Aus der faszinierenden Welt der Alternativ-Medizin

“…..Gäbe es einen Preis für die bekloppteste Idee zur Behandlung von Krebs, der italienische Arzt Tullio Simoncini wäre garantiert unter den Favoriten. Ernsthaft. Simoncini ist der irrigen Meinung, dass sämtliche Krebsfälle durch den Pilz Candida albicans bedingt seien und Krebs daher als eine Infektionskrankheit anzusehen sei. Krebs sei ein Pilz.
Aber damit noch nicht genug! Und was macht man da, wie behandelt man so etwas? Antibiotika? Fungizid? Nein! Backpulver!
Ja, wirklich. Backpulver gegen Krebs. Und damit das Ganze einen klingenden Namen hat, nennt man es Bikarbonat-Therapie, behauptet dann Heilungsraten von über 80% und verlangt tausende Euro für die Behandlung. Mit Backpulver. Mehr…

7 comments

  1. Avdm

    A major source of objection to a free economy is precisely that it … gives people what they want instead of what a particular group thinks they ought to want. Underlying most arguments against the free market is a lack of belief in freedom itself.

    Das einzig sinnvolle gegen Quacksalber ist ein Justiz-System, das es deren “Opfern” ermöglicht, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

  2. Christian Peter

    Wegen einzelner Fälle die gesamte Komplementärmedizin lächerlich zu machen, ist aber weit verfehlt. Man sollte sich besser um die klassischen Schulmedizin kümmern, auch hier läuft einiges falsch – und das betrifft tatsächlich alle.

  3. Thomas Holzer

    @Avdm
    Das einzig Sinnvolle gegen Quacksalber und Politikerdarsteller ist der “gesunde Hausverstand” 😉

  4. Avdm

    Nun, diese Beispiele sprechen ja nun dafür, dass der “gesunde Menschenverstand” entweder von Anfang an nicht bei jedem vorhanden ist, oder spätestens bei einer lebensbedrohenden Krankheit aussetzt. (was in beiden Fällen bedauerlich, aber nicht verwerflich ist.) die Frage ist nun, muss ein fürsorgender Staat, oder eine “besorgte Öffentlichkeit” dafür sorgen, dass niemand diesen Mangel an Menschenverstand ausnutzt..und wenn..wo ist die Grenze dieser Fürsorge? Soll ich jemandem verbieten dürfen, Backpulver, Bachblüten,Veganismus anzubieten- dann muss ich wohl auch damit leben, das Alkoholgenuss und Rauchen verboten wird. Wenn ich aber nicht verbieten will..dann bedeutet mangelnder Menschenverstand auf einem freien Markt wohl…”leichtes Opfer”. (Btw..lieber ein Quacksalber der einigen wenigen eine Scheinlösung für ihre Probleme anbietet ..die Sie frei wählen dürfen..als staatliche institutionen, die ihre Heilslehre erzwingen, oder per Zwangsabgaben verbreiten…)

  5. Christian Peter

    Pfuscher gibt es überall – ganz egal, ob unter Schulmedizinern oder Ärzten der Komplementärmedizin.

  6. Rennziege

    11. April 2015 – 17:18 — Christian Peter
    Issja gut, Onkel Peter! Dass Sie ein verkappter Schamane sind, ist eh längst klar. Aber offenbar besuchen Sie Fortbildungskurse im Fach Gesundbeterei. Nur eine Frage der Zeit, bis Sie hier Ihre Bachblüten-, Homöopathie- und Backpulverpraxis bewerben. Türschild: “Raucher und Geimpfte werden ohne Zuruf erschossen.”

  7. Fragolin

    Immer wenn irgend ein Idiot einem Betrüger auf den Leim gegangen ist oder sich gesundheitlich geschädigt hat, wird wieder nach der Großen Nanny gerufen, nach der Verbotsliste und der Reglementierung.
    Fakt ist, dass nachgewiesene Kurpfuscherei und Betrug bereits gesetzlich verboten sind.
    Ansonsten gilt:
    Ob jemand glaubt
    – nur Quacksalber sind vertrauenswürdig
    – Internetforen vertrauen zu müssen, die behaupten, wir wären alle von Aliens ferngesteuert
    – Rauchen wäre ein unschädlicher Zeitvertreib
    – ein Tag ohne Alkohol wäre ein verlorener Tag
    – ein Nudelsieb ist eine Kopfbedeckung
    – der Mossad ist an allem Schuld
    ist absolut irrelevant.

    Die ganze Empörung und überhebliche Spöttelei über diese ganzen Idioten ist nichts anderes als eine besondere Form der Wegbereitung weiterer Verbote und Einschränkungen jeglicher Form der Freiheit. Anstatt sich selbstreflektorisch zu fragen, was Menschen von der Schulmedizin wegtreibt wird sich nur mit den Verlockungen der Quacksalber auseinendergesetzt. Das lenkt den Blick geschickt von den eigenen Schwächen ab und schiebt die ganze Verantwortung der Dummheit anderer Leute zu. Der einfachste Weg.

    Wir kennen das gleiche Vorgehen aus der Politik. Warum erfolglose jugendliche Loser keine andere politische Alternative als dumpfe Naziparolen finden, darf nicht einmal angedacht werden. Wichtig ist die Feststellung, das sind Idioten und der Rest ist verboten. Dadurch muss man sich bis heute nicht inhaltlich damit auseinandersetzen, warum Adolf damals von hunderttausenden jubelnden Österreichern empfangen wurde und die Pogrome in österreichisschen Städten damals nicht einmal von der SA organisiert werden mussten und trotzdem zu den brutalsten im Reich gehörten.

    Was zeigt das? Die Verbotskultur schaltet das Denken aus und entbindet von der Pflicht zur Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung. Eine Kultur der Bildung und des gepfelgten Streites um die eigene Meinung, des Kampfes um den eigenen Standpunkt, würde nicht nur das ewige Sudern über Andersdenkende, Andershandelnde oder Andersglaubende beenden sondern den Menschen verantwortungsvolles Entscheiden ermöglichen. Daher wünschte ich mir dumpfe Spottpropaganda und Verbotsgeschrei den Politikern und ihren Empörungsstrategen zu überlassen und objektive Berichterstattung von Meinungsbildung fernzuhalten. Objektive Bildung, objektive Berichterstattung und eigenverantwortliches Überlassen der Folgen von Fehlentscheidungen jedem Einzelnen, der sich nicht selbständig dagegen versichert hat würde die Anzahl der Idioten, die irgendwelchen Gurus hinterherlaufen und am Ende wieder nach dem Staat schreien, extrem verkleinern. Und der Rest ist einfach jene Handvoll Idioten, die einfach Idioten sind. Da müssen wir entscheiden, ob sie entmündigt und eingeliefert gehören, wenn sie psychisch offensichtlich nicht in der Lage sind, eigenständig zu überleben, oder sie daran zu gewöhnen, mit den Folgen ihrer Idiotie zu leben.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .