Australischer Terror und österreichisches Islamgesetz

(ANDREAS UNTERBERGER) Drei Reaktionen auf die blutig geendete Geiselnahme von Australien sind absolut widerlich. Aber gerade diese findet man zur Stunde besonders häufig, viel häufiger als die anderen Reaktionsmöglichkeiten wie Betroffenheit, Verzweiflung und Zorn oder auch Gleichgültigkeit, Relativierung und Verdrängung. Oder Nachdenken, wie man sich besser schützen kann (was nicht sehr leicht ist).

Die drei besonders schlimmen Reaktionen:

Das eine ist der unerträgliche Jubel islamistischer Schreiber, dass es jetzt gelungen ist, den Terror auch bis nach Australien zu tragen. Dass dort auch ganz normale Besucher eines Kaffeehauses getötet worden sind, was viele Millionen Menschen einschüchtert. „Wir Moslems sind wieder wer.“
Das zweite sind die regelmäßig auftauchenden Stimmen, dass Mordtaten nie von Moslems begangen worden sein können. Dass da vermutlich Israel dahinterstecke. So haben ja in Österreich vertriebene islamische Medien mit Türkeibezug Israel sogar schon mehr oder weniger direkt die Schuld am blutrünstigen „Islamischen Staat“ zugeschoben.
Fast noch schlimmer ist der Unterton so mancher österreichischer Stimmen, also die dritte Reaktions-Variante: Bei uns könne so etwas ja zum Glück nicht passieren, wir sind nicht so scharf gegen den Islam, wir arrangieren uns immer. Wenn das wirklich stimmen sollte, dass die Gefahr bei uns geringer ist, dann heißt das in Wahrheit eindeutig: Die Islamisten haben schon gewonnen; Österreich hat schon nachgegeben, sich bereits in die Rolle eines Halb-Vasallenstaates begeben.
Hoffentlich stimmt das nicht. Aber der Vergleich der österreichischen Reaktion auf die in den letzten Jahren rapid angewachsene islamische Bedrohung mit der Reaktion in anderen Ländern spricht schon für sich. Kopftuchverbote etwa wagt man hierzulande gar nicht mehr einzuführen, obwohl anderswo – Belgien, Frankreich – auch die meisten Linksparteien dafür sind.

Vor einem allzu schnellen endgültigen Urteil sollte man jedoch noch das Islamgesetz abwarten, an dem derzeit in diversen Hinterzimmern gewerkt wird. Bringt man es zustande oder geht die Regierung schon vorweg in die Knie? Und wird es die folgenden vier absolut lebensnotwendigen – und eigentlich absolut selbstverständlichen – Aspekte voll und uneingeschränkt enthalten:

Ist der Lehrinhalt, der in Moscheen und Religionsstunden vermittelt wird, klar, zur Gänze und in deutscher Sprache offen gelegt – und zwar so, dass das auch überprüft werden kann? (Wer das verweigert, führt mit Sicherheit Böses im Schild!)
Ist sichergestellt, dass endlich jeder Religionslehrer und Imam sofort und effektiv aus dem Verkehr gezogen wird, der Verfassungsfeindliches predigt und lehrt? (Das reicht von Kriegshetzerei über die Freiheit, eine Religion unbehindert auch zu verlassen, bis zur vollen Gleichberechtigung der Frauen.)
Ist klar, dass nicht Schiiten oder liberale Moslems oder sonstige Gruppen, die sich zwar als Moslems, aber eigenständig fühlen, unter das Dach einer großen Glaubensgemeinschaft gezwungen werden? (Die jetzige islamische Glaubensgemeinschaft hat ja eine absurde Universalkompetenz, wie wenn die katholische Kirche die Oberhoheit über alle Lutheraner, Baptisten, Orthodoxen, Anglikaner und andere christliche Bekenntnisse in Österreich hätte.)
Sind wirklich künftig alle Finanzierungen ausländischer Organisationen und Staaten für heimische Moscheen und Religionsgruppen ausgeschlossen? (Eine solche Regelung wäre übrigens durchaus auch sinnvoll gegenüber allen anderen Religionen – man denke etwa nur an Sekten.)
Bringt die Koalition (auch) das nicht zustande, dann lädt sie historische Schuld auf sich.
(TB)

8 comments

  1. Thomas Holzer

    “Bringt die Koalition (auch) das nicht zustande, dann lädt sie historische Schuld auf sich”

    So ein Blödsinn

  2. Rado

    Ja natürlich ist sowas hierzulande auch möglich! Warum wohl gibt es hierzulande anteilsmäßig die meisten Dschihadisten in Europa.
    Man kann nur hoffen, dass es, sollte es jemals zu so einer Tat in Österreich kommen, nicht wieder die Falschen erwischt.

  3. Hephaistos

    Das genau ist der Grund, warum sich in Deutschland, jetzt in Österreich und schlussendlich in ganz Europa PEDIGA formieren konnten und werden. Den Menschen reicht es. Das Islamgesetz, oder das, was die Politikdarsteller dafür halten, ist genau so ein maues Wischiwaschi, wie alles, was diese Regierung und alle im Parlament vertretenen Politikdarsteller zustande bringen. Die Menschen wollen Neues, Klares, Verständliches. Der Islam ist eine Bedrohung für die ganze Welt. Der Koran mit seinen Inhalten und Lehren ebenso. Entweder man ist dafür, oder man hat zu sterben. Worauf soll ich dann noch warten? Entweder die Koranisten passen sich an, oder sie gehen dorthin, wo sie unter ihresgleichen sind. Wenn sie das nicht wollen und hier ihren Mist verbreiten, dann wissen wir auch, was wir zu tun haben. Das wird zwar vielen nicht gefallen, aber wenn sie die Majorität in vielen Ländern stellen werden, dann wird das den GutmenschInnen auch nicht mehr gefallen, nur dann wird es zu spät sein, spätestens dann wird es zum großen showdonw kommen (müssen).

  4. mannimmond

    Besonders widerlich empfinde ich auch die Reaktionen, die in diesen widerlichen Morden “Verzweiflungstaten” erkennen wollen.

    Der Täter war ja auch so “verzweifelt”, die waren ja geradezu gezwungen, …

  5. Mario Wolf

    Frage: Sind bestehende Gestze nicht ausreichend ? Ist es notwendig noch eine Ausnahme für den expansiven Moslemismus zu etablieren ? Gibt es dann auch ein Atheisten -, Agnostiker – und Animistengesetz ?
    Mario Wolf

  6. michelle

    @hephaistos: ganz genau ! Der Islam ist eine Bedrohung für die ganze Welt. Jeder, der dies leugnet, leugnet die Realität.

  7. Stipon

    @Hepatitis: wunderbar getroffen, vielen Dank! Das Problem ist: vor lauter Hektik und immer größer werdendem Trubel verkennen wir völlig, dass der Marsch durch die Institutionen funktioniert hat… Erinnern wir uns noch, was das ureigentliche Ziel der 68er war? Richtig, nämlich den Staat zu zerstören. Man könnte meinen, es gelingt ihnen ganz gut, oder?

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