Auslaufmodell Schweiz?

Von | 25. Juni 2017

“Weder die Einheitswährung noch die Personenfreizügigkeit noch der ausdrückliche Verzicht auf verschiedene Integrationsgeschwindigkeiten bzw. -vertiefungen sind heute für den nüchternen Europäer mehr sakrosankt. Angesichts des offensichtlichen konstitutionellen Versagens auf mehreren Ebenen sind wir heute einem „Anything goes“ näher als je zuvor….” (der Schweizer Bankier Konrad Hummler, hier)

38 Gedanken zu „Auslaufmodell Schweiz?

  1. raindancer

    man kann es auch anders sagen.
    die Schweiz und Grossbritannien (spät aber doch) machen es richtig.

  2. mariuslupus

    Konrad Hummler ist ein kluger Mann, der bis jetzt immer mit seiner Beurteilung der Situation der Schweiz und Europas richtig lag.
    Die Schweiz wird von der EU unter Druck gesetzt, und unter diesen Druck ist die Regierung bereit ,sich an die EU anzupassen und mitzumachen. Die Schweiz hat immer, als direkt demokratisch regierter Kleinstaat eigene, spezifische, Interessen verfolgt. Dass die Schweiz bis jetzt neutral und unabhängig geblieben ist, hat eine einzige Ursache, den Volkswillen, der sich in einer direkten Demokratie, gegen die classe politique durchsetzt. Die Regierenden, so lange sie noch überwiegend konservativ und liberal, politisierten, haben den Willen des Souveräns respektiert und auch umgesetzt. Die Mehrheit der Linken in der Regierung, hat dazu geführt, dass der Souverän übergangen wird, seine Entscheidungen nicht realisiert werden.
    Beispiel, die Masseneinwanderugsinitiative.
    In einer repräsentativen, sog. Demokratie bestimmen die Parteien,wer und wie regiert wird. Die Parteien behaupten, dass sie das Volk sind. Diese Behauptung wird von der Bevölkerung, anstandslos akzeptiert. Die Bevölkerung hat die Verantwortung an die Parteien abgetreten und akzeptiert, dass die richtigen Entscheidungen eine Angelegenheit von Parteikadern, den ZK, Politbüros, Geheimausschüssen, sind.
    Die Belohnung dafür sind hohe Steuern, die zum kleinen Teil, als Almosen an die zuerst Beraubten zurückgegeben werden. Der Räuber mit menschlichen Antlitz.

  3. Hausfrau

    Noch am Ende des 19. Jahrhunderts war die Eidgenossenschaft ein relativ armes Land. Erst durch die Vermeidung der Einmischung in beide Weltkriege und die dortige Finanz- sowie Pharmaindustrie hat es den heutigen Wohlstand erreicht. Nützlich war und ist weiterhin die “andere” Art der Demokratie, obwohl sie nun sehr isoliert ständig von der EU-Zenztralverwaltung in Brüssel geknebelt wird.

  4. astuga

    Die Schweiz hat Napoleon und die Nazis überlebt, sie wird (so Gott will) auch die EU überleben. 😉

  5. Weninger

    @astuga
    Die Schweiz hat die Nazis nicht nur überlebt, sondern bestens von den Geschäften mit ihnen profitiert.

  6. mariuslupus

    @Weninger
    Was die Geschäfte mit den Nazis betrifft, sprich III.Reich, war die Schweiz in guter Gesellschaft. Schweden, die UdSSR, die USA, usw.

  7. Weninger

    Na dann ist ja alles in bester Ordnung, haben uns die Nazis doch vor den bösen Commies beschützt, leider am Ende vergeblich 😉

  8. astuga

    @Weninger
    Das ist richtig, war aber nicht Punkt meiner Aussage oder des Themas.
    Andererseits, warum hätte die Schweiz sich hier moralischer verhalten sollen als die Sowjets bis zu Barbarossa, die USA und viele andere Nationen weltweit (sowohl was Flüchtlinge betraf wie Geschäftemacherei).
    Es gab wie überall auch in der Schweiz Nazi-Sympathisanten, und für Nazi-Deutschland war es vorteilhafter die Schweiz nicht zu besetzen.

