Beschimpft, bespuckt, bedroht: “Du bist tot”

Was einem so alles zustößt, wenn man mit einem israelischen Fan-Wimpel am Auto durch das kosmopolitische Berlin fährt, schildert eine aufschlußreiche Reportage. Lesenswert.

17 comments

  1. herbert manninger

    Mit den Sprenggläubigen der Friedensreligion ist eben nicht zu spaßen.

  2. Rado

    Habe ich da etwas falsch in Erinnerung, oder haben die Jüdischen Verbände nicht selbst lange genug auf dieser Multikulti-Welle geflötet? War da nicht jemand aus Wien, der gemeint hat, in jede österreichische Stadt gehöre ein Minarett?

  3. Der Realist

    kann es sein, dass da jemand einfach nur provozieren will?
    Berlin gefällt mir, ich bin gerne dort.

  4. Menschmaschine

    @Realist

    Genau das ist der Punkt: Ein Davidstern ist heute in Berlin anscheinend eine Provokation. Sie finden das nicht seltsam/beunruhigend/peinlich?

  5. Thomas Holzer

    Ist ja auch bezeichnend, daß z.B. ein Günther Walraff nie einen derartigen Selbstversuch auch nur in Erwägung ziehen würde

  6. michelle

    es ist mehr als traurig, dass es so weit gekommen ist, es sich noch verstärken wird, es auch in wien oder sonst wo demnächst so sein wird. und die sozn wollen sich vernetzen und glauben, damit ist die sache gelöst. leider ist es schon 10 nach 12, es ist zum sch….

  7. MM

    @Rado: Ja, die Juden hier im Land haben auch keine besseren Politiker und Funktionäre als die Nichtjuden. Warum auch? Aber vielleicht wachen sie so langsam auf. Ein Israeli hat mir seinen Eindruck aus Nordamerika und Europa so geschildert: Die Leute leben in einer Blase. Viele können sich einfach nicht mehr vorstellen, das das Böse existiert. In Israel kann man das viel schwerer verleugnen. Das ist auch der Grund, warum das Land trotz aller Ähnlichkeit nicht so dekadent ist wie (Mittel)europa.

  8. Mona Rieboldt

    Es ist sogar sehr beunruhigend und beschämend, dass z.B. eine Israel-Fahne als Provokation gesehen wird. Wenn wieder jüdische Geschäfte angegriffen werden, dazu jüdische Personen, wie geschehen auf der letzten Demo von Moslems und Linken, dann veranlasst das weder Politik noch Justiz einzugreifen. Im Gegenteil, die Politik will noch mehr Moslems nach Deutschland holen aus dem Irak und Syrien. Spätestens wenn die Verteilungskämpfe beginnen, das Geld nicht mehr da ist, um derart viele Leute zu alimentieren, werden wir Bürgerkrieg in unseren Straßen haben.

  9. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Die versammelte Linke (von CDU bis “Die Linke”) hofft halt, daß es im “Endkampf” nur die Juden treffen wird, und nicht sie selbst; deswegen ist der Widerstand gegen die Übergriffe auch so marginal. Kein Linker hat die Courage, aus Solidarität z.B. einen Davidstern an sein Revers zu heften, und dies auch öffentlich zu zeigen. Die glauben doch tatsächlich, daß sie mit diesen Schwachköpfen ein (Zweck)Bündnis eingehen können………..

  10. Mourawetz

    Diesen Bericht möchte sicherlich der Grüne Johannes Voggenhuber gerne lesen, um sich davon zu überzeugen, wie die edlen Migranten neugierig auf neue Lebensformen zugehen und Ressentiments durch gewaltfreien Dialog abbauen.

    https://www.ortneronline.at/?p=30467

  11. Rennziege

    14. August 2014 – 16:25 Mourawetz
    Der gute alte Voggi, von seinen Genossen als “Silberrücken” abgesägt, genießt seine reichlichen Apanagen aus Parlaments- und EU-An- und Abwesenheiten. Mein alter Herr, damals selber für kurze Zeit ergrünt, kannte ihn in Salzburger Tagen recht innig. Voggi war damals ein frustrierter Keiler der Ersten Allgemeinen Versicherung, erkannte aber rechtzeitig, dass eine Anschleimung an den frühgrünen Schauspieler Herbert Fux ihn aus dem Prekariat befreien könnte. Was auch gelang. Eine österreichische Karriere halt.

  12. menschmaschine

    @ Rennziege
    “ein frustrierter Keiler der Ersten Allgemeinen Versicherung”… das gereicht dem mir ansonsten zutiefst unsympathischen Herrn V. im üblichen politischen Umfeld aus Partei- und Kammerapparatschiks, die in ihrem Leben niemals einen Cent in der Privatwirtschaft verdienen mußten, ja fast schon wieder zur Ehre. Selbst wenn diese Verirrung auf die Seite jener, die die Tröge füllen, nur verhältnismäßig kurz gewesen sein mag.
    MfG

  13. Christian Weiss

    Ist ja auch bezeichnend, daß z.B. ein Günther Walraff nie einen derartigen Selbstversuch auch nur in Erwägung ziehen würde – See more at: https://www.ortneronline.at/?p=30472#comments

    Nö, der Günther Wallraff schmiert sich Schuhcrème ins Gesicht und setzt sich eine Kraushaarperücke aus dem Karnevalskostümladen auf den Kopf und vermutet überall Rassisten, weil er mit seiner Verkleidung ausserhalb der Fasnachtssaison komisch angeschaut wird.

  14. Mourawetz

    @Rennziege

    Voggenhuber war schon vieles: erst gegen die EU, dann Europaabgeordneter, zuerst gegen die Einmischung im Bosnienkrieg, dann empört, weil die NATO das Srebenica-Massaker nicht verhindert hat, er war gegen den Euro und für den Euro, ein Opportunist wie er im Buche steht, ein Wichtigmacher, von diesen Berufsempörten haben die Grünen genug. Die Lücke, die sein Abgang hinterlassen hat,  war überschaubar groß.

    Wie auch immer hilft uns das nicht weiter, ich trinke noch ein Gläschen Gspritztn, versprudelt mit SodaStream, Made in Israel, und träum von einer friedfertigen Arbeitsteilung zwischen palästinensischen und jüdischen Israelis wie in der SodaStream-Fabrik im Westjordanland.

  15. Rennziege

    14. August 2014 – 21:35 Mourawetz
    Danke. Ich trage nach, nach Telefongespräch mit meinem alten Herrn: Es bereitete dem linksgrünen Voggi auch keine Gewissensbisse, Mitte der 70er Jahre die Tochter (Sibylle) eines düster NS-belasteten FPÖ-Parlamentariers (Dr. med. Otto Scrinzi) zu heiraten, in welchem er einen Steigbügelhalter auf das Ross der Politik erblickte, allerdings vergeblich. Anschließend ergrünte er quasi über Nacht. Die Ehe hielt auf dem Papier etwa ein Jahrzehnt, aber nur dort. Sibylle, Schulkollegin meines Vaters, konnte sich für Chamäleons nicht sonderlich begeistern.
    Siehe dazu auch einen interessanten Blick auf Nepotismus und ehelichen Vorteilsgewinn in Österreich:
    http://diepresse.com/home/politik/zeitgeschichte/606217/Statt-Ehekrach-Politik-am-Fruhstuckstisch

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