Aus gegebenem Anlass

Von | 9. Juli 2015

Was viele Leute heute für ein Übel halten ist nicht die Bürokratie als solche, sondern die Ausweitung des Bereiches, in dem bürokratisch gewirtschaftet wird. Diese Ausweitung ist eine unvermeidbare Konsequenz der fortschreitenden Freiheitsbeschränkung des einzelnen Bürgers, des anhaltenden Trends heutiger Wirtschafts- und Sozialpolitik hin zum Austausch der Eigeninitiative gegen staatliche Kontrolle. Die Menschen machen die Demokratie verantwortlich, aber was sie wirklich meinen, sind die Bemühungen, den Staat sozialistisch und totalitär zu machen (Ludwig von Mises)

8 Gedanken zu „Aus gegebenem Anlass

  1. FDominicus

    Demokratie ist das Mittel der Wahl zur Bestechung der Bevölkerung durch angeblich unabdingbaren Politiker. Die Bestechung läuft dabei in beide Richtungen. Die Politiker versprechen und die Mehrheit ist zu blöd zu verstehen, daß sie dieses Versprechen erarbeiten müssen. Die Mehrheit verspricht sich irgendwelche Fördertöpfe für sich selbst und tatsächlich gibt es immer mehr “Sondergesetze” und Sonderzahlungen. Demokratie greift in jedes Eigentum ein und die blöden Wähler feiern das noch als “soziale Erfolge”.

  2. cppacer

    Sehr traurig, aber leider nur zu wahr.

  3. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Da ist der Herr Tsipras den anderen Demokratien in der EU schon einen Riesenschritt voraus, also sehr fortschrittlich 😉
    Er verspricht “seinem” Wahlvolk frank und frei, daß es nicht selbst für das Paradies auf Erden zu zahlen hat, sondern die finanziellen Mittel hierfür von den restlichen 18 Euro-Staaten unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden.
    Kurz: Er Macht Versprechungen auf Kosten unbeteiligter Dritter.
    Und ich räume ihm durchaus gute Chancen ein, mit dieser “Politik” erfolgreich zu sein; immerhin geht es ja um den Erhalt des Friedensprojektes EU, das muß uns schon ein paar Milliarden Wert sein 😉

  4. Gerald

    Es ist nicht nur der Staat, sondern alle Institutionen die von öffentlichen Mittel profitieren, Fernsehen, Radio, alle NGO’s (denen gehört jede Förderung gestrichen, sonst sind sie nicht NGO, weil sie ja trotzdem von öffentlichen Mitteln leben!!!)
    Ö3 heute morgen um ca. 8.45

    Ein syrischer „Asylwerber“ bekommt im Ö3 eine große Bühne und erzählt seine Geschichte. Er hat, nach eigenen Aussagen eine in Damaskus zurückgelassene Familie mit 3 minderjährigen Kindern zwischen 6 und 14 Jahren. Die können sich dort leider nicht so frei bewegen wie in Österreich.

    Welchem Familienvater würde es einfallen, seine Familie alleine in seinem Heimatland wo Krieg herrscht, zurückzulassen? Der Kerl soll sich schämen, ich würde meine Famile zuerst in Sicherheit bringen! Und noch größere Schande über unseren Propagandafunk, der sich nicht zu blöd ist um solch ein schäbiges Verhalten auch noch groß als representatives Schicksal im Radio vorzustellen. Aber die verblödeten Massen merken das alles gar nicht mehr! Ist jetzt seine Familie dort in Gefahr, dann ist er kein fürsorglicher Familienvater sondern ein schäbiger Lump, oder seine Familie ist nicht in Gefahr, dann ist er ein Asylbetrüger.
    Sowas soll bei uns auf die Tränendrüse drücken!!!!!!!

  5. H.Trickler

    Mises hat mit dieser Betrachtung zu seiner Zeit Recht. Wenn wir aber überbordenden Staatsaktivismus kritisieren, vergessen wir oft zu erwähnen, dass es umgekehrt viele Gebiete gibt, in welchen der Staat viel zu wenig entschlossen auftritt, z.B. der Regulierung von Banken…

  6. Weninger

    @Trickler
    Man braucht die Banken nicht regulieren, sondern einfach nicht mehr “retten”. Dann werden sich die Sparer und Geschäftsleute besser überlegen, welcher Bank sie ihr Vertrauen schenken.

  7. Thomas Holzer

    @Weninger
    So ist es!
    Außerdem: man sieht ja, wohin die Bankenregulierung führt: Ankauf von Staatsanleihen muß nicht! mit Eigenkapital unterlegt sein, Handel mit Staatsanleihen wird bei einer Einführung der Tobin-tax von dieser ausgenommen.
    Wo sich die Politik einmischt, geht es meistens daneben, auch wenn es in guter Absicht geschieht

  8. H.Trickler

    @Weninger:
    Das wäre natürlich ein guter Anfang, aber vermutlich nicht ausreichend.

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