Bedingungsloses Grundeinkommen und anderer Unfug

Von | 10. März 2016

(ANDREAS TÖGEL) Sozialromantisch veranlagte Naturen sind davon überzeugt, dass mit der erzwungenen Herstellung materieller Gleichheit, alles Übel aus der Welt zu schaffen wäre. Als Mittel zu diesem vermeintlich edlen Zweck dient die – bereits von Karl Marx in seinem „Kommunistischen Manifest“ geforderte – progressive Einkommensteuer, zwecks „sozialer Umverteilung“.

Rezenter Ausfluss der zutiefst freiheitsfeindlichen Utopie kollektiver materieller Gleichheit, ist die Forderung nach einem „bedingungslosen Grundeinkommen“, das jedermann zustehen soll (wiewohl der Gedanke dieser Tage beileibe nicht zum ersten Mal auftaucht). Selbst in der in Wirtschaftsfragen so nüchtern denkenden Schweiz finden sich Protagonisten der skurrilen Idee. 2.500 Franken pro Nase sollen es monatlich sein. Am fünften Juni wird über die Initiative abgestimmt.

Schon gibt es detaillierte Modellrechnungen, wie denn dieser Spaß zu finanzieren wäre. Die beiden wichtigsten Einwände dagegen werden indes gar nicht beachtet.

Der erste davon ist ganz offensichtlich: jede Form von Erwerbsarbeit verlöre mit dem anstrengungsfrei ausbezahlten „Grundeinkommen“ ihren Sinn. Im Schweiße seines Angesichts sein Brot zu verdienen – damit wäre es vorbei. Niemand wäre gezwungen, seinen Lebensunterhalt verdienen, einen Dienst an seinen Mitmenschen leisten zu müssen, um an Geld zu kommen. Das gäbe es dann schließlich für nichts. Man könnte sich voll und ganz seinen Neigungen widmen und bedenkenlos in den Tag hineinleben. Toll! Da ist es endlich, das von Marx erträumte Paradies der proletarischen Massen, in der jeder nach Belieben seinen Lüsten frönt und dennoch sein Auskommen hat.

Dass bei Wegfall jeglicher Leistungsanreize die Größe des zu verteilenden Kuchens – das gesamte Wohlstandniveau – natürlich drastisch abnehmen würde, scheint keinen der Befürworter des „bedingungslosen Grundeinkommens“ zu irritieren.

Wenn der Volksmund recht hat; wenn es also stimmt, dass Müßiggang aller Laster Anfang ist, stünden uns wirklich interessante Zeiten ins Haus.

Der zweite Punkt betrifft die „Bedingungslosigkeit“. Die ist ein aufgelegter Schmäh. Es gibt nämlich keine Wirkung (Konsum) ohne Ursache (Anstrengung). Zwar ist es möglich, einen Kreis „bedingungslos“ Anspruchsberechtigter willkürlich zu definieren. Allerdings kommt man nicht um die Notwendigkeit einer Wertschöpfung herum, um das staatliche Füllhorn über die glücklichen Begünstigten ausschütten zu können. Diese Wertschöpfung aber bindet sich an die Bedingung, dass es produktiv tätige Menschen gibt, die bereit sind, sich von den staatlich beschenkten Müßiggängern um die Früchte ihrer Arbeit bringen – also faktisch versklaven – zu lassen. Der Begriff „Bedingungsloses Grundeinkommen“ ist nichts weiter als ein zynischer Etikettenschwindel.

Es geht vielmehr um eine auf die Spitze getriebene Form der materiellen Umverteilung von Produzenten zu Nichtproduzenten, von Tüchtigen zu Faulen, von den Planenden und Schaffenden zu den hemmungslosen Hedonisten.

Verheerender könnte ein von den Machthabern gesendetes Signal gar nicht wirken. Kaum ein staatliches Regulativ könnte schwerer wiegende Konsequenzen nach sich ziehen – hätte negativere Folgen für die in einer Gesellschaft herrschende Moral. Denn Gemeinwesen, in denen jedermann selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt, funktionieren weitgehend konfliktfrei und sind langfristig stabil. Solche dagegen, in denen jedermann danach trachtet, auf Kosten anderer ein müßiges Leben zu führen, müssen zwangsläufig ins Chaos stürzen.

Denn selbstverständlich, darauf laufen alle bislang vorliegenden Modellrechnungen hinaus, sind zur Finanzierung dieser haarsträubenden Wählerbestechungsfarce drastische Steuererhöhungen erforderlich. Das heißt, dass diejenigen, die für die vom Staat verschenkten Wohltaten zu bezahlen haben, für ihre Werktätigkeit und/oder ihr unternehmerisches Engagement noch schwerer bestraft werden sollen, als das bereits jetzt der Fall ist.

Wer ernsthaft vorhat, den gesellschaftlichen Zusammenhalt restlos zu zertrümmern, und den Kampf aller gegen alle zu initiieren, braucht nur jede produktive Tätigkeit vom dafür gebührenden Entgelt zu entkoppeln, die Fleißigen auszuplündern und die Faulen zu mästen. Denn anzunehmen, dass ein solcher Plan ohne die vollständige Zerstörung der bestehenden (Wirtschafts-)Ordnung über die Bühne gehen könnte, wäre absurd. Wer würde wohl noch dort arbeiten oder investieren, wo man ihn zum Dank dafür postwendend „bedingungslos“ enteignet?

Mangel und Elend für alle wären das langfristige Resultat – wie überall, wo man sich daranmacht, linke Utopien in die Tat umzusetzen.

Wie die Ergebnisse vieler Abstimmungen in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll gezeigt haben, sind die Schweizer ein mehrheitlich überaus besonnen agierendes Volk. Sie haben ein feines Gespür für die gesellschaftlichen Kosten sozialer Wohltaten. Es darf daher angenommen werden, dass der Initiative eine massive Abfuhr erteilt werden wird.

Tagebuch

41 Gedanken zu „Bedingungsloses Grundeinkommen und anderer Unfug

  1. Der Realist

    ich nehme an, der Autor nimmt damit Bezug auf die am Dienstag im Albert Schweitzer-Haus stattgefundenen Veranstaltung “Future Ethics”, Veranstalter waren Diakonie und Wiener Zeitung. Das Publikum wurde bei dieser Diskussion nur sehr beschränkt einbezogen, nur einige Teilnehmer bekamen die Möglichkeit sich zu Wort zu melden, aber angesichts des Themas “Bedingungsloses Grundeinkommen – was braucht der Mensch wirklich” und den dazu geladenen “Experten” (einer aus der Schweiz) und einigen begeisterten Befürwortern im Publikum, verging einem eh die Lust zum Diskutieren.
    Die Frage der Finanzierung wurde überhaupt nur “akademisch” erörtert, und die Wahrscheinlichkeit, dass bei diesem Modell irgendwann die überwiegende Mehrheit ein bedingungsloses Grundeinkommen in Anspruch nehmen wird, wurde komplett unbeachtet gelassen.

  2. Falke

    Das Hauptargument der Befürworter dieses Grundeinkommens für alle ist, dass es in der menschlichen Natur liege, dass man arbeiten und der Gesellschaft nützlich sein wolle, Nichtstun und Müßiggang sei auf Dauer für den Menschen unbefriedigend, und daher würde das kaum jemand in Anspruch nehmen, der das nicht – aus welchen Gründen auch immer – unbedingt muss. Die Abkoppelung der Leistung vom Einkommen ist übrigens ein Traum des “realen Kommunismus”, dessen Motto heißt: “Jedem nach seinen Bedürfnissen”.

  3. Juan Carlos Recalde

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, Herr Tögel.

    Dass das “bedingungslose” Grundeinkommen eine absolute Schnappsidee ist, konnte ich mir als selbstständiger Unternehmer schon vorher alleine ausmalen.

    Aber es gibt immer wieder prominente Befürworter der Idee. Letztens erst Andreas Popp im Interview mit Roland Düringer, den ich sonst für ziemlich klar in der Birne halte (den Popp meine ich).

    Wie schön wäre es, wenn die Debatte um die “leistungslose Grundversorgung” derzeit unser größtes Problem wäre.

  4. max

    Besonders lustig ist die Tatsache, dass es sich bei den Befürwortern des bedingungslosen Staatsmannas gleichzeitig um die heftigsten Befürworter der Personenfreizügigkeit mit der EU handelt. Ei wird das fröhlich wenn jeder EU-Bürger bei uns monatlich Anrecht auf 2500.- hat.

  5. Juan Carlos Recalde

    @Falke

    Gut auf den Punkt gebracht. Diese falsche Grundannahme liegt dieser weltfremden sozialistischen Schnappsidee zu Grunde.

    Dass Menschen sehr wohl in der Lage sind ohne Probleme auf Kosten anderer zu Leben, beweisen täglich 60-70% der Bevölkerung. Wie war zuletzt das reale Verhältnis von Steuerzahlern vs. Steuerbezieher?

  6. Reini

    … solang der Staat neue Schulden macht, das Volk von Brot und Spiele lebt, wird sich nix ändern!!!
    … der übersoziale Wohlfahrtstaat hat einen sehr hohen Preis, wenn man in “Luxus” leben will und keinen Cent “besitzt”, wird man im Spielcasino nicht lange überleben, … aber alles hat ein Ende!!!

  7. Marcel Elsener

    Einmal mehr ein schöner Text von Herrn Tögel, der den Kern des Problems kurz und treffend umreisst. Tatsächlich glauben die meisten Befürworter des BGE, dass die Gesellschaft statisch bliebe bei diesem umfassenden Eingriff. Einen solchen Glauben kann man nicht einmal mehr als naiv sondern nur noch als dumm bezeichnen.

    Werte können nur umverteilt werden, wenn sie zuvor geschaffen wurden. Ohne Wertschöpfung, keine Umverteilung. Für die meisten Menschen ist die (Erwerbs-)Arbeit ein notwendiges Übel, um die eigene Existenz sicherzustellen. Aufgrund der hohen Produktivität bleibt trotz hoher Abgabenquote im derzeitigen System für das wertschöpfende Individuum immer noch etwas übrig, das es selbst verbrauchen darf; das ist für die meisten Menschen der Anreiz jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

    Wenn man von sehr wenigen Privilegierten absieht, die ihr Hobby zum ertragreichen Beruf machen konnten (z.B. erfolgreiche Künstler), glauben nur kommunistische und feministische Traumtänzer an die Arbeit als Akt der Selbstverwirklichung. Nur sie können glauben, dass ein Wegbrechen des wichtigsten Anreizes zur Wertschöpfung selbige unverändert lassen würde.

    In der Tat wird die Abstimmung in der Schweiz recht interessant werden. Allerdings rechne ich nicht mit einer Annahme der Initiative. Meine Prognose: Ablehnung mit mindestens Zwei-Drittel-Mehrheit und mit einem ‘nein’ in mindestens 20 der 23 Stände.

  8. Joachim Winters

    Lieber Träumer als verbohrt!
    Bereits heute wird 2/3 der “Arbeit” ohne Bezahlung geleistet, sei es ehrenamtlich oder weil die Gesellschaft keine Entlohnung vorsieht (Familie, häusliche Pflege usw.). Aber wer nur in wirtschaftlichen Maßstäben denkt, kann sich wirkliche Freiheit und Entfaltung bei einer sinnvollen Tätigkeit nicht vorstellen. Deshalb können die Reichen noch lange auf Kosten der Allgemeinheit schmarotzen (oder ist der Finanzmarkt wertschöpfende Arbeit?).

  9. PeterT

    Meine Frage ist ganz einfach:
    Wer wird in Zeiten eines bedingungslosen Grundeinkommens, wo jeder die Chance hat, seinen Talenten und Ideen nachzugehen, noch die Klos putzen, und den Müll wegräumen, bzw. was müßte man dann Menschen bezahlen (im Kontext entsprechend erhöhter Steuern), daß sie es doch tun?

  10. Reini

    @PeterT,… dann ist die Kacke am Dampfen! … wenn keiner das Talent dafür hat! … oder man überlässt das Müllgeschäft der Mafia wie in Neapel,… die finden eine Lösung! … eh klar “Privatwirtschaft”! 😉

  11. gms

    Juan Carlos Recalde,

    “Aber es gibt immer wieder prominente Befürworter der Idee. Letztens erst Andreas Popp im Interview ..”

    Interessante Zeiten bringen interessante Gruppierungen hervor, wie eben auch genannten Popp und dessen Umfeld namens Hörmann und Fürsprecher eines orwell’schen Vollgeldes. Als demonstrativ gegen den Mainstream gerichtet werden von diesen tatsächlich falsche Zustände aufgezeigt, zugleich aber völlig pervertierte Abhilfen propagiert.

    Im Anlaßfall soll das bedingungslose Grundeinkommen von einer demokratistisch verfaßten ‘Monetative’ direkt auf das Konto des Bürgers transferiert werden. Argumentierten handelsübliche BGE-Apostel noch mit vereinfachter Administration innerhalb bestehender Strukturen, überweist im Utopia popp’scher Machart die einzige und zentrale Verrechnungseinheiten-Generieranstalt die Bits und Bytes direkt aufs Konto der Untertanen.

    Popp und Konsorten rechnen begründet damit, wonach das aktuelle Geldwesen mittel- und langfristig kollabieren wird. Demgemäß positionieren Sie sich mit ihrem System als Retter in der Not, wobei das dem Modell inhärente BGE der Zuckerguß fürs Volk ist zur Umsetzung des ultimativen feuchten Traums aller Linken.
    Jeder kriegt bedingungslos direkt aus der Zentrale die Bits, die er täglich zum Beißen braucht. Wer kann dazu schon Nein sagen.

  12. Thomas Holzer

    @PeterT
    Also ich putze mein WC selbst; aber natürlich, wenn z.B. “unseren” Neubürgern nachgeputzt und alles nachgetragen und jeder aus seiner persönlichen Verantwortung entlassen und alles an den Staat ausgelagert wird, dann haben derlei Fragen schon ihre Berechtigung 😉

  13. Marcel Elsener

    @Joachim Winters
    Na, wenn 2/3 der Arbeit geleistet wird, obwohl sie nicht bezahlt wird, wo ist dann das Problem? Niemand hindert irgendjemanden daran, solche Arbeit zu erledigen. Und niemand hindert Sie, Herr Winters, daran, ‘wirkliche Freiheit’ und ‘Entfaltung einer sinnvollen Tätigkeit’ zu geniessen. Tun Sie’s doch einfach und werden Sie glücklich damit.

    Ob die BGE-Utopie funktioniert, dafür lässt sich leicht ein Beweis erbringen: Man gründet eine Gemeinschaft von gleichgesinnten und motivierten Freiwilligen, in welcher nach dieser Utopie gelebt wird. Durch einen solchen Erfolg könnte man zuverlässig allen BGE-Kritikern ultimativ das Maul stopfen, denn die Realität kann von diesen dann nicht geleugnet werden.

    Aber solche Lösungen werden von BGE-Gläubigen nie ins Auge gefasst. Stattdessen versucht man den Machtstaat einzuspannen, der alle Widerborstigen mit Gewalt in dieses System zwingen soll. Diktat und Zwang ist offensichtlich alles, was die BGE-Gläubigen kennen. Eine solche Gemeinschaft hingegen einfach zu gründen und am Laufen zu halten, dafür sind sie erwiesenermassen bislang nicht fähig.

  14. Thomas Holzer

    @Marcel Elsener
    Jedem, der das BGE ablehnt, sollte es freigestellt sein, dieses umgehend an den Staat kostenlos zurück zu überweisen; mit dieser Möglichkeit wird kein Gegner des BGE zwangsbeglückt 🙂
    p.s.: die Witwenpension ist z.B. de facto schon ein BGE; Kinderbeihilfe detto.
    Man sollte die grundsätzliche Frage diskutieren, ob es nicht sinnvoller wäre, alle! Transferzahlungen auf eine zu reduzieren, oder weiterhin tausende, wenn nicht hunderttausende “Beamte” dafür zu entlohnen, sinnentleerte Formulare zu “bearbeiten”, um dann doch wiederum Gießkannen ähnlich Subventionen (Transferleistungen) auszuzahlen; egal ob es sich um Arbeitslosengeld, Pensionen, BMS, Kinderbeihilfe, Pendlerpauschale oder was auch immer handelt.
    Wie schon an anderer Stelle hier geschrieben, alleine das unnotwendige Gehalt, welches der Herr Kopf bezieht, würde das BGE für zumindest 6 Menschen pro Jahr finanzieren (sein eigenes inkludiert)

  15. Joachim Winters

    @Thomas Holzer
    @Marcel Elsener
    Die Hetze gegen das BGE auf dieser Seite ist schon wieder motivierend. Wer niemanden daran hindern will, unbezahlte Arbeit zu leisten, aber gleichzeitig das BGE ablehnt, hat einfach nicht begriffen, um was es geht. Von den 2/3 unbezahlter Arbeit profitieren viele, genießen können diese aber nur wenige, weil ihnen mangels BGE die Grundlage fehlt, sie bestenfalls innerhalb ihrer Familie oder ihrem privaten Umfeld “durchgefüttert” werden. Möge niemand jemals pflegebedürftig werden und dann erleben müssen, dass niemand mehr zur (derzeit vollkommen unterbezahlten und nicht ausreichend anerkannten) Hilfe bereit ist. Glückauf, BGE-Gegner!

  16. Thomas Holzer

    Ich wage zu behaupten, daß das:
    BGE gegenüber alle bisherigen Transferzahlungen günstiger kommt
    der Mensch grosso modo nicht dazu neigt, sich “auf die faule Haut” zu legen
    die BGE-Gegner davon überzeugt sind, daß jeder einzelne Mensch ohne staatliche Bevormundung zu einem hilflosen, vertrottelten “Wesen” mutiert

  17. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Warum nur eine Transferzahlung statt ungezählter? Nein, die Frage ist, warum überhaupt Transferzahlung? Null Transfer, Zero, Nix. Jede! Transferzahlung musste vorher irgendwem zwangsenteignet werden, ausnahmslos JEDE! Der Staat soll ganz genau gar nichts umverteilen, sondern erhebt automatisch auf alle Preise eine einheitliche Konsumsteuer (Umsatzsteuer) und sonst gar keine; jeder Verdienst ist steuerfrei, das schafft nochmals (!) tausende Finanzbeamte ab. Der Staat hat genug Geld für seine Kernaufgaben und transferiert ansonsten genau gar nichts. Verdienst muss man sich erarbeiten, für den Fall der Arbeitslosigkeit gibts eine Versicherung und der Rest ist Eigenverantwortung und Freiheit. Sich als liberal bezeichnen und eine Zwangstransferzahlung zu befürworten erscheint mir etwas inkongruent.
    @Joachim Winters
    Wer Menschen mit einer ablehnenden Haltung als “Hetzer” bezeichnet hat sich selbst auf das Jämmerlichste aus der Diskussion gekegelt. Auf linkes Hatespeech können wir verzichten, danke.

  18. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Wieso ist man als Gegner des BGE automatisch Befürworter staatlicher Bevormundung?
    Ich lehne beides ab.

  19. Alfred Reisenberger

    @Joachim Winters. Der Finanzmarkt is keine wertschöpfende Arbeit, schafft aber sehr wohl Wert!! Nicht einfach Worte aneinander reihen. Da klingt der Werner durch, dass alles Spekulanten sind. Für einen Linken natürlich schwer vorstellbar, dass der Kapitalmarkt Wert schafft. Schauen Sie mal über den Atlantik gen Westen.

  20. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Ist z.B. die Witwerpension eine Transferzahlung?
    Wenn überhaupt keine Transferzahlungen, auch keine Kinderbeihilfe etc. auch keine staatlichen Zuschüsse zu den Pensionen etc., dann brauchen Sie mehr als nur eine Glock 😉
    p.s.: dann führen Sie aber auch z.B. die Sozialversicherung ad absurdum, weil auch diese nur Dank Transferzahlungen existiert.

  21. Thomas Holzer

    @Fragolin
    “……für den Fall der Arbeitslosigkeit gibts eine Versicherung…………”

    Welche ohne Umverteilung nicht leisten könnte!
    Oder glauben Sie wirklich, daß jeder Arbeitslose genau das, was er einbezahlt hat, auch ausbezahlt bekommt?!
    Das geht sich beim besten Willen hinten und vorne nicht aus

  22. Joachim Winters

    @Alfred Reisenberger
    Welchen realen ert schafft der Kapitalmarkt? Angeblich scheitert das BGE daran, dass dann niemand arbeitet und damit Werte schafft. Wenn der Kapitalmarkt (bekanntlich mit einer viel höheren Rendite als jeder direkt Arbeitende) Werte schafft, ist das BGE doch umso schneller umzusetzen.

  23. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Danke für diese Bestätigung der Wirksamkeit der linken Erpresserpolitik – entweder Enteignung und Umverteilung oder der “soziale Friede” ist gefährdet, sprich, wir holen es uns mit Gewalt.
    Witwenpension ist ein Anachronismus, so wie das gesamte Pensionssystem ein Instrument der Zerstörung der Familienstruktur – Wenn man den Kindern brutto für netto lässt brauchts für ein gutes Ausgedinge keiner staatlichen Pension, aber im Land der Nachwuchsverweigerer bedarf es natürlich einer Enteignungsstrategie, um gegen die “Altersarmut” anzukämpfen.
    Und ja, auch die staatliche Sozialversicherung ist ein Absurdum, da brauche ich nichts mehr führen. Man sieht es doch, die größten Einzahler dürfen zurückstehen um jene, die nie etwas eingezahlt haben in die erste Reihe zu stellen. Private Versicherungen haben ihre Berechtigung und in einem Umfeld gesunder Konkurrenz einen hohen Wert, aber alles! was staatlich ist führt generell in Ungerechtigkeit, Abhängigkeit, Erpressung – kurz mafiose Strukturen.
    Selbst Arbeitslosenversicherung würde ich nur privat und freiwillig einführen. Wer einzahlt, hat kurzfristige Sicherungsansprüche, wer nicht einzahlen will, behält sein Geld, hat aber auch keine Ansprüche. Das Argument “dann verhungern aber Leute” ist mir herzlich egal, denn niemand zwingt jemanden, einzuzahlen oder nicht einzuzahlen, jeder bestimmt selbst, welches Risiko er eingeht und es ist NICHT Aufgabe des Staates, ein Sicherheitsnetz für persönliche Fehlentscheidungen zu knüpfen.
    Ich weiß, Leute wie unser Karlchen werden ob dieses (mir fallen keine Attribute ein, soll sich jeder selbst welche ausdenken) “Sozialdarwinismus” in Schnappatmung verfallen, aber die ganze Verweichlichung unserer aus Jammerei und frecher Forderung bestehenden Gesellschaft resultiert aus nichts anderem als allen möglichen bedingungslosen Rechtsansprüchen. Und genau deshalb rauchen uns die einströmenden Aggressoren auch in der Pfeife, denn bevor wir Eigenverantwortung übernehmen, lassen wir uns drangsalieren und richten dann eine Beschwerde an den Staat.

  24. Thomas Holzer

    @Fragolin
    1.) Lassen Sie bitte in dieser Grundsatzdiskussion “unserer” Neubürger “außen vor”
    2.) “Wenn man den Kindern brutto für netto lässt”
    Was soll man Kindern brutto für netto lassen?! So der Ruf danach erschallt, wurde ihnen anscheinend vorher etwas weggenommen.
    3.) Ihr Ansatz ist natürlich auch legitim, wird aber auf längere Sicht zu ziemlichen Verteilungskämpfen führen.
    again: ob da eine Glock reicht, wage ich zu bezweifeln

  25. Alfred Reisenberger

    @joachim Winters. Der Kapitalmarkt ist ein Ort der Finanzierungsmoeglichkeit. Hier finanzieren sich sehr viele Unternehmen – eingesessen oder jung – und schaffen dann Arbeitsplaetze. Die Schaffung von Arbeitsplaetzen ist wertschätzend. Und der Kapitalmarkt ist nicht leistungsfeindlich wie das BGE. So einfach!

  26. Alfred Reisenberger

    @Joachim Winters. ……ist wertschaffend……

  27. Thomas Holzer

    @Alfred Reisenberger
    Warum soll das BGE leistungsfeindlich sein?
    Eine Hypothese, aber mehr nicht

  28. Fragolin

    @Thomas Hol,zer
    ad1.) Warum? Auch denen würde ja aus “sozialer gerechtigkeit” oder einfach Angst vor “Verteilungskämpfen” das BGE zustehen. Kommet all und kassieret! Oder wollen Sie das BGE an Bedingunegn knüpfen? Das würde bereits den ersten Buchstaben im BGE ad absurdum führen.
    ad2.) So die Kinder arbeiten, natürlich. Locker die Hälfte des Erarbeiteten. Man kassiert von 3000 Euro 1500 im Monat ab und lässt dann huldvollst 300 zurückfließne (oh kniet nieder und danket den Herren…) anstatt ihnen die 3000 zu lassen und dafür eigene Verantwortung für Enkel wie Eltern zu lassen. Mit welchem Recht will irgend jemand irgend etwas von dem abhaben, das ich mit meiner Hände Arbeit erwirtschaftet habe? Mit dem Recht des Stärkeren? OK, dann her mit der Glock.
    ad3) Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben. Liberalismus bedeutet Freiheit, die freiheit erfolgreich zu sein ebenso wie die Freiheit, auf die Schnauze zu fallen. Wer dieses Risiko nicht ertragen kann, schreit nach dem Sozialismus.

  29. Fragolin

    @Thomas Hol,zer
    Das BGE ist nicht leistungsfeindlich, der Mensch selbst ist es. Das BGE hilft ihm nur dabei.
    Die Frage war hier schonmal: Wer soll die wichtigen, aber nicht wertschöpfenden Hilfsarbeiten machen, wenn er dafür ein “Körberlgerld” bekommt? Für’s Nichtstun 2000, fürf einen Dreckshaken 200 drauf? Da geht keiner für die 200 arbeiten, aber garantiert nicht! Lieber um die Hälfte nebenher pfuschen, aber auch nur wenn die 2000 nicht reichen sollten.
    Bitte bleiben Sie bei diesem Thema der gleiche Realist, der Sie bei anderen Themen sind. Der Mensch ist nicht edel und fleißig und auf der Suche nach produktiver Erfüllung, das ist ein feuchter Traum kommunistischer Propagandisten, der Mensch denkt unternehmerisch – den größtmöglichen Gewinn bei kleinstmöglichem Aufwand. Ich habe seit JAhrzehnten täglich mit den verschiedensten Menschen aus verschiednen sozialen und Leistungsebenen zu tun, ich habe jeglichen Glauben an das Edle im Menschen längst verloren.
    Menschen sind wie Menschen sind. Daran ist noch jede Utopie gescheitert, die auf dem Guten im Menschen aufbaut.

  30. gms

    Sozialismus kennt nur einen einzige Richtung. Das Fragwürdige wird eingeführt, mit schwachen Sicherungen versehen, im Anlaß die Prüfungen der Bezugsberechtigungen, und wenn das Ganze irgendwann krebsartig proliferiert, wird die radikal vereinfachte nächste Evolutionsstufe auf der Kommunismusskala präsentiert.

    Mitterdings haben es sich linke Leistungsspediteure im Alimentationswesen mit abertausend Formularen kuschelig gemacht, und dann finden sich ausrechnet weniger rot Angekränkelte, die sozialistische Ärmelschonerträger zur vorgeblichen Steuerzahlerschonung ins volle Bad der Grundsicherung schütten wollen. Klingt komisch und ist es auch.

    Im nächsten Leben werde ich Sozialist, lassen sich doch Dumme und weniger Blanke gleichermaßen mit Worten ohne Stimmigkeit und Argumenten ohne Grundlage um den Finger wickeln.

  31. feldscher

    I love god old (pooh pooh) Kipling: The Gods of the Copybooks Headings:
    …. And that after this is accomplished, and the brave new world begins
    When all men are paid for existing and no man must pay for his sins,
    As surely as Water will wet us, as surely as Fire will burn,
    The Gods of the Copybook Headings with terror and slaughter return!

  32. Lisa

    Solange wir Nichtmillionnenerben und Nichtlottogewinner arbeiten müssen, um unser Überleben zu sichern, ist das heutige System ohne BGE nichts weiter als Arbeitszwang. Die Grenzen zu Zwangsarbeit, Fron, Skaverei sind fliessend. Aber seit wann ist Nichtarbeit ein Menschenrecht? Mit 2500 kann man in der CH nicht „am sozialen Leben teilnehmen“ wie versprochen! Ausser man lebt unter Sandlern. „Schöner wohnen“ kann man so auch nicht, nur schon deswegen, weil die tollen „ambiente“ Wohnungen mit See-/Meer-/Berrgsicht nicht dort stehen, wo sich 24, 36 oder mehr Familien und Einzelmieter einen Block teilen müssen. Die 2500 gehen für Miete, Krankenkasse, Versicherungen, Essen und Kleider drauf. Nur schon ein Zahnarztbesuch erfordert Zuarbeit. Die Grundbedürfnisse sind den meisten Menschen nicht genug – also gehen sie trotzdem arbeiten. Die Idee ist überhaupt nicht kommunistisch/sozialistisch, sondern schlicht unsozial und unüberlegt: Am Kapital der “Bourgeoisie” haben BGE-ler damit noch weniger teil, da sie kaum Aktien bei der Maschinen- oder Pharmaindustrie, den Rohstoffen etc. kaufen können, ja nicht einmal einen Beitrag zum “Volkswohl” leisten, indem sie etwa Steuern bezahlen oder mit Warenkauf die Wirtschaft in Gang halten oder sich freiwillig um schwierige Nichtangehörige kümmern. Allein durch die jährlichen Einsparungen sämtlicher Sozialwerke ist das übrigens auch nicht finanzierbar, dh. andere Finanzierungsmöglichkeiten – Warensteuern etwa – wären nötig, ergo höhere Preise, ergo noch weniger Kaufkraft. Ein Gutes hätte das System zumindest: unbeliebte und schmutzige Arbeiten würden gerechter entlohnt…
    @Fragolin: sehr richtig, Ihr Argument betr. Versicherungen. Mein Mitleid bez. “verhungern” würde sich bei aller sonstigen Menschenliebe in Grenzen halten. Da gibts Leute,ich kenne so einen Fall, die ihren Kids jedes neueste Handy kaufen, aber keine Haftflichtversicherung wollten. Für die Kosten im Schadensfall kommt dann eben das Sozialamt auf…

  33. Christian Weiss

    Wer Menschen mit einer ablehnenden Haltung als „Hetzer“ bezeichnet hat sich selbst auf das Jämmerlichste aus der Diskussion gekegelt. – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=39892#sthash.ISyuTZIJ.dpuf

    Danke dafür. Ich habe die Nase gestrichen voll von all diesen verweichlichten und frustrationsintoleranten Jammertanten, die alles, was gegen die eigene Meinung geht, immer gleich mit dem Prädikat “Hetze” versehen.
    Diese Vollidioten sollen sich Argumente zulegen oder endlich die Fresse halten.

  34. Marcel Elsener

    @Thomas Holzer
    ‘ Jedem, der das BGE ablehnt, sollte es freigestellt sein, dieses umgehend an den Staat kostenlos zurück zu überweisen; mit dieser Möglichkeit wird kein Gegner des BGE zwangsbeglückt’

    *Lach* Na, wenn das kein bauernschlauer Vorschlag ist! Die Zwangsbeglückung besteht ja nicht bloss darin, dass jedermann Gelder aus der BGE-Umverteilung annehmen muss sondern auch darin, dass die Wertschöpfenden das BGE der anderen finanzieren müssen. Wenn Sie also auch noch den staatlich exekutierten Finanzierungszwang für jene, die das BGE ablehnen, abschaffen wollen, dann habe ich nichts mehr dagegen. Das wäre dann nichts anderes als die Realisierung meines Vorschlags an die Adresse der BGE-Gläubigen, doch einfach eine auf Freiwilligkeit beruhende Gemeinschaft zu gründen, innerhalb der das BGE etabliert würde.

    Ihr Kalkül, dass mit der Einführung des BGE in nennenswertem Umfang andere staatliche Umverteilungsmassnahmen überflüssig würden, halte ich für falsch. Das Einsparpotential ist gar nicht so gross. Die Justiz-, Gesundheits- und Bildungsbereiche wären davon beispielsweise ausgenommen, ebenso die Kernverwaltung, Polizei und Militär. Auch die Zinszahlungen für Staatsschulden sowie viele Subventionen (etwa an die Landwirte) wären davon nicht betroffen, da diese ja zweckgebunden sind. Ausserdem ist es blauäugig anzunehmen, dass die zahlreichen überflüssigen staatlich besoldeten Funktionäre (v.a. des Sozialbereichs) eine Entlassung und damit die Rückstufung von ihren relativ hohen Gehältern und Pensionsansprüchen auf das tiefere Niveau eines BGE einfach so hinnehmen würden. Sie würden argumentieren, dass ihre Dienste weiterhin notwendig seien zum Wohle der Gesellschaft, und sie würden damit auch durchkommen, denn sie sind ein wichtiger Machtfaktor im staatlichen Ausbeutungs- und Repressionsapparat, ohne den sich die eigentlichen Machthaber gar nicht halten könnten. In der Realität war man bisher noch nie besonders erfolgreich (ausser vielleicht in Nischenbereichen) mit dem Abbau von Staatsbürokratie; ich empfehle Ihnen hierzu die Bücher von Northcote C. Parkinson. Der tatsächlich erfolgte Abbau von Staatsbürokratie war in der geschichtlichen Realität fast immer das Resultat eines Zusammenbruchs des (Zentral-)Staates, worauf sich dann in der Regel erst wieder eine neue Bürokratie in einem Nachfolgestaat etablieren musste.

    Eine substantielle Reduktion des Umverteilungsstaates wäre nur möglich, wenn man den Staat auf seine Kernaufgaben zurückstutzte – also die klassisch liberale Staatsidee. Dazu ist aber gar kein BGE notwendig. Im Gegenteil! Das BGE ist selbst Teil der Idee eines Nannystaates, in dem der Untertan prinzipiell für unfähig erachtet wird, sein eigenes Überleben sicherzustellen – ein antiemanzipatorischer Ansatz also. Solange aber die Idee eines Nannystaates eine demokratische Mehrheit findet, wird es auch den massiven Umverteilungsstaat geben. Ob die Umverteilung BGE heisst oder andere Namen hat, ist lediglich ein technisches Detail.

    @Joachim Winters
    Ich habe genau begriffen, worum es bei unbezahlter Arbeit geht. Um die Erbringung einer Leistung aus nichtmateriellen Motiven heraus. Das heisst überhaupt nicht, dass unbezahlte Arbeit nicht belohnt würde; vielmehr ist der Lohn normalerweise immaterieller Natur (z.B. in Form der Anerkennung der Mitmenschen oder in der Erzeugung eines guten Gefühls in sich selbst). Dieser immaterielle Lohn ist wohl das, was Sie, Herr Winters, als Genuss unbezahlter Arbeit ansehen. Das BGE ist aus philosophischer Sicht der Versuch der Materialisten, den immateriellen Lohn unbezahlter Arbeit doch noch irgendwie mittels Installierung eines Finanzierungszwangs zu materialisieren. Dadurch würde man aber das Edle an der Erbringung unbezahlter Arbeit zerstören, denn dieses besteht ja gerade darin, dass man keinerlei materielles Entgelt für die freiwillig erbrachte Leistung haben will – auch nicht in Form eines BGE. Wer allerdings seine Mitmenschen zwingen will, sein BGE zu finanzieren und dafür dann verspricht, unbezahlte Arbeit abzuleisten, der handelt nicht edel sondern nötigend und ausbeuterisch, denn er verknüpft zwei Dinge miteinander, die nicht verknüpft werden sollten.

    Desweiteren zweifle ich Ihre Behauptung an, dass 2/3 der erbrachten Arbeit nicht bezahlt wird. Beispielsweise rechnen sie hier wohl die Arbeit der Hausfrauen mit ein; Feministinnen haben hier schon haarsträubende Berechnungen geliefert. Aber auch Hausfrauen werden bezahlt, weil da in der Regel der Mann ist, der sie mit seinem Erwerbseinkommen mitfinanziert. Die Bezahlung besteht im Zugriff auf das gemeinsame Bankkonto, von dem die Hausfrau jederzeit auch Geld zur Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse beziehen kann. Nach Trennung/Scheidung wird diese Bezahlung in Form einer Alimentierungspflicht gegenüber der Ex-Ehefrau aufrechterhalten. Es wird also wesentlich mehr Arbeit materiell abgegolten (vulgo bezahlt), als gemeinhin behauptet wird. Soweit Hausarbeit für sich selbst erledigt wird (z.B. im Singlehaushalt), entfällt eine Bezahlung, weil Nutzniesser und Leistungserbringer dieselbe Person sind und die Bezahlung an somit sich selbst geleistet werden müsste.

    Im übrigen wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie von Unterstellungen der Hetze an die Adresse der BGE-Gegner Abstand zu nehmen. Die BGE-Gegner hetzen hier nicht sondern diskutieren.

  35. Christian Weiss

    “Das BGE ist aus philosophischer Sicht der Versuch der Materialisten, den immateriellen Lohn unbezahlter Arbeit doch noch irgendwie mittels Installierung eines Finanzierungszwangs zu materialisieren.”

    Das Problem liegt darin, dass die ach so sozialen Roten und Grünen nie einen Finger krumm machen würden, um unentgeltlich für jemand anderen zu arbeiten. Ich bin in diversen Vereinstvorständen und Organisationskomitees und leiste jährlich mehrere hundert Stunden ehrenamtliche Tätigkeit für Volksanlässe kultureller und sportlicher Natur. Was man in den Vorständen, den OKs und den Trainerstäben in den Sportclubs vergeblich sucht, sind Sozialdemokraten und Grüne. Da sind nur Liberale und Konservative dabei. Die ach so guten und lieben und sozialen und nach Gerechtigkeit strebenden Linken tun nichts für die Allgemeinheit, wenn sie sich nicht über völlig überzogene Funktionärsgehälter bereichern können. (Wenige hochlöbliche Ausnahmen gibt es.)
    Andererseits ist es ja auch kein Wunder: Sie mögen ja die Menschen, die sie ja angeblich so leidenschaftlich umsorgen wollen, gar nicht. Ist ja alles Pöbel.

  36. Fragolin

    Jemand, der Leistende ausbeuten (und etwas anderes ist Zwangsenteignung zwecks Umverteilung nicht, egal von wem an wen) will, um “allen” ein monatliches Geldgeschenk zukommen zu lassen, sudert dann den Ausgesackelten auch noch die Ohren voll, sie würden “Ausbeutung” propagieren?! Stimmt, “Vollidiot” könnte ein trefflicher Begriff sein. Zumindest verrät die Diktion die politische Herkunft, das genügt.

  37. Christian Weiss

    Joachim Winters, diskutieren Sie anständig und bringen Sie Argumente, dann nenn’ ich Leute wie Sie auch nicht mehr “Vollidioten”.

    Die Sauerei, Andersdenkende grundsätzlich als “Hetzer” hinzustellen, hat Methode. Sie dient einzig und allein der Diffamierung und Stigmatisierung. Auf diese Weise soll die per Gesetz eigentlich garantierte Meinungsfreiheit, die Ihrer Klientel ja sowieso ein Dorn im Auge ist, untergraben werden.
    Eine höchst perfide Strategie, die leider immer mehr Erfolg hat.

  38. Marcel Elsener

    @Joachim Winters
    ‘Ich bin aus der Diskussion raus. Sie propagieren Ausbeutung, da kann man mit BGE wirklich nicht gegenankommen.’

    *Lach* Ich soll Ausbeutung propagieren? Nein, Sie tun es, denn Sie propagieren ein Zwangsinstrument, mit dem Sie Wertschöpfenden einen Teil ihrer Wertschöpfung ohne adäquate Gegenleistung wegnehmen wollen. Exakt DAS ist Ausbeutung.

    Ich hingegen propagiere keine solchen Zwangsinstrumente sondern bekämpfe sie im Gegenteil sogar vehement. Nochmals: Wenn Sie BGE als so gutes und überzeugendes Instrument ansehen, warum gründen Sie nicht einfach eine auf Freiwilligkeit basierende Gemeinschaft, in der diese Umverteilung praktiziert wird?

    Die Antwort ist einfach: Weil Sie selbst nicht daran glauben, dass es ohne obrigkeitlichen Zwang funktioniert. Und nun sind Sie sauer und werfen das Handtuch in der Diskussion, weil Sie sich in den eigenen Widersprüchen verheddern, aber Ihren Glauben an die Gutheit des BGE nicht aufgeben wollen. Nicht ohne vor Ihrem Abgang natürlich die gegnerischen Diskutanten nochmals zu beleidigen.

    @Christian Weiss
    Ich habe denselben Eindruck von diesen linken Gutmenschen wie Sie. Erzwungene Umverteilung zugunsten des eigenen Geldbeutels kann man besonders gut unter dem Etikett ‘sozial’ verkaufen. Wie der konservative deutsche Publizist Michael Klonovsky richtig anmerkt: ‘Der Sozialstaat ist am beliebtesten bei den Asozialen.’

    Um nicht falsch verstanden zu werden. Ich habe grosse Achtung vor jedem, der sich für Gotteslohn in gemeinnützigen Funktionen betätigt. Diese Leute sind sehr wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

  39. Fragolin

    So, und damit wir mal ein Bild bekommen, wie das in Zukunft so abläuft von wegen Sicherung des Einkommens für alle durch unsere demografischen Retter aus dem Süden:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ausbildung-von-fluechtlingen-in-rosenheim-14092678.html
    Am Besten her mit einem BGE für alle, weltweit, ohne Ausnahme. Das Geld druckt die Globalzentralbank und alles wird gut, alle sind frei und werden satt von ganz allein…
    Ironie off.

    Ich habe jetzt schon meine Unternehmensleistung auf genau das Maß reduziert, das mir und meiner Familie ein angenehmes, aber absolut nicht luxuriöses Leben ermöglicht, dabei aber dem Finanzminister und den Zwangsversicherungsabzockern nur das nicht mehr vermeidbare Minimum beschert, denn ich habe einfach keine Lust, mir jeden noch so kleinen Luxus doppelt erarbeiten zu müssen, damit andere daran mitfressen. Man erkläre mir nur ein einziges Mal, warum ich nach meinem Arbeitstag zwei Bier bestellen und bezahlen müssen soll, damit ich eines trinken darf, während sich am Nebentisch einer, der den ganzen Tag nur in der Kneipe sitzt, mein zweites eingießt. Und dann träumen Leute von Freibier für jeden, in der Hoffnung, dass sich genug Dodeln finden, die ordentlich hakeln um das Zechgelage zu bezahlen…

  40. fxs

    Naja, man sollt die Vertreter der Idee doch einladen, ihre Vorstellungen modellweise zu verwirklichen, indem sie ihr Einkommern zur Verteilung an alle zur Verfügung stellen. Man käme damit wahrscheinlich nicht auf die vorgeschalgenen 2500 Fränkli, aber es wäre sicher interessant, wie lange dieser Versuch andauern könnte.

  41. Johannes

    Ist doch alles schon dagewesen, im Kommunismus gab es faktisch-praktisch keine Arbeitslosen jeder hatte ein kleines aber sicheres Einkommen das er auf Grund des nicht vorhandenen Angebotes von Gütern sogar sparen konnte. Der Haken an der Sache war, die Menschen waren nicht frei und verlernten unternehmerisch zu denken. Am Ende standen diese Länder dann vollkommen herabgewirtschaftet da und der Kommunismus verpuffte. In Österreich kommt mir oft so vor wird hart daran gearbeitet diese links paradisischen Träumerein wieder aufleben zu lassen.

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