Aus meinem Posteingang

Natürlich ist es bedauerlich und nicht nachvollziehbar, dass sich die EU Regelungen gegeben hat, wo ohne Sinn und Not einzelne Mitglieder nicht mitstimmen dürfen, aber aufs Ergebnis wird sich das wohl wenig auswirken. In der Regel wird sich die Mehrheit durchsetzen und die Wahrscheinlichkeit, dass dies die sog. „Hartwährungsländer“ sein werden, ist eher gering. Allerdings sollte man bei der ganzen Debatte auch im Auge halten, dass die Hartwährungspolitik Deutschlands oder Österreich im letzten Jahrhundert als keinesfalls besonders erfolgreich beurteilt werden muss, hat doch die als so hart bezeichnete D-Mark während ihres relativ kurzen Bestehens über 70% (!) ihres Wertes verloren. Dem Bürger sollte endlich langsam klar werden, dass das Problem die Nationalbanken selbst sind (wie immer sie sich auch bezeichnen mögen) und endlich klar werden, das die Geldaufbewahrungsfunktion von der Zahlungsfunktion des Geldes so strikt, wie irgendwie möglich, zu trennen ist. Das zu verhindern machen jedenfalls alle Nationalbanken echt gut! Wenn die Bürger das jedoch nicht verstehen, dann werden sie ganz schön überrascht sein, wenn demnächst das Ergebnis von Sparen oder Faulenzen das gleiche sein wird!

Mag. Fenz Michael
4931 Mettmach

5 comments

  1. Christian Peter

    Nicht Zentralbanken sind Ursache der Krise, sondern vor allem die Schwankungen der Geldmenge, die sich aus dem Teilreservebankwesen ergeben. Zentralbanken werden nur durch Krisen im Teilreservesystem erforderlich : Eine Geldordnung ohne Zentralbank ist in einem Teilreservebanksystem undenkbar.

  2. gms

    Christian Peter,

    “Nicht Zentralbanken sind Ursache der Krise, sondern vor allem die Schwankungen der Geldmenge, die sich aus dem Teilreservebankwesen ergeben.”

    Aber sicher doch. Auch der größte Bullshit muß wahr sein, wenn sich Idioten wie Sie finden, die ihn bis zum Erbrechen wiederholen, sobald die entsprechenden Stichwörter fallen.

  3. gms

    Michael Fenz: “.. dass die Hartwährungspolitik Deutschlands oder Österreich im letzten Jahrhundert als keinesfalls besonders erfolgreich beurteilt werden muss, hat doch die als so hart bezeichnete D-Mark während ihres relativ kurzen Bestehens über 70% (!) ihres Wertes verloren.”

    Ahem — die einen oder anderen Unterschiede im Kaufkraftverlust, je nach dem ob eine sozialistische oder eben weniger sozialistische Regierung am Ruder war, lassen wir mal locker flockig unter den Tisch fallen, nicht wahr? Mit anderen Worten: Nachdem die SPD in Deutschland unter Brandt und Schmidt die Mark zwecks Verkurbelung inflationieren durfte, soll dasselbe Schicksal mit dem Euro nun nicht ganz so schlecht sein. Richtig?

  4. Rennziege

    1. Juli 2014 – 14:48 gms
    Wie recht Sie haben!
    “… hat doch die als so hart bezeichnete D-Mark während ihres relativ kurzen Bestehens über 70% (!) ihres Wertes verloren”, schreibt Herr Fenz.
    Die D-Mark lebte von 1948 bis 2001. Der österreichische Schilling, durch einen stillschweigenden Ehevertrag an die Mark gebunden, etwa ebensolang. 70% Wertverlust in 53 Jahren sind keines Rufzeichens würdig, sondern stinknormale Inflation, schaumgebremst noch dazu. Der Euro hat in 12 Jahren nicht unter 70% eingebüßt.
    Und man vergleiche die D-Mark mit dem französischen Franc, dem britischen Pfund und dem US-Dollar, ganz zu schweigen von der italienischen Lira … Dann wird auch Herr Fenz begreifen, wie abwegig seine Schlussfolgerung ist.

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