Austro-Djihadisten trainieren Terror im syrischen Schlachthaus

“……Die Brutalisierung dieser Leute in der täglichen Gewaltorgie (in Syrien, Anm.) kann man sich leicht ausmalen. Schon gab es Berichte, wonach frisch ankommende Rekruten für den Heiligen Krieg aus dem Westen zur Aufnahmeprüfung gleich einmal einer Geisel die Kehle durchschneiden müssen, um zu prüfen, ob sie für ein Mitmachen beim Gemetzel taugen. So die Gotteskrieger ihren Einsatz im syrischen Bürgerkrieg überleben, kommen wohl die meisten als verrohte, brutalisierte, gewaltbereite Menschen in ihre Heimatländer zurück…” (hier)

27 comments

  1. Reinhard

    Ist noch gar nicht so lange her, da wurde auf der Medienorgel in voller Breite der heldenhafte Kampf der freiheitsliebenden Rebellen gegen das brutale Monster Assad gepriesen, die Terroristen noch als demokratiesüchtige Partisanen gefeiert und der arabische Frühling wonnetrunken dem verblüfften Medienkonsumenten als das paradiesische Wunder der Neuzeit verkauft. Liebe Presse (und damit meine ich nicht die eine Zeitung, sondern die gesamte Phalanx der Printmedien), ihr habt euer nicht unerhebliches Scherflein dazu beigetragen, dass terroristische Rattenfänger auch in heimischen Gefilden erfolgreich verblendete Idioten für ihren Gotteskrieg abgrasen konnten. Wer bewusst Falschinformationen verbreitet oder einfach nur aus Dankbarkeit für die Versorgung mit Pfründen die Parolen der politischen Propagandaabteilungen nachtrompetet, macht sich mitschuldig an den Handlungen der somit Verblendeten. Nur als Tipp: das solltet ihr auch bei euren Ergüssen zum Thema Ukraine bedenken. Die Rolle der Lügenverbreitung bei der Eskalation von Gewalt sollte gelernten Journalisten bekannt sein. Also jammerts nicht, sondern besinnt euch auf eure Verantwortung, anstatt euch wie Systemmarionetten aufzuführen!

  2. Thomas Holzer

    Gibt es nicht irgendwo im österr. Staatsbürgerschaftsrecht einen Paragraphen, welche besagt, daß einem österr. Staatsbürger, der in einem anderen Land, einer anderen Armee militärisch dient, die Staatsbürgerschaft aberkannt wird?!

    Verblendete Idioten, die mit Gewalt ihre “Ideen” anderen aufzwingen wollen, wird es immer geben, da helfen keine Verbote von Koranschulen, Parteischulen oder was auch immer!
    All diese Bemühungen sind genauso zum Scheitern verurteilt wie der Versuch, mittels Waffenverbote Gewaltverbrechen oder mittels Prohibition den Alkoholkonsum einzuschränken et al.!

  3. S.M.

    Würde doch nur ein Medium Ihre Worte lesen @ Reinhard. Aber selbst dann würden diese linksverblendeten selbstgerechten Federlutscher die Verantwortung auf radikale Kreise abschieben und der Großteil die hiesige Muslime ist ja friedliebend und bestens integriert. Wär ich advocatus diaboli, ich würd schreiben SIe beziehen sich nur auf eine kleine (man beachte den gern gebrauchten Pleonasmus) Minderheit.

    Es ist höchst an der Zeit, dass die westlichen Staaten akzeptieren, dass Einwanderung nur in einem gewissen Maße bereichernd wirkt. Ab einer gewissen Größe hat das einwandernde Volk kein Interesse mehr daran, sich zu integrieren. Dieser Faktor verstärkt sich zusehends durch die moderne Technologie, die es ermöglicht, “heimische” Sender zu sehen, schnell in die “Heimat” zu fliegen und massenweise Geld nach Hause zu transferieren. Ab einer gewissen Größe bildet das nicht integrierte Volk eine Parallelgesellschaft, eröffnet eigene Geschäfte, Lokale, etc. in denen ersten die fehlende Integration nicht mehr schwer wiegt und zweitens die Entfremdung zur Lokalbevölkerung noch weiter steigt.

    Ich bin wirklich kein Fremdenhasser, ich reise für mein Leben gern. Aber ich bekenne mich zur österreichischen Kultur, zur österreichischen Lebensweise, zum österreichischen Recht. Es mag sehr viele dumme Österreicher geben, sehr viele Ungebildete, sehr viele Charakterschweine, aber es sind unsere und im Notfall kann man miteinander reden und die Probleme lösen. Und was diese Österreicher auf jeden Fall nicht wollen, ist, eine andere Kultur und Denkweise installieren.
    Ich sage nicht, dass Fremde dies automatisch tun; wie ich aber oben dargelegt habe, geschieht dies automatisch, es ist menschlich und natürlich.

    Ich will aber kein China in Österreich, ich will keine Türkei in Österreich, ich will kein Marokko in Österreich und genauso wenig will ich ein Deutschland in Österreich!

    Meine Damen und Herren, das Ergebnis eines solchen Prozesses sehen wir im Kosovo, aber auch im Silicon Valley. Die Amerikaner selbst müssten ganz genau wissen, was passiert, wenn ein Zuviel an Einwanderung stattfindet, schließlich ist Staat auf der Ansiedlung von Europäern und der Vernichtung der ursprünglichen Einwohner aufgebaut.

  4. Thomas Holzer

    @S.M.
    “Es mag sehr viele dumme Österreicher geben, sehr viele Ungebildete, sehr viele Charakterschweine, aber es sind unsere und im Notfall kann man miteinander reden und die Probleme lösen.”

    Verzeihung, aber ich denke, hier unterliegen Sie einem Irrtum.
    Auch wenn es “unsere” Dummen, Ungebildeten und “Charakterschweine” sind, mit derlei Menschen kann man zwar unter Umständen reden (weil gleiche Sprache), aber sicherlich keine Probleme lösen!

    Und insofern ist es egal, ob jetzt ein Dummer, Ungebildeter, ein “Charakterschwein” autochthoner Österreicher oder zugewanderter Österreicher ist.

    Ghettos (sowohl im weiteren als auch engeren Sinne des Wortes) und Parallelgesellschaften hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Nicht umsonst gab und gibt es in fast allen Großstädten der Welt “Bezirke”, welche sich “llttle Italy, chinatown” etc. nennen.

    Parallelgesellschaft impliziert ja eben den Unterschied, die Ungleichheit; daher in den Ohren/Augen überzeugter Demokratiegläubiger natürlich eine Todsünde, sollten doch eigentlich alle gleich uniform (dumm/kritiklos) sein!

  5. S.M.

    @ Holzer

    Wann gab es in der Geschichte je Parallelgesellschaften? Die ersten tauchten doch wohl im 20. Jahrhundert auf! Und auf die Frage, ob aus einer Parallelgesellschaft nicht bald die Hauptgesellschaft wird, gehen Sie nicht ein.

    Und der Glaube, mit unseren Mitbürgern könne man nicht mehr reden und keine Probleme lösen,zeugt von genau dem Misstrauen in das Gute im Menschen, wie ich es in einem umfangreichen Beitrag vor Kurzem postulierte. Wenn man, wie Sie, einmal aufgehört hat, daran zu glauben, dass wir miteinander die Probleme dieses Landes lösen können, ist das wirklich traurig und das tut mir im Herzen weh.

    Sicher, mit den Türken können Sie genauso reden, aber Tayfun und Murat haben eine recht einfache Sicht, wie man die Probleme hier lösen könnte: mehr Islam und Scharia.

  6. Reinhard

    @S.M.

    Entschuldigung, aber so einfach ist das nicht. Parallelgesellschaften sind nichts Schlechtes per se, und eine Erfindung der Neuzeit sind sie auch nicht (selbst die Juden im alten Babylon lebten ihre Kultur und ihren Glauben weiter). Oder die Amish, diese Tirolerischen Sonderlinge, die seit Jahrhunderten eine nahezu abgeschotette Parallelgesellschaft in Nordamerika leben.

    Das Problem der “Integration” (was für ein dämliches Wort zur Verkleisterung des Wichtigen) ist nämlich, dass es vollkommen egal ist, wie eine Parallelgesellschaft entsteht, wieviele sie umfasst und wie weit sie zur Assimilation in die Grundgesellschaft bereit ist – solange sie eine Parallelgesellschaft bleibt. Erst wenn es sich um eine kritische Masse aggressiver Individuen handelt, die aktiv die Grundgesellschaft umzuformen und ihren Standards anzupassen versucht, wird es gefährlich.
    Deshalb ist das Wischiwaschi unserer “Integrationsbeauftragten” nur steuerteurer Dünnpfiff; der Versuch, der blöden Plebs die Augen zu verschmieren mit “Staatsbürgerschaftstests” die man frei im Internet auswendig lernen kann oder “Kindergartenpflicht zur sprachlichen integration” derer, die ihre Gschrappen eh nicht in den KiGa schicken, damit sie nicht mit Schweinefleisch oder Ungläubigendreck kontaminiert werden.

    Wenn vor den Toren Wiens eine indische Metropole wachsen würde, in der Weltklasseprogrammierer den Standort Österreich zum Walhalla der IT-Branche machten, dann Gratulation! Sollen sie dort reden wie sie wollen, skurrile Tanzfilme ansehen, seltsame Tiere essen und jede vorbeilaufende Kuh anbeten – vollkommen egal.
    Erst wenn sie der Meinung sind, unsere Gesellschaft umformen zu müssen, aggressiv zu missionieren oder überheblich-gewalttätig zu werden, muss sofort gehandelt werden.

    Also, Parallelgesellschaften können nützlich sein, schrullig oder auch gefährlich. Aber die PC verbietet jede Unterscheidung, deshalb dürfen wir nicht mehr mit dem Finger auf bestimmte Vertreter zeigen und sagen: Die sind gefährlich, raus mit denen! Das sollte uns aber nicht daran hindern, eben inoffiziell weiter zu differenzieren.

    Die einzig gefährliche Parallelgesellschaft unserer Zeit ist die von einer Religion geleitete, die aggressiv-fanatischen Gewalttätern das Paradies verspricht.

  7. Thomas Holzer

    @S.M.
    Ich schrieb nicht davon, daß man mit unseren Mitbürgern grosso modo nicht reden kann, sondern ich schrieb, daß man mit Dummköpfen, Fanatikern zwar u.U. reden kann, aber sicherlich gemeinsam mit diesen keine Probleme lösen kann.
    Dummköpfe verstehen Probleme nicht, und Fanatiker neigen dezidiert nicht(sic!) zu Kompromissen.
    Und diese Dummköpfe und Fanatiker gibt es in jeder Gesellschaft und in jeder Religion; Vor Dummheit und/oder Fanatismus sind weder autochthone noch “zugewanderte” Österreicher gefeit.
    Und nicht jeder, der Tayfun oder Murat heißt, hat automatisch eine einfache und/oder fanatische Sicht.

  8. Thomas Holzer

    @S.M.
    Nachtrag:
    die “ex pats” in Wien bilden grosso modo eine community, die Polen, Russen, Slowaken, Ungarn; um nur einige andere zu nennen -neben den bis zum Erbrechen genannten Türken- detto, und diese communities kann man durchaus auch als Parallelgesellschaften bezeichnen.

    Nur weil die einen “international”, die anderen vielleicht vermögender oder was auch immer sind, sind diese Parallelgesellschaften a priori weder gut noch schlecht.

    Ich persönlich kennen keinen “international” in Wien, welcher freiwillig nach Simmering oder Favoriten fährt (Und die, die ich kenne, gehören Nationen wie Türkei, Indien, Südafrika, Venezuela, Türkei, Russland, GB, Australien, Neu Seeland, USA, Niederlande, Pakistan et al. an)

  9. S.M.

    @ Holzer

    Ich befürchte, wir reden aneinander vorbei. Vielleicht ist das Thema auch zu komplex, um es mit Pauschalbegriffen zu strukturieren und darüber zu debattieren. Aber ich will es einmal versuchen.

    Sie schreiben, dass man mit Dummen oder Fanatikern nicht reden kann. Hier müssen Sie zuerst definieren, was dumm bedeutet. Ich meine damit Menschen, die ungebildet sind und sich nicht groß um Politik und Wirtschaft scheren. Wenn Sie wirklich der Meinung sind, dass man mit diesen Menschen keine Probleme lösen kann, gilt oben Geschriebenes.
    Nun kommen wir zu Ihrem Einwand, nicht jeder Tayfun oder Murat sei fanatisch oder dumm. Da haben Sie vollkommen Recht. Fanatisten gibt es unter den Türken auch nicht recht viele. Aber Dumme in meiner oben erwähnten Definition gibt es in Österreich zuhauf, wenn nicht fast nur. Die wenigsten Türken, und da müssen Sie mir wohl beipflichten, sind intellektuell, oder haben Interesse an politischen und wirtschaftlichen Vorgängen. Im Gegensatz zu deren österreichischen Pendants sieht die Konversation mit solchen Türken erfahrungsgemäß so aus:”Was du wollen? Geb dir gleich in Fresse!Turkiye Turkiye!” Bei arabischen Mitbewohnern ist zwar eine Kommunikation nicht möglich, die Kriminalitätsrate in deren Kreisen sprechen aber Bände.
    Von Fanatikern haben anfangs weder Sie noch ich gesprochen. Dass man mit Fundamentalisten egal welcher Nation oder politischer Ausrichtung keine Problemlösung herbeiführen kann, ist evident, aber eben irrelevant, weil die nicht Thema sind.

    @Reinhard

    Sie haben Recht, die Juden hatte ich vergessen. Diese bildeten tatsächlich schon immer eine Art Parallelgesellschaft. Ansonsten fällt mir aber kein anderes Beispiel aus der Geschichte ein. Die Amische sind zwar eine Parallelgesellschaft, treten als solche aber auch erst seit der industriellen Revolution deutlich zutage, da sich ihre Lebensweise vorher nicht wirklich von der anderer Amerikaner unterschied, auch wenn sie eine eigene Volksgruppe waren. Genausogut hätten Sie damals die Mormonen als Parallelgesellschaft bezeichnen können.

    Und der springende Punkt ist, wie ich sagte, das Maß der Einwanderung:

    Wenn vor den Toren Wiens eine indische Metropole wachsen würde, in der Weltklasseprogrammierer den Standort Österreich zum Walhalla der IT-Branche machten, dann Gratulation! Sollen sie dort reden wie sie wollen, skurrile Tanzfilme ansehen, seltsame Tiere essen und jede vorbeilaufende Kuh anbeten – vollkommen egal.

    Sähen Sie das auch noch so, wenn nicht nur vor den Toren Wiens eine solche Metropole wachsen würde, sondern vor den Toren jeder Landeshauptstadt, sodass die Inder ca. die Hälfte der Einwohner ausmachen würden?

    Und warum sehen Sie kein Problem darin, wenn österreichische Staatsbürger ein Gebiet nicht mehr betreten können, weil es, vom Recht einmal abgesehen, als Ausland einzustufen ist? Können im Sinne von nicht mehr wollen, denn ich glaube die wenigsten Österreicher wollen in Indien leben. Warum ist das für Sie so unproblematisch?

  10. S.M.

    @Holzer Nachtrag

    Nur weil die einen “international”, die anderen vielleicht vermögender oder was auch immer sind, sind diese Parallelgesellschaften a priori weder gut noch schlecht.

    Auch an Sie die Frage, warum Sie es für unproblematisch halten, dass in vielen Bezirken Wiens kein Österreicher mehr wohnen will, weil es dort eben nicht mehr Österreich ist?

  11. S.M.

    Haben wir nicht eine Republik gegründet und diesen Staat aufgebaut, damit wir uns in diesem Staatsgebiet überallhin bewegen und wohnen können, wo wir wollen (natürlich Privateigentum ausgenommen)? Haben wir nicht Blut vergossen, damit in jedem Winkel dieses Staatsgebietes österreichische Kultur herrscht, österreichisches Recht und österreichische Bräuche?
    Haben unsere Altvorderen wirklich dafür gekämpft und sind gestorben, damit Menschen aus anderen Nationen manche Gebiete Österreichs unbewohnbar machen?
    Ich frage Sie, wollen Sie wirklich mit einem flauen Gefühl durch diverse Stadtteile marschieren, weil die Parallelgesellschaft der Schwarzen ungefährlich ist?

    Dann werter Reinhard und werter Herr Holzer,müssen Sie sich die Frage gefallen lassen, was für Sie Staatsgebiet ist!

  12. Thomas Holzer

    @S.M.
    Ich habe über 20 Jahre in Wien gelebt und gearbeitet, und es gab in dieser Zeit immer Bezirke, welche für mich persönlich absolut uninteressant waren, sprich ich nie Interesse hatte, diese zu betreten, geschweige denn in diesen zu Wohnen. Den Teil des Bezirkes, in dem ich wohnte, konnte man eigentlich als “Dorf” in der Stadt bezeichnen.
    Der große Vorteil der U-Bahn in Wien war für mich immer, daß ich unter diesen Bezirken durchfahren konnte, ohne sie, um in einen mir gewünschten Bezirk zu kommen, betreten/begehen zu müssen 😉
    Alles ändert sich im Leben, nichts ist statisch (panta rei); angeblicher Weise ist mittlerweile die Gegend um den Brunnenmarkt als Wohngebiet wieder sehr gefragt, auch und vor allem von autochthonen Österreichern, was bis vor ca. 10 Jahren definitiv nicht der Fall war.
    Ja, und ich halte es für unproblematisch, weil ich nicht möchte, daß per Gesetz für jeden Bezirk bestimmte Quoten an “Nationalitäten” oder was auch immer festgelegt werden. Jeder soll dort wohnen, wo er möchte. Wo in Wien “nicht mehr Österreich ist” kann ich beim besten Willen nicht beurteilen; und ich habe Wien erst vor 2 Jahren verlassen; kann natürlich sein, daß sich in der Zwischenzeit sehr viel geändert hat.

    Nachtrag zu Parallelgesellschaften:
    Zu Beginn der großen Einwanderungswellen gab es in den USA sehr wohl Parallelgesellschaften, welche es auch heute noch gibt; nicht nur in NY, sondern auch in anderen (großen) Städten; again: Latinoviertel, Little Italy, Chinatown…

    Schlußpunkt: Wie pflegte Papst Johannes Paul II immer zu sagen: “Fürchtet Euch nicht”! 🙂

  13. Thomas Holzer

    @S.M.
    Ich habe diese Republik nicht gegründet und aufgebaut, dafür bin ich doch noch etwas zu “jung” 😉
    Aber durch Ihrer “Feder” einen derartigen Kulturpessimismus lesen zu müssen, nimmt mich doch etwas Wunder.

  14. S.M.

    @ Holzer

    Ich kann mich Ihrem Beitrag nur anschließen. Ich selbst hätte nicht das geringste Interesse, mich in “Proletenbezirken” zu bewegen.
    Aber Österreich wird nunmal nicht nur von Menschen wie Ihnen und mir bewohnt. Sehr viele Österreicher würden gern in Favoriten, Simmering oder Ottakring leben und das ist nicht mehr gewährleistet. Das sind unsere Landsleute, Herr Holzer! Wir haben als Bürger dieses Staates die Verantwortung, dass unsere Mitmenschen frei und glücklich sein können.
    Es darf nicht egal sein, dass sich Mitbürger in gewissen Gegenden nicht mehr ansiedeln können, weil sie dort Fremde wären.
    Anschaulich wird die Situation, wenn man annimmt, dass sämtliche Türken auf einem Haufen leben würden. Sie würden eine “Enklave” von der Größe Wiens bilden. Mag sein, dass in dieser “Enklave” österreichisches Recht gilt, aber Österreich würde diese “Enklave” nicht mehr sein. Es wäre viel mehr ein Teil der Türkei.

    Darum noch einmal die Frage: Ist es Ihnen egal, dass viele Österreicher in vielen Gebieten leben wollen, es aber nicht mehr können?

  15. S.M.

    @ Holzer

    🙂 Kulturpessimismus ist ein schönes Wort. Es veranschaulicht sehr deutlich meine Haltung. Wenn Kulturpessimismus bedeutet, dass ich nicht glaube, dass eine gewisse Masse an Einwanderern unsere Kultur übernimmt und zu Österreichern wird, dann bin ich ein Kulturpessimist, ja ich bekenne mich dazu.

    Es ist Ihnen aber unbenommen, zu glauben, dass Migrantenvölker, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben, sich unserer Gesellschaft assimilieren. Hier müssen wir wohl eingestehen, dass wir verschiedener Ansicht sind.

  16. S.M.

    Ich möchte noch eines festgehalten wissen. Ich mag die Kulturen dieser Welt, ich finde die meisten großartig. Venedig, London und Paris sind meine Lieblingsstädte.
    Parallelgesellschaften sind, da muss ich mich meinen Mitdiskutanten anschließen, per se nichts Gutes oder Schlechtes.
    Aber trotz meiner Vorlieben will ich nunmal nicht, dass gewissen Gebiete des Staates Österreich italienisch, französisch oder britisch werden und schon gar nicht will ich, dass sie indisch, chinesisch oder türkisch werden.

  17. Reinhard

    @S.M.

    ich würde mir ein bisschen weniger Panikmache wünschen. In dieser indischen Vorstadt könnten Sie sich frei bewegen, indisch essen gehen, tun und lassen was Sie wollen, weil es zwar eine kulturelle Parallelgesellschaft ist, aber dort das gleiche Recht gilt. Sie werden weder wegen Hautfarbe, Herkunft noch Religion angepöbelt oder bedroht – wie es die Lieblinge unserer Antidiskriminierungstschänderasten aber ganz offen tun. Daher hätte ich nichts gegen eine solche räumliche Konzentration von freundlichen und friedlichen Menschen, da keine Gefahr von denen ausgeht. Ähnliches gibt es in Deutschland mit diversen asiatischen Stadtvierteln – man respektiert sich und reibt sich nicht aneinander. Integration ist Quatsch, es geht um friedliche Koexistenz und die Bereitschaft, seinem Gastland und dessen Einwohnern zu dienen und zu nutzen. Sollen sie mit Stäbchen essen, Dauergrinsen und nur verpixelte Zeichentrickpornos schauen – egal.

    Sie verwechseln hier ein wenig das “da traue ich mich nicht hin” mit dem “da darf ich nicht hin”. Natürlich bleibt jedes Stadtviertel ein österreichisches, unser Problem liegt ja darin, dass nur gewisse Gruppen von Zuwanderern glauben, die Stadt in der sie wohnen wird automatisch in das heilige Gebiet ihrer religiösen Herrscher assimiliert und der österreichische Staat lässt sich das gefallen, anstatt all jene, die glauben, hier ein eigenes Regiment führen zu können, mit dem nassen Fetzen jenseits der Grenze zu jagen. Übrigens nicht nur Österreich, aber das nur am Rande.

    Dass sich Menschen nach ihrer Herkunft in der Fremde wieder zusammenfinden wie eine Horde Skandinavier auf dem Kreuzfahrtschiff ist ganz normal und menschlich. Dass ein Stück der alten Heimat im Herzen bleibt, auch. Wer davor soviel Angst hat, dass er mit den Skandinaviern nicht saufen geht oder alle Zuwanderer ablehnt, dem ist nicht zu helfen. Das hat aber nichts mit Staatsbürgerschaft zu tun sondern mit “german angst”.
    Nochmal: Jeder Mensch kann sich niederlassen, wo er will, wenn er die Regeln, die das Gastland aufstellt – Gesetze, Zuzugsquoten, Leistungsforderungen, Verzichte – respektiert und einzuhalten bereit ist. Jeder andere ist aufzufordern, das Staatsgebiet zu verlassen, notfalls mit helfender Hand.
    Wer gewillt ist, die Unbill auf sich zu nehmen, sich an die Gesetze und Regeln jenes Landes zu halten, das er so schön findet, dass er sich dort etwas aufbauen und dort leben möchte; wer bereit ist diesen persönlichen Preis zu zahlen, der soll willkommen sein. Wer glaubt, hier ein Protektorat seiner Sekte errichten zu können und seine Verachtung über das Land zu schütten, der soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Wenn man diese regeln einhält, ist keine Parallelgesellschaft ein problem.

  18. Thomas Holzer

    @S.M.
    Anstatt Kulturpessimismus könnte ich auch Oswald Spengler zitieren: “Der Untergang des Abendlandes”
    Nicht daß Sie mich mißverstehen! Ich trete überhaupt nicht für unlimitierte Zuwanderung ein, geschweige denn erachte ich mich als Träumer, wie sich ein gewisser “WC” in diesem Forum hier geriert,
    Jedoch: Was wollen Sie mit all den Zugewanderten und deren Nachfahren machen, welche seit den frühen 60er Jahren nach Österreich von den österr. Regierungen geholt! worden sind?!
    Zurückschicken geht wohl nicht. Ich erachte es nicht als Übel, daß sich z.B. Türken (natürlich auch den finanziellen Möglichkeiten geschuldet) z.B. in Wien hauptsächlich in Favoriten, Simmering und Brigittenau niedergelassen haben; daß Übel ist, daß der Staat “Integration” verhindert!
    Sprich: jegliche Parallelgesellschaft soll meinetwegen ihre Parallelgesellschaft bleiben, wenn sie in dieser “glücklich” sind, daß jedoch der Staat dies fördert, indem z.B. in allen möglichen Kammern, staatlichen Institutionen den hier lebenden Mitgliedern dieser Parallelgesellschaft angeboten wird, deren Anliegen in derer Muttersprache vorzubringen, (und ich meine nicht Asylwerber) und der Staat auf Steuerzahlerkosten für Dolmetscher sorgt, daß trägt meiner Meinung nach mehr zu den derzeitigen Verwerfungen bei als jede Existenz einer Parallelgesellschaft.
    Weder in den USA, Canada, Australia nor New Zealand gibt es dies; um die klassischen Einwandererländer zu nennen.
    Es gibt nun mal in Österreich, gewachsen durch die Geschichte, eine Amtssprache (mit Ausnnahmen natürlich, ebenso gewachsen) und die Grundbedingung, sich in dieser Amtssprache verständigen zu können, sollte nicht durch, meiner Meinung, nach idiotische, kontraproduktive Unterstützungen konterkariert werden.

  19. Thomas Holzer

    @S.M.
    Lese gerade “The Jungle”, von Upton Sinclair; wenn auch schon etwas älter, aber in diesem Buch wimmelt es nur so von Parallelgesellschaften -auch wenn im Mittelpunkt das Schicksal einer litauischen Familie steht; lesenswert 🙂

  20. Rennziege

    “We [the West] have no reason, right or business to interfere in the civil wars rampant in the Middle East. They are about restoration of medieval tyrannies, with Sh’aria the only law, compounded by rivalling factions of Islam confronting one another with zero tolerance. Deplorable and regrettable as ensuing carnage and devastation are, all I can say is:
    It’s all about Islam. So, let Allah sort it out.”
    (Von Pat Buchanan, wenn ich nicht irre.)

  21. S.M.

    @ Holzer, Reinhard

    Egal, was ich jetzt noch schreibe, muss ich zugestehen, dass Sie beide ja richtig liegen können und ich mich dementsprechend irre. Das Folgende steht also unter dieser Prämisse.

    Ich schätze Sie beiden ja vor allem deshalb, weil Sie intelligente Menschen sind, mit denen man sachlich debattieren kann und eine sachliche Debatte ist immer fruchtbar und lohnenswert.

    Es ist natürlich verführerisch, gerade in unserer heutigen Zeit, gerade als Liberaler, der man den Menschen und seine Rechte so hoch schätzt, Parallelgesellschaften zu tolerieren. Man will ja erstens nicht sofort wieder mit der Nationalsozialistenkeule niedergeprügelt werden und zweitens fühlt es sich doch irgendwie sehr falsch an, gebildeten Menschen, die freundlich und offen sind, den Zugang zu unserem Staat zu verweigern.

    Aber vielleicht muss man das Ganze auch nüchtern und sachlich beurteilen. Wir stehen wegen der heutigen Technologien vor einem einmaligen historischen Experiment, was Zuwanderung betrifft.
    Die Folgen kann man nie abschätzen, zumal das in jeder Nation anders verlaufen kann, abhängig von Gastland und Einwanderern.
    Hierfür empfiehlt sich ein Blick auf die Situationen, die der zukünftigen annähernd gleich sind. Zuerst muss man aber einig sein, dass Parallelgesellschaften kleine Völker sind. Es befinden sich in Parallelgesellschaften zumeist Menschen mit derselben Nationalität, derselben Kultur, derselben Sprache, usw. kurzum, alles, was hergenommen wird, um ein Volk zu definieren.

    Wo auf der Erde gibt es nun mehrere Völker in Staaten? In Spanien gibt es die Basken und Katalanen. Beide wollen sich von Spanien lossagen. In Italien gibt es Südtirol, ebenfalls eine Region, deren Lust, den Rest Italiens zu alimentieren, endend wollend ist. Drastisches Beispiel ist Bosnien- Herzegowina, dessen staatliche Einheit sich der Null annähert.
    Aktuelles Beispiel ist wiederum die Ostukraine, wo Russen wenn nicht schon zu Russland wollen, dann doch autonom sein wollen, der erste Schritt zu einem Staat. Die Flamen streiten schon ewig mit den Wallonen, keine der beiden Seiten will in einem Staat leben.
    Im September findet in Schottland ein Unabhängigkeitsreferendum statt und zu guter letzt das Beispiel Kalifornien. Dieses Gebiet kann man getrost als Versuchslabor betrachten. Der Anteil der “Asian- Americans” steigt kontinuierlich. Zwar bilden diese kein Volk, weil sie ethnisch diversifiziert sind, aber wenn man sich die Organisation allein der chinesischstämmigen dort ansieht, so ist die Behauptung, dass Kalifornien durchaus bald chinesisch- indisch sein wird, nicht weit hergeholt. Da die USA sehr föderalistisch organisiert sind, wird man sehen, welche Gesetzgebung ein zukünftiger chinesisch- stämmiger Gouverneur forciert. Man beachte jetzt schon die zahlreichen Internetseiten, die einzig die Organisation dieser Bevölkerung zum Inhalt haben!

    Abstrakt betrachtet: muss man sich nicht die Frage stellen, ob eine Nation mit lauter Parallelgesellschaften nicht das Gleiche ist, wie das, was Sie beide so verabscheuen? Die EU? Mehrere Völker, die in ein staatliches Korsett gezwängt werden?

    Wenn man sich die von mir aufgezählten Beispiele ansieht, muss man dann nicht eher zum Schluss kommen, dass ein Volk, egal welches und wie klein es ist, früher oder später Autonomie fordern wird? Macht man es sich daher nicht zu einfach, diese Front an Argumenten mit einer “german angst” abzutun?

    Aber vielleicht bin ich ja wirklich nur ein Spinner, der zuviel Angst davor hat, dass uns andere überrennen. Ist momentan auch nicht so wichtig, der status quo bereitet uns sowieso ganz andere Probleme diesbezüglich.

    Was jedoch höchst an der Zeit ist, ist der Wandel der Einwanderungsdebatte weg von Fremdenhassvorwürfen hin zu einer sachlichen Debatte. Denn eines Tages wird diese Debatte geführt werden müssen!

  22. gms

    Liebe Leute,

    ich finde diesen Thread mit seinen vielschichtigen Beiträgen zum Thema Parallelgesellschaften erfrischend, ebenso die Anschlußfrage daraus bzw. die hier bereits gegebenen Teilantworten darauf, ob diese eher zu begrüßen oder abzulehnen seien.

    Zwei Cents dazu, inklusive Vorwort:

    Toleranz ist das auf Vernunft basierende Erleiden dessen, was man auch abwenden könnte, eingedenk dessen, daß die Abwendung des gezielt Erduldeten größeres Unheil bewirken würde.
    Daraus leiten sich wiederum zwei entscheidenden Fragestellungen ab: Was ist ein Unheil, das gegen ein kleineres davon oder gar gegen einen Vorteil getauscht werden könnte, sowie wann schlägt ein gezieltes Erdulden um in ein zwangsweises Erleiden ohne Möglichkeit zur Verbesserung. Tritt Letztgenanntes ein, war die ursprüngliche Toleranz unvernünftig und daher auch keine solche. Gleiches gilt für Toleriertes, das im Gesamtkontext zu einem Besseren hin verändert werden hätte können, ohne daß dies stattfand.

    Ohne Vernunft gibt es keine Toleranz. Ohne Bewertung, ohne Beurteilung und Unterscheidung und der darauf hin getroffenen bewußten Wahl zwischen einander ausschließenden Alternativen ist es unsinnig, von Toleranz zu reden. Nicht grundlos ursupieren und verdrehen Linke den Toleranzbegriff mit der Allzweckwaffe des Unterscheidungsverbotes.

    In erster Lesung sind Parallelgesellschaften weder gut noch böse. Entscheidend sind deren Wirkungen auf die sie umgebende Gesellschaft. Auf der Hand liegen monätere Aspekte (Alimentierung von außen), Territoriales (Stw. No-Go-Areas und physische Verdrängung Autochthoner), sowie kulturell nach außen Drängendes (ie. fremde Justiz und Sprache).
    Obiges bilanziert in der Betrachtung zumeist negativ. Dem gegenüber stehen bereichernde Aspekte, wie alternative Einkaufs-, Freizeit- und Spracherwerbsmöglichkeiten, sowie Orte, an denen sich bevorzugt Zuwanderer niederlassen, die wirtschaftlich zum Wohlstand der sie umschließenden Gesellschaft beitragen.
    Ergänzt werden mag dies um einen weniger handfesten Umstand, wonach etwas Neues potentiell Gutes insich bergen kann, das sich vorab einer Beurteilung entzieht. Auch das Ungewisse läßt sich trefflich tolerieren, solange jederzeit die Option zur Korrektur im Falle einer Fehleinschätzung der Entwicklung bewahrt bleibt, und die Korrekturkosten in vernünftiger Relation zum erhofften aber ausgebliebenen Vorteil stehen. Toleranz und Risiken schließen einander nicht aus, ist doch die Zukunft zwangsweise ungewiß.

    Relevant ist daher einmal mehr jenes, das bereits ist, sowie das, was man sich in zeitlicher Entwicklung erwartet.

    Einzelne Parallelgesellschaften (PG) schneiden diesbezüglich definitiv unterschiedlich ab — ihre Bilanzen in der Gegenwart und Zukunft bezogen auf die sie umgebenden Gesellschaften unterscheiden sich grundlegend. Maßgeblich hierfür ist der Wesenskern der PG und deren Kompatibilät zum Umfeld. Moderarte und leistungsbereite Kulturen der Zuwander bilden ein Extrem, das andere expansive und auf Alimentierung abzielende. [PGs ohne Zuwanderung (positive und negative soziale Brennpunkte ohne nennenswerte oder kausale Fremdländigkeit) unterliegen denselben Kriterien, wenngleich der Begriff der PG weniger paßgenau ist.]

    Ich halte es für müßig, meinerseits unterschiedliche real existierende PGs zu bewerten. Einige sind m.E. definitiv eine Wohltat, andere wohl deren exaktes Gegenteil. Solange wir uns noch tolerant im echten Wortsinne verhalten können, solange besteht auch kein Anlaß zur Sorge.
    Obiges “wir” thematisiert die Rückseite zum Thema “Parallelgesellschaft” — die Frage, ob die umschließende Gesellschaft sich auch als solche wahrnimmt, oder bloß als Hohlraum.
    Dann und nur dann, wenn eine Gesellschaft sich selbst als mit unterscheidbaren Kriterien und Eigenheiten behaftet wahrnimmt, kann sie auch Interessen formulieren, die wiederum zwingend nötige Grundlage von Toleranzerwägungen sind. Wir sollten uns daher eher mal mit uns selbst beschäftigen und dabei einiges hinsichtlich unserer Selbstdefinition außer Streit stellen. Die Wahrnehmung von und der Umgang mit Parallelgesellschaften folgt daraus.

  23. Thomas Holzer

    @S.M.
    Kurz zu den Fakten; soweit ich diese in der Schnelle, hoffentlich richtig, hier vorbringe:
    Wir haben derzeit in Österreich! (nicht in Wien) im Durchschnitt einen Anteil von ca. 13% nicht “autochthonen” Österreichern, die Schweiz hat einen Anteil von ca. 25% nicht “autochthonen” Schweizern.
    Sie haben recht, wenn Sie schreiben, daß Parallelgesellschaften kleine Völker darstellen; darin sehe ich aber nicht das Problem; die von Ihnen erwähnten Autonomiebestrebungen sind grosso modo (außer Ukraine) “Völkern/Gesellschaften” “geschuldet”, welche seit Jahrhunderten! in diesen Ländern/Staaten leben.
    Ganz ohne Sentimentalität: In der Donaumonarchie lebten viele Völker in Parallelgesellschaften, quer über das ganze Reichsgebiet verteilt, und Wien war die Stadt der Parallelen. Wobei sich der Monarch als Staatsoberhaupt wesentlich geringer in die persönlichen Belange seiner einzelnen Untertanen! einmischte -und mit diesem seinem monarchischem (Selbst)Verständnis sich auch heute nicht einmischen würde, als die EU- und Nationalpolitiker in die persönlichen Belange der Bürger!
    Um all die Probleme, welche sich vor uns auftürmen, zu bewältigen, bräuchten wir einen Rechtsstaat, aber keine(sic!) Demokratie. Diese ist die Ursache unserer Probleme.
    Aber mit dieser meiner Ansicht stehe ich wohl alleine da; was mich aber weiter nicht stört! ;9
    Und abschließend; libertär kann nur jemand sein, welcher sein Denken, sein Tun auf ein festes Fundament gründet. Alles andere wäre eine unverantwortliche X-Beliebigkeit, ein Fähnchen, welches sich den Machtverhältnissen entsprechend, im Winde dreht………..

    Nachtrag zu Murat und Tayfun: deren durchaus existierendes pöbelhafte Verhalten ist aber nicht a priori deren Religion und/oder nationaler/ethnischer Herkunft geschuldet, sondern der Unverantwortlichkeit ihrer Eltern; genauso wie das pöbelhafte Verhalten autochthoner Jugendlicher 🙁

  24. S.M.

    @ gms

    Ich danke für Ihren zur Sache viel beisteuernden Beitrag. Sehr gut gefallen hat mir die letzte Feststellung, dass wir zuerst unsere Identität feststellen und zur Kenntnis nehmen müssen.
    Momentan verhindern aber aktuelle Regierungen (vor allem die sich Regierung schimpfende aktuelle) und die EU bewusst jegliche Identitätserkenntnis- oder stiftung. Das meinte ich mit dem letzten Satz, dass wir momentan ganz andere Probleme haben. Zu allererst muss sich die österreichische Gesellschaft ihrer selbst gewahr sein und ein neues gemeinsames gesellschaftliches Ziel definieren und setzen. Anderenfalls gibt es bald keine Kultur mehr, die man verdrängen könnte.

  25. S.M.

    In der Donaumonarchie lebten viele Völker in Parallelgesellschaften, quer über das ganze Reichsgebiet verteilt, und Wien war die Stadt der Parallelen.

    Nunja, jetzt könnte man einwenden, dass genau diese Nichteinmischung des Monarchen zum Zerfall der Monarchie führte, in dem sich eben Nationalstaaten bildeten.

    Aber Sie haben Recht, das sind cum grano salis Völker, die über eine sehr lange Zeit in diesem Gebiet ansässig waren. E contrario könnte man Ihnen dann aber vorwerfen, dass es Ihnen egal ist, ob Österreich in fünfhundert Jahren noch existiert.
    Das will ich Ihnen beileibe nicht unterstellen, aber wenn Sie die Zeit als einziges Gegenargument bringen, ist es einladend.

    Ebenfalls entgegenhalten könnte ich Ihnen, dass es in Wien fast nur noch Pflichtschulen mit höherem Migranten- als Inländeranteil gibt, in vielen davon gibt es gar keine autochthonen Kinder mehr.

  26. Thomas Holzer

    @S.M.
    Da haben Sie natürlich auch recht; leider ist kein Mensch fehlerlos; wird doch einem Habsburger folgender Satz zugerechnet: “Ich muß meine Völker vor den Politikern schützen” anscheinend, wie die Geschichte bewieß, ohne Erfolg 😉

    Der Wiener “Schulproblematik” bin ich mir bewußt. Aber, ich wage den Versuch, Ihren “Kulturpessimismus” etwas aufzuhellen: Versuchen Sie sich in die Lage der autochthonen Wiener in der Zeit zwischen ca. 1860 und 1914 zu versetzen; der Zuzug von Menschen aus allen Kronländern, die Entstehung von PG im damaligen Wien dürfte so ähnlich abgelaufen sein wie heute; das Kaiserreich hat zwar nicht überlebt, aber Wien und Österreich.
    Ob Österreich noch in 500 Jahren existiert, würde ich mir wünschen; andererseits, wenn ich den Zustand dieses Landes heute betrachte, dann wäre es vielleicht besser, es entstünde etwas Neues! 😉
    Ob ich über autochthones Österreichertum überhaupt diskutieren darf, ist natürlich eine eigene Frage, die Stammbäume meiner Familie betrachtend; ein kurzer Exkurs sei mir gestattet: 🙂
    Väterlicherseits von Weißrussen/Ruthenen über Österreicher bis nach Holland (mein Vater ist 1/2 Niederländer, wie ich zu sagen pflege) mütterlicherseits deutsch-/slowenischsprachige Kärntner aus dem Grenzgebiet, bis ca. ins späte 15.Jhdt zurückgehend.
    Was daran autochthon ist, wäre u.U. erklärungsbedürftig 🙂

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .