interessante Zeiten“ zu

  1. Kluftinger

    Den chinesischen Fluch „mögest du interessante Zeiten erleben“ hat Herr Tögel treffend umschrieben. Ja, die Gefahr droht. Aber es ist, trotz Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern, nicht anzunehmen dass nicht rechtzeitig eine Notbremse eingebaut wird wenn das System echt gefährdet ist? Oder bin ich zu optimistisch?

  2. Mourawetz

    Sozialismus ist immer ganz falsch. Wird schon schief gehen. Dass nachher die Einsicht kommt, steht zu hoffen, wage ich zu bezweifeln, dann ist es jedenfalls zu spät und die Arbeitsplätze in China. Allgemeine Armut breitet sich aus.

  3. Thomas F.

    Gestern war ein historischer Tag, die Machtübernahme der Kommunisten in den USA. Eine Wahlfälschung in letzter Minute durch das Einschleusen spät Nachts von Koffern voller gefälschter Stimmzettel in die Auszählstuben war nötig, damit es sich gerade noch ausgeht. Aber sie sind damit durchgekommen. Sie hatten schon ausreichend Komplizen im gesamten System. Abgebrüht wie sie sind, konnten sie sich hinstellen bei der Übernahmezeremonie und einer nach dem anderen Reden darüber schwingen, wie endlich die Demokratie obsiegt hätte. – Ohne dabei eine Miene zu verziehen.
    Man hat es in der Geschichte oft genug beobachtet.
    Bald werden sie mit den Säuberungen beginnen. Das machen die Kommunisten immer als Erstes.
    Mal sehen, ob es wirklich zum Bürgerkrieg kommt, wie immer mehr Beobachter vorhersehen.

  4. GeBa

    Super Beitrag Herr Tögel !!!!
    Den lasse ich jetzt allen meinen Kontakten zukommen, denn viele denken nicht darüber nach dass Sozialismus keineswegs sozial bedeutet und glauben …..

  5. sokrates9

    Welche Gesellschaftsmodelle verfolgt eigentlich der „tiefe Staat?“. Bisher wurde es ja perfekt vermieden, dass da einzelne Akteure begonnen bei den anonymen Medienriesen an die Oberfläche gespült werden .Ist das ähnlich wie mit der Liste der reichsten Personen ? Wenn man bedenkt dass die FED privatisiert ist und es niemand in die Top 20 schafft stimmt da was nicht…
    Wenn man sich da Ziele wie Klimaabkommen – mit C02 Begrenzung einen Temperaturstopp zu erreichen – ansieht scheint es hier ähnliche Promotoren zu geben wie die 99% mittelalterlichen Gelehrten die glaubten die Erde sei eine Scheibe und stehe im Mittelpunkt des Weltalls. Will man die Wissenschaft eliminieren damit Vollidioten das Kommando übernehmen können?

  6. CE___

    Man darf gespannt sein wann es die sogenannten US-„Demokraten“ zerreissen wird.

    Auf der Seite Joe Bidet’s das Lager der Inflationisten der Wall Street Bänkster und deren Anhängerschaft reichend vom öffentlichem Sumpf bis zum Sumpf der Inflationsunternehmer („Finanzinvestoren“, Baulöwen, etc.), kurz alle die vom betrügerischen Fiatgeldystem mit Teilreserve blendend leben, wenngleich dies in einem Setting von soweit einmal „Markt“-, aber eher privater Konkurrenz“-wirtschaft, stattfinden soll.

    Auf der anderen Seite Kameltoe Harris, Beton-Marxistin/Kommunistin, aus den entsprechend linksextremen Kreisen Kalifornien’s irgendwie hochgekommen, und ihre Anhängerschaft (BLM, Antifa, Öko-Khmer, etc.) die die USA kommunistisch umbauen wollen.

    Zerreisen deswegen weil erste Gruppe stetig zweite Gruppe fürchten und im Auge behalten muss, da diese mit ihrem marxistischen Wahnsinnsideen, wie zB. unter anderem einer „New Monetary Theory“, den dünnen Faden des Vertrauens in das betrügerische Fiatgeldsystem jederzeit durchschneiden kann.

