Berlin zahlt für 80.000 Jobs im Nahen Osten

Von | 3. Januar 2018

“In den Ländern rund um Syrien hat die Bundesregierung nach Informationen der „Welt am Sonntag“ in diesem Jahr rund 20.000 Jobmöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen. Damit steige die Zahl der Arbeitsplätze, die Deutschland im Rahmen des Projekts „Cash for Work“ in der Krisenregion finanziert, auf rund 80.000. „Wir wollen den Menschen Würde und ein Stück selbstbestimmtes Leben zurückgeben“, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der Zeitung. Niemand lebe auf Dauer gern von Almosen.” (hier)

13 Gedanken zu „Berlin zahlt für 80.000 Jobs im Nahen Osten

  1. Thomas Holzer

    Aus dem am 31.12.2017 veröffentlichtem Artikel:
    “In Syrien finanziert Deutschland rund 25.000 Jobs für Arbeitskräfte, die zum Beispiel in den vom Krieg zerstörten Städten und Dörfern helfen sollen, die Trümmer zu beseitigen.”

    Was machen dann die Syrer noch in D?

    Auf jeden Fall ist dieses Programm besser, als Neubürger nach Europa zu lotsen und für deren Versorgung hier auch noch zu zahlen.

  2. Christian Peter

    Grundsätzlich sind alle Anstrengungen, Flüchtlingen vor Ort zu helfen, begrüßenswert. Allerdings sollte das Geld in Syrien eingesetzt werden, dort wird es am dringendsten benötigt. Mehr als 1 Millionen Syrer sind in den vergangenen Monaten wieder in ihre Heimat nach Syrien zurückgekehrt, überall wird Aufbauarbeit geleistet, selbst Städte wie Aleppo sind wieder befriedet.

  3. sokrates9

    Sind nicht die EU – Sanktionen gegen Syrien die einen Wiederaufbau behindern nach wie vor aufrecht??

  4. cmh

    Gibt es eigentlich eine Grenze zwischen Heuchelei und Idiotie?

  5. dna1

    @sokrates9
    Sie beleuchten die grenzenlose Heuchelei in der EU und zeigen auf, wie bescheuert die Deutschen sind. Dürfen sie das überhaupt?
    🙂

  6. Falke

    Deutschland finanziert Lehrer in der Türkei. Gleichzeitig werden dort zehntausende Lehrer im Zuge der Säuberungen nach dem sogenannten “Putschverusch” entlassen. Ein gutes Geschäft für Erdogan.
    @Gerald Steinbach
    Habe ich gerade vor knapp einer Stunde unter “Zum großen Teil wissen wir nicht, wer sie sind” gepostet. Das kann kein Kabarettist erfinden.

  7. sokrates9

    dna1..Sokrates, Sie beleuchten die grenzenlose Heuchelei in der EU und zeigen auf, wie bescheuert die Deutschen sind. Dürfen sie das überhaupt?- Schon vor 2000 Jahren hat mein Vorbild blöde Fragen gestellt; das ist ihm allerdings auch nicht gut bekommen! Früher hat man mit dem Schirlingsbecher gedroht! 🙂

  8. aneagle

    Eine Grenze zwischen Heuchelei und Idiotie ist hier schwer zu finden. Wer dem Projekt
    “Cash for work” noch etwas abgewinnen kann, blicke um die Ecke in das Westjordanland. Dort lebt der Flüchtlingsadel, die Palästinenser. Und da läuft, wie könnte es auch anders sein, etwas ungleich Besseres: das Projekt ” Double Cash for nothing”

    Im Detail: Die Palästinenser wollen eine Autonomie.
    Das bedeutet es muss ein Heer von Beamten geben, die PA (= Palästinian Authority). Bezahlt wird dieses wichtige Beamtenheer weder von der Organisation Islamischer Staaten noch von der arabischen Liga sondern, warum auch immer, von der EU und den USA.

    Wer bei diesem Beamtenheer was zu machen hat, ist weitestgehend unerheblich, weil die PA es nicht macht. Es erheben nämlich sowohl die PLO als auch die Hamas Anspruch auf die Besetzung der PA. Und jetzt die geniale Lösung:
    Es wird jeder Posten doppelt besetzt(und bezahlt), ähnlich wie in Ö für jede Position bisher ein Roter und ein Schwarzer nötig war.

    Aber hätte die EU die Erfahrung der Österreicher, wüsste sie, dass es mindestens DREI Personen pro PA-Position brauchen wird. Nämlich: ein Hamas ein PLO und einen der die Arbeit macht und zu keiner der beiden (anspruchsberechtigten?) Gruppen gehören darf.

    Letzterer jedoch, wurde als nicht nötig eingespart. So liegt die Arbeit brach, denn keiner sieht ein, warum er arbeiten soll, wenn der andere Beamte ebenso bezahlt wird und nicht arbeitet. Die Arbeit zu teilen, erwies sich als gänzlich nicht durchführbar.

    Daher streiken die PA Beamten der Hamas bei vollen Bezügen und weigern sich zur Arbeit zu erscheinen, solange noch Beamte der PLO in Positionen der PA-Behörde bestellt sind. Und die PA-Beamten der PLO? Die tun es ihren Hamas-Äquivalenten gleich.
    Wie lange so etwas geht? Im Westjordanland jahrelange, bei vollem Bezug für jeden.

    Das erklärt auch, wieso die Israelis in Verdacht gerieten, die Palästinenser verdursten lassen zu wollen. Denn obwohl Israel nachweislich immer die gleiche, vertraglich zugesicherte, Wassermenge anlieferte, versickerte mehr und mehr in den von der PA nicht gewarteten, verrotteten Kanalanlagen, oder wurde von mit der PA zusammenarbeitenden Wasserhändlern abgezweigt und ein “freier Wassermarkt” kreiert. Die kommode PA Behörde war zwar im Streik, aber durchaus kreativ.

    Als D. Trump mit der Einstellung der Zahlungen drohte, wurde er sofort empört als “Rassist” bezeichnet. Frau Mogherini, die namens der EU nichts dazu zu sagen fand, wurde nicht beschimpft. Schweigen ist eben manchmal Gold. Aber eventuell findet der eine oder andere europäische Steuerzahler eine passende Bezeichnung für Frau Mogherini, ohne die, das EU- Außenamt nur schwer sein Auslangen finden kann.

    Zurück zur Eingangsfrage, ob es eine Grenze zwischen Heuchelei und Idiotie gibt. Wahrscheinlich braucht es keine. Nur ein gerüttelt Maß von beidem. 🙂

  9. dna1

    @Sokrates9
    Ja, und der heutige Schierlingsbecher nennt sich NetzDG, da leben sie zwar noch, sind aber trotzdem tot.

    Mal sehen, vielleicht kann man in ihrer Formulierung “Wiederaufbau behindern”, Behinderung = Rassismus ja irgendwie ein Hassposting erkennen. Vorsichtshalber sperren und anzeigen, und dann ein paar Monate warten, ob ein Staatsanwalt dieser idiotischen Argumentation folgt, oder nicht.

  10. Johannes

    Dieses Projekt halte ich für sinnvoll, beteiligen sollten sich aber vor allem auch die Kriegstreiber der reichen Erdölstaaten. Obwohl die meisten arabischen Länder sehr, sehr gute Erdöleinnahmen haben lassen sie muslimische Glaubensbrüder lieber verrecken, so scheint es mir zumindest, als das sie nur einen Bruchteil ihres Vermögens in den Wiederaufbau der Trümmerhäuser der meist unschuldigen Zivilisten investieren.
    Was für ein Glaube ist das wenn einzig wegen eines Streites um die Nachfolge eines vermeintlichen Propheten seit 1500 Jahren unentwegt Menschen sich gegenseitig grausamst umbringen?

    Der Westen wird sich noch wundern wie der Wiederaufbau Syriens eine Erfolgsgeschichte Russlands werden wird.
    Wer sich die Bilder von Grosny nach dem Krieg und jetzt ansieht wird kann sich in etwa vorstellen wie es bald in Syrien überall zugehen wird. Der Westen wird wohl nicht am Aufbau partizipieren und er wird lange draußen bleiben, in diesem Winkel des Nahen Osten hat Russland die Hand drauf.

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