Aus Geld leihen wird Raub

Von | 30. Januar 2014

“Vermutlich ahnen viele Menschen, dass die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise noch längst nicht vorüber ist, dass sich derzeit bestenfalls eine konjunkturelle „Scheinblüte“ in den Wirtschaftsdaten widerspiegelt, die neues, womöglich noch größeres Ungemach mit sich bringt. Die Vorahnung ist nicht unbegründet…..(hier)”

5 Gedanken zu „Aus Geld leihen wird Raub

  1. sybille Stoa

    3 Varianten wurden beschrieben:
    1.) Nur von Gläubigern der Banken und Staaten nur einen cut zu verlangen
    2.) Von allen Reichen eine einmalige Zwangsabgabe zu kassieren
    3.) Durch die Druckerpresse alle zu entwerten

    Meiner Meinung nach ist nur 1.) liberal, da jemand dem Staat was geborgt hat und dann einfach nicht wie vereinbart alles vom Staat zurück bekommt.
    Variante 2.) und 3.) enstehen glaube ich nur, indem die Gläubiger von 1.) eben keinen hair cut akzeptieren wollen und vorschlagen:
    “Du Schuldner Staat, kannst du nicht einfach Vermögenssteuern oder höhere Steuern auf Arbeit, Sekt, Tabak, Autos, … einheben, damit ich um nichts umfall? Oder zumindest könntest du Geld über die Notenbank drucken. Sonst würde sich ja dann auch dein Rating verschlechtern und du bekommst nur schwer neues Geld dann geborgt!”

    bei 2.) und 3.) werden andere in Mitleidenschaft gezogen, die gar nichts mit der Sache zu tun haben, das ist die kollektive Staatsschuld und die missfällt mir doch sehr.
    2.) und 3.) passieren dann, wenn der Gläubiger bei 1.) hart den Staat unter Druck setzen kann.

  2. sybille Stoa

    P.S.: Normalerweise sollte der Staat schauen, dass er in dieser Situation seine Ausgaben etwas sinnvoller gestaltet und sie reduziert, anstatt Steuern zu erhöhen. Das heisst bei links aber dann “Um Gottes Willen nichts kaputtsparen” Wenn dann plötzlich die Verteilungsgerechtigkeitsfrage gestellt wird, dann sollte jeder achtsame Obacht geben. Denn Verteilungsgerechtigkeit heisst nämlich nie “den Reichen was nehmen und den Armen geben”, es heißt “den Reichen was nehmen und den Gläubigern und Staatsbediensteten das Gros geben”, wie man es ja auch in Griechenland schön sehen konnte.

  3. FDominicus

    1) ist der Weg des Rechts, alles andere sind nur Gesetze. Es muß aber trotzdem ein “Gläubiger” ausgenommen sein solange das System so besteht. Jedes Guthaben darf nicht als Kredit für die Bank angesehen werden. Es muß von allen Seiten eindeutig klar sein, welches Geld man der Bank zum aufbewahren und welches als Kredit gibt. (Hier gilt m.E. auch nicht Unwissenheit schützt vor Strafe (lies Verlust nicht), Geld auf “seinem” Konto sieht jeder als “sein” Geld an. Ich weiß, es ist anders, was es aber nicht “richtiger Macht”.

    Trotzdem ist 1 ) auch mit dem heutigen System richtig, es bedeutet aber auch, daß Guthabenbesitzer mit bezahlen müssen. Auch das fällt derzeit unter 1 und ist auch korrekt.

    Ich persönlich bin jedoch der Meinung, daß Guthaben anders behandelt werden müssen, eben wie Anderkonten. Damit wäre ein Pleite einer Bank völlig nebensächlich (außer eben für die expliziten Schuldner und EK Halter). Das Geld wird ausbezahlt oder einfach auf das Konto des Kunden bei einer anderen Bank gutgeschrieben.

    Es ist schon erstaunlich, wie lange sich dieser Betrug schon hält…

  4. Reinhard

    Variante 1 ist die überall gelebte, einzig sinnvolle und einzig gerechte Variante.
    Es würde aber jene treffen, die im trauten Politik-Banken-System ihre goldenen Näschen verdienen. Welcher Gesetzgeber erlässt Gesetze, die ihm schaden? Also werden die Varianten 2 und 3 durchgesetzt, entgegen aller Vernunft und entgegen aller Gerechtigkeit.
    Da “die Gläubiger” oft dieselben sind wie “die Reichen” trifft es eh die richtigen, nur würden die linken Gierschlünde dann keinen Zugriff darauf haben. Jede Wette, nicht ein Cent einer herbeigeforderten “Reichensteuer” würde der Systemsanierung und dem Schuldendienst zufließen, aber alles in die Futtertröge der Regierigen…

  5. Reinhard

    Nachsatz: es soll natürlich heißen, überall in der Realwirtschaft gelebte. Wenn ich jemandem Geld pumpe und er kann er mir nicht zurückzahlen, ist es weg. gebe ich einer Firma Geld für Investitionen gegen gewinnversprechen und die Firma geht pleite, ist es weg. Immer bin ich selbst verantwortlich dafür, wem ich wieviel gebe, vertraue, glaube – Gläubiger eben.
    Außer ich sitze im Paralleluniversum des Politik-Banken-Syndikates, dort herrscht eine andere Realität. Man macht sich die Welt, wiedewiedewie sie grad gefällt – weil man es kann.

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