Besser tot als misstrauisch, Herr Bischof?

“Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Misstrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen?” (Heinrich Bedford Strohm, evangelischer Landesbischof, beim Begräbnis der ermordeten Flüchtlingshelferin Sophia L.)

14 comments

  1. rubens

    Oje. Wir sollten alle mitverantwortlich zeichnen, die die Gefahren verharmlosen.

  2. sokrates 9

    Es werden heute systematisch naive Menschen heran gezüchtet!Hat doch nur Vorteile!Wer will heute in Politik und Wirtschaft schon kritische Menschen?

  3. zippo

    Diese Aussage ist natürlich ein völliger “Gutmenschen-Schwachsinn”! Die gleiche Frage müsste man dann auch bei allen Kindern stellen, denen die Eltern – wohl auch aus Mißtrauen – und nicht zu Unrecht – immer vorbeten, ja nicht mit Fremden mitzugehen….

  4. Falke

    Die Kirche, die ja bekanntlich alle Einheimischen (oder “Menschen, die schon länger hier leben”) auffordert, den orientalischen und afrikanischen Invasoren gastfreundlich und vertrauensvoll entgegenzukommen, ist damit am Tod der Sophia L. durchaus mitschuldig.

  5. Goetz Gowtz

    “Toleranz ist die letzte Tugend eimer sterbenden Gesellschaft” (Aristoteles)

  6. de Voltaire

    Um sein Kreuz um den Hals auch am Tempelberg zu tragen, dazu war dieser werte Herr Bischof aber schon zu misstrauisch. Oder nennt man das anders?

  7. aneagle

    “Halte Du sie arm, ich halte sie blöd”
    Die unheilige Allianz zwischen gemäßigt totalitärer Staatsdemokratur und sanft politischer Kirche, ist bei EDK- Boss Strohm auf das Beste aufgehoben. Trotzdem, alleine für seinen sinnfreien, wenn nicht gar bösartigen Quacksprech, wäre ihm eine Nacht mit umgehängtem Kreuz in den Straßen von Gaza, zu gönnen. Da kann er sich entspannt für sein besseres Leben entscheiden. Die Chance am Tempelberg hat er aus Feigheit verpasst. Das katholische Pendant, Bischof Marx, kann gleich mitgehen.

  8. Mourawetz

    Hypermoral schreckt nicht vor Toten zurück, auch nicht vor eigenen. Hoffnungslos. Dem Mann ist nicht zu helfen.

  9. Johannes

    Diese Aussage zeigt einmal mehr die Unfähigkeit von echter Empathie.
    Natürlich hätte sie misstrauisch sein sollen, dazu noch vorsichtig, weitsichtig und voreingenommen.
    Jeder Migrant hat dann die Möglichkeit diese Vorbehalte als für seine Person unnötig zu beweisen.
    Niemand wird durch Misstrauen getötet. Vielleicht ein wenig gekränkt aber was ist diese Kränkung schon gegen ein Menschenleben?
    Herr Bischof sie sind meiner Meinung nach zynisch. Das was sie sagen ist kein Trost, es ist meiner Meinung nach auch nicht christlich, (liebe deinen Nächsten wie dich selbst), wenn man sein eigenes Leben so wegschmeißt und wenn das von ihnen auch noch als einzige Alternative zu Misstrauen gehandelt wird, ist es einfach nur dumm, nach meiner Meinung.
    Aber die Dummheit ist salonfähig geworden und es muss so gut tun Beifall von den Linken zu bekommen.
    Irgendwie so scheint es mir muss die Kirche ihre pädophilen Skandale bewältigen, man tut es unter anderem auch indem man sich ohne wenn und aber den Linken anbiedert, jedenfalls empfinde ich es so.

  10. caruso

    Der Herr Bischof ist m.A. nach eine Mischung aus Unmensch und Idiot. Wäre er “mein” Bischof würde ich sofort aus der Kirche austreten. Glauben kann ich schließlich auch alleine. Dazu brauche ich nicht einen s o l c h e n Bischof.
    lg
    caruso

  11. astuga

    @Goetz Gowtz
    Der Ausspruch “Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.” (im englischen Original: “Tolerance is the last virtue of a depraved society”) stammt nicht von Aristoteles, sondern vom evangelikalen Pastor Dennis James Kennedy.

    Allerdings wäre Aristoteles mit seiner Nikomachischen Ethik, in welcher er ua. Mäßigung, Klugheit und die Zügelung des Irrationalen einfordert, kaum ein großer Anhänger der hysterischen “Refugee Welcome-Schreier” gewesen.
    Auch nicht von der Verteilung öffentlicher Gelder an fremde Personen…

    „Wenn eine Geldverteilung aus öffentlichen Mitteln stattfindet, so muss sie nach dem Verhältnis geschehen, das die Leistungen der Bürger zueinander haben.“

    „Die Gerechtigkeit ist also eine Mitte, freilich nicht auf dieselbe Art wie die übrigen Tugenden, sondern weil sie die Mitte schafft. Die Ungerechtigkeit dagegen schafft die Extreme.“

  12. Mourawetz

    @astuga
    Danke! Ich habe mich auch schon gefragt, ob das von Aristoteles ist…

  13. Christian Weiss

    “Um sein Kreuz um den Hals auch am Tempelberg zu tragen, dazu war dieser werte Herr Bischof aber schon zu misstrauisch. Oder nennt man das anders?”

    Als Teil der Elite, welche dem Fussvolk den moralisch richtigen Weg zeigt, darf er natürlich nicht zu sehr an der Front stehen.
    Den Heldentod für die vermeintlich gute Sache müssen andere sterben.

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