Avanti Dilettanti! Kevin Kühnert als Prototyp

Von | 11. August 2020

Durch die Ankündigung des SPD-Politikers Kevin Kühnert, sich für den Bundestag zu bewerben, ist eine neuerliche Diskussion über die Vita von Abgeordneten entbrannt. Ist es wiklich diskriminierend, ein Mindestmaß an (Aus-)Bildung von jedem zu verlangen, der den Beruf des Politikers mit dem Ziel ergreift, weitreichende Entscheidungen für unsere Gesellschaft zu treffen?/ mehr

6 Gedanken zu „Avanti Dilettanti! Kevin Kühnert als Prototyp

  1. Herbert Manninger

    Mundwerker, gecoacht und ideologisch ausgerichtet, beherrschen die Politscene. Emotionales Geplapper, gespickt mit jeweils aktuellen Zeitgeistfloskeln, kommt derzeit an. Noch.
    Erst wenn’s kracht ruft der gefühlsduselige Wohlstandsbürger nach sachlichen Handwerkern.

  2. astuga

    Muss man den als Österreicher kennen?

    Wikipedia: Kühnerts Vater ist Beamter in einer Berliner Bezirksverwaltung, seine Mutter arbeitet in einem Jobcenter. Sein Abitur erlangte er 2008 am Beethoven-Gymnasium in Berlin-Lankwitz, an dem er auch Schülersprecher war.[2] Anschließend absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf.[3]
    Ein 2009 begonnenes Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin, in das er sich zuvor eingeklagt hatte,[4] brach er ab und arbeitete anschließend dreieinhalb Jahre lang in einem Callcenter.[3]
    Von 2014 bis 2016 arbeitete er im Abgeordnetenbüro von Dilek Kalayci und seit 2016 in dem Büro von Melanie Kühnemann.[5] Ein 2016 begonnenes Studium der Politikwissenschaft an der Fernuniversität in Hagen ruht seit seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Jusos.[3][6] Er ist Mitglied der Gewerkschaft ver.di.

  3. Sokrates9

    Das Anspruchsniveau an Politiker ist dramatisch gesunken!Wo sind die Architekten der EU die früher überwiegend Universitätsprofessoren waren?Heute ist man schon stolz wenn man als Bundeskanzler Maturazeugnis vorweisen kann..

  4. CE___

    Ist eine (Aus)Bildung ein wirksames Kriterion?

    Ich denke nicht.

    Es täte viele Leute ausschliessen die zwar keine hohe formale (Aus)Bildung haben aber dennoch durch hohe Steuerleistung viel zum Staat beitragen, mehr als so manche Dreifach-Doktoren der Geschwätzwissenschaften.

    Je älter ich werde und umso mehr ich sehe das Europa durch die nun seit nun hundert Jahren bestehende Vulgär-Sozialdemokratie, in dem Sinne das Steuerleistungsbringer und Wappler und Schnorrer das selbe Stimmengewicht haben, in Richtung Graben gefahren wird, desto radikaler bin ich ein Verfechter des Zensus-Wahlrechts und auch der Voraussetzung einer bestimmten Steuerklasse um überhaupt ein öffentliches Amt bekleiden zu dürfen.

    Jeder Staatsbürger hat zwar eine Basisstimme, um dem one-man-one-vote genüge zu tun, dann geht es aber raketenartig steil aufwärts mit massiven Bonusstimmen für eine jede erreichte Einkommenssteuer-Klasse, oder sogar dem Gesamtsteueraufkommen, damit auch KÖSt-KEST-Steuern einberechnet werden, wenn ein Bürger ein Unternehmen hält.

    Weiters sind Bezieher von öffentlichen Geldern unbedingt, egal ob als Sozialleistung oder als Lohn/Gehalt als öffentlicher Bediensteter, auf ihre Basisstimme beschränkt.

    Und dass heisst genau, wenn “die Reichen” 60-70% oder mehr eines Gesamtsteueraufkommens leisten, dann stehen denen auch 60-70% oder mehr des Stimmgewichts bei Wahlen zu.

    Aber nicht andersherum, so wie heute in Europa üblich.

  5. Cora

    In einer Demokratie gewinnt immer diejenige Partei bzw. Person, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann, nicht diejenige mit dem besten Ausbildungsnachweis. Die Demokratie haltet einen Kühnert schon aus. Die Frage ist nur, ob die Wähler das auch so sehen, man wird darüber abstimmen müssen.

  6. Thomas F.

    Ich wäre für einen Mathematiktest, Infinitesimalrechnung und lineare Algebra. Und keine Diskriminierung von Männern!

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