Barrieren gegen die Völkerwanderung

(ANDREAS UNTERBERGER) Als wirklich allerletztes EU-Land will nun auch Österreich jetzt etwas zur Eindämmung der neuen Völkerwanderung tun. Das Wie und Was sind zwar noch immer nicht genau bekannt. Aber es steht massiv zu befürchten, dass es (trotz der katastrophalen Verspätung) weiterhin wenig dazu beitragen wird, um den Migrantenstrom zum Stillstand zu bringen. Denn bis zuletzt hat der linke SPÖ-Flügel aus Wien zu bremsen versucht. Umso interessanter ist es daher, (wieder einmal) aufzulisten, was das Ausland in den letzten Tagen wieder alles getan oder beschlossen hat. Mit nachträglicher Ergänzung.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber sie ist dennoch sehr aufschlussreich. Schon länger zurückliegende Maßnahmen wie etwa die ungarischen Grenzschließungen sind darin gar nicht mehr enthalten. Allerdings ist bei manchen Maßnahmen anderer Staaten zweifelhaft, ob sie den angestrebten deutlichen Rückgang des Migrantenstroms bewirken werden:

Dänemark nimmt künftig Asylwerbern Bargeld und Wertsachen (ab einem Wert von 1340 Euro) als Beitrag zu den Kosten des Asylverfahrens ab. Das neue Gesetz erschwert Familienzusammenführungen und erleichtert Inhaftierungen.
Deutschland führt einen fälschungssicheren Flüchtlingsausweis ein, der jederzeit mitgeführt werden muss. Von jedem Flüchtling werden beim Erstkontakt mit den Behörden die Fingerabdrücke gespeichert. Damit sollen Doppelregistrierungen und Täuschungen verhindert werden (ein Teil der Kölner Tatverdächtigen war den deutschen Behörden bis Silvester unbekannt!). Deutschland hat in den letzten Wochen viele Hunderte Migranten nach Österreich zurückgeschickt. Nordafrikaner sollen künftig generell abgeschoben werden. Weniger Begeisterung löst der Vorschlag des deutschen Finanzministers Schäuble aus, eine EU-weite Benzinsteuer zur Finanzierung der Flüchtlingskosten einzuführen.
Frankreich hat mehrere islamische Gruppierungen aufgelöst, die als radikal und salafistisch gelten; diese haben auch Moscheen betrieben. Das von Terroranschlägen schwer getroffene Land hat neuerlich den Ausnahmezustand verlängert. Es hat Hunderte Menschen, die als gefährlich eingestuft werden, unter Hausarrest gestellt. Weit über 2000 Wohnungen wurden durchsucht, wobei 400 Waffen gefunden worden sind. Intensiv warnt Frankreich davor, dass der „Islamische Staat“ Zehntausende Blanko-Pässe in Besitz gebracht hat. Das Land hat schon Tausende Menschen an seinen Grenzen abgewiesen (Dabei sind in Frankreich im ganzen Vorjahr nur 80.000 Asylanträge gestellt worden; das ist weniger als in Österreich, obwohl das Land achtmal so groß ist).
Schwedens (sozialdemokratischer!) Premier Löfven hat sehr zornig reagiert, weil die Polizei in den letzten Jahren viele Anzeigen wegen Übergriffen durch Migranten vertuscht hat. Er hat jetzt erkannt: Das sei „ein Problem für das Land“ (Man stelle sich vor, Werner Faymann würde so etwas über den ORF sagen!). Schweden, das bisher das großzügigste Land gegenüber „Flüchtlingen“ war, hat für diese seit einigen Wochen die Grenzen weitgehend gesperrt.
Dänemark verlangt eine Änderung der Flüchtlingskonvention, damit „Flüchtlinge“ nach einem mehrjährigen Aufenthalt in einem Erstaufnahmeland nicht mehr länger Asyl beantragen können.
Norwegen verlängert die Wartezeit für dauerhafte Aufenthaltsbewilligungen von drei auf fünf Jahre. Vor einer Familienzusammenführung muss ein „Flüchtling“ künftig ein höheres Einkommen nachweisen (Im Vorjahr sind in dem Nicht-EU-Land, in das „Flüchtlinge“ auch hoch im Norden über Russland kommen, 30.000 Asylanträge gestellt worden).
Lettland hat die Geldleistungen für Flüchtlinge deutlich gekürzt. Dort gibt es nun im Monat beispielsweise für unbegleitete Jugendliche nur noch 97 Euro pro Monat; in Österreich gibt es 95 Euro – pro Tag.
In Italien hat die Lombardei strenge Regeln für Frauen eingeführt, die eine Burka oder eine Ganzkörperverschleierung tragen. Sie dürfen weder regionale Einrichtungen noch Büros betreten. (Ein Burka-Verbot wird immer öfter auch von deutschen CDU-Politikern wie Wolfgang Bosbach und der Frauenunion gefordert). Einige kirchliche italienische Einrichtungen haben allerdings ein Projekt gestartet, mit dem „Flüchtlinge“ aus arabischen Ländern direkt nach Italien einreisen können.
Serbien und Mazedonien lassen nur noch „Flüchtlinge“ aus Syrien, Irak und Afghanistan einreisen.
Slowenien, Kroatien und mutmaßlich auch Serbien lassen nur noch solange Migranten einreisen, als die alle nach Österreich weiterreisen können.
Finnland erteilt Migranten aus großen Teilen Afghanistans keine Aufenthaltsbewilligung mehr. Es hat zwei neue Abschiebezentren eröffnet und sechs Aufnahmezentren ganz oder teilweise geschlossen.
Tschechien kontrolliert zum Teil die Grenzen nach Österreich. Präsident Zeman, ein Sozialdemokrat, bezeichnet die Immigration nach Europa als „organisierte Invasion“. Die Integration von Muslimen sei „praktisch unmöglich“. Er verglich den gegenwärtigen Ansturm mit den britischen Flüchtlingen, die im Weltkrieg etwa nach Großbritannien gegangen seien: „nicht um britische Sozialleistungen zu beziehen, sondern um für die Freiheit ihrer Heimat zu kämpfen“.
Belgiens Innenminister Jan Jambon hat nun erstmals offen davon gesprochen, dass die Unterstützung von Terroristen durch die muslimischen Gemeinden bedeutender als bisher angenommen sei.
Großbritannien: Premier Cameron kündigte an, dass nachgezogene muslimische Frauen künftig zu (von der Regierung bezahlten) Englischkursen gezwungen werden. Wenn sie sich weigern oder Tests nicht bestehen, würden sie nach zweieinhalb Jahren abgeschoben.
Lord George Weidenfeld, der jüngst verstorbene 96-jährige britische Verleger und Diplomat mit österreichisch-jüdischer Abstammung, schreibt bemerkenswerte Worte: „Offenbar hat man in Deutschland nicht mehr den Mut, sich zu den christlichen und abendländischen Werten zu bekennen.“ Er wirft den Deutschen den Irrglauben vor, Hitler dadurch ausmerzen zu wollen, dass „die Deutschen endlich die Guten sind“. Man nehme deshalb jedoch „die Verbrechen von morgen“ hin. Weidenfeld hatte eine größere Hilfsaktion für christliche Flüchtlinge aus Nahost gestartet.
Die Türkei hat eine Visumpflicht für Syrer eingeführt, wenn diese aus Drittstaaten in die Türkei einreisen wollen. Der griechische Staatspräsident Pavlopoulos wirft der Türkei vor: „Ich hege die starke Befürchtung, dass die türkischen Menschenschmuggler Unterstützung von den Behörden bekommen. Vor allem die Hafenbehörden tun so, als ob sie nichts mitbekämen.“ Dass die Türkei nichts Wirksames unternimmt, zeigt sich schon daran, dass die türkischen Schlepper ihre Tarife für eine Überfahrt reduziert haben. Würden die türkischen Behörden hingegen die Schlepper ernsthaft behindern, würden deren Tarife logischerweise steigen, weil ja auch das Risiko steigt.
EU: Keine Aktivitäten. Auch die alten EU-Beschlüsse oder Vorhaben sind durch die Bank bisher unerfüllt geblieben (Aufteilung der „Flüchtlinge“ auf alle EU-Länder, das Faymann-Projekt eines EU-Deals mit der Türkei, eine gemeinsame Grenztruppe…).
PS: Noch ein geschichtlicher Hinweis zu dem Standardargument, dass Massenabschiebungen gar nicht möglich wären: Die USA haben unter Präsident Eisenhower rund 1,5 Millionen Menschen nach Mexiko deportiert. (TB)

 

69 comments

  1. Thomas Holzer

    mea culpa!
    Übersehen 🙂
    Aber da ich soeben auf arte einen “Landkrimi” sehe, viel mir die Warnung vor erotischen Szenen, welche nicht für Kinder und Jugendliche geeignet seien, am Anfang des Filmes auf.
    Wird in Zukunft wahrscheinlich auf Muslime erweitert werden müssen, bis zu dem Moment, an dem derlei Filme aus dem Programm genommen werden; man möchte ja niemandes Gefühle verletzen 😉

  2. Fragolin

    Besser wäre ein Warnschild: “In dieses Wasser pupsen Ungläubige, die vor dem Baden Schweinefleich gefressen haben!” 😉

  3. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Sie müssen sich bei mir nicht rechtfertigen, wenn Sie den Bullen von Tölz auf dem Heimatkanal ansehen.
    (Mir haben auch schon Leute erklärt, dass sie zu später Stunde im Privatfernsehen den Telekolleg “Biologie” betrachten)

    Gilt die “Trigger Warning” den Ermittlungen von Benno Berghammer im Tölzer Rotlichtmilieu?

  4. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Wofür “unsere” Politikerdarsteller noch immer keine Erklärung haben (oder geben wollen); einerseits sind all die Neubürger so Internet-affin, wissen zu googeln, sich Informationen zu verschaffen, ihren Standort via Smartphone zu verifizieren et al., aber sich über Sitten und Gebräuche in ihrem Gastland kundig zu machen, dazu sind sie anscheinend nicht in der Lage.
    Genauso wie das wiederholte Lamento angeblich so engagierter, “fittest” Neubürger, daß ihnen z.B. keine Deutschkurse angeboten! werden.
    Also was sind die jetzt? lässt mich mein noch relativ in geordneten Bahnen existierender Zorn dezent fragen………

  5. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Auf arte bringen sie heute einen “Landkrimi”, noch dazu aus Kärnten 😉
    Als politischer Flüchtling muß ich mir den natürlich ansehen; nur bei meiner Rückkehr gab es keine Taferln mit “refugee welcome” 😉
    Hätte darauf aber auch keinen Wert gelegt.

  6. Thomas Holzer

    Ich empfehle Kondome für alle auf Krankenschein, und die Pille davor und danach dazu.
    Wird zwar nicht die Vergewaltigungen reduzieren, aber wenigstens die “after-Folgen”
    Sarkasmus off!!

  7. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Menschen interesseiren sich eben nur für das, was sie interessiert. Die schrulligen Sitten dreckiger Ungläubiger sind denen ebenso egal wie die Grunzlaute, die die von sich geben. Ihr einziges Interesse liegt darin, unser Geld zu bekommen und herauszufinden, wo man damit sein Mütchen kühlen kann. Der Rest ist wurscht.

  8. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “[…] aber sich über Sitten und Gebräuche in ihrem Gastland kundig zu machen, dazu sind sie anscheinend nicht in der Lage.”

    Da können die Neubürger nichts dafür, wenn Google falsch von arabisch auf deutsch übersetzt.

    Dass das arabische Wort für “Prosit Neujahr!” von Google fälschlicherweise mit “ficki-ficki” übersetzt wurde, ist mehr als offensichtlich und ein tragisches interkulturelles Missverständnis. Hier wäre längst eine Entschuldigung dieses neoliberalen Molochs “Google” fällig.

    In ihrer Verzweiflung tauschen die Neudeutschen sogar handgeschriebene Übersetzungs-Zettel mit ein paar grundsätzliche Phrasen aus, nur damit sie durch den Alltag in Deutschland kommen.

  9. gms

    Selbstdenker,

    [A second wave of migrants is set to break across Europe as the wives and children of men who have already made the journey set out to join them.]

    Gleichlautendes konnte man gestern schon in deutschsprachigen Medien verfolgen. Der Aufhänger dabei: ‘Frauen in Flüchtlingsstömen zunehmend als sexuelles Freiwild’. Ein steigender Frauenanteil wurde gleichfalls mit ‘Familiennachzug’ begündet, die implizite Frage jedoch blieb unthematisiert, weshalb dies unbedingt im Winter per Balkan-Triathlon zu erfolgen habe.

    Die killkommenskulturelle Antwort: Das Leid der Männer war damals so groß, daß sie ihren Familien heute noch viel größeres Leid antun. Oder so irgendwie.

