Aus Schaden wird man unklug….

Von | 18. August 2015

(ANDREAS TÖGEL) Den meist eher  linken Massenmedien in der Heimat Metternichs  verdankte schon weiland Jörg Haider einen guten Teil seines politischen Erfolges. Jahrelang verging kaum eine Woche, in dem nicht sowohl der rotgrüne Staatsfunk, als auch Boulevardblätter und „Qualitätspresse“  gar schaurige Geschichten über den charismatischen Populisten zu berichten wussten, der Bruno Kreisky bewunderte und sich selbst als einen „besseren Sozialdemokraten“ sah. Wer den Nerv besitzt,

für die Interessen autochthoner Österreicher einzutreten, kann nach Ansicht des juste milieu eben nur ein Reaktionär oder ein Nazi sein. Dass Adolf himself und sein umtriebiger Verstärker Goebbels sich Zeitlebens als linke Revolutionäre begriffen und – wie Sozialfaschisten und Kommunisten auch – in den Bürgerlichen ihren Klassenfeind erblickten, geht in ihre  Hirne einfach nicht hinein…

Unglaublich, dass die linken Medien nicht erkannten, dass sie dem von ihnen so inbrünstig gehassten Mann in ihrem Furor massenhaft Wähler zutrieben. Im anmaßenden Bewusstsein, nicht etwa als neutrale und objektive Berichterstatter zu fungieren, sondern mit einem moralischen Auftrag zur Volksbelehrung und –Umerziehung ausgestattet zu sein, schrieben und predigten sie so lange gegen die Wahrnehmungen und Empfindungen eines wachsenden Teils der Bürger an, bis Haider anno 2000 endlich eine Regierung von seinen Gnaden installieren konnte.

Selbst die mächtige „Kronenzeitung“ erlebte ihr Waterloo, als er mit dem ÖVP-Mann Wolfgang Schüssel einen Kanzler inthronisierte, den das den Sozialisten sehr gewogene Blatt pausenlos durch den Kakao gezogen hatte. Schon damals ging eine wachsende Zahl von Bürgern den Medien nicht mehr auf den Leim.

Der Volksmund weiß: „Aus Schaden wird man klug.“ Für die hohe Politik und die schreibende Zunft gilt indes: Schaden macht (noch) blöder.

Denn die Sorgen der produktiv arbeitenden Menschen und Steuerzahler im Lande, gelten ihr auch heute noch rein gar nichts. Was allein zählt, sind die Begehrlichkeiten linker Intellektueller, Minderleister aller Kaliber und – heute mehr denn je zuvor – kulturfremder Migranten. Was dem Diktat der politischen Korrektheit widerspricht, wird totgeschwiegen oder – wenn das nicht mehr geht – gnadenlos bekämpft. Eine wachsende Zahl von Bürgern deckt ihren Informationsbedarf daher nicht mehr länger aus den  Massenmedien, sondern vertraut anderen Quellen. Schon werden seitens staatsverliebter Linker daher unverhohlen Zensurmaßnamen angedacht, mit denen auch das Internet gleichgeschaltet werden soll. Durch den verschärften „Verhetzungsparagraphen“ könnte künftig jede Publikation eines kritischen Geistes zum Akt der Autodestruktion werden. Lange wird es nicht mehr dauern, bis die ersten Dissidenten für ein offenes Wort ins Gefängnis wandern. Für diejenigen, die mehr zu verlieren haben als ein rotes Parteibuch, wird der Zwang zum Konformismus dramatisch zunehmen. Könnte der politisch-mediale Komplex so wie er will, er würde sich glatt ein neues Volk wählen…

Seit dem überraschenden Ableben des Kärntner Tribuns Haider im Jahr 2008, heißt der Gottseibeiuns spießiger grüner Bobos, romantischer Weltverbesserer und allerlei anderer weltfremder Narren, Heinz-Christian Strache. Dass der Mann nicht aussieht wie ein Beamtengewerkschafter, sondern sogar recht fesch ist, immerhin einen Teil seines Lebens mit ehrlicher Arbeit unter Marktbedingungen zugbracht hat und sich mittlerweile zudem recht geschickt in Szene zu setzen weiß, verleiht ihm aus deren Sicht etwas geradezu Satanisches.

