„Barmherzigkeit schafft keinen Wohlstand“

“….Mit Caritas allein lässt sich in der Tat kein Wohlstand schaffen – hier helfen nur Unternehmertum und freie Märkte. Der Papst sieht nicht, dass Gewinnstreben an sich gut ist und in einer freien und rechtlich geordneten Marktwirtschaft Wohlstand für alle schafft…..” (Der katholische Priester und Professor für Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom, Martin Rhonheimer,  in der FAZ)

9 comments

  1. Reini

    Die Kirche hat sich schon immer den Gegebenheiten angepasst. Beim Beginn der Flüchtlingswelle befürworteten sie diese Politik, jetzt wo viele andersdenkend sind, bzw. die Erleuchtung hatten, schwenkt auch ihre Meinung um.
    Jahrhunderte lange Ausbeutung der Bevölkerung,… dadurch weltweit größter Grundbesitzer, eine eigene Bank, eigener Staat,… usw… Wie amüsant das gerade die Kirche über eine freie rechtliche Marktwirtschaft und Wohlstand für alle spricht!

  2. Fragolin

    Die Kirche moderiert sich durch die Situation. Erst helfen sie, Muslime nach Europa zu schaufeln, verdienen sich an Schlepperei und Versorgung dumm und blöd, greifen als Global Player der Asylindustrie Steuermilliarden ab, helfen noch die Stimmung anzuheizen bis den ersten Museln der Gürtel platzt und stellen sich dann als die starke religiöse Stütze des christlichen Abendlandes hin und bewerben alle, die dieses retten wollen, doch in den Schoß der Kirche als streithaftes Schäfchen gegen die Islamisierung anzukämpfen, die sie selbst mit angeheizt haben.
    Die Kirche hat begriffen, dass mit einem Glaubensmonopol in Europa nichts mehr zu gewinnen ist und importiert selbst die Gegner, schafft also das Problem, dessen Lösung sie verspricht, wenn nur alle wieder zu ihr zurückkehren. Das ist Politik, das kennen wir doch. Und inzwischen wird ordentlich Kohle abgegriffen, denn am Ende geht es nur darum. Der Vatikan will Geld, und der Kirchenschwund in Europa hat ihn zuviel gekostet. Die wissen genau, von wem sie das Geld bekommen könnten, und schaffen jetzt Situationen, die es ihnen erleichtert, an dieses Geld heranzukommen. Dazu ist ihnen jede Pirhouette recht. Und da brauchen sie heute einen Papst, der Museln die Füße wäscht (was glaubts, warum der Ratzi in Frühpension gegangen ist, da hat keiner mit gerechnet, dass der so lange durchhält…) und wenn die richtige Zeit kommt, gibt es wieder einen, der zum geistigen Kreuzzug aufruft und das Christliche Abendland beschwört.
    Die spielen, und dieses Spiel geht um sehr hohe Einsätze und sehr lange Zeiträume. Das einzelne Schäfchen und sein Seelenheil spielen dabei keine besonders herausragende Rolle.

  3. stiller Mitleser

    In der Kirche, obwohl doch so zentralistisch, gibt’s, wie andernorts auch, die verschiedensten, einander sehr oft weidlich verabscheuenden, Untergruppen. In manche wird man hineingeboren, in andere gerät man nach der Pubertät und bleibt hängen. Der Opus Dei, dem Prof. Rhonheimer angehört, rekrutiert seine Schäfchen unter den Kindern der Oberschicht, oft sehr unglückliche Kinder.
    Auch als Priester bringt man die Prägungen und Erfahrungen seines Lebensumfeldes ein, ob Zürich oder
    Südamerika, ganz darüber erheben kann man sich wohl kaum.
    Prof. Rhonheimers, – das Wiener Institut gibt es seit längerer Zeit, – Darlegungen sind interessant.
    .
    Religionen versuchen Außerweltliches ins Leben zu ziehen, im Gegensatz zum Säkularismus, der alles in diesem – doch prekären – Leben, an dessen Ende ein gefürchteter, gehaßter und verdrängter Tod uns erwartet, erreichen will und auch muß. Auch wenn man nicht an den Himmel glaubt und eher denkt, daß man sich ermüdet auflösen wird wie ein trockenes Blatt und als “Staub zu Staub” in den kosmischen Kreislauf der Materie zurückkehren wird, gibt das dem Leben eine andere Tönung. Man weiß, daß alles vorläufig ist, daß man nichts wird je behalten können und das macht Teilen sehr viel leichter.
    Zu schenken ist ein Akt der Selbsterhöhung, der durchaus auch bösartig und für den Beschenkten demütigend sein kann, aber doch wohltätig für einen selbst ist. Wer gibt, fühlt sich, und sei er es realiter auch, im Geben nicht mehr arm. Geizige sind im Selbstgefühl immer arm.

  4. sokrates9

    Hatte mal Diskussion mit reicher Burmesin, ob sie 100.000 Dollar spenden solle oder einen neuenBMW kaufen
    Sie entschied sich das Geld den Armen fuer ihr Karma zu spenden! Hielt das fuer coellig falsch! Die Armenbleiben arm, ein BMW wuerde Arbeitsplaetze schaffen!

  5. Falke

    Dem Papst sollte man das Sprichwort nahelegen “Schuster, bleib bei deinen Leisten”. Er mag ja auf dem Gebiet der christlichen (katholischen) Religion “unfehlbar” sein, von Wirtschaft und Finanzen hat er keine Ahnung. Ich wüsste da noch ein Sprichwort, das er sicher versteht, da er wohl Leiteinisch kann: “Si tacuisses, philosophus masisses”.

  6. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Kluge Worte! Hut ab.
    Manchmal ist es gar nicht so schlecht, nachzudenken, inne zu halten und ergo weniger wutschnaubend durch das internet und die Welt zu laufen 😉

  7. Rennziege

    20. Februar 2017 – 18:06 — Thomas Holzer
    @stiller Mitleser
    D’accord, Gentlemen! Auch ich lupfe meine Baseball-Mütze, ergriffen und begeistert.

  8. vesparaser

    “Die Kirche hat schon ganze Länder gefressen, und sich doch nie übergessen. Die Kirche allein, meine lieben Frauen, kann ungerechtes Gut verdauen.” Zitat. W. Goethe

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