Bitcoin ist egal, wer an der Regierung ist

Von | 15. Februar 2017

Es ist immer das Gleiche, sobald der Bitcoinpreis (sein Kurs in Dollar) steigt, wird mein Email-Postfach überflutet. „Was ist Bitcoin und wie kann ich es kaufen?“ Fällt der Preis, herrscht wieder Funkstille, mit Ausnahme der Leute, die sich beschweren, ihre Investition habe sich nicht ausgezahlt.

Was sich hier abspielt, ist das klassische Muster. Amateure kaufen zu hohen Kursen ein (aufgrund der gestiegenen öffentlichen Aufmerksamkeit) und verkaufen, nur um dann nicht wieder zu niedrigen Kursen zu kaufen (weil niedrige Preise es nicht in die Nachrichten schaffen). Das ist bei einer Kryptowährung nicht anders wie bei jeder anderen Aktie. (weiter hier)

4 Gedanken zu „Bitcoin ist egal, wer an der Regierung ist

  1. Rennziege

    Da mag Jeffrey Tucker die Bitcoins (pardon, neuerdings the Blockchain) so begeistert loben, wie er mag, und sogar Friedrich August von Hayeks Forderung einer staatlich unbeeinflussbaren Freigeldwährung (1976*) zitieren: Die Bitcoin-Mode verkörpert schlicht virtuelles Geld, ist also digitalen Gangstern um so hilfloser ausgeliefert, je raffinierter und professioneller deren Würmer, Hacking-, Hijacking- und Erpresser-Algorithmen entwickelt werden. Wenn man betrachtet, wie einfach das Online-Banking (trotz hochkarätiger IT-Spezialisten) geknackt werden kann und wird, ist der Bitcoin-Geldbeutel der noch kränkere Patient.

    Warum nicht einfach zu einer viel älteren, rein analogen Freiwährung zurückkehren, zur putzigen Kaurimuschel, die in wirklichkeit eine submarine Schnecke ist? Ausnahmsweise aus Wiki zitiert:
    Die kleinen, eiförmigen, sehr stabilen Kaurischneckengehäuse mit ihren bunt gefärbten Schalen mit glänzendem Schmelzüberzug wurden etwa von 2000 v. Chr., also noch in der Bronzezeit, bis ins späte 19. Jahrhundert verwendet. Sie zirkulierten als fälschungssichere internationale Währung auf dem halben Globus. Genaugenommen war Kaurigeld kein Geld im Sinn von Währung, denn es gab keine staatliche Aufsicht und kein Bankensystem dafür; Kaurigeld diente jedoch als Wertaufbewahrungsmittel.
    Letzteres bietet keine heutige Währung. 🙂
    *Anno 1976 steckte die Computerei noch in den Babypatscherln. F.A. von Hayek konnte die Zukunft nicht ahnen. Ihn als Paten der Bitcoins darzustellen ist somit etwas frech.

  2. raindancer

    Am 1. Juni 2011 veröffentlichte der deutsche „Bundesverband Digitale Wirtschaft“ eine Pressemeldung, in der er Konsumenten von der Nutzung Bitcoins abrät. Diese hätten, da sie keiner staatlichen Kontrolle unterliegen, „das Potenzial, der gesamten Gesellschaft […] durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder andere illegale Geschäfte nachhaltig zu schaden“. Des Weiteren widerspreche eine automatisierte Geldmengensteuerung wie im Falle der ‚Bitcoins‘ jeder Konjunkturpolitik und entziehe ihr damit den Boden

    —-> das ist aber fast schon wieder ein PRO Argument 🙂

  3. Weninger

    @raindancer
    Das ist fast 7 Jahre her, da hat sich die Welt auch etwas weitergedreht. Damals war Bitcoin nur Insidern ein Begriff, heute habe ich es sogra schon auf meinem täglichen Weg an einer Trafik als Partnergeschäft affichiert gesehen. Bitcoin wird aber aufgrund der beschränkten Menge nie eine Weltwährung ersetzen.

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