Bar zahlen nur noch bis 5000 Euro

Von | 3. Februar 2016

“….Die Bundesregierung dringt auf ein gemeinsames Limit für Bargeldzahlungen in Europa. Andernfalls erwägt Berlin eine Bargeldgrenze in Deutschland. Ist das der Anfang vom Ende des Bargelds?……” (hier)

10 Gedanken zu „Bar zahlen nur noch bis 5000 Euro

  1. Thomas Holzer

    Natürlich ist dies der Anfang vom Ende; “unsere” Politikerdarsteller unternehmen doch alles, um jeden Einzelnen zu knebeln und zu überwachen. Gesetze und Verbote sind allein von dieser Intention geprägt

  2. Selbstdenker

    Deshalb wäre es wichtig rechtzeitig dagegen anzukämpfen und nicht in Fatalismus zu verfallen.

    Wenn man es persönlich bereits spürt, ist es zu spät – siehe Migrationskrise.

  3. Lisa

    Das ist eine sehr gefährliche Tendenz – nur weil ein paar Terroristen und Drogenhändler sich via Bargeld versorgen, braucht man doch nciht der ganzen Bevölkerung die KArten aufzudrängen. Das sieht mir eher nach Kontrolle der Bürger aus und nicht nach einer Kontrolle der zahlenmässig kaum ins Gewicht fallenden Kriminellen. Big Brother is watching you. Was kann man da als Bürger aktiv dagegen tun? Hat dasBundesginazminnisterium tatsächlich so eine Macht? Dann muss das aber schleunigst weg.

  4. Falke

    Ein Bargeldlimit von 15.000 Euro gibt es ja auch schon lange bei uns, und zwar in dem Sinn, dass man bei Barzahlungen über diesem Betrag nachweisen muss, woher man das Geld hat. Vorläufig genügt noch ein Nachweis über eine entsprechende Abhebung vom Konto oder vom Sparbuch.

  5. sokrates9

    Das berühmte Hamsterbeispiel funktioniert: Im Bad wird ganz langsam die Temperatur erhöht ( System Junker) und wenn der Hamster bemerkt dass es schon viel zu heiß ist, hat er nicht mehr die Kraft rauszuspringen!

  6. Gast

    Keine Angst, Kleinbeträge wird es immer geben. Erstens müssen doch die armen Opfer unserer islamophoben und xenophoben Ausbeutergesellschaft irgendwas zum Klauen haben – Was nützt das ganze Antanzen, wenn es dann keine raschelnden Scheinchen für das gestanzte Handy gibt? Was die gestanzte Geldkarte, wenn man damit nicht am Bankomaten abgreifen kann? – und zweitens müssen wir den wenigen ehrlichen, die inzwischen die Nase von ihren eigenen nachgereisten Kriminellen voll haben und lieber in Kabul leben wollen als in Wien bzw. denen, die sich mit Ausreise-und-Wiederkehr-unter-anderer-Identität über Wasser halten, die Rückkehrprämie zahlen. Also im Sinne der Integration unserer neuen Herren wird das Projekt noch etwas verschoben und nur soweit umgesetzt, als es die wohlstandsverwahrlosten und von der eigenen Politik als entsorgungswürdig (früher sagte man: “zur Notschlachtung freigegeben”) eingestuften Steuerschafe trifft.

  7. Marcel Elsener

    Die Frage ist auch, ob die Bargeldgrenze rechtlich eigentlich zulässig ist. Das gesetzliche Zahlungsmittel ist Bargeld. Irgendwelche gespeicherte Guthaben sind jedoch nicht Geld sondern Geldforderungen, was juristisch nunmal etwas anderes ist. In Zeiten des FIAT-Money wurde diese Grenze jedoch immer mehr verwischt und nun treten wir in die letzte Phase ein, in der die noch übrig gebliebenen Reste des einstigen Geldsystems beseitigt werden.