    Die Silicon-Valley-Oligarchen werden dazwischen herumtändeln. Auf der einen Seite weiß man dass die Mondbewertungen der eigenen Internet-Luftbuden nur durch ein inflationären Fiatgeldsystem und erstere Gruppe möglich ist, die eigene Gier ist halt ein Hund‘, von der ideologischen Ausrichtung schätze ich aber so manche der jungen Oligarchen aber zugehörig zur zweiten Gruppe der knallharten Marxisten/Kommunisten ein.

    Mal sehen wann die zweite Gruppe ihre Kettenhunde (Antifa) auf erste Gruppe (wieder) loslässt.

  7. Selbstdenker

    Der einschlägig bekannte Klima- und Geschichtsexperte Schwarzenegger verglich die Ereignisse vor und im US Kapitol mit der „Reichskristallnacht“. Vielleicht meinte er aber auch den Brand im Reichstag 1933. Die Amis – auch die mit österreichischen Wurzeln – nehmen es mit der Geschichte und diesbezüglichen Vergleichen nicht so genau.

    Der „demokratische“ Sozialismus ist historisch stets nur mit einer knappen relativen Mehrheit an die Macht gekommen, was üblicherweise an den zerstrittenen politischen Gegnern liegt – und daran, das meist nachgeholfen wurde, dass „richtig“ gewählt wird. Einmal an der Macht, wird man den „demoktatischen“ Sozialismus nicht wieder mit demokratischen Mitteln los.

    Die Bilder vor und während der Inauguration von Joe Biden wirken auf mich wie die eines südamerikanischen Militärputsches. Dazu gehören auch die klaren Ankündigungen, wie die US „Demokraten“ gedenken künftig mit der nunmehrigen Opposition „ums Eck zu fahren“.

    Der Analyse von Andreas Tögl stimme ich voll zu: die Wahlmänner haben Joe Biden gewählt, an die Macht kommen aber Kamalah Harris und der linksextremistische Interessensverband den sie vertritt.

    Dazu zählen alle Machtpragmatiker aus Politik und der Nicht-Realwirtschaft, die schon jetzt am Ruder sind und es weiterhin bleiben wollen sowie die bis dato „nützlichen“ Idiot*Innen als neoprogressive Pseudo-Graswurzelbewegung.

    Wie „lecker“ diese Mischung ist, wird sich schon bald zeigen. Das Dumme daran: die Machtpragmatiker und ihre neoprogressiven Kultisten sitzen jetzt an allen Schalthebeln der Macht einer militärischen Großmacht, die über ein riesiges Arsenal an mit Nuklearsprengköpfen bestückten Inerkontinentalraketen verfügt.

    Es ist zu befürchten – und darauf deuten einige Aussagen „wichtiger“ Personen hin – dass auf den Kampf gegen „den Terror“ nun der Kampf gegen jegliche Opposition folgen wird, die kurzerhand zu „Terroristen“ erklärt werden.

    Die USA waren lange Zeit lagerübergreifend ein sehr religiös geprägtes Land. Es ist zu befürchten, dass der seit längerer Zeit zu beobachtende kulturell-moralische Zerfallsprozess voll ins Politische durchschlägt: Dostojewski ist aktueller denn je.

  8. Allahut

    Ich gehe einmal davon aus, dass Biden die volle Amtszeit nicht überleben wird, und ob Harris bei der nächsten Wahl als Siegerin hervorgeht, bezweifle ich stark, nur nicht ganz weiss zu sein, wird halt zuwenig sein.

  9. jaguar

    Wie es sich für einen linken Präsidenten geziemt hat er den Weiterbau der Mauer zu Mexiko untersagt.
    Für Muslime aus problematischen Staaten ist die Einreise nunmehr auch wieder möglich.
    Nicht nur in Westeuropa hofft die Linke später dann auf dieses importierte Potential an Wählerstimmen.
    Die Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, wenn es um nachhaltige Absicherung der eigenen Macht geht.

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