„Ohne Partei sind wir nichts“ (© SPÖ-Kanzler Fred Sinowatz) gilt eben bevorzugt für Politbonzen aus roten und grünen Biotopen, nicht aber für alle deren Wettbewerber. In aktuellen Umfragen dürfen sich Strache und seine blaue Truppe wachsenden Zuspruchs erfreuen. Das Politbarometer der einzig nennenswerten Opposition im Lande steigt unaufhörlich.

Spaltpilze (wie einst das LIF oder das BZÖ) sind nicht in Sicht. Das als neue Hoffnung der von den Schwarzen verprellten Leistungselite ins Rennen gegangene „Team Stronach“, das auch für FPÖ-Wähler attraktiv war, ist eben dabei, sich selbst zu demontieren und die lauwarmen Liberalalas von den NEOS wildern bevorzugt im Revier der Grünen.

Rezente Neugründungen wie die Wiener Türkenpartei (würde hierzulande einer es wagen, eine „Deutschenpartei“ zu gründen, stünde er als umgehend als übler Rassist am Pranger), kosten ausschließlich die Linksparteien Stimmen und sind daher für die FPÖ eher nützlich als schädlich.  ( Tagebuch)

5 Gedanken zu „Aus Schaden wird man unklug….

  1. sokrates9

    Ein kleines Detail aus dem gestrigen Fernsehgespräch mit Strache:Mich würde interessieren was denkt sich ein Interviewer Bürger wenn er Strache mit den Vorwurf anpatzen will dass Krickl 160€ in Worten Hundertsechzig Euro verrechnet hat und er als Antwort bekommt dass Strache auch ihm als linken Journalist eingeladen hat und Bürger vielleicht auch in der Buchhaltung aufscheint? Ist das nicht armselig mit welchen Mickymousedreck hier agiert wird? Wie kann man sich erblöden ein Insert mit 160.- € Spesen zu erstellen? Ist das der linke Hass der soweit überhaupt vorhandene Gehirne – ausschaltet? Oder glaubt man im Korriuptionsland Österreich – um wieviel Stellen sind wir da eigentlich die letzten Jahre im Index runtergefallen? – punkten zu können??

  2. Sven Lagler

    In diesem Blog wurde bereits vor Jahren das Ergebnis des arabischen Frühlings vorausgeahnt und das drohende Bargeldverbot diskutiert, als dies noch nur ein Thema für ganz ganz wenige war.
    Viele interessante Informationen die in keinem „Qualitätsmedium“ standen habe ich hier bekommen.

    Jetzt habe ich die Wahrnehmung, dass in diesem Forum zunehmend ein „Regelungsbedarf“ für das Internet befürchtet wird. Wie immer geht es dabei vordergründig um die Sicherheit, die Vermeidung von Hetze…

    Da der „Volksbelehrung und –Umerziehungs- Auftrag der herkömmlichen Medien“ (© A Tögel) im Zeitalter des Internet 2.0 – zum Glück – fast überhaupt nicht mehr funktioniert und es zu einem (Be-) deutungsverlust der Starkommentatoren und klassischen Medien bei allenunter 60 jährigen kommt, besteht Handlungsbedarf powered by taxpayers, Kreditaufnahme oder Gelddrucken.

    Es kann und darf nicht sein, dass weit über die Hälfte der (falls überhaupt noch zugelassenen) Leserreaktionen eine andere und in vielen Fällen pointiertere und bessere, weil massenkompatiblere Meinung als die pc Starkolumnisten herkömmlicher verlustbringender oder zwangesgebührenfinanzierter Medien vertreten.

    Abhilfe schaffen Klarnamenzwang, offiziell registrierte oder verdeckt ermittelte Aushebungen der IP / Geräte- Adressen, das Beobachten von Facebookeinträgen durch Beamte die sich um „unsere“ Sicherheit kümmern, eine erweiterte Vorratsdatenspeicherung…
    So könnte dem aktuellen Auswuchs und dem Mediensterben Einhalt geboten werden. Der Iran und andere Länder zeigen wie dies mit Hard- und Software der eigentlichen Klassenfeinde geht.

    Die Folge wäre, dass Stellungnahmen a la Fragolin, Sokrates9 usw. ausbleiben würden. Bestenfalls Christian Weiß, (vorausgesetzt er heißt wirklich so) und nur noch ein paar wenig andere würden dann noch ihre wertvollen Meinungen abgeben. Ein Vorgeschmack dazu wäre ein Vergleich der Einträge hier mit jenen auf Facebook bei CO. Der Informationsverlust wäre aus meiner Sicht enorm. Ich fürchte, dass diese Gefahr real ist und freue mich wenn ich damit unrecht habe.

  3. sokrates9

    SvenLagler@ Teile ihre Befürchtungen! Derzeit wird ganz Europa in erschreckender Weise “entdemokratisiert”. In Griechenland -dem Mutterland der Demokratie – wurde schon beim ersten Sparpaket voll drübergefahren – Gesetzestexte wurden in Engllisch akzepiert, welches 50% der Abgeordneten nicht sprechen, in der “demokratischen” Ukraine wurden Amerikanern schnell Staatsbürgerschaft verliehen und Minister, Österreich nun Ausschaltung der Länder / Gemeinden,, Kriegsflüchtlinge und ihre Angehörigen bekommen sofort Asyl – ohne das wer hinterfragt ob wir die Millionen Asylberechtigten verkraften können, Neutralität wurde klanglos abgeschafft, usw! Ich bin ziemlich autonom und hätte mit Klarnamen derzeit wenig Probleme , doch es heißt wachsam zu bleiben, ohne realistischerweise keine Idee zu haben, wie man das Pendel wieder in die andere Richtung bewegen kann!

  4. Fragolin

    @Sven Lagler
    Ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass die Vermeidung des Klarnamens interessierte amtliche Stellen daran hindert, meine Identität zu eruieren. Das Internet garantiert etwa soviel Anonymität wie ein Swingerclub, wo jeder Nackerte eine Augenmaske tragen darf aber schon am Eingang seinen Pass vorweisen muss.
    Ich schreibe nur unter Pseudonym, weil ich nicht jedem kleinen Schmierfinken sofort mir offenem Visier gegenübertreten möchte um mich persönlich anpatzen zu lassen. Ich habe Familie, ich habe Freunde, ich habe Verantwortungen. Aber ich glaube fest daran, dass ich das Recht auf eine eigene Meinung habe und dass diese meine Meinung keinen Straftatbestand darstellt. Ich hetze nicht gegen bestimmte Personen, verabscheue jede Form der Gewalt gegen Andersdenkende (außer der Zwang zur Argumentation seiner hohlen Phrasen wird von irgendwem als psychische Gewalt empfunden…) und vertrete eigentlich nur die Meinung, dass die Freiheit des Einzelnen ebenso wie sein rechtmäßig erworbenes Eigentum unantastbar zu sein hat und jede Form der Unterwerfung und Enteignung mit einer freiheitlichen Weltordnung absolut inkompatibel ist.
    An dem Tag, an dem diese Meinung strafbar wird, werde ich verstummen. Dann hat es nämlich auch keinen Sinn mehr, etwas zu schreiben oder zu sagen. Dann geht es nur noch ums Überleben.
    Bis dahin bin ich dem Hausherren überaus dankbar, eine Plattform zu bieten, auf der man seine Meinung posten kann, auch wenn diese vom staatlich verordneten Wortlaut abweicht. Bei den meisten Medien, inklusive der inzwischen extrem zensurfreudigen “Presse”, ist das nicht mehr möglich.
    P.S. Zum Thema Klarnamen: Der kleine Schmierfink mit den geschmacklosen facebook-Postings, der wegen seiner mMn menschneverachtenden und absolut geistlosen Einträge vom Porsche-Konzern (eben jenem, der auf seine weiße Weste bedacht ist und nebenbei erwähnt zu 10% Qatar gehört…) gefeuert wurde, wurde von der StA fallengelassen – es läge weder eine Drohung noch eine Verhetzung vor. Also keinerlei Straftatbestand. Trotzdem wurde seine berufliche Laufbahn zerstört und sein soziales Ansehen vernichtet. Deshalb bin ich gegen Klarnamen, habe aber kein Problem mit einer Registrierung. Die Justiz kann wissen, wer ich bin (und wird es im Bedarfsfall auch immer herausfinden), aber es muss nicht jeder andere wissen.

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