  9. Weninger

    @astuga
    Die Amis haben es trotzdem nicht gerade lustig gefunden, dass die Schweizer mit am eifrigsten mithalfen, den Krieg im Sinne der Nazis entscheidend zu verlängern und das die Schweizer nicht mehr von dem Zorn zhu spüren bekamen, ist wohl nur dem beginnenden Kalten Krieg zuzuschreiben.

  10. Oliver H.

    “Die Amis haben es trotzdem nicht gerade lustig gefunden ..”

    /Diese/ Amis oder /jene/ Amis?

    The Best Enemies Money Can Buy – Prof. Antony C. Sutton
    youtube.com/watch?v=XYLAFOvt32o

  11. Weninger

    @Oliver
    Auch jene Amifamilien, deren Söhne im Kampf gegen Deutschland gefallen sind, nehme ich an. Ob es sinnvol war in den Krieg in Europa einzugreifen, das müssen Sie entscheiden. Entweder hätte das 3. Reich gewonnen und die Hegemonie erreicht oder der Kommunismus in Westeuropa. Beides wollte die US-Führung vermeiden. Ob das ein Trost für die Gefallenen ist, weiß man schon?

  12. mariuslupus

    @Weninger
    Angeblich, nicht gesichert, Churchill: Wir haben die falsche Sau geschlachtet.

    @Astuga
    Zitat aus Landser Zeiten: Die Schweiz, das kleine Stachelschwein, dass nehmen wir, im vorbei gehen ein. Die Wehrmacht hätte die Schweiz besetzen können, das Flachland war nicht zu verteidigen, aber nicht das Reduit und die Alpenpässe. D. h. Aufwand, ohne Ertrag

  13. Weninger

    @mariuslupus
    eine neutrale Schweiz war für die Geschäfte der Nazis unverzichtbar. Eine besetzte Schweiz wäre nutzlos gewesen.

    Für England war Hitler die tödlichere Gefahr, das ist für mich eindeutig. Ohne Wendung gegen Russland hätte er England ausradieren könnne. Da können die Engländer noch so sehr ihren Heldenmythos strapazieren. Aber er war nicht daran interessiert England zu bestzen, sondern besessen von Lebensraum im Osten. Churchill hat sich jedenfalls mitunter ein wenig zu wichtig genommen und es gab im UK durchaus nicht nur Befürworter seiner Politik.

  14. Oliver H.

    “eine neutrale Schweiz war für die Geschäfte der Nazis unverzichtbar.”

    Diese Feststellung klammert die Frage aus, wer denn die treuen Geschäftspartner der Nationalsozialisten waren. Mit General Motors, General Electrics, Ford, ITT und Standard-Oil hatte Hitler sogar bis zum Kriegsende verdammt wichtige Verbündete. Daß GIs fern der Heimat gegen Rüstungsprodukte made in the USA ankämpften durften, wiederholte sich danach in Vietnam.

    Zum Finanzwesen: Jene Bank, über welche die Nationalsozialisten unter anderem mit Hilfe von Allan Dulles ihre Geschäfte mit dem Westen abwickelten, wurde nach dem Krieg das Dach aller Zentralbanken in Form der BIS (Bank for International Settlements).

    “Ob es sinnvol war in den Krieg in Europa einzugreifen, das müssen Sie entscheiden.”

    Ob sinnvoll oder nicht, es war definitiv ein Bombengeschäft. In seiner Abschiedsrede prägte Eisenhower erstmals den Begriff “militärisch-industrieller Komplex”, und er tat dies definitiv nicht mit Symphatie, sondern im Wissen, wie er und die amerikanischen Bürger verarscht wurden.

