“Bin nicht besonders ängstlich wegen Trump”

“Viele Politiker sorgen sich wegen des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Nicht so Altkanzler Gerhard Schröder: Er verweist auf die Geschichte – und ruft Deutschland zu „Selbstbewusstsein“ auf.” (hier)

8 comments

  1. Christian Peter

    Eines der Wahlversprechen eingehalten : Donald Trump kündigt Freihandelsabkommen TPP. Frage an alle Liberalas in diesem Forum : Warum kündigt der US – Präsident Freihandelsabkommen, wenn davon (angeblich) alle profitieren ?

  2. Winnfried Gardner

    Selbstbewußtsein? Mehr Arroganz, Selbstüberschätzung und Schulmeisterei würde ich sagen. In Europa und besonders in Deutschland werden Amerikaner of als etwas zurückgebliebene unzivilisierte Verwandte gehandelt, die aufgeklärt werden müssen.
    Derweil werden fleißig Ihre Filme, Musik, Navi, Mode, Raumfahrt und Internet benutzt. Seit 70 Jahren sicher unter Militärischem Schutzschirm kläfft der kleine Wadenbeißer Europa und kann nicht eimal seine eigenen Grenzen schützen. Sonst moralisch so integer, beteiligt man sich an den Kosten minimal. Trump ist Geschäftsmann, die Nachkriegszeit als Schokolade vom Panzer geworfen wurde ist vorbei und Trump wird Europa die Kosten Rechnung präsentieren.

  3. Luke Lametta

    @CP
    ‘weil er Wahlversprechen halt muss’ wär sekkant, was. Sie meinen, warum er diese machte? Weil man damit offenbar 2017 in US Wahlen gewinnt. Wie bitte? Man gewinnt Wahlen mit ökonomisch wohlstandsvernichtender Politik? Pfoah, das gabs ja noch nie, in welcher Form auch immer und das nirgendwo auf der Welt…. ach, als ‘Liberalalas’ werden gemeinhin Leute bezeichnet, die bei gleichzeitigem nominalliberalen Anspruch allerlei staatliches Overruling von Eigentumsrechten oder/und Vertragsfreiheit unnachgiebig einfordern, Sie verwenden den terminus nicht ganz korrekt…

  4. Christian Peter

    @LL

    ‘Man gewinnt Wahlen mit wohlstandsvernichtender Politik’

    Freihandel vernichtete mehr als genug Wohlstand in den USA, das Abkommen NAFTA kostete Millionen amerikanischen Arbeitnehmern in der Auto- und anderen Industrien den Job, weil US – Konzerne die Produktion nach in Mexiko verlegten, ganze Städte verwandelten sich in Geisterstädte. Gleichzeitig wurden in Mexiko Millionen Bauern arbeitslos, weil sie im ungeschützten Wettbewerb mit den US – Agrarmultis chancenlos waren. Netto vernichtete das Abkommen NAFTA in den USA etwa 1 Million Arbeitsplätze, in Mexiko etwa 2 Millionen in der Landwirtschaft. Gewonnen haben dabei einzig und alleine multinationale Konzerne, die Marktanteile gewannen und ihre Profite enorm steigern konnten.

  5. Johannes

    Selbstbewußtsein ist uns leider abhanden gekommen, wenn man sich nur noch andienert und im vorauseilendem Gehorsam allem nur nicht der eigenen Herkunft und Kultur Wertschätzung entgegenbringt so wird man auch von denen die da ins Land kommen verachtet.
    Die Europäer sind weich und schwach geworden, nicht mehr fähig die eigene Lebensweise zu verteidigen geschweige Antworten auf das globale Diktat der Selbstaufgabe zu geben.

  6. Luke Lametta

    Jaja, Sie wiederholen sich nur mehr Tag für Tag mit all dieser antikapitalistischen Folklore aus dem Katechismus des National-Sozialen. Dass multikonzernige Konzernmultis an günstige(re) Produktionskosten interessiert sind, ist den an günstigeren Preisen interessierten potenziellen Auto- oder wasauchimmer-Käufern geschuldet, selbstverständlich erst recht den amerikanischen selbst – die greifen nämlich sonst zu nem, Hausnummer, Nissan. Steingart prägte das Bonmot, wonach ‘niemand neoliberaler wär als der deutsche Waschmaschinenkäufer’. Dass mal zu diesem ganzen Attac-Singsang zur Profitgier. Ob Wohlstand vernichtet wird oder nicht, lässt sich auch nicht an irgendwelchen Arbeitsplatzverlusten ablesen, Jobs gehen, Jobs entstehen und Geisterstädte im industrial belt sind heute in erster Linie trauriger Ausweis von jahrzehntelang verfehlter Gewerkschaftspolitik geschuldeter Verwerfungen, die irgendwann nicht mehr beherrschbar, lies: zu teuer wurden (und zwar dem Konsumenten, nicht ominös-finstren Plutokraten aus ner Laune heraus), und dann gerne mal zu cascading defaults neigen, weil strukturell verfestigte Turnaround-Aussichtslosigkeit – man hätte eben nie damit anfangen sollen. Genau der Punkt also, an dem wir heute in den USA mit mal wieder befremdlich populär gewordene Protektionismus-Sehnsüchten stehen, sich erneut anschickend, für Verwerfungen und künstliche Mehrkosten der Produktionsstruktur zu sorgen.

    Hatten wir gestern schon alles, fad, freut mich alles nicht mehr Recht. Zölle, border taxes, Strafsteuern, all sowas mag dafür sorgen, dass John Doe in Atlanta, GA in den nächsten 4y einen Job behält, anstatt sich einen neuen suchen zu müssen – Wohlstand aber wurde ganz sicher vernichtet und profitieren tut davon einzig und allein, und selbst er nur unter kurzsichtige Vorzeichen: Der Staat und seinen, frische Einnahmequellen.

  7. Johannes

    @LL
    “Jobs gehen Jobs entstehen“
    Ja wenn das so ist dann brauchen wir keine Politik mehr, jede noch so falsche Entwicklung wird nur mehr mit der Bemerkung Jobs gehen Jobs entstehen kommentiert und alles wird gut.

    Die amerikanische Autoindustrie ist ein Wirtschaftsmotor wer zuläßt das dieser Motor in Zukunft im Nachbarland brummt ist ein Narr. Wirtschaft ist kein Wunschkonzert, es ist beinharte Machtpolitik essentiell für Amerika wie die Landesverteidigung. Man kann träumen über freie Wirtschaft und das sich eh alles von allein bestens regelt, aber nur dann wenn man “Freizeitkommentator“ ist und keine Verantwortung trägt.
    China ist nicht deshalb erfolgreich weil es global denkt und die liberalste Wirtschaftspolitik betreibt sondern weil es beinharte Spielregeln von seiner Bevölkerung einfordert und diese ohne Kompromiss durchsetzt..

  8. Christian Peter

    @LL

    ‘Antikapitalistische Folklore’

    Bezeichnen Sie, wie sie es wollen, es nun einmal eine Tatsache, dass die bedeutendsten und umfassendsten Freihandelsabkommen der vergangenen Jahrzehnte – der EU – Binnenmarkt und Nafta – ein gewaltiger Misserfolg waren.

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