    Wollte man das Ganze etwas nüchterner betrachten, dann hat der erste und robustere Flüchtlingskeil erfolgreich die Bresche geschlagen, in welche der Rest weniger familiär, denn eher statistisch bedingt hinterher getrieben wird. Frauen machen dabei nämlich immer noch nur rund 22% aus.
    Die aktuell mediale Begleitmusik soll das Volk auf sichere Einfallschneisen einschunkeln, und das mit der sexuellen Gewalt ist ein zuvor verschwiegener Bug, der nun zum willkommenen Feature wird. Wir werden noch viel mehr solche Töne hören.

    Vincent Cochetel, the director of UNHCR’s bureau for Europe added: “Many women and girls travelling on their own are entirely exposed, deprived of their family or community to protect them. Even those travelling with family are often vulnerable to abuse.”

  10. gms

    Selbstdenker,

    > „[…] keine Abbildung einer Frau, welche einen Burkini trägt […]“
    > Doch. Siehe Regel Nr. 9

    Soll sein, aber es fehlt ein weißer Mann mit Burkini. Heinisch-Hosek ist empört!

  11. Thomas Holzer

    @Fragolin, Selbstdenker
    Frau Dr. Kneissl hebt das “Problem” auf eine “Metaebene”
    Zu den Problemen mit Menschen, welche sich aus wahrlich (zumindest in unseren Augen) archaischen Kulturen zu uns aufmachen, da sie ja eingeladen wurden, kommt die Fertilität in den “Fluchtländern” hinzu; es gibt interessante Studien, veröffentlicht z.B. in “science”, welche einen direkten Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum(Explosion) und Bürgerkrieg z.B. in Syrien zu erkennen glauben.
    “Unsere” Neubürger, so Kneissl weiter, werden sich ihre -vermeintlichen- Rechte nehmen, wenn der Staat nicht für deren Aufkommen sorgt.
    “Böse” formuliert: entweder mehr Geld, um sich die Prostituierten finanzieren zu können oder mehr Vergewaltigungen.
    Es wurde wissentlich und willentlich die Büchse der Pandora geöffnet, und es kam nichts als Unheil über/zu uns

  12. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Diese Erkenntnis ist nicht wirklich neu. Sie mag vielleicht neu sein für Europäer, die ihre kulturelle Standards auf Menschen aus anderen Kulturen projizieren.

    “Es wurde wissentlich und willentlich die Büchse der Pandora geöffnet, und es kam nichts als Unheil über/zu uns.”

    Wir – oder besser gesagt – unsere Kinder wurden von den Gefallsüchtigen verkauft.

    Es wurde wahrlich die Büchse der Pandora geöffnet; siehe hier…
    http://www.aargauerzeitung.ch/leben/forschung-technik/soziologe-spricht-von-einer-neuen-voelkerwanderung-129457555

    …und hier:
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/waren_die_uebergriffe_erst_der_anfang

  13. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “[…] 85 Prozent der Araber, so zeigt dieselbe Untersuchung, träumen von der Judenvernichtung. Wer eine Million zu sich holt und dann umverteilen will, möchte die Nachbarschaft mit 850 000 Antisemiten fluten – ein Geschenk so deutsch wie schon lange nicht mehr. Mit der in Rotherham exerzierten Moral streben aus Pakistan 30 Millionen und bis 2050 über 50 Millionen auf der Balkanroute hierher. Aus dem gesamten Rekrutierungsraum von Marokko über Kapstadt bis Indonesien soll es zwischen 2015 und 2050 von 600 Millionen auf fast 1,2 Milliarden Migrationswillige gehen. Und sowie in irgendeinem der Länder mit ausreichendem Kriegsindex 1000 Jünglinge mit dem Töten beginnen, gewinnen 10 oder auch 100 Millionen Mitbürger das Recht auf Schutz oder gar Asyl, wenn sie hiesigen Boden erreichen.”

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/waren_die_uebergriffe_erst_der_anfang

  14. gms

    Selbstdenker,

    > Wir – oder besser gesagt – unsere Kinder wurden von den Gefallsüchtigen verkauft.

    Das Ganze ist weniger Ausfluß eines Beauty-Contests, als mehr eines Treibens zum Vorteil weniger Leute mit langfristigen Zielen, Portokassen und Beziehungen. Merkel mit ihrer DDR-Geschichte und unser Bundeskasperl sind dabei bloß perfekte Marionetten zum Abreiten der Wellen, die andere hinter den Kulissen hochschwappen.