  15. astuga

    @Oliver H.
    Eben.
    Ich erinnere mich an eine Doku zum 2. WK vor einigen Jahren auf ORF III.
    Dabei ging es um westaliierte Kriegsgefange in Deutschland, die von den Sowjets verschleppt wurden.
    Dabei wurde erwähnt, dass ein US-amerikanischer “Wirtschaft- und Handelsvertreter” (den offiziellen Titel kenne ich jetzt nicht) den gesamten 2. WK über unbehelligt im 3 Reich gelebt hat.
    Er half dann westalliierten Kriegefangenen, damit sie nicht den Sowjets in die Hände fielen (die sie nach Russland verschleppt hätten um Geld vom Westen zu erpressen).

    So manches Detail über den 2. WK und die unmittelbare Nachkriegszeit ist der breiten Bevölkerung gar nicht bekannt.
    Auch weil es nicht ins offizielle Narrativ passt.
    Etwa auch, dass sich Sowjets und Amerikaner in der Endphase des Krieges bereits vereinzelt Luftkämpfe geliefert haben.

  16. Weninger

    @Oliver etc
    Dass Krieg immer schon ein Bombengeschäft war, ist klar, auch die Deutschen haben mit Rüstungsgütern spätere Gegner beliefert. Bis Ende 41 waren die USA eh neutral, konnten also Geschäft emachen mit wem sie wollten.
    Aber die Alternative zum Nichteinmischen wäre ein Deutsches Reich mit Hegemonie über Euopa, Nordafrika und den Mittleren Osten gewesen. Daran konnten die USA kein Interesse haben.

  17. Oliver H.

    @astuga

    “So manches Detail über den 2. WK und die unmittelbare Nachkriegszeit ist der breiten Bevölkerung gar nicht bekannt.”

    Wem erzählen Sie das? Sobald man aber der unwissenden Masse auf die Sprünge hilft, ist dies zugleich der Startschuß für Horden von Kläffern und deren “Antiamerikanismus! Antisemitismus!”-Gebell.

    “Auch weil es nicht ins offizielle Narrativ passt.”

    Antony C. Sutton hatte als Militärhistoriker am Hoover-Institute in Cambrigde alles, was zur Aufarbeitung der ungustigen Verbindungen nötig war. Als er damit an die Öffentlichkeit ging, war er seinen Job los.

    Exkurs: Dr. Stan Monteith hatte 1963 ein sonderbares Erlebnis, als er aus den Medien erfuhr, Fidel Castro sei Kommunist, obwohl er doch 1959 gegen Batista in Cuba von den USA installiert wurde und damals laut Propaganda kein Kommunist war. Wenn Leute merken, daß sie verarscht wurden, dann graben sie tiefer, aufdaß ein Narrativ nach dem anderen zerplatzt.

    “Etwa auch, dass sich Sowjets und Amerikaner in der Endphase des Krieges bereits vereinzelt Luftkämpfe geliefert haben.”

    Sollte mich nicht wundern, bloß interpretiere ich das anders als die Mehrheit der Leute. Eisenhower aber kannte seine Pappenheimer.

  18. Weninger

    Etwa auch, dass sich Sowjets und Amerikaner in der Endphase des Krieges bereits vereinzelt Luftkämpfe geliefert haben.

    Was soll das schon beweisen?

  19. Oliver H.

    “Bis Ende 41 waren die USA eh neutral, konnten also Geschäft emachen mit wem sie wollten.”

    Die Geschäfte gingen bis zum Ende des Krieges weiter! Chemische Grundlagen sowie Treibstoffe von Standard-Oil, Panzer und Militärfahrzeuge von GM (=Opel) und Ford. Auch der Einsatz von Zwangsarbeitern war dem amerikanischen Geheimdienst bekannt, wurde aber niemals offiziel weitergeleitet.

    Zugleich ist verdammt gut aufgearbeitet, daß die amerikanischen Anlagen in Deutschland nicht bombardiert wurden. Diese Auffälligkeiten wurden in den Nürnburger-Prozessen angesprochen und daraufhin sofort beinhart ausgeklammert.

