Bankkunden am Rand des Nervenzusammenbruches

(C.O.) Eine simple Banküberweisung oder einen Einkauf im Internet mit Kreditkarte zu erledigen, treibt seit einigen Wochen nicht wenige Inhaber eines Kontos oder einer Kreditkarte an den Rand des Nervenzusammenbruches. Um einer neuen EU-Richtlinie zu folgen, haben nämlich die Finanzdienstleister die damit verbundenen Transaktionen besser gegen Betrug abgesichert – um den Preis, dass bestimmte Geldbewegungen deutlich komplizierter geworden sind mehr hier

6 comments

  1. sokrates9

    Perfekte Analyse! Habe für simple Transaktion 40 Minuten gebraucht, da der vor 2 Jahren gesendete Code nicht mehr vorhanden ist, ich einen neuen anfordern muss – 2 Tage Bearbeitung und somit auf Banküberweisung ebenfalls mit 5-6 Identitätssicherungen versehen wechseln musste!
    Man sollte mal chinesische oder afrikanische !! Systeme studieren – sind deppensicher!
    Typisch linke EU : Es muss alles möglichst kompliziert und konsumentenfeindlich gemacht werden!
    Der EU Bürger wird (berechtigterweise?) von den Politikern als Vollidiot angesehen der permanent vor Allergene, Feinstaub Geldwäsche und Betrug geschützt werden muss!

  2. MJ

    Das ist eine Maßnahme, wie sie nur von Volllidioten durchgedrückt werden konnte. Mehr Komplexität bedeutet nicht notwendigerweise mehr Sicherheit, auch wenn das große Teile der sogenannten Elite nicht verstehen (wollen?). Im Grunde genommen geht es nur um einen versteckten Lobbyismus, der eine Menge Geld in die Taschen einiger weniger (Softwarehäuser etc.) spült. Auf Kosten der Allgemeinheit, versteht sich. Umverteilung von unten nach oben. Sozialistisch eben.

    Die wahren Probleme der Finanzsicherheit stecken ganz woanders. Nämlich nicht in den Transaktionen einzelner Kunden, sondern in den gewaltigen Datenbanken der Geldhäuser und Finanzdienstleister (Kreditkarten etc.). Dort liegen die relevanten Informationen für die Hacker. Deswegen wird auch immer wieder versucht, Kreditkartendaten zu erlangen. Mitunter erfolgreich.

    Stellen wir uns vor, ein Hacker benötigt eine Stunde, um an die Kreditkarteninfos von Herrn XY zu gelangen. Wenn er noch eine Stunde an Arbeitszeit drauflegt, hat er die Chance, den Datenpool einer Kreditkartenfirma zu knacken mit Millionen von Daten. Welche der beiden Optionen ist da wohl interessanter?

  3. Mourawetz

    Beim Thema kein Zwang/jeder soll selbst entscheiden fällt mir immer ein österreichischer Kabarettist ein, der sich über den Widerspruch gegen den Sicherheitsgurt in den Siebzigern lustig gemacht hat, an den man sich bald danach gewöhnt hat, seitdem kein Murren. So als ob es nicht eh klar wäre, dass ein Sicherheitsgurt eine gute Sache ist, nur der Sicherheitsgurtzwang ist es nicht. Es gibt eben Menschen, für die ein selbstbestimmtes Leben jenseits aller Vorschriften und Verbotsschilder schlicht unmöglich denkbar ist. Ein SSKM käme diesen nicht über die Lippen, für alle muss vorgesorgt werden.

  4. MJ

    Man verspricht Sicherheit – und erntet Komplexität, die wiederum zu höheren Kosten führt. Und zu höheren Einnahmen, d.h. besseren Geschäften für ein paar Lobbyisten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Dabei ist es gar nicht, die individuelle Transaktion, die einen Hacker interessiert. Was ist es schon wert, wenn man die Daten EINES Kreditkartenbesitzers (oder Kontoinhabers) erlangt. Mit ein wenig mehr Aufwand kann man in den Besitz von Tausenden, ja minunter Millionen Kunden kommen. Da spielt dann die richtige Musik.

    Alles andere ist Larifari von Politikern, die wieder einmal nichts verstanden haben. Der dumme Bürger soll eingelullt werden mit dem Versprechen einer Sicherheit, die es nicht gibt, während man von den wahren Gefahren lieber nicht spricht. Kommt einem irgendwie bekannt vor.

  5. astuga

    Die Banken haben längst ihre Geschäftspraxis auf das reduziert was umgangssprachlich als Muss-Geschäft bezeichnet wird.
    Dh. als Bankkunde benötigt man Dinge wie Girokonto, Kredite als Häuslbauer oder Start up etc.
    Entsprechend gering fällt die Serviceleistung gegenüber den “Kunden” aus und entsprechend überzogen ist die Werbung.
    Wo von “Freunden” und “Partnern” geredet wird.

    Im deutschen TV bzw youtube gab es vor einiger Zeit mal eine Sendung darüber wie sowohl Kreditnehmer aber auch Personen mit Sparguthaben von ihren lokalen Bankfilialen über den Tisch gezogen werden.
    Etwa indem der Leitzins der Eurozone immer leicht zeitlich verzögert angewandt wird.

  6. Johannes

    Etwas verstehe ich nicht Herr Ortner, sie sprechen davon das man Menschen, zB ältere Menschen welche nicht internetaffin seien, wenn es diese Menschen wünschen würden, es ermöglichen sollte auch mit weniger komplizierter Sicherheit Geldgeschäfte zu erledigen.

    Ich denke ältere Menschen mit geringen Internet-Kenntnissen noch dazu mit einer geringeren Sicherheitsschranke den skrupellosen Betrügern auszuliefern welche meist aus dem Ausland ganze Konten absaugen und somit für alte Menschen eine Existenzgefahr darstellen, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

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