Bald “aus” für Prostitution in der EU?

“…Der Gang zu Prostituierten soll strafbar werden, fordert … das Europaparlament. Nicht nur Zwangsprostitution sondern auch freiwillig angebotene sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung verletzten die Menschenrechte, meint das Parlament. Die Abgeordneten stimmten am Mittwoch in Straßburg mit großer Mehrheit für eine entsprechende unverbindliche Resolution…” (hier)

17 comments

  1. w.maurer

    in letzter Kosequenz muss die EU dann den Geschlechtsverkehr überhaupt verbieten, denn die Männer zahlen dafür immer, freiwillig oder unfreiwillig!

  2. Selbstdenker

    Das kommt sicher noch, dass einvernehmlicher Sex zwischen Erwachsenen verboten wird.

    Für einige EU-Granden dürfte das aber kein Problem sein, da diese ohnedies den nicht-einvernehmlichen Sex mit Nicht-Erwachsenen bevorzugen.

  3. Hollandrad

    Was ist so toll an Fließbandarbeit? Am besten alle Scheißjobs verbieten, die Leute “freiwillig” machen, weil sie damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen?

  4. Selbstdenker

    Der Zuhälter Staat presst mir den Grossteil meines ehrlich erarbeiteten Geldes gegen meinen Willen ab.

    Wenn ich nicht zahle, sagt er, nimmt er mir das Haus, in welchem meine Familie wohnt, ab. Und sollte ich dann immer noch nicht zahlen, droht er mich einzusperren.

    Mit dem Geld das er mir abnimmt, leben ein paar Leute aus seiner Clique in Saus und Braus.

    Gibt es rechtliche Möglichkeiten zur Abwehr dieser wirtschaftlichen Zwangsprostitution oder eine Meldestelle bei der ich diesen unsymphatischsten aller Zuhälter anzeigen kann?

    Kann mir dabei vielleicht die EU helfen?

  5. Thomas Holzer

    In Saarbücken ist Geschlechtsverkehr mit Prostituierten nur noch mit Kondom erlaubt!
    Da frage ich mich nur, wie dieses Gesetz exekutiert werden soll?! Wird das Ordnungsamt aufgefordert werden, dem “Beischlaf” als Augenzeuge “beizuwohnen”?! 😉

    Wir sollten kurz mal innehalten und eine Liste erstellen, was noch alles gesetzlich verboten werden könnte.

  6. world-citizen

    Die Entscheidung ist idiotisch, aber demokratisch. Ein Beweis dafür, dass demokratische Entscheidungen nicht immer von der rationalen Vernunft geleitet sind. Wer mit dieser Entscheidung nicht einverstanden ist, hat aber die Möglichkeit, bei der kommenden Wahl jenen Parteien, die diesem Beschluss zugestimmt die Stimme NICHT zu geben. Nicht uninteressant ist in diesem Zusammenhang wohl das gemeinsame Abstimmungsverhalten zwischen wertkonservativen EVP-lern und grünen Fundis.

    Vielleicht kommt es so wie in den USA, wo ja Prostitution seit jeher illegal ist, es zugleich aber der Welt größte Sexindustrie gibt.

  7. aneagle

    Die EU wendet sich wieder dem zu, was sie am besten kann:
    reglementieren-verbieten-bestrafen.
    Einzig Staubsauger und Brauseköpfe atmen erleichtert auf, haben sie doch eine Verschnaufpause erhalten.
    Aber täglich mehr Europäer fühlen und wissen:
    Nicht die Idee Europas ist schlecht, sondern das Personal, diese völlig abgehobene Machtclique gehört weg ! Dies ist nicht mehr MEIN Europa !

  8. gms

    WC,

    > Die Entscheidung ist idiotisch, aber demokratisch.

    Aber sicher doch — mit einer beliebig willkürlichen Definition von “demokraktisch”. Fehlt nur noch Ihr Hinweis, man könne ja beim EuGH vorsprechen.

  9. Thomas Holzer

    @WC
    Nur wenn man zu viel (Frei)Zeit und Geld hat, so wie die unterbeschäftigten Parlamentarier, kommen einem derlei Schwachsinnigkeiten in den Sinn

  10. Rennziege

    28. Februar 2014 – 12:45 Thomas F.
    Danke für diesen Link! Er sei allen ans Herz (oder etwas tiefer) gelegt, die über das Panoptikum der EU-Parlamentarier noch nicht genug gelacht haben. Die weit überproportionale Häufung von Nobelbordellen und teuren Stundenhotels für alle sexuellen Orientierungen im Umkreis der EU-Paläste ist seit vielen Jahren bekannt; es gibt auch “strenge Kammern”, wo sich diese Beglücker der Menschheit ihr schlechtes Gewissen weggeißeln lassen.
    Und ausgerechnet diese treuesten Stammkunden der Prostitution aller Spielarten wollen dieselbe verbieten? Etwas Verlogeneres hat die Welt noch nicht gesehen. — Erheiternd kommt hinzu: Das älteste Gewerbe und der Alkohol wurden schon oft verboten, auch in entschwundenen Jahrtausenden. Es war immer für’n Hugo.

  11. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Er sei allen ans Herz (oder etwas tiefer) gelegt, die über das Panoptikum der EU-Parlamentarier noch nicht genug gelacht haben. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Nicht zu vergessen: Die Parlamentarier sind nichts anderes als das Abbild des Volkes von dem sie gewählt wurden.

  12. Thomas Holzer

    @WC
    Das beste Argument wider die heilige Kuh Demokratie! 🙂
    Verbindlichsten Dank.

  13. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Das beste Argument wider die heilige Kuh Demokratie! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Alles kann hinterfragt werden, vorausgesetzt man ist auch in der Lage, brauchbare Alternativen aufzuzeigen.

  14. gms

    WC,

    “Nicht zu vergessen: Die Parlamentarier sind nichts anderes als das Abbild des Volkes von dem sie gewählt wurden.”

    Unfug. Parlamentarier sind mitterdings das Abbild dessen, was die Mehrheit für das kleinste Übel hält. Würden politische Aufgaben wie anno dazumal per Los zugeteilt, könnte man in der Tat von einem Abbild des Volkes reden.
    Inzwischen aber ist der homo politicus eine eigene Kaste, eine Subklasse der chattering classes, deren hervorstechenste Eigenheit das sich Bewegen in völliger Risikolosigkeit darstellt, gepaart mit Allmachtsphantasien und messianischem Sendungsbewußsein. Das normale Volk ist in der Regel einzig am eigenen Leben und Fortkommen interessiert, es kümmert sich um Familie, Freunde, Hobbies und Beruf, es hat daher auch rein garnichts gemein mit selbsternannten Sachwaltern, deren einziges Interesse darin besteht, anderen deren Tun und Lassen vorzuschreiben.

    > .. brauchbare Alternativen aufzuzeigen.

    Es ist vollkommen egal, wer herrscht, solange dessen Macht nur ausreichend begrenzt ist. Nachdem Demokratie zur Machtursupation neigt, kristallisiert sie sich zwischenzeitlich als denkbar schlechte Variante heraus.

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