    Ziel ist es, die Wertschöpfungskraft des Untertanen vollständig der herrschenden Klasse zur Verfügung zu stellen. Wie schnell die Helotisierung des Bürgers geht, haben die Beispiele Zypern und Griechenland gezeigt, wo der Bürger staatsstreichartig weitgehend von der Bargeldversorgung abgehängt wurde und nur noch sehr eingeschränkt auf seine Bankguthaben verfügen konnte – ein geradezu unerhörter Nötigungsakt des Staates, der zwar juristisch keine echte Enteignung darstellte, aber faktisch eine vergleichbare Wirkung hatte. Ein wesentliches Merkmal des Eigentums besteht darin, dass der Eigentümer darüber verfügen kann. Bei Bankkonten, deren Zugang den Konteninhabern von Staates wegen versperrt wurde, war Verfügung darüber dann eben nicht mehr möglich. So funktioniert die Enteignung des Bürgers im Samtpfotensozialismus.

    Eine Lösung besteht in der Lancierung eines staatsunabhängigen Geldes – sei es in materieller Form (eine Art Konkurrenzbargeld), sei es in elektronischer Form (z.B. Bitcoins). Dann wäre der Staat nicht mehr in der Lage solche Nötigungsaktionen durchzuführen. Desweiteren könnte man dadurch auch gleich die verbrecherische FIAT-Money-Praxis umgehen, denn die funktioniert nur mit einem mächtigen Zentralbankensystem. Aber das sind leider Illusionen, solange die meisten Untertanen das geltende FIAT-Money-System akzeptieren.

  8. gms

    Marcel Elsener,

    Ihre Ausführungen sind vollkommen korrekt. Danke dafür. Daran anknüpfend einige Anmerkungen:

    Der Umstand, daß viele Länder zwischenzeitlich Bitcoins juristisch als Währung anerkannten, hat bewußt verankerte Fußangeln für Bürger. Die erste ist die Pflicht zur Versteuerung allfälliger Kursgewinne. Auch wenn man dieser mangels Nachvollziehbarkeit entgehen kann, so ist dennoch erwartbar, Finanzämter würden daraufhin vermehrt die Lebenswandel und deren Finanzierbarkeit ihrer Steuersubjekte unter die Lupe nehmen. Zweitens folgt aus dieser Anerkennung als Währung die staatliche Selbstermächtigung, Vorgänge rund um Bitcoins et. al. mit allerlei Gesetzen und Vorschriften einzuhegen.

    Der dritte und vermutlich gravierendste Aspekt werden Ambitionen der Obertanen sein zur Kriminalisierung sicherer Kryptographie und deren Protagonisten. Daß selbst TTIP sich dessen annimmt, sollte uns Warnsignal genug sein [1][2], so nicht bereits sonstige Stoßrichtungen hinsichtlich staatlicher ‘backdoors’ und ‘central keys’ das nötige öffentliche Bewußtsein hierfür geschaffen haben. Der Kampf um bürgerliche Freiheiten wird daher erwartbar dreckig und unerbittlich.

    Ein junges Phänomen sind übrigens die Ambitionen zur Abschaffen des Bargeld keineswegs, wie das OECD-Dokument ‘The future of money’ [3] aus dem Jahr 2002 zeigt, das — welch Überraschung — ausgerechnet 9/11 in die Waagschale wirft, ohne nicht zugleich das Hohelied von Transparenz und Geschwindigkeit volldigitaliserter zentraler Geldsysteme zu singen, das alle Teilnehmer ‘fair’ behandelt. Erschreckend und zugleich typisch für das Mindset der Regierenden ist das Ansinnen, die Geldmenge und damit die Wirtschaft noch effektiver zu steuern, als es aktuell der Fall ist.

    Dem Aufkommen von Alternativwährungen begegnen demgemäß die üblichen Verdächtigen aus Hochfinanz und Politik flankierend mit einem weiteren Schachzug — der Propagierung der Zentralbanken als direkte Geldquellen für Staaten und Individuen unter Ausschaltung der Geschäftsbanken [4]. ‘Occupy Wallstreet’ ist hierfür eine ebenso von oben betriebene Initative, wie das, was man gezielt in linken Kreisen als ‘Monetative’ ventiliert. Das erkennbar Falsche soll durch das noch Schlimmere, noch Zentralerer ersetzt werden.

    [1] bitkom.org/Publikationen/2015/Positionspapiere/ICT-Industry-Recommendations-for-Regulatory-Cooperation-in-the-Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership/ICT-Industry-position-on-TTIP-Regulatory-Cooperation.pdf
    [2] trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2015/january/tradoc_153009.pdf
    ‘set common principles for certifying ICT products, especially for encoding and decoding information (‘cryptography’in the jargon).
    [3] oecd.org/futures/35391062.pdf
    ‘These changes [caused by free markets, Anm.] make money more visible and pervasive but also less stable, more volatile in its value, and more elusive. Monetary policy becomes more important as a lever of economic management at the same time that the classical monetary aggregates – M1, M2, M3 – lose their reliability as signals of future economic growth and inflation. [..] As soon as authorities announce a monetary aggregate target, financial intermediaries adopt strategies that minimise its pertinence and causality.’
    [4] foreignaffairs.com/articles/united-states/2014-08-11/print-less-transfer-more

  9. MD

    Folgerichtig gedacht von den Politikern! Zwar kann der Nachwuchsterrorist noch die eine Kalaschnikow kaufen, aber größere Transaktionen müssen scheitern, weil der Terrorist ja dann an den Waffenhändler überweisen müsste -> seine IBAN wird bekannt -> Deal geplatzt -> Die Welt wird wieder ein Stück sicherer! Und auch die Geldwäscher und die organisierte Kriminalität bibbern jetzt sicher schon vor Angst wegen des möglichen Entzugs ihrer Geschäftsgrundlage.
    Außerdem muss man ja mal anfangen mit dem Verbot von Bargeld. Wie sollte man sonst die Negativzinsen auf breiter Basis durchsetzen?

  10. gms

    MD,

    > Die Welt wird wieder ein Stück sicherer!

    Bislang unbestätigten Gerüchten folgend arbeitet die um den Schutz hilfloser Bürger besorgte Dressurelite flankierend an einer umfassenden Meldepflicht geplanter krimineller Akte. Streng bestraft wird dann derjenige, der seine beabsichtigten terroristischen Vergehen mit einer per anpaßbarer Verordnung geregelten Opferzahl und Vorlaufzeit nicht beim entsprechenden Sicherheitsministerum ankündigt. Damit allfällige Bösewichte sich nicht strafmindernd auf lästigen und zeitraubenden Papierkram ausreden können, gibt es dann entsprechende Instumentarien auf IP-Basis und sogar fürs Smartphone optimiert.

    Nachdem unsere schwarzen lokalen Sicherheitsfetischisten unter Beifall der Roten bereits jetzt mit dem Einsatz sogenannter Trojaner liebäugeln, ist vorhersagbar, wonach langfristig oben skizzierte Software zur Voranmeldung von Straftaten verpflichtend auf PCs und Smartphones vorinstalliert wird, während Provider in die Pflicht genommen werden, amtlich noch unbehandelte Hardware von außen zugänglich zu machen. Wer auf exotische IT-System ausweicht oder gar Kernels selbst kompiliert, bekommt unangekündigten Besuch vom ‘Heimatschutz’, so es versehentlich auffliegt oder dem Tipp eines Spitzels geschuldet ist. Was auch immer der potentiell strangulierte Bürger zur Verteidigung seiner Atemluft anstellen wird, kann und muß ihn in dieser perversen Aufrüstungsspirale systembedingt vermehrt ins Fadenkreuz der Justiz drängen.

    Put simply: Alles wird sicher, der Bürger kann erleichtert aufatmen und bösen Jungs zittern heute schon heftiger als die Anzeigenadeln von Messgeräten bei Erdbeben der Stärke neun bis zehn. Eines bloß haben die Big-Brothers in Anzug und Krawatte nicht bedacht: Verarschen können wir Bürger uns selbst um Zehnerpotenzen besser, als jeder noch so dackelblickende Minister oder hinterbankelnde Abgeordnete das mit uns könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.