Benutze mich!

„Benutze mich so lange, wie es dir passt und wie es deiner Aktion und deinem Casting entspricht. Wenn du mich brauchst, benötige ich deine Führung und Unterstützung: ohne Führung wäre ich ineffizient, ohne Unterstützung wäre ich nicht sehr glaubwürdig. Mit meiner immensen Bewunderung, Christine L.“. (Die heutige Chefin des “Intertnationalen Währungsfonds”, Christine Lagarde, schreibt  2007 eine Bewerbung an den neuen Staatschef Nicolas Sarkozy) Mon Dieu!

25 comments

  1. rubens

    Jetzt weiß ich, warum ich nie was werd. ;-))

    Es ist schon erschütternd, welche Leute über unser Schicksal entscheiden. Das ist jetzt Ernst.

  2. Thomas F.

    Diese Art von Hurerei ist für das Pack aus der französischen Politmafia offensichtlich ganz normales ‘Networking’.

  3. Mourawetz

    Mme. Lagarde ist keinen Deut besser als ihr Vorgänger M. Trichet. Sie belästigt den Staatschef persönlich per E-Mail.

  4. Markus Fichtinger

    Die spannendere Frage ist aber: Wer führt und benutzt Frau Lagarde heute? Sie wird ja ihre offenkundige Unselbstständigkeit nicht von einem Tag auf den anderen verloren haben, oder?

  5. Markus Fichtinger

    Und jetzt wird mir auch klar, warum manche Männer für Frauenquoten sind: Damit sie mehr Frauen wie Fr. Lagarde führen und benutzen können 😉

  6. Rennziege

    Liest sich wie etwas Kleingedrucktes in den Schmuddelanzeigen der eher kleinformatigen Intelligenzpresse. Parbleu! Quelle surprise, äh … Madame!

  7. Rennziege

    @Plan B
    An der ziemlich primitiven Venusfalle, in die Dominique Strauss-Kahn in New York torkelte, sollen Sarkozy und Lagarde nicht ganz unschuldig gewesen sein. Aber bei Egomanen, deren Hirn sich zwischen den unteren Extremitäten befindet, ist so was eine leichte Nummer, pardon: ein aufgelegter Elfer.

  8. Mourawetz

    @Plan B
    Ja der DSK passt irgendwie, genau den hab ich auch gemeint nur mit Trichet velwechsert! Trichet ist unschuldig. Aber nur in dieser Causa: unschuldig ist einer nicht, dessen Unterschrift zwar jeden Euro-Schein ziert, der sich aber längst aus der Verantwortung geschlichen hat. Irgendwie symptomatisch für dieses Falschgeld.

  9. marina sagl

    …. wir dachten es wäre der bewerbungstext eines models (15 jahre) für das erste cover-casting …..

    die methoden ziehen sich offfensichtlich durch …. es ist ein archetypysches verhaltensschema….

  10. kaiser

    🙁
    das ist widerlich und spricht nicht für uns Frauen. Da geniert man sich richtig.

  11. herbert manninger

    Die 3 Brücken zum Erfolg: Quote oder Sofa oder eventuell auch Leistung

  12. Lodur

    @rubens
    “Es ist schon erschütternd, welche Leute über unser Schicksal entscheiden. Das ist jetzt Ernst.”

    Jetzt wissen Sie, warum ich mich für eine sozialistische Räterepublik einsetze, in der alle Amtsträger vom Volk gewählt werden, rechenschaftspflichtig und prinzipiell abwählbar sind und für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung bekommen, die sich am Durchschnittseinkommen orientiert.

  13. rubens

    @Lodur
    Lodur, Sie übersehen eine klitzekleine Kleinigkeit und das ist fatal, dass nämlich gerade eine sozialistische Räterepublik gewünscht ist, weil sich die besagte Nomenklatura dort recht gemütlich einrichten wird, die haben schon vorgesorgt, indem Menschen wie Sie ihnen den Weg aufbereiten. Auch eine Art von Faschismus, still und leise von links einmarschierend und über Bilderbergertreffen abgesichert. Seien Sie nicht so blauäugig, lodur.

  14. PeterT

    Ich verstehe nicht, warum manche Leute bei diesem Text ins moralische Hyperventillieren verfallen.
    Die ganze Aufregung dreht sich wohl nur um das Wort ‘Benutze’ und seine Subtext im Deutschen, und kann im originalen Französischen ganz anders anders Rüberkommen.
    Ein Sturm im Wasserglas

  15. Rennziege

    @PeterT
    Dann schaun S’ amoi nach, wie die Franzosen das sehen: “Utilise-moi pendant le temps qui te convient” (grammatisch: ein Imperativ in “Du”-Form) wird auch dort als “Benütze [gebrauche] mich während der Zeiten, in denen es dir passt” verstanden. Ein echter Ösi würde sagen: “Mach mit mir, was’d wüüst, sooft’s dir konveniert.”
    Das ist kein Sturm im Wasser- oder Champagnerglas, sondern eine Charakterstudie der politischen Parasiten, die wir fürstlich alimentieren — und die uns dafür tags und nachts belügen, während sie einzig daran arbeiten, ihre persönlichen Schäfchen ins Trockene zu bringen.
    Dies gilt auch, falls — wie so spät wie unglaubwürdig behauptet wird — diese peinliche Anbiederung jener Möchtegern-Pompadour ihren Adressaten nicht erreicht hat.

  16. Lodur

    @rubens
    “Lodur, Sie übersehen eine klitzekleine Kleinigkeit und das ist fatal, dass nämlich gerade eine sozialistische Räterepublik gewünscht ist, weil sich die besagte Nomenklatura dort recht gemütlich einrichten wird, die haben schon vorgesorgt, indem Menschen wie Sie ihnen den Weg aufbereiten.”

    Die jetzige Nomenklatura ist ein Produkt der kapitalistischen Klassengesellschaft, vertritt die Interessen der herrschenden Klassen und ist an einer sozialen Revoltion nicht interessiert, da sie vom bisherigen System profitiert. Bei einer Demokratisierung der Wirtschaft und aller anderen Gesellschaftsbereiche kommt es zu einem Absterben des bürgerlichen Staates, all seiner Institutionen und damit wird auch eine Nomenklatura immer unnötiger. Abgesehen davon wird durch Transparenz, Kontrolle, Abwählbarkeit, Rechenschaftspflicht und Aufwandsentschädigung auf Basis des Durchschnitteinkommens jegliche Entstehung einer Nomenklatura verhindert.

    “still und leise von links einmarschierend und über Bilderbergertreffen abgesichert.”

    Gerade die Bilderberger, die mächtigsten Unternehmer, Banker und Systempolitiker, haben absolut kein Interesse an einer sozialen Revolution, sondern an einer Stabilisierung des Kapitalismus. So waren die Teilnehmer der Konferenzen der letzten Jahre z. B. Guido Westerwelle, Richard C. Holbrooke, David Rockefeller, George Soros, Jacob Wallenberg, Klaus Zumwinkel sowie die Vorstandsvorsitzenden von Siemens, Goldman Sachs, Coca-Cola und Royal Dutch Shell.

  17. PeterT

    @Rennziege
    Also, wenn ich mir Carla Bruni und Christine L. im Vergleich anschaue, glaube ich weiterhin nicht, daß diese Formulierung sich auf etwas Anderes als auf den beruflichen Aspekt bezogen hat.
    Im Endeffekt sagt sie:
    Ich stehe für eine Position in Deinem Team zur Verfügung.
    Wenn Du mich nimmst, musst Du mir Ziele vorgeben und mich unterstützen, sonst kann ich nicht effektiv für Dich arbeiten.
    Alle anderen Interpretationen scheinen eher auf die schwülen Sommernächte zurückzuführen sein.

  18. Mercutio

    @PeterT
    D’accord. Arschkräulerei ist es allemal, aber alle sexuellen Konnotationen in dieser Causa sind voll daneben und entstammen “Bild der Frau”-Phantasien.

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