  20. Christian Weiss

    “Die Amis haben es trotzdem nicht gerade lustig gefunden, dass die Schweizer mit am eifrigsten mithalfen, den Krieg im Sinne der Nazis entscheidend zu verlängern und das die Schweizer nicht mehr von dem Zorn zhu spüren bekamen, ist wohl nur dem beginnenden Kalten Krieg zuzuschreiben.”

    Die Behauptung, dass die Schweiz den Zweiten Weltkrieg “entscheidend verlängert” hat, ist wissenschaftlich vollkommen unhaltbar und wurde auch durch den Bergier-Bericht, das umfassendste Werk, dass sich je mit der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg befasst hat, widerlegt.
    Schon die Unterstellung einer Kollaboration mit den Nazis ist aufgrund der Faktenlage unhaltbar und verleumderisch. Die Schweiz hat sich im Zweiten Weltkrieg so Pro-Alliiert und Anti-Achsenmächte verhalten, wie sie aufgrund der Situation nur konnte. Man sollte vielleicht mal eine Landkarte aus dieser Zeit zur Hand nehmen. Da wird man feststellen, dass die Schweiz der einzige Flecken in ganz Kontinentaleuropa war, der nicht von Nationalsozialisten, Faschisten, Sozialisten und anderen Menschenvernichtern und -verachtern besetzt war. Allein schon, um die Versorgung des Binnenlandes mit lebenswichtigen Gütern sicherzustellen, musste man Handel mit den Nachbarn treiben.

    Aber es ist beliebt, die Schweiz als Kriegsgewinnler darzustellen. Dass die Nachfahren derer es tun, die mit Begeisterung den braunen Horden nachgelaufen sind, ist ja irgendwie verständlich. Auch der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hatte keine bessere Idee, als bei seinem Staatsbesuch die Schweiz dafür zu rügen, dass sie im Zweiten Weltkrieg zuwenig Flüchtlinge aufgenommen haben soll. Die Schweiz war notabene das einzige kontinentaleuropäische Land, das Flüchtlinge aufnahm. Und es hätte gar keine Flüchtlinge gegeben, hätte Deutschland nicht das grösste Gemetzel der Menschheitsgeschichte vom Zaun gebrochen. Und ausgerechnet der Bundespräsident dieses Landes kommt in die Schweiz und verteilt Noten? “Dreist” ist dafür gar kein Ausdruck.
    “Noch am Ende des 19. Jahrhunderts war die Eidgenossenschaft ein relativ armes Land. Erst durch die Vermeidung der Einmischung in beide Weltkriege und die dortige Finanz- sowie Pharmaindustrie hat es den heutigen Wohlstand erreicht.”

    Auch die Behauptung, dass die Schweiz lange ein armes Land gewesen sei, das nur durch die Verschonung in zweien Weltkriegen und irgendwelche Finanzdienstleistungsmätzchen zu Wohlstand kam, ist eine völlig unhaltbare Behauptung.
    Der Schweizer Wohlstand beruht seit jeher auf wirtschaftlicher Freiheit mit entsprechend positiven Auswirkungen auf Unternehmertum und Innovation. Die wirtschaftliche Freiheit und die Rechtssicherheit wurde schon 1848 mit der Gründung des Bundesstaates festgesetzt und entsprechend ging es mit diesem nur mit den USA und Grossbritannien bezüglich Liberalismus vergleichbaren Staat seit damals aufwärts.
    1890 lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der Schweiz doppelt so hoch wie jenes von Deutschland und eineinhalb mal so hoch wie jenes der USA.

  21. Oliver H.

    “Aber die Alternative zum Nichteinmischen wäre ein Deutsches Reich mit Hegemonie über Euopa, Nordafrika und den Mittleren Osten gewesen. Daran konnten die USA kein Interesse haben.”

    Pearl Harbor fand also niemals statt und daran anknüpfend die Hegemonie der USA über Europa? Dasselbe ‘katastrophale und katalytische Ereignis’, das später zentraler Eckstein von PNAC [1] wurde?

    Die Alternative zur Einmischung im WWII wäre ein rechtzeitiges Erkennen der amerikanischen Öffentlichkeit gewesen, wer hinter der militärischen Aufrüstung der Nationalsozialisten steht! Das Blut abertausender GIs hätte nicht vergossen werden müssen; von Europa wäre Unheil ferngehalten worden, hätten Geheimdienste und Medien den Job gemacht, von dem die Öffentlichkeit meint, es wäre deren ureigenste Aufgabe.

    Apropos Aufgabe: Sich Schlaumachen über die Dulles-Brüder und den Walker-Zweig der Bush-Familie ist ein guter Anfang.

    [1] visibility911.org/wp-content/uploads/2008/02/rebuildingamericasdefenses.pdf
    “Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some
    catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor. Domestic politics and industrial policy will shape the pace and content of transformation as much as the requirements of current missions. (..) Absent a rigorous program of experimentation to investigate the nature of the revolution in military affairs as it applies to war at sea, the Navy might face a future Pearl Harbor – as unprepared for war in the post-carrier era as it was unprepared for war at the dawn of the carrier age.”

  22. Weninger

    @Oliver
    Der Konflikt zwischen japan und den USA war ab 1936 unvermeidlich, zum Krieg wäre es in jedem Fall gekommen, für die Amis war der Eintritt eh fast noch zu früh.

    Aber warum klären Sie nicht bitte Herrn Weiss über die Geschichte und andere Seite der “sauberen” Schweiz auf, wenn Sie schon wieder auf dem Belehrungstrip sind, das würde mir mehr gefallen.

  23. Oliver H.

    “.. Belehrungstrip, das würde mir mehr gefallen”

    Was zyklisch ad hominem überlaufenden Jauchegruben wir dir gefallen würde oder nicht, ist für die Debatte irrelevant.

  24. Weninger

    @Oliver
    Sie finden also die Darstellung von Herrn Weiss korrekt, na gut!
    Aus Ihrer eigenen Brille finden Sie auch nicht mehr raus, auch gut.
    Ich kann ja damit leben, dass es die unterschiedlichsten Ansichten gibt, während Sie ewige Wahrheiten predigen,
    ad hominem — geschenkt, Jauchengruben — plapla
    Soll Ihnen nichts Schlimmeres passieren. Wenn ich bedenke, was Sie schon alles abgesondert haben. Aber egal. Nicht einmal der durchaus nicht heikle “Hausherr” nimmt Sie ernst und Sie prostituieren sich dennoch weiter, im sicheren gewissen der hellen Seite der Menschheit zu dienen, plapla —

  25. Christian Weiss

    @ Weninger
    Die ARD als Staatssender des Nachfolgestaates des Dritten Reiches leistet gute Arbeit, wenn es darum geht, reisserische und tendenziöse Dokumentationen gegen westliche Staaten und deren Unternehmen zu produzieren, wenn sich daraus eine “aber die anderen haben auch”-Botschaft konstruieren lässt.
    Weder gelingt es der ARD wenigstens halbwegs faire Dokumentationen über Israel zu produzieren, noch hat dieser Kanal sich je die Mühe gemacht, die Situation der Schweiz im Zweiten Weltkrieg fair zu betrachten. Um die Mär von der Kriegsgewinnlerin Schweiz aufrecht zu erhalten, ist in den antikapitalistisch ideologisierten Redaktionsstuben der ARD kein Mittel zu plump.

    Von 1940 bis 1945 grenzten mit Ausnahme der paar wenigen Kilometer zum Kleinststaat Liechtenstein die gesamte 1800 Kilometer lange Landesgrenze der Schweiz an die Achsenmächte. Jedwelcher Im- und Export von Gütern musste zwangsläufig Gebiet des Dritten Reiches und seiner Verbündeten durchqueren. Es gab aus überlebensnotwendigen Gründen Handelsbeziehungen zum faschistischen Europa. Diese haben aber nie das Ausmass erreicht, das rote und braune Köpfe zur Untermauerung ihres Antihelvetismus gerne hätten.
    Renomierte und glaubwürdige Historiker haben in umfassenden Berichten, welche die Qualität und Quantität einer ARD-Dokumentation bei weitem übertreffen, dargelegt, dass die Behauptung, die Schweiz habe durch ihr Handeln den Krieg verlängert, nicht haltbar ist.

  26. mariuslupus

    @Weninger
    Warum klammern sie sich an die Behauptungen die sozialistische Historiker zum Nachteil der Schweiz ständig wiederholen. Die Schweiz hat verglichen mit Frankreich, Belgien, Norwegen, Spanien keine nennenswerte Anzahl an Sympathisanten mit dem III.Reich. Warum “sauber” im Zusammenhang mit der Schweiz. Eine klassische Verschiebung als Abwehrmechanismus. Wie können Sie ARD glauben ? Ist doch ein Lügen- und Propagandasender.
    Die Schweiz wurde nicht besetzt, weil die Regierung und General Guissan einen pragmatischen Beschluss gefasst hat. Das Mittelland kann nicht verteidigt werden, die hohen Verluste würden verunmöglichen die strategisch wichtigen Positionen, das Reduit und die Päss zu halten. Die Festungen St.Maurice, Gotthard, Sargans usw. waren für die Wehrmacht uneinnehmbar. Hitler ist aus strategischen Gründen um die Pässe gegangen. Noch niemand hat plausibel erklärt wie die Schweiz am Geschäft mit dem III.Reich und auch noch als Geldwäscher hätte profitieren können

  27. Weninger

    @mariuslupus
    “Noch niemand hat plausibel erklärt wie die Schweiz am Geschäft mit dem III.Reich und auch noch als Geldwäscher hätte profitieren können”
    weil Sie sich nicht dafür interessieren und alle deutschen Quellen vor vornherein als unglaubwürdig hinstellen, weil das Nachkommen der “nazis” sind. Wie blöd kann man sein? Es gibt kein Land, dass mehr vom 2. Wk profitiert hat als die Schweiz. Fakt.

    Jüdische Quellen, die Verbrechen der Schweiz aufabreiten sind ann wohl auch unglaubwürdig, hä?
    Nur ein Beispiel von vielen:
    http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/shows/nazis/readings/sinister.html

    Weiss
    Färben Sie nur weiter nach Schweizer Art schön Ihre Vergangenheit. Es ging um Milliarden während Millionen verreckten haben die Schweizer (Banken) abgesahnt. Profit aus Blut, aber wir können ja nix dafür, gell? Das ist blanker Zynismus Schweizer Kaltschnäuzigekit, Herr Weiss.
    Ich sage nur Christoph Meili https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Meili
    Aber Sie werden für Ihr land weiter Ausreden finden, keine Frage.

  28. Weninger

    @mariuslupus
    Wie schon oben betont, die Schweiz wurde nicht besetzt, weil die Nazis sie brauchten. Ganz einfach eigentlich. Und aus keinem anderen Grund.

  29. Christian Weiss

    Weninger

    Aus Ihren Aussagen spricht purer Schweizhass.
    Sie dürfen gerne jüdische Quellen bringen. Dort können Sie nachlesen, dass sich auch bei deren Untersuchungen die angeblichen Milliardengewinne, welche die Schweizer Banken auf Kosten von Juden gemacht haben sollen, in Luft auflösten. So konnte die amerikanisch-jüdische Volcker-Komission nachrichtenlose Vermögen auf Schweizer Bankkonten, die jüdischen Vertriebenen und Holocaust-Opfern gehörten, von 22 Millionen Franken feststellen.

    Aber es gehört in gewissen Kreisen von Nachfahren des ehemaligen Dritten Reiches zum guten Ton, dass man sich darin versucht, der Schweiz irgendwelche Kollaboration mit dem Nationalsozialismus anzudichten.
    Richtig perfide wird es, wenn man dann noch Juden gegen Schweizer auszuspielen versucht. Denn mit dem Vergleich zwischen Schweizer Banken und den teilweise durch den jüdischen Weltkongress vertretenen Opfern des Nationalsozialismus wurden die letzten Unstimmigkeiten ausgemerzt. Die Geschichte ist auf 30’000 Seiten aufgearbeitet und man kann sie im sogenannten Bergier-Bericht nachlesen.
    Dieser Bericht setzt sich mit der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg sehr kritisch auseinander. Er kommt – und ich wiederhole mich, aber ich habe auch jedes Recht dazu, wenn ungeheuerliche Anschuldigungen und übelste Verleumdung vorgetragen werden – zu klaren Schlüssen:
    1. Die Behauptung, dass die Schweiz den Zweiten Weltkrieg verlängert hat, ist unhaltbar.
    2. Die Behauptung, dass die Schweiz mit dem Dritten Reich kollaboriert hat, ist unhaltbar.
    3. Die Behauptung, dass sich die Schweiz auf Kosten der Juden bereichert hat, ist unhaltbar (und wird gerade von Juden auch nicht erhoben).

    Was hingegen richtig ist: Die Schweiz hat als einziges kontinentaleuropäisches Land jüdische Flüchtlinge aufgenommen. Die Hoffnung der Schweiz, an der Flüchtlingskonferenz in Evian, die angesichts der bereits einsetzenden Pogrome gegen Juden 1938 abgehalten wurde, dass auch andere Länder ihre Bereitschaft zeigten, Flüchtlinge aufzunehmen, wurden enttäuscht.

  30. Weninger

    Alles klar, Schweiz = supersauber; Deutsche = Böse Nazi-Nachfahren, noch dazu Sozialisten; Juden gegen Schweiz ausspielen = perfide, jaja …

    22 Mio Franken? und warum dann: “Bei den nachrichtenlosen Vermögen jedenfalls wurden die Schweizer Banken zur Kasse gebeten. 1998 zahlten sie den Angehörigen der Holocaust-Opfer in einem Vergleich 1.2 Milliarden Franken.”
    “Das Raubgold musste «gewaschen» und in Devisen umgewandelt werden, mit denen die Nazis Rohstoffe beschaffen konnten. Die Banken in der neutralen Schweiz leisteten dazu einen wesentlichen Beitrag, sie nahmen fast 400 Tonnen Gold entgegen, was einem heutigen Gegenwert von rund 15 Milliarden Euro entspricht. Mit Abstand wichtigster Abnehmer war die Nationalbank.”
    Alles nur bösartige Erfindungen?
    Brauch ma net weiterreden, leben Sie weiter in Ihrer Schweizer Traumwelt. Ich hasse nicht die Schweizer, sondern selbstgerechte A…Geigen.

  31. mariuslupus

    @Weninger
    Wenn Sie nicht weiter wissen, versuchen Sie doch nicht unhöfflich zu sein. Macht einen schlechten Eindruck.
    Sie bleiben bei Ihren vom Linksfunk induzierten Emotionen, vergessen Sie die Fakten.
    Die Schweiz hat an den WJC unter den Druck der USA wegen angeblicher nachrichtenlosen Vermögen 1.25 Milliarde Franken gezahlt. Davon konnten mit Mühe und Not 250.000 ausgezahlt werden. Der Rest ist à fond perdu gegangen.
    Habe noch von keiner jüdischen Quelle etwas gelesen die “Verbrechen” der Schweiz beschrieben hätte. Was verstehen Sie unter Verbrechen ? Welche Verbrechen hätten es sein sollen ?

  32. Weninger

    400 Tonnen Raubgold versilbert — kein Verbechen, alles in Ordnung. Hehlerei von Blutgold, saubere Weste?

  33. Weninger

    Ein weiterer Kommentar wartet auf Freischaltung, da er zwei LInks enthält.

  34. Weninger

    @mariuslupus
    “unhöfflich ” ist es übrigens auch, wenn man sämtliche Deutsche als lügende linke Nazinachfahren verunglimpft.

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