    Wer sich thematisch in die Genese vertieft, findet rückblickend selbst als Laie mit wenigen Klicks jede Menge Vorwarnungen [1], was sich im Südosten, sprich in der Türkei, dem Jemen oder im Libanon anbahnte. Wo aber legten die Propagandorgeln monatelang den Fokus hin? Auf’s Mittelmeer und Seen aus Tränen, perfekt zum Stricken der Killkommenskultur, bis ausgerechnet tausende Meilen ostwärts an der türkischen Küste das alles entscheidende Bild einer Kinderleiche geschossen und rund um die Uhr in jeden Haushalt geliefert wird.
    Kurz zuvor im August findet man erstmalig in der Geschichte einen verlassenen Lieferwagen mit rund 70 Leichen, was zu Kontrollen und dementsprechenden Staus auf der Autobahn führt. Die Folge sind einige tausende Flüchtlinge am Bahnhof in Budapest. Daß Ungarn ein Ort des Grauens war, wußte der dressierte Medienkonsument bis dahin auch schon. Am 03. September kommt das alles entscheidende Foto aus der Türkei und am fünften des Monats gibt Merkel den Startschuß.

    Glaubt denn hier jemand ernsthaft, ausgerechnet die deutsche Regierung wäre von den schon 2014 anderswo auf gepackten Koffern sitzenden Massen überrascht worden? Glaubt hier wirklich jemand, Merkel käme zufällig als weltweit wichtigste Person aufs Titelbild der Times, die zufällig einem der medial mächtigsten Drahtzieher der Chose gehört, während ihr gleichzeitig eine andere notorische Sockenpuppe im EU-Parlament, Verhofstadt, als Durchhalteparole medial wirksam zuruft, sie sei eine Heilige und möge doch ihre unwichtigen lokalen Wahlen zuhause vergessen?
    Wer will ein zentrales EU-Einwanderungsregime, das zwangsweise eine spätere Angleichung der Sozialsysteme erfordert? Wer strebt an, daß sich die EU noch tiefer verschuldet, mehr gemeinsame Fonds aufstellt und Eurobonds begibt?

    Für einen bloßen Schönheitswettbewerb spielen hier viel zu viele Belange perfekt ineinander, die sich trivial mit einem Zusammenspiel von echtem Sozialismus und Plutokratie erklären lassen. Die Abwendung der Katastrophe wäre ortsnahe problemlos möglich gewesen, doch hätte das niemals den gewünschten Effekt gebracht.

    p.s.: Nachdem es gerade in Reichweite liegt: Auf den bestimmten Verdacht hin, wie ein bestimmtes Medium die Sachlage präsentieren würde, nahm ich mir den ‘Economist’ vor und fand tatsächlich einen rezenten Haupttreffer [2], der ohne Auslassung alle propagandistischen Meme anpreist, die auch Deutschen und Österreichern von den üblichen Verdächtigen verabreicht werden.

    [1]
    unhcr.de/home/artikel/d57e1d7c9cb1e9739eb4d119aa960b79/vier-jahre-syrien-konflikt-fluechtlingen-droht-duestere-zukunft.html
    ‘Im Dezember 2014 veröffentlichte die UN in Berlin den größten humanitären Hilfsappell in ihrer Geschichte. Bei völliger Finanzierung könnten mit dieser Summe die Grundversorgung der Flüchtlinge sichergestellt werden, .. „Die Aufnahmestaaten bei der Bewältigung der Aufgaben alleine zu lassen, könnte in eine ernste regionale Destabilisierung münden und die Wahrscheinlichkeit von Sicherheitsproblemen anderswo auf der Welt erhöhen“, sagte Guterres.’
    unhcr.at/home/artikel/c8cd1ec32770b4cb3da49f54f6014809/mehr-syrische-fluechtlinge-in-der-tuerkei-1.html
    amnesty.ch/de/laender/naher-osten-nordafrika/syrien/dok/2014/humanitaere-krise-in-syrien-die-welt-sollte-sich-schaemen
    [2] economist.com/news/leaders/21688397-absorb-newcomers-peacefully-europe-must-insist-they-respect-values-such-tolerance-and

  15. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Es ist erstaunlich, wie gelassen das Volk solche unverhohlene Schutzgelderpressung schluckt.
    Auf ein “die werden sich holen, was sie wollen, wenn wir es ihnen nicht freiwillig geben” kommt ein furchtsames Kriechen des Staates und seiner Behörden vor dieser bodenlosen Frechheit und jeder im Volk, der aufmuckt und sagt “die sollen es nur versuchen” wird als Nazi niedergeknüppelt. Wer sich nicht wehrt, hat den Kampf schon verloren. Die Schutzgeldforderung hat keine Obergrenze.

  16. Fragolin

    @gms
    Nichts geschieht durch Zufall auf der Welt.
    Aber es gibt schon eine Menge “Gefallsüchtiger”, ein ganzes Meer an nützlichen Idioten, die ihr bedeutungsloses Selbst durch die “richtige” Reaktion auf das mediale Trommelfeuer aus Kinderleichen und frierenden Frauen mit einem Wert erfüllen wollen, der sie als hehre Kämpfer des “Guten” gegen das “Böse” aus dem Spiegel blicken lässt. Ob als Teddybärverteilerin, linker Kampfposter oder randalierender “Nazijäger” – sie alle spielen jenen Mächten in die Hände, die im Hintergrund ihr Süppchen kochen, und fühlen sich noch gut dabei, hirnlose Parolen nachzuplappern und eine Völkerwanderung zu bejubeln, die nicht nur die eigene Existenz massiv bedroht sondern am Ende beide Seiten, die Kommenden und die Vorhandenen, ins Unglück treibt.
    Aber scheinbar hat jede Zeit ihre Massen, die, von der richtigen Führerfigur, egal ob mit Rotzbremse oder Busen, mit primitiven Parolen angeheizt, sich zu nützlichen Idioten machen um nur einmal im Leben von den Mächtigen mit einem wohlwollenden Lächeln bedacht zu werden. So gesehen verstehe ich die “Gefallsüchtigen” von Herrn Holzer.

  17. Franz

    “Lettland hat die Geldleistungen für Flüchtlinge deutlich gekürzt. Dort gibt es nun im Monat beispielsweise für unbegleitete Jugendliche nur noch 97 Euro pro Monat; in Österreich gibt es 95 Euro – pro Tag.“

    Das muss ein Fehler sein. Sie meinen wohl 95 € pro Woche. Oder sind die Gesamtkosten gemeint, die pro Flüchtling aufgewandt werden müssen?

  18. Fragolin

    @Franz
    95 Euro bekommen jene, die unbegleitete minderjährige (oder sich selbst unbewiesen als solche bezeichnende) “Flüchtlinge” unterbringen und versorgen; also einen Platz im 4-Bett-Zimmer oder einem notdürftig abgetieilten 2qm-Abteil im sonst leerstehenden alten Caritas-Heim oder abgewirtschafteten Baumarkt, 3 Mahlzeiten aus dem Spendenkübel und Klamotten aus dem Sammelcontainer bereitstellen. Ist ein Mordsgeschäft, wenn man für eine Baumarktruine, in der man 500 UMF unterbringt, fast 1,5 Millionen Euro pro Monat aus dem Steuertopf ausgeschüttet bekommt…
    Asylwerber bekommen Unterkunft, Verpflegung, Hygieneartikel, Kleidung und “Unterstützung” z.B. beim Putzen und Behördenwegen sowei zusätzlich 50 Euro Taschengeld pro Monat. Verschiedene Gemeinden geben extra Zuschüsse, z.B. hier bei mir bei erstmaliger Meldung einmalig Einkaufsgutscheine für ein Hartlauer-Handy bis 500 oder für Bekleidung bis 800 Euro sowie die Übernahme der Taxikosten für Behördenwege (Fahrrad oder Öffi sind scheinbar unzumutbar, wenn man kein geborener Österreicher ist.).

  19. mariuslupus

    Und so schliestt sich der Kreis. Niemand hat Merkel geglaubt dass sie ihr Ziel erreich. Man hat ihr zuerst gute Absichten zugestanden, später meinte man sie würde sich irren, es wurde die Hoffnung geäussert irgendwie kommt sie schon zu Einsicht. Eine Unmenge an Merkel Verstehern, Merkel Astrologen die immer gewusst haben was der nächste Schachzug von Angela sein wird. Jetzt hat IM Erika alle Schach-matt gesetzt. Sie hat ihr Ziel erreicht. Es wird nicht mehr diskutiert wie die Bedrohung definitiv beseitigt werden könnte, sondern die Medien sind mit ihren noch immer gläubigen Konsumenten in ein Kosmetiksalon der Horror-Art umgezogen. Es wird gepudert*, Schminke dick aufgetragen, Botox gespritzt. Niemand soll merken dass es sich in der ganzen, sogenannten “Flüchtingskrise” um einen merkelschen Zombie, handelt.
    *Ist wörtlich